# Ziergräser und Blühpflanzen kombinieren: Welche Pflanzen zu Gräsern passen

> Welche Stauden passen zu welchem Gras? So kombinierst du Ziergräser und Blühpflanzen nach Standort, Höhe und Blütezeit, mit Beispielen für Präriebeet, Kiesbeet, Naturgarten und Schatten.

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- **Bereich:** Blumen › Stauden & Ziergräser
- **Zuletzt geprüft:** 20. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.live (total10 GmbH), Redaktion

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Ein Gras und eine Blühstaude passen optisch schnell zusammen. Ob sie es auch im Beet tun, entscheidet der Boden darunter. Chinaschilf will frischen bis feuchten, nährstoffreichen Boden. Blauschwingel reagiert dagegen empfindlich auf zu hohe Bodenfeuchte. Setzt du solche Partner nach dem Aussehen zusammen, kommt einer von beiden zu kurz. Ich fange deshalb jede Kombination beim Standort an und plane Höhe, Blütezeit und Farbe erst danach.

Ziergräser sind keine einheitliche Gruppe: Es gibt sommergrüne und immergrüne Arten, Horstbildner und Gräser, die sich über Rhizome ausbreiten. Für die Gestaltung zählt vor allem ihre Struktur, die bei aufrechten Arten bis in den Winter reicht. Was Stauden, Zweijährige und Gräser grundsätzlich unterscheidet, erklärt der Stauden-Überblick im [Kurzporträt von Stauden, Zweijährigen und Gräsern](/blumen/stauden-ziergraeser/).

## Welche Pflanzen passen zu Gräsern?

Gut zusammen passen Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen an Boden, Feuchtigkeit, Nährstoffe und Licht. Solche Pflanzgemeinschaften bleiben stabiler und machen weniger Arbeit. Bei Gräsern lohnt der genaue Blick, weil ihre Ansprüche weit auseinandergehen. Pfeifengräser wollen frische bis feuchte Böden. Blau- und Schafschwingel brauchen warme, eher trockene, durchlässige Sand- bis Steinböden.

Sogar beim selben Gras gibt es Unterschiede. Das Lampenputzergras Pennisetum orientale kommt mit trockenen, gut drainierten Böden zurecht. Die Lampenputzergräser ‘Hameln’ und ‘Little Bunny’ brauchen dagegen eher frischen, nährstoffreichen Boden.

Die Feuchte allein reicht als Kriterium nicht. Das Pfeifengras Molinia caerulea mag frische bis nasse, aber nährstoffarme Böden. Hoher Phlox will ebenfalls stets frischen Boden, allerdings nährstoffreich und lehmig-humos. Beide teilen also die Feuchte, nicht aber den Nährstoffanspruch, und passen deshalb schlecht in dasselbe Beet.

Die Übersicht zeigt Gräser mit Blühpartnern, die ihren Standort teilen.

| Gras | Standort | Blühpartner |
|---|---|---|
| Blauschwingel | warm, eher trocken, durchlässig; empfindlich bei zu hoher Bodenfeuchte | Blaukissen, Polsterphlox, Kleines Mädchenauge |
| Federgras | beim Pracht-Federgras (Stipa pulcherrima) sonnig, trocken, kalkhaltig | Tauben-Skabiose, Steppen-Salbei, Katzenminze |
| Wimper-Perlgras, Zittergras | kalkhaltiger Splitt und Schotter; Wimper-Perlgras in voller Sonne | Tauben-Skabiose, Blutroter Storchschnabel, Wiesen-Salbei |
| Liebesgras (Eragrostis curvula) | warm, wintertrocken, durchlässig | Mädchenauge Coreopsis verticillata, Steppensalbei |
| Rutenhirse (Panicum virgatum) | auf lehmigem Boden sehr trockenheitsverträglich | Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea), Indianernesseln |
| Reitgras (Calamagrostis x acutiflora) | Sorte ‘Karl Foerster’ aufrecht und bis in den Winter wirksam | Indianernesseln; Sorte ‘Overdam’ mit Duftnessel ‘Black Adder’ und Kugeldistel ‘Veitchs Blue’ |
| Chinaschilf (Miscanthus-Sinensis-Gruppe) | frisch bis feucht, nährstoffreich | Roter Sonnenhut und hoher Phlox, die denselben frischen, nährstoffreichen Boden wollen |
| Hakonechloa macra | Schatten, frische bis zeitweise trockene Böden mit keinem oder mäßigem Wurzeldruck | Duftveilchen, Funkie ‘El Niño’, Farn Polystichum setiferum, Schneeglöckchen |

> **Marias Erfahrung:** Bevor ich Partner aussuche, mache ich an feuchter, nicht nasser Erde die Fingerprobe. Ich forme eine Probe zwischen den Fingern und achte darauf, ob sie körnig ist, sich formen lässt oder schmierig klebt. Danach suche ich gezielt Partner für Sand, Lehm oder Ton.

