# Sommeraster winterhart? Diese Stauden ersetzen sie im Spätsommer und Herbst

> Die Sommeraster ist einjährig und übersteht keinen Winter. Diese Stauden pflanzt du stattdessen für Spätsommer und Herbst, mit Blütezeit, Höhe und passendem Boden.

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- **Bereich:** Blumen › Stauden & Ziergräser
- **Zuletzt geprüft:** 20. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.live (total10 GmbH), Redaktion

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Im Frühjahr säst du Sommerastern, im Herbst sind sie verblüht, und im nächsten Jahr fängst du wieder von vorn an. Die Sommeraster kommt nicht zurück, weil sie einjährig ist. Ich plane deshalb einen Teil meines Spätsommerbeets mit Stauden, die an ihrem Platz bleiben. Hier findest du, welche Arten dafür infrage kommen, wann sie blühen und welcher Boden zu welcher Staude passt.

## Ist die Sommeraster winterhart?

Nein. Die Sommeraster, botanisch Callistephus chinensis, ist einjährig und nicht winterhart. Auch Strahlenastern wie die ‚Riesenstrahlen-Mischung‘ gehören zu dieser Art. Ihre Blütezeit ist dabei nicht das Problem: Die Standy-Mischung blüht von Juli bis Oktober. Der Haken ist die jährliche Neuaussaat.

Dazu kommt die Asternwelke. Auf Flächen, auf denen sie wiederholt auftritt, sollten 5 bis 7 Jahre lang keine Sommerastern angebaut werden. Wer dort nicht jahrelang auf Spätsommerfarbe verzichten will, braucht für dieses Beet andere Pflanzen.

Für Insekten ist die Sommeraster nicht wertlos. Ungefüllte Sorten werden als Nahrungsangebot für zahlreiche Insekten empfohlen. Die dicht gefüllte ‚Pompon Mischung‘ ist dagegen als nicht nützlingsfreundlich ausgewiesen.

> **Kurz erklärt:** Drei Pflanzengruppen tragen die Aster im Namen. Die Sommeraster ist Callistephus chinensis und einjährig. Die Herbstastern, also Raublatt- und Glattblatt-Astern, gehören zur Gattung Symphyotrichum und sind ausdauernd. Winterastern sind Garten-Chrysanthemen der Gattung Chrysanthemum.

## Welche Stauden ersetzen die Sommeraster?

Ich sortiere die Kandidaten zuerst nach dem Boden und erst danach nach der Farbe. Pflanzgemeinschaften werden stabiler und pflegeleichter, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchtigkeit, Nährstoffe und Licht haben. Die Tabelle zeigt Arten, die im Spätsommer und Herbst Farbe ins Beet bringen.

| Staude | Höhe | Blüte | Standort |
|---|---|---|---|
| Myrten-Aster ‚Pink Star‘ (Herbstaster) | 100 bis 130 cm | September und Oktober | sonnig, frischer Boden |
| Garten-Chrysanthemen (Winterastern) | je nach Sorte | August bis zu den Frösten im November oder Dezember (Richtwert) | sonnig bis halbschattig, nährstoffreich, möglichst tiefgründig |
| Hoher Staudenphlox (Phlox paniculata) | 60 bis 140 cm | Hochsommer bis Herbst | sonnig bis absonnig, luftig, stets frisch, nährstoffreich, lehmig-humos |
| Sonnenbraut ‚Rauchtopas‘ (Helenium) | 80 bis 100 cm | ab Spätsommer | sonnig, frisch, nährstoffreich |
| Rudbeckia fulgida ‚Goldsturm‘ | 60 bis 100 cm | Hochsommer bis Frühherbst | sonnig, frisch, nährstoffreich |
| Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) | 40 bis 100 cm | Juni bis Oktober | sonnig, frisch, nährstoffreich |
| Hohe Fetthenne ‚Herbstfreude‘ | 30 bis 60 cm | ab Spätsommer | sonnig, trocken bis frisch, durchlässig |
| Koreanische Minze (Agastache rugosa) | 80 bis 100 cm | Juni bis Oktober | sonnig, trockenheitstolerant |
| Witwenblume ‚Red Knight‘ (Knautia macedonica) | 60 bis 80 cm | Juli bis September | sonnig, trockenheitstolerant |
| Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) | 20 bis 80 cm | Juli bis Oktober | sonnig, relativ trocken, schwach basisch |
| Verbena bonariensis | 100 bis 150 cm | Juli bis Oktober | sonnig, zeitweise trocken |

Beim Namen Sonnenhut lohnt ein zweiter Blick aufs Etikett. Der Gartenname steht für Echinacea und für Rudbeckia, deshalb lassen sich Pflegewerte nur mit der Gattung sicher zuordnen.

