# Fleißiges Lieschen vermehren: Stecklinge schneiden oder Samen säen?

> So vermehrst du Fleißiges Lieschen über Kopfstecklinge, bringst Mutterpflanzen durch den Winter und erkennst, wann sich die Aussaat lohnt.

- **URL:** https://samen.live/blumen/sommerblumen/fleissiges-lieschen-vermehren-stecklinge-und-aussaat/
- **Bereich:** Blumen › Sommerblumen & Einjährige
- **Zuletzt geprüft:** 24. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.live (total10 GmbH), Redaktion

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Wenn im Herbst die Balkonkästen leer werden, schneide ich vorher Triebspitzen von den Fleißigen Lieschen, deren Farbe ich im nächsten Jahr wiederhaben will. Das lohnt sich besonders bei gefüllten Sorten, denn sie werden über Stecklinge vermehrt. Ungefüllte Sorten ziehst du auch aus selbst gesammelten Samen nach. Welcher Weg zu deiner Pflanze passt, entscheidet also zuerst die Sorte und erst danach dein Platz am Fenster.

## Stecklinge oder Aussaat: Was passt zu deiner Sorte?

Das Fleißige Lieschen (Impatiens walleriana) lässt sich über Samen oder über weiche Triebstecklinge vermehren. Stecklinge geben die Eigenschaften der Mutterpflanze vegetativ weiter. Bei Samen ist das nicht sicher: Aus selbst geernteten Samen von Hybridsorten können Pflanzen entstehen, die anders aussehen als ihre Mutterpflanze. Wer eine bestimmte Farbe oder eine gefüllte Blüte behalten will, schneidet deshalb Stecklinge. Sie erhalten die Eigenschaften der Mutterpflanze, Hybrid-Nachkommen können abweichen.

Die Aussaat ist der passende Weg, wenn du keine Mutterpflanze hast, eine ungefüllte Sorte nachziehen willst oder viele Pflanzen auf einmal brauchst. Über die Samentüte kommst du außerdem an Sorten, die du noch nicht im Kasten hast.

> **Kurz erklärt:** Der Sortenschutz erstreckt sich nicht auf Handlungen im privaten Bereich, die keinen gewerblichen Zwecken dienen. Stecklinge einer gekauften Sorte für den eigenen Balkon fallen also nicht unter seine Wirkung.

## Wie schneide und bewurzle ich Stecklinge vom Fleißigen Lieschen?

### Wann du Stecklinge schneidest

Kopfstecklinge krautiger Pflanzen wie Fleißiges Lieschen, Fuchsien und Geranien schneidest du im Frühjahr oder im Herbst. Im Frühjahr gilt die Zeit von Januar bis März als ideal, sofern deine Mutterpflanzen in einem Wintergarten oder Kleingewächshaus stehen. Im Herbst kannst du ab August schneiden, bis die Sommerbepflanzung abgeräumt wird. Ich nutze meist den Herbsttermin und schneide, solange die Pflanzen noch voll im Laub stehen.

Herbststecklinge brauchen allerdings einen Winterplatz. Fleißiges Lieschen ist nicht winterhart und überwintert am besten in einem hellen Raum mit Zimmertemperatur. Diesen Platz brauchen also auch die frisch bewurzelten Jungpflanzen aus dem Herbst.

### Welche Triebe sich als Steckling eignen

Du schneidest an gesunden, kräftigen Mutterpflanzen und wählst feste, noch unverholzte Triebe. Ein Kopfsteckling ist die Spitze eines solchen Triebs. Als Richtwert für Kopfstecklinge von Zimmer- und Kübelpflanzen gilt eine Triebspitze von etwa 10 cm. Die Spitze trägt 2 bis 4 Blattpaare, aber keine Blütenknospen.

Pflanzen mit fleckigem Laub oder Belag auf der Blattunterseite lasse ich als Spender aus. Geschnitten wird bei mir mit einem sauberen, scharfen Messer. Hatte ich vorher an einer kranken Pflanze gearbeitet, reinige ich Messer und Handschuhe, bevor ich an die gesunde gehe.