## Wie staffelst du die Höhen?

In einem Beet, das du nur von einer Seite siehst, stehen höhere Leitstauden hinten und niedrige Bodendecker vorn. Bei Gräsern brauchst du dafür zwei Angaben, weil Laub und Blütenstand oft verschieden hoch sind. Das Reitgras ‘Karl Foerster’ bildet etwa 100 cm hohes Laub. Seine Blütenstände erreichen etwa 180 cm. Bei der Rasen-Schmiele werden die Blatthorste etwa 30 bis 50 cm hoch. Ihre Blütenstände erreichen ungefähr 1 m. Für die Frage, welchen Nachbarn ein Gras verdeckt, zählt also die Laubhöhe. Wie weit es nach hinten gehört, entscheidet die Blütenhöhe.

Die Tabelle ordnet nur nach Höhe. Welche Arten denselben Boden teilen, zeigt die Übersicht weiter oben.

| Pflanze | Höhe | Platz im Beet |
|---|---|---|
| Riesen-Federgras | Blütenhalme bis zu 2 m | hinten |
| Reitgras ‘Karl Foerster’ | Laub etwa 100 cm, Blüte etwa 180 cm, Breite etwa 50 cm | hinten |
| Myrten-Aster ‘Pink Star’ | 100 bis 130 cm | hinten |
| Hoher Phlox (Phlox paniculata) | etwa 60 bis 140 cm, je nach Sorte und Standort | Mitte bis hinten |
| Rasen-Schmiele | Horste etwa 30 bis 50 cm, Blüte ungefähr 1 m | Mitte |
| Duftnessel Agastache rugosa | etwa 80 bis 100 cm | Mitte |
| Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea) | 40 bis 100 cm | Mitte |
| Prachtscharte (Liatris spicata) | 60 bis 100 cm | Mitte |
| Witwenblume ‘Red Knight’ | etwa 60 bis 80 cm | Mitte |
| Mädchenauge ‘Zagreb’ | etwa 30 cm | vorn |
| Kokardenblume, Arizona-Serie | 20 bis 30 cm | vorn |
| Blauschwingel, blaulaubige Sorten | Laub etwa 10 bis 15 cm, Blüte 20 bis 30 cm | vorn |
| Storchschnabel ‘Giuseppii’ (Geranium cinereum) | 15 bis 20 cm | vorn |
| Blaukissen | etwa 10 bis 20 cm | vorn am Rand |

Mittelhohe bis hohe Stauden wie Lupinen, Phlox, Iris und Astern wirken in Gruppen von 3 bis 5 Pflanzen. In Staudenmischpflanzungen kannst du einzelne Arten bewusst gruppieren und höhere Arten in Bändern anordnen. Ich setze dieselbe Gräsergruppe an mehreren Stellen ins Beet, damit ein Rhythmus entsteht.

> **Zahl im Blick:** Für standortgerecht zusammengestellte Staudenmischpflanzungen liegt die Orientierung bei 7 bis 10 Pflanzen pro m². Wie dicht du tatsächlich pflanzt, hängt vom Standort und von der gewünschten Wirkung ab.

## Wie planst du Blütezeiten über das ganze Jahr?

Die Gräser geben dem Beet über die ganze Saison Struktur, die Blühpartner kommen nacheinander dazu. Ich plane für jeden Abschnitt des Jahres mindestens einen Partner, der gerade blüht oder Struktur zeigt.