## Herbstastern und Winterastern im Kurzporträt

### Herbstastern

Raublatt- und Glattblatt-Astern sind ausdauernde Herbstblüher der Gattung Symphyotrichum. Mit ihren körbchenförmigen Blüten erinnern sie an die Sommeraster, botanisch gehören sie aber zu einer anderen Gattung. Myrten-Astern wie ‚Pink Star‘ blühen im September und Oktober, ‚Schneetanne‘ blüht bis in den November.

Für Bienen ergänzen Astern im Spätsommer und Herbst das Nahrungsangebot, zusammen mit ungefüllten Dahlien. Achte auch bei Astern auf ungefüllte Blüten. Stark gefüllte Blüten bieten Insekten häufig nur sehr wenig oder keine Nahrung.

### Winterastern

Hinter dem Namen Winteraster stecken Herbst-Chrysanthemen der Gattung Chrysanthemum. Je nach Sorte blühen sie als Richtwert von August bis zu den Frösten im November oder Dezember. Bei der Winterhärte musst du genau hinschauen, denn im Sortiment gibt es winterharte Gartenstauden und nicht frostharte Kübelpflanzen. In einer Staudensichtung verbesserte eine 5 cm starke Rindenmulchschicht das Überleben der Gartenchrysanthemen. Ungefüllt blühende Sorten können das Nahrungsangebot für Insekten bis in den Spätherbst verlängern.

Sorten, Standortwahl, Pflege und Teilung der späten Astern findest du im Ratgeber zu [Winter-Astern für Herbstbeete und die Vase](/blumen/stauden-ziergraeser/winter-astern-farbenfrohe-herbstblueher-fuer-ihren-garten/).

## Stauden für frische, nährstoffreiche Beete

### Hoher Staudenphlox

Hoher Staudenphlox, die Flammenblume Phlox paniculata, wird je nach Sorte und Standort etwa 60 bis 140 cm hoch. Er blüht vom Hochsommer bis in den Herbst in Weiß, Rosa, Rot oder Lila. Er braucht stets frischen, nährstoffreichen, lehmig-humosen Boden an einem eher kühlen, luftigen Platz. Sonne bis Absonne passt ihm. Ein trockener, von Baumwurzeln durchzogener Platz ist für ihn ungünstig. Auch die Sorten ‚Freudenfeuer‘, ‚Hesperis‘ und ‚Landhochzeit‘ kommen mit leichteren, trockeneren Böden zwar besser zurecht, sind aber nicht wirklich trockentolerant.

Bei den Paniculata-Hybriden gibt es eine klare Sortenfolge. ‚Bright Eyes‘ zählt zu den frühen Sorten, ‚Barnwell‘ und ‚Eva Cullum‘ blühen mittelspät, ‚Kirmesländler‘ spät. Setzt du Sorten aus allen drei Gruppen zusammen, verteilt sich die Phloxblüte über einen längeren Zeitraum.

Echter Mehltau zeigt sich am Phlox als weißer, mehlartiger Belag und tritt besonders bei trocken-warmer Witterung auf. Ausreichende Pflanzabstände, gute Belichtung und eine ausgewogene Nährstoffversorgung helfen vorbeugend. Zeigt sich der Belag, entfernst du zuerst befallene Blätter oder schneidest kranke Triebe zurück.

### Sonnenbraut

Die Sonnenbraut ‚Rauchtopas‘ aus der Gattung Helenium blüht ab dem Spätsommer gelb mit braunroter Unterseite. Sie wird etwa 80 bis 100 cm hoch. Sie braucht einen sonnigen Beetplatz mit frischem, nährstoffreichem Boden. Damit teilt sie die Ansprüche von Hohem Phlox und Rudbeckia ‚Goldsturm‘, sodass die drei gut in dasselbe Beet passen.

### Sonnenhut: Rudbeckia und Echinacea

Rudbeckia fulgida ‚Goldsturm‘ ist eine Staude mit goldgelben Blüten vom Hochsommer bis in den Frühherbst. Sie wird etwa 60 bis 100 cm hoch und ist für sonnige, frische und nährstoffreiche Plätze gedacht. Der Gewöhnliche Sonnenhut der Gattung Rudbeckia kann auch im Halbschatten stehen.