### Stecken, angießen, abdecken

Für die Stecklinge nehme ich kleine Töpfe und frische Aussaaterde, so wie man auch Pelargonien-Stecklinge steckt. Die Töpfe brauchen einen Wasserabzug, damit keine Staunässe entsteht. Die Blätter am unteren Stielende entfernst du. Der Stiel bleibt so lang, dass du ihn gut in die Erde stecken kannst, ohne dass Blätter sie berühren. Blätter in der Erde faulen sehr schnell.

Nach dem Stecken gießt du gut an. Dann ziehst du eine durchsichtige Plastiktüte über den Topf und stellst ihn auf eine warme, helle, aber nicht zu sonnige Fensterbank. Abgedeckte Stecklinge kontrollierst du täglich und lüftest sie kurz, damit hohe Luftfeuchte und Schwitzwasser keine Pilzerkrankungen begünstigen. Ich hebe die Tüte dafür jeden Morgen an und schaue nach Blättern, die welken oder fleckig werden.

> **Häufiger Fehler:** Ein Steckling lässt die Blätter hängen, und sofort kommt die Gießkanne. Welke kann aber auch von Dauernässe und geschädigten Wurzeln kommen. Prüfe deshalb mit dem Finger, wie feucht die Erde ist, bevor du nachgießt. Bei torffreier Erde fühlst du dabei tiefer nach, weil die Oberfläche schon trocken sein kann, während es darunter noch nass ist.

> **Mini-Checkliste:** Das brauchst du für einen Durchgang:
> - gesunde Mutterpflanze mit festen, unverholzten Trieben
> - sauberes, scharfes Messer
> - kleine Töpfe mit Wasserabzug und frische Aussaaterde
> - durchsichtige Plastiktüte als Haube
> - warme, helle Fensterbank ohne pralle Sonne

### Woran du erkennst, dass der Steckling Wurzeln hat

Hell und vor greller Sonne geschützt bilden Sommerstecklinge von Beet- und Balkonpflanzen nach etwa 2 bis 3 Wochen erste Wurzeln. Kopfstecklinge krautiger Balkon-, Kübel- und Zimmerpflanzen, die hell und warm unter Folie stehen, bewurzeln sich nach etwa drei bis vier Wochen. Beide Angaben gelten für Pflanzengruppen und nicht eigens für das Lieschen. Ich richte mich deshalb nach dem Steckling selbst: Eingewurzelt ist er, sobald er neue kleine Blättchen bekommt.

Dann nehme ich die Tüte ab und setze den jungen Steckling in einen eigenen Topf mit Blumenerde. Bevor er nach draußen kommt, gewöhnst du ihn bei mildem Wetter schrittweise ans Freiland, zuerst geschützt im Schatten. Bei niedrigen Nachttemperaturen holst du ihn wieder herein.

> **Zahl im Blick:** Triebspitze etwa 10 cm mit 2 bis 4 Blattpaaren und ohne Blütenknospen, als Richtwert für Kopfstecklinge von Zimmer- und Kübelpflanzen. Erste Wurzeln nach etwa 2 bis 3 Wochen bei Sommerstecklingen von Beet- und Balkonpflanzen, nach etwa 3 bis 4 Wochen bei Kopfstecklingen unter Folie.

## Wie überwintere ich Mutterpflanzen für Frühjahrsstecklinge?

Botanisch ist das Fleißige Lieschen eine mehrjährige krautige Pflanze, im Garten wird es aber überwiegend einjährig kultiviert. Wer im Frühjahr Stecklinge schneiden will, bringt deshalb eine Mutterpflanze durch den Winter. Sinken die Temperaturen unter 8 °C, holst du sie ins Haus. Am besten eignet sich dort ein heller Raum mit Zimmertemperatur. Bis Mai gießt und düngst du weniger als im Sommer.

Vor dem Einräumen kontrollierst du die Pflanzen auf Schädlinge und stellst befallene Exemplare getrennt auf. Dabei schaue ich auch unter die Blätter. Überwintert wird bei mir nicht der ganze Kasten, sondern nur die Pflanzen, deren Sorte ich behalten will. Was beim Abräumen nach Falschem Mehltau aussieht, kommt nicht auf meinen Kompost.