| Zeitraum | Was blüht oder wirkt |
|---|---|
| Frühjahr | Blaukissen und Gämswurz (Doronicum orientale) im April und Mai; im Schattenbeet Schneeglöckchen und Narzisse ‘Thalia’ |
| Frühsommer | Reitgras ‘Karl Foerster’ ab Mitte Juni; Duftnessel Agastache rugosa und Kokardenblume ‘Arizona Sun’ ab Juni; Storchschnabel ‘Giuseppii’ von Juni bis August; im Steingarten Zierlauch und Lilien |
| Hochsommer | Riesen-Federgras im Juli und August; Indianernessel und Witwenblume ‘Red Knight’ von Juli bis September; Roter Sonnenhut ‘Roter Leuchtstern’ von Juli bis Oktober; hoher Phlox vom Hochsommer bis in den Herbst |
| Herbst | Myrten-Aster ‘Pink Star’ im September und Oktober; Duftnessel bis Oktober; Garten-Chrysanthemen je nach Sorte bis zu den Frösten |
| Winter | aufrechtes Reitgras ‘Karl Foerster’, Riesen-Federgras, Samenstände des Roten Sonnenhuts |

Das Reitgras ‘Karl Foerster’ bleibt durch seine aufrechte Gestalt bis in den Winter wirksam. Beim Roten Sonnenhut ‘Roter Leuchtstern’ bleiben die Samenstände als Winterschmuck und Vogelnahrung stehen und werden erst im Frühjahr geschnitten. Pflanzt du beide zusammen, zeigt dein Beet auch nach der letzten Blüte noch ein Bild aus Halmen und Samenständen.

## Wie setzt du Kontraste in Form und Farbe?

Gräser bringen feine, lineare Blätter und Halme ins Beet. Daneben wirken Blühstauden mit klarer Blütenform: dichte Scheinähren wie bei der Duftnessel Agastache rugosa, kugelige Köpfe wie bei der Kugeldistel oder breite Blütenköpfe wie beim Roten Sonnenhut. Ein Beispiel ist die Pflanzkombination „Leicht und duftig“. Sie verbindet die Duftnessel ‘Black Adder’ mit dem Reitgras ‘Overdam’ und der Kugeldistel ‘Veitchs Blue’.

Bei der Farbe nehme ich das Laub des Grases als Grundton. Zu blaulaubigem Schwingel setze ich gern warme Töne, etwa die Kokardenblume ‘Arizona Sun’ mit orange-roten Blüten und leuchtend gelben Spitzen. Das passt auch im Boden, denn beide meiden Nässe. Kompakte Arizona-Kokardenblumen bleiben mit 20 bis 30 cm etwa so niedrig wie die Blütenstände des Schwingels.

Weitere Partner mit klaren Farben sind die rubinrote Witwenblume ‘Red Knight’ und die violett blühende Duftnessel Agastache rugosa. Das Mädchenauge ‘Sunfire’ trägt goldgelbe Blüten mit einem tiefroten Fleck.

## Beispielkombinationen für vier Gartenbilder

Die vier Beispiele zeigen, wie Standort, Höhe und Blütezeit in einem Beet zusammenkommen.

### Präriebeet: hohe Gräser mit Sonnenhut, Indianernessel und Phlox

Das Vorbild liegt in Nordamerika. Der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea), auch Purpur-Sonnenhut genannt, wächst in den zentralen und östlichen USA in Prärien und lichten Wäldern. Die Indianernessel Monarda didyma stammt aus dem östlichen Nordamerika. Im Beet verbindest du Rutenhirse (Panicum virgatum) oder Reitgras (Calamagrostis x acutiflora) mit Indianernesseln, Rotem Sonnenhut, hohem Phlox und Prachtscharte (Liatris spicata).

> **Mythos-Check:** „Ein Präriebeet ist ein Trockenbeet.“ Das stimmt so nicht. Die Rutenhirse ist auf lehmigem Boden sehr trockenheitsverträglich, ihre Partner Sonnenhut und Phlox sind es nicht. Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea) will frischen, nährstoffreichen Boden, und selbst die für trockenere Böden geeigneteren Phlox-Sorten sind nicht wirklich trockentolerant. Trockenere Standorte besiedeln in ihrer Heimat eher Echinacea angustifolia und Echinacea pallida.

Hoher Phlox bevorzugt eher kühle, luftige Plätze. Gegen Echten Mehltau helfen vorbeugend ausreichende Pflanzabstände, gute Belichtung und eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Setz Phlox deshalb nicht eng zwischen dichte Grashorste, sondern lass ihm Luft. Auch bei Indianernesseln war in einer vergleichenden Sichtung keine Form vollständig widerstandsfähig gegen Echten Mehltau. In warmen, sommertrockenen Regionen kann ihnen ein heller, absonniger Platz eine gesündere Entwicklung ermöglichen. Die Prachtscharte düngst du zurückhaltend, weil zu viel Dünger ihre Blütenstängel umkippen lassen kann.