Der Purpur-Sonnenhut Echinacea purpurea ist mehrjährig und winterhart. Er blüht von Juni bis Oktober und wird etwa 40 bis 100 cm hoch. Er bevorzugt einen sonnigen Standort auf frischen, nährstoffreichen Böden. Hohe Sonnenhut-Sorten brauchen einen windgeschützten Platz oder eine Stütze.

Wie stark Bienen den Purpur-Sonnenhut anfliegen, kann je nach Sorte unterschiedlich ausfallen. An ‚Kismet Raspberry‘ wurden in einer Gartenleistungsprüfung Honigbienen und Hummeln beobachtet. Ich lasse die Samenstände von ‚Roter Leuchtstern‘ als Winterschmuck und Vogelnahrung stehen und schneide erst im Frühjahr zurück. Sämlinge aus eigenen Samen fallen beim Purpur-Sonnenhut nicht sortenecht aus.

### Herbst-Anemonen

Herbst-Anemonen gehören auf frische bis feuchte, nährstoffreiche Standorte. Nach dem Einwachsen gelten sie überwiegend als winterhart. Gepflanzt werden sie vorzugsweise im Frühjahr, so haben sie bis zum ersten Winter eine ganze Saison zum Einwachsen.

Als Gras für solche Plätze eignet sich die Rasen-Schmiele, die sonnige bis halbschattige Lagen mit nährstoffreichen, frischen bis feuchten Böden mag. Ihre Blatthorste werden etwa 30 bis 50 cm hoch. Die Blütenstände erreichen ungefähr 1 m.

## Stauden für sonnige, trockenere Plätze

### Hohe Fetthenne

Die Hohe Fetthenne ‚Herbstfreude‘ wird je nach Standort etwa 30 bis 60 cm hoch. Ab dem Spätsommer blüht sie braunrosa. Sie wächst auf sonnigen Plätzen mit trockenen bis frischen, durchlässigen Böden. Fürs Kiesbeet bilden Stipa calamagrostis ‚Algäu‘, Euphorbia seguieriana var. niciciana und Sedum telephium in Sorten ein Trio mit langer gestalterischer Wirkung.

### Koreanische Minze und andere Duftnesseln

Die Koreanische Minze Agastache rugosa wird etwa 80 bis 100 cm hoch und blüht von Juni bis Oktober violett. Sie braucht Sonne und gilt im Staudenbeet als trockenheitsrobust. Im innerstädtischen Straßenbegleitgrün zeigte sie in einer Prüfung allerdings unzureichende Trockentoleranz. Ihre Blüten werden von Bienen und Schmetterlingen besucht.

Duftnesseln brauchen einen sonnigen Standort mit gut wasserdurchlässigem Boden. Bei der Winterhärte unterscheiden sich die Arten deutlich. Agastache rugosa gilt als relativ winterhart, Agastache foeniculum nur als bedingt winterhart. Agastache mexicana und Agastache aurantiaca überwintern höchstens in Weinbaugebieten.

### Witwenblume und Tauben-Skabiose

Witwenblumen der Gattung Knautia und Skabiosen der Gattung Scabiosa sind botanisch getrennte Gattungen. Die Witwenblume Knautia macedonica ‚Red Knight‘ trägt rubinrote Blüten von Juli bis September. Sie wird etwa 60 bis 80 cm hoch, steht sonnig und gilt als trockenheitstolerant. Ein leichter Rückschnitt nach der ersten Blüte kann einen zweiten Blütenflor fördern. Für den Topf eignet sich die kompakte ‚Midget Mauves‘ mit etwa 40 cm Höhe.

Die Tauben-Skabiose Scabiosa columbaria bildet 20 bis 80 cm hohe Blütenstängel und blüht von Juli bis Oktober. Sie bevorzugt sonnige Standorte mit relativ trockenem, schwach basischem Boden. Die Sorte ‚Butterfly Blue‘ gehört zur Tauben-Skabiose und ist keine Knautia macedonica. Sie erreicht als Richtwert etwa 30 bis 40 cm. Eingewachsen verträgt sie gelegentliche Trockenheit, reagiert aber besonders im Winter empfindlich auf übermäßige Nässe.

## Winterhart mit Vorbehalt

Mehrjährig heißt nicht automatisch frosthart. Bei Garten-Chrysanthemen und Duftnesseln