> **Achtung:** Vergilbungen und rötliche Färbungen der Blätter können auf einen Kälteschaden hindeuten. Hol die Pflanzen deshalb herein, sobald die Temperaturen unter 8 °C sinken, und warte nicht auf den ersten Frost.

Im Frühjahr kannst du überwinterte Lieschen zurückschneiden. Das regt die Blütenbildung an, weil sich neue, kräftige Seitentriebe bilden. Die Triebspitzen, die beim Schnitt anfallen, eignen sich als Stecklinge, sodass der Rückschnitt gleich das Material für die nächsten Jungpflanzen liefert. Ins Freiland setzt du die überwinterte Pflanze wieder, wenn kein Bodenfrost mehr auftritt. Kommt sie im Topf aus dem Winterquartier, stellst du sie wie andere Kübelpflanzen zuerst an einen halbschattigen, windgeschützten und warmen Platz.

Wie du [Sommerblumen im Topf überwinterst und über Stecklinge vermehrst](/blumen/sommerblumen/), zeigt der Überblick zu allen Sommerblumen.

## Wann lohnt sich die Aussaat statt der Stecklinge?

Samen sind der richtige Start, wenn du ungefüllte Sorten nachziehst, keine Mutterpflanze überwintert hast oder eine neue Sorte ausprobieren willst. Über die Saat kommst du auch an Sorten mit beschriebenen Eigenschaften. Das Fleißige Lieschen 'Leuchtfeuer' etwa wird in seiner Sortenbeschreibung als resistent gegen Falschen Mehltau geführt. Wie du Fleißige Lieschen [von der Aussaat über das Pikieren bis zum Auspflanzen selbst anziehst](/blumen/sommerblumen/aussaat-und-anzucht-von-fleissigen-lieschen/), zeigt ein eigener Ratgeber. Hier findest du die Eckdaten für deine Entscheidung und die Samenernte.

### Samen von den eigenen Pflanzen sammeln

Für die eigene Saat lässt du einzelne verblühte Blüten bis zur Samenreife stehen, statt alles auszuputzen. Zum Sammeln umschließt du die Kapsel mit der Hand und drückst sie sanft. Die Samen breitest du flach aus und lässt sie trocknen. Danach lagern sie dunkel in einem Glas bis zur Aussaat im nächsten Frühjahr. Ich beschrifte jedes Glas mit Sorte und Erntedatum und stelle es kühl und trocken.

Bei F1-Hybriden spalten die Merkmale in der Folgegeneration wieder auf. Aus solchen Samen wachsen also Pflanzen, die der Mutterpflanze nicht gleichen müssen. Für ungefüllte Sorten ist die eigene Samenernte dagegen der übliche Weg.

> **Tipp:** Ob deine Samen noch keimen, zeigt eine Probeaussaat mit genau abgezählten Körnern. Das geht auf feucht gehaltenem, nicht nassem Küchenpapier, das du gegen Austrocknung abdeckst.

### Die Aussaat in Kürze

| Schritt | Angabe |
|---|---|
| Aussaatzeit | Januar bis April |
| Saattiefe | etwa 0 bis 0,5 cm, Lichtkeimer, höchstens dünn bedecken |
| Keimtemperatur | 20 bis 25 °C |
| Keimdauer | bei 20 bis 25 °C innerhalb von 7 bis 14 Tagen (Sorte 'Leuchtfeuer') |
| Pikieren | zwei bis drei Wochen nach dem Auflaufen einzeln in Töpfe (Baby Mischung) |
| Abhärten | vor dem Auspflanzen (Baby Mischung) |
| Auspflanzen | ab Mitte Mai bei frostfreien Bedingungen (Sorte 'Leuchtfeuer') |
| Pflanzabstand im Beet | 20 cm in der Reihe, 20 bis 30 cm Reihenabstand |
| Kulturdauer | 84 bis 112 Tage |

Während und unmittelbar nach der Keimung darf das Saatgut nicht austrocknen. Eine Folienabdeckung lüftest du täglich und nimmst sie nach der Keimung ab. Danach brauchen die Sämlinge ausreichend Licht, weil Lichtmangel lange, instabile Triebe begünstigt. Senke nach der Keimung auch die Temperatur, denn viel Wärme fördert bei Lichtmangel lange, weiche Triebe.