Welche Stauden sich außerdem neben die Indianernessel setzen lassen, zeigt der Ratgeber über [Begleitpflanzen für die Indianernessel](/blumen/stauden-ziergraeser/harmonische-gartengestaltung-die-besten-begleitpflanzen-fuer-indianernessel/).

### Kiesbeet und Steingarten: niedrige Gräser zwischen Polstern

Steingartenpflanzen wie Blaukissen wachsen in durchlässigen, steinigen und meist nährstoffarmen Böden. Blauschwingel fügt sich dort ein, weil er warme, eher trockene, durchlässige Plätze braucht und auf Nässe empfindlich reagiert. Zu ihm passen Blaukissen, Polsterphlox und das Kleine Mädchenauge. Für Farbkontraste zu violetten Blaukissen sorgen Steinkraut mit gelben und die Immergrüne Schleifenblume (Iberis sempervirens) mit weißen Blüten. Ab dem Frühsommer können Zierlauch und Lilien die Blüte der Frühjahrsstauden fortsetzen.

Lehmigen Boden machst du mit Sand, Kies und Splitt magerer und durchlässiger. Standortgerecht gepflanzte Steingartenpflanzen brauchen normalerweise keinen Zusatzdünger, und Kompost ist für Polsterstauden nicht sinnvoll. Als Mulch eignen sich im trockenen Beet Kies oder Splitt, Rindenmulch passt dort wegen des feucht-sauren Milieus nicht.

Für ein Kiesbeet mit langer gestalterischer Wirkung verbindest du das Gras Stipa calamagrostis ‘Algäu’ mit der Wolfsmilch Euphorbia seguieriana var. niciciana und Sedum telephium in Sorten. Auf trockenen bis frischen Freiflächen lässt sich das Mädchenauge Coreopsis verticillata mit Steppensalbei und dem Liebesgras Eragrostis curvula kombinieren. Das Liebesgras braucht dafür einen warmen, wintertrockenen und durchlässigen Platz. In kalkhaltigen Splitt- und Schotter-Sickermulden stehen Wimper-Perlgras und Zittergras gemeinsam mit Tauben-Skabiose, Blutrotem Storchschnabel und Wiesen-Salbei.

> **Häufiger Fehler:** Chinaschilf ins Kiesbeet setzen, weil ein großes Gras dort gut aussähe. Chinaschilf der Miscanthus-Sinensis-Gruppe bevorzugt frische bis feuchte, nährstoffreiche Böden. Ins magere Kiesbeet gehören Gräser für trockene, durchlässige Plätze wie Blauschwingel, Pracht-Federgras oder Pennisetum orientale.

### Naturgarten: Wildstauden und Gräser nach dem vorhandenen Boden

Im Naturgarten richtest du die Pflanzen nach dem Boden, den du hast. Für eine Blumenwiese soll die Saatgutmischung zum vorhandenen Boden passen, statt einen nährstoffreichen Gartenboden ungeprüft als Magerstandort zu behandeln. Auf frischen bis mäßig trockenen Wiesen und Halbtrockenrasen wächst die Wiesen-Witwenblume Knautia arvensis mit blauvioletten Blüten. Die Wiesen-Glockenblume besiedelt frische, meist extensiv genutzte Wiesen, die Rundblättrige Glockenblume auch Sand- und Halbtrockenrasen.

Bei den Gräsern passt das Pfeifengras Molinia caerulea auf frische bis nasse, nährstoffarme Böden. Für den Übergang vom Garten in die Feuchtzone eignet sich die Wiesen-Schwertlilie Iris sibirica. Auf einer Blumenwiese unterbleibt die Stickstoffdüngung, damit die Gräser nicht stärker wachsen als Kräuter und Blumen. Auch Wiesen-Margeriten kann Düngung aus dem Bestand verdrängen.

Wildbienen brauchen neben Blüten je nach Art auch Pflanzenstängel als Nistplätze. Lass deshalb einen Teil der dürren Staudenstängel ganzjährig stehen und wähle offene, ungefüllte Blüten. Die zweijährige Wilde Karde passt in dieses Bild: Ihre Fruchtstände können über Winter stehen bleiben, und der Stieglitz frisst im Winter ihre Samen. Welche Gräser im naturnahen Garten ökologisch wirken, erklärt der Ratgeber darüber, [wie du Ziergräser für den naturnahen Garten auswählst und pflegst](/blumen/stauden-ziergraeser/ziergraeser-im-naturnahen-garten-vielfalt-auswahl-und-pflege/).