Die Pflanzabstände trägst du am einfachsten gleich in [deinen Beetplan](/tools/beetplaner/) ein. Wann du welche Sommerblume säst, kannst du [im Aussaatkalender für Sommerblumen nachschlagen](/tools/druck/aussaatkalender/sommerblumen/). Als Begleiter im Schattenbeet kommen Begonien und Fuchsien infrage, weil sie ebenfalls Schatten vertragen.

## Stecklinge und Aussaat im Vergleich

### Vor- und Nachteile im Überblick

| | Stecklinge | Aussaat |
|---|---|---|
| Ausgangsmaterial | gesunde Mutterpflanze | gekaufte oder selbst gesammelte Samen |
| Sorte | Eigenschaften der Mutterpflanze bleiben erhalten | Nachkommen von Hybridsorten können abweichen |
| Passt zu | gefüllten Sorten | ungefüllten Sorten |
| Zeitpunkt | Januar bis März mit geschütztem Platz für die Mutterpflanzen, im Herbst ab August | Januar bis April |
| Erste Etappe | Wurzeln nach etwa 2 bis 3 oder 3 bis 4 Wochen, je nach Pflanzengruppe | Keimung in 7 bis 14 Tagen bei 20 bis 25 °C ('Leuchtfeuer') |
| Winterbedarf | heller Raum mit Zimmertemperatur für Mutterpflanzen oder Herbststecklinge | Glas mit Samen, kühl, dunkel und trocken |

Bei Stecklingen startest du mit einem fertigen Trieb, der nur noch Wurzeln bilden muss. Du bekommst eine Pflanze mit den Eigenschaften der alten. Der Aufwand liegt im Winter: Für Frühjahrsstecklinge brauchst du eine überwinterte Mutterpflanze und einen hellen, zimmerwarmen Platz. Die Aussaat kommt ohne Mutterpflanze aus und öffnet dir neue Sorten. Dafür verlangt sie Wärme zum Keimen, eine Saat, die nie austrocknet, und nach dem Auflaufen ausreichend Licht.

### Zeitaufwand und Erfolg

Bei Stecklingen fällt die meiste Arbeit beim Schneiden und Stecken an. Bis die ersten neuen Blättchen erscheinen, besteht sie vor allem aus dem täglichen Lüften. Gesät wird dagegen von Januar bis April, danach folgen Pikieren und Abhärten. Für die Art wird eine Kulturdauer von 84 bis 112 Tagen angegeben.

Ob ein Durchgang gelingt, hängt bei Stecklingen an gesundem Ausgangsmaterial, blattfreien Stielen in der Erde und dem täglichen Lüften. Bei der Aussaat zählen keimfähiges Saatgut, die Keimtemperatur und gleichbleibende Feuchte. Die meisten Samen bleiben kühl, dunkel und trocken gelagert etwa drei Jahre keimfähig. Bei älteren Tüten machst du vorher die Keimprobe. Eine feste Erfolgsquote in Prozent lässt sich für keinen der beiden Wege angeben, weil sie an genau diesen Bedingungen bei dir hängt.

Ich zähle bei jedem Durchgang mit, wie viele Stecklinge neue Blättchen treiben, und sehe so, wie gut meine Fensterbank für die Bewurzelung taugt. Meistens mache ich beides: Gefüllte Lieblingssorten ziehe ich über Stecklinge weiter, neue Sorten hole ich mir über die Samentüte.

## Nach dem Auspflanzen: Pflege und Falscher Mehltau in Kürze

Draußen eignen sich halbschattige bis schattige Plätze, und für gefüllt blühende Sorten ist pralle Sonne ein Risiko für die Blüte. Ausputzen fördert die weitere Blüte und vermindert Krankheitsherde, und wenn du junge Triebspitzen auskneifst, verzweigt sich die Pflanze kompakt. Wie du Fleißige Lieschen [nach dem Auspflanzen gießt, ausputzt und ausgeizt](/blumen/sommerblumen/fleissiges-lieschen-pflegetipps-fuer-ueppige-bluetenpracht/), beschreibt der Pflege-Ratgeber.

Falscher Mehltau kann an Fleißigem Lieschen bei hoher Luftfeuchte weißen Sporenbelag unter den Blättern und später Blattfall bis zu nackten Stängeln verursachen. Befallenes Material entfernst du und entsorgst es nicht auf dem eigenen Kompost. Wie du [Krankheiten und Blattprobleme am Fleißigen Lieschen erkennst und behebst](/blumen/sommerblumen/fleissiges-lieschen-ideale-pflege-am-richtigen-standort/), zeigt der Standort-Ratgeber.

## Häufige Fragen

### Wie kann man Fleißiges Lieschen am besten vermehren?

Fleißiges Lieschen lässt sich über weiche Triebstecklinge oder über Samen vermehren, und die Sorte entscheidet mit. Gefüllte Sorten werden über Stecklinge vermehrt, ungefüllte auch über gesammelte und ausgesäte Samen. Stecklinge geben die Eigenschaften der Mutterpflanze weiter, während Nachkommen aus Samen von Hybridsorten anders aussehen können.

### Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Fleißigem Lieschen?

Fleißiges Lieschen wird von Januar bis April gesät. Zum Keimen braucht es 20 bis 25 °C, und als Lichtkeimer wird es höchstens dünn mit Erde bedeckt. Ins Freiland kommen die abgehärteten Jungpflanzen erst bei frostfreien Bedingungen, bei der Sorte 'Leuchtfeuer' ab Mitte Mai.

### Wie schneide und bewurzle ich Stecklinge vom Fleißigen Lieschen?

Als Richtwert für Kopfstecklinge von Zimmer- und Kübelpflanzen gilt eine gesunde, unverholzte Triebspitze mit 2 bis 4 Blattpaaren und ohne Blütenknospen. Die unteren Blätter entfernst du, damit keine Blätter die Erde berühren und faulen. Nach dem Stecken gießt du gut an, ziehst eine durchsichtige Plastiktüte darüber und stellst den Topf auf eine warme, helle, aber nicht zu sonnige Fensterbank. Eingewurzelt ist der Steckling, sobald er neue kleine Blättchen bekommt.

### Welche Schritte sind bei der Überwinterung von Mutterpflanzen des Fleißigen Lieschens zu beachten?

Sinken die Temperaturen unter 8 °C, holst du die Pflanzen in einen hellen Raum mit Zimmertemperatur. Vorher kontrollierst du sie auf Schädlinge und stellst befallene Exemplare getrennt auf. Bis Mai gießt und düngst du weniger als im Sommer. Wenn kein Bodenfrost mehr auftritt, kommen sie wieder hinaus, und ein Rückschnitt regt neue, kräftige Seitentriebe an.

### Wie wichtig ist die Luftfeuchtigkeit bei Stecklingen vom Fleißigen Lieschen?

Eine durchsichtige Plastiktüte über dem Topf hält die Luft um den frischen Steckling feucht. Zu viel Feuchte birgt aber Risiken, deshalb kontrollierst du abgedeckte Stecklinge täglich und lüftest sie kurz, damit hohe Luftfeuchte und Schwitzwasser keine Pilzerkrankungen begünstigen. Weil auch Falscher Mehltau an Fleißigem Lieschen bei hoher Luftfeuchte auftreten kann, schneidest du Stecklinge nur von gesunden Pflanzen.

### Muss man Samen vom Fleißigen Lieschen mit Erde bedecken?

Fleißiges Lieschen ist ein Lichtkeimer und wird nur etwa 0 bis 0,5 cm tief gesät, also höchstens dünn mit Erde bedeckt. Während und unmittelbar nach der Keimung darf die Saat nicht austrocknen. Eine Folienabdeckung hält die Feuchte, du lüftest sie täglich und nimmst sie nach der Keimung ab.

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