### Halbschatten und Schatten: Seggen und Hakonechloa mit Duftveilchen

Die weißrandige Japan-Segge braucht einen frischen, humosen Platz im Halbschatten oder Schatten. Sonne verträgt sie nur bei ausreichender Bodenfeuchte. Die trockenheitsverträgliche Berg-Segge (Carex montana) kommt auch im Halbschatten zurecht.

Für den Schatten gibt es die Mischung „Veitshöchheimer Schattensilber“. Sie kombiniert das Gras Hakonechloa macra mit der Funkie Hosta ‘El Niño’ und dem Farn Polystichum setiferum ‘Proliferum’. Das Duftveilchen Viola odorata ‘Wismar’ ist darin als Alternative vorgesehen. Im Frühjahr ergänzen Schneeglöckchen und die Narzisse ‘Thalia’ das Bild. Ausgelegt ist die Mischung für frische bis zeitweise trockene Böden mit keinem oder mäßigem Wurzeldruck. Elfenblumen gehören ebenfalls zu den Stauden für schattige Plätze.

## Was gilt für Pflege, Gießen und wüchsige Partner?

Gräser und Blühstauden haben im Jahreslauf verschiedene Termine. Sommergrüne Gräser schneidest du im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb bodennah zurück, standfeste Staudenstängel und Fruchtstände dürfen über Winter stehen bleiben. Ausführlich zeigt der Ratgeber, [wie du Ziergräser vom Einwachsen bis zum Winterschutz pflegst](/blumen/stauden-ziergraeser/ziergraeser-pflegetipps-fuer-ueppiges-wachstum/); den Staudenschnitt beschreibt der Stauden-Überblick im Abschnitt zur Pflege im Jahreslauf.

Auch trockenheitsverträgliche Gräser brauchen nach der Pflanzung eine verlässliche Wasserversorgung, bis sie fest verwurzelt sind. Neue Staudenmischpflanzungen gießt du in den ersten ein bis zwei Vegetationsperioden bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringend. Wie viel Wasser je Gießgang nötig ist, steht im Stauden-Überblick im Abschnitt zum Gießen in der Anwachszeit.

Manche Partner breiten sich stärker aus, als du planst: Die Mandschurische Breitblatt-Segge wächst über flache Rhizome kräftig, und Frauenmantel ist zu konkurrenzstark für sehr schwachwüchsige Nachbarn. Unerwünschte Selbstaussaat kannst du bei vielen Stauden verhindern, indem du verwelkte Blüten rechtzeitig entfernst. Den größeren Zusammenhang zeigt der Ratgeber darüber, [wie du mit Ziergräsern die Biodiversität im Garten förderst](/blumen/stauden-ziergraeser/ziergraeser-vielfalt-und-biodiversitaet-im-garten-foerdern/); Teilen und Selbstaussaat behandelt der Stauden-Überblick.

## Wie gehst du bei der Planung vor?

Ich beginne jede Kombination mit einer Skizze und trage zuerst Licht und Boden ein. Dafür nutze ich den [Beetplaner für deine Beetfläche](/tools/beetplaner/). Danach setze ich die Leitgräser für den Hintergrund, dann die Blühpartner mit gleichem Standort und zuletzt die niedrigen Arten für den Rand.

Vor der Pflanzung beseitigst du Wurzelunkräuter und Bodenverdichtungen, damit ein durchlässiger Pflanzboden entsteht. Ziergräser der Freifläche pflanzt du am günstigsten im zeitigen Frühjahr, wenn der Boden bereits erwärmt ist. Herbstpflanzungen können schlechter anwachsen. In Weinbaugebieten mit durchlässigem Boden gehen Ziergräser auch im Herbst, ausgenommen Pampasgras und Orientalisches Lampenputzergras.

Viele Blühpartner ziehst du selbst aus Samen, den Roten Sonnenhut ‘Roter Leuchtstern’ etwa von März bis Juni in Vorkultur. Rechne dabei ein, dass vorgezogene Jungpflanzen des Purpur-Sonnenhuts erst im zweiten Jahr ab Juni blühen. Wann welche Art an der Reihe ist, zeigt der [Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser](/tools/druck/aussaatkalender/stauden-ziergraeser/).

> **Mini-Checkliste:** Teilen Gras und Blühpartner Licht, Boden, Feuchte und Nährstoffanspruch? Kennst du Laubhöhe und Blütenhöhe deiner Gräser? Stehen die hohen Arten hinten, wenn du das Beet von einer Seite siehst? Blüht oder wirkt in jedem Abschnitt des Jahres mindestens ein Partner? Stehen wüchsige Arten nur neben kräftigen Nachbarn?

## Häufige Fragen

### Welche Ziergräser und Blühpflanzen passen gut zusammen?

Gut zusammen passen Gräser und Blühpflanzen mit ähnlichen Ansprüchen an Licht, Boden, Feuchte und Nährstoffe. Rutenhirse begleitet den Roten Sonnenhut (Echinacea purpurea) und Indianernesseln, Blauschwingel passt zu Blaukissen und Polsterphlox. Federgras lässt sich mit Tauben-Skabiose, Steppen-Salbei und Katzenminze kombinieren. Im Schatten verbindet sich das Gras Hakonechloa macra mit Duftveilchen, Funkien und Farnen.

### Worauf sollte ich bei der Gestaltung mit Ziergräsern achten?

Prüfe zuerst, ob Gras und Blühpartner dieselben Ansprüche an Licht, Boden, Feuchte und Nährstoffe haben, denn solche Pflanzgemeinschaften bleiben stabiler und pflegeleichter. Danach staffelst du die Höhen und beachtest, dass Laub und Blütenstand eines Grases sehr verschieden hoch sein können. Zum Schluss verteilst du die Blütezeiten so, dass vom Frühjahr bis in den Winter etwas blüht oder Struktur zeigt.

### Welche Rolle spielt das Licht bei Gräserbeeten?

Das Licht entscheidet mit, wer zusammenpasst. Pracht-Federgras, Kokardenblumen und Lavendel brauchen Sonne, die weißrandige Japan-Segge dagegen Halbschatten oder Schatten mit frischem, humosem Boden. Die Berg-Segge (Carex montana) ist trockenheitsverträglich und eignet sich auch für halbschattige Plätze. Beim Sonnenhut kommt es auf die Gattung an, denn Rudbeckia kann im Halbschatten stehen, Echinacea purpurea dagegen sonnig bis absonnig.

### Worin unterscheiden sich Präriegarten und Steingarten bei der Verwendung von Gräsern?

Im Präriebeet stehen hohe Gräser wie Rutenhirse oder Reitgras zwischen Rotem Sonnenhut, Indianernesseln, hohem Phlox und Prachtscharte. Roter Sonnenhut und hoher Phlox wollen dort frischen, nährstoffreichen Boden. Im Steingarten wachsen niedrige Gräser wie Blauschwingel zwischen Polsterstauden auf durchlässigem, magerem Boden, den du normalerweise nicht zusätzlich düngst.

### Wie plane ich ein Beet mit verschiedenen Wuchshöhen?

In einem Beet, das du von einer Seite siehst, stehen hohe Leitstauden hinten und niedrige Bodendecker vorn. Bei Gräsern rechnest du mit zwei Höhen, denn das Reitgras ‘Karl Foerster’ hat etwa 100 cm hohes Laub. Seine Blütenstände erreichen dagegen etwa 180 cm. Mittelhohe bis hohe Stauden wie Phlox oder Astern setzt du in Gruppen von 3 bis 5 Pflanzen.

### Welche Irrtümer gibt es beim Kombinieren von Gräsern und Stauden?

Ein Irrtum lautet, alle Gräser seien trockenheitsverträglich: Pfeifengras und Chinaschilf wollen frische bis feuchte Böden, während Blauschwingel empfindlich auf zu hohe Bodenfeuchte reagiert. Auch trockenheitsverträgliche Gräser brauchen nach der Pflanzung verlässlich Wasser, bis sie fest verwurzelt sind. Und ein Präriebeet ist kein Trockenbeet, denn Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea) und hoher Phlox brauchen frischen Boden.

### Welche Höhepunkte hat ein Beet aus Gräsern und Blühpflanzen im Jahreslauf?

Im Frühjahr blühen niedrige Partner wie Blaukissen, ab Mitte Juni zeigt das Reitgras ‘Karl Foerster’ seine Blütenstände. Im Hochsommer folgen Indianernessel, Witwenblume ‘Red Knight’ und Roter Sonnenhut, im Herbst Astern wie die Myrten-Aster ‘Pink Star’. Im Winter bleiben aufrechte Gräser und die Samenstände des Roten Sonnenhuts stehen, die auch Vögeln Nahrung bieten.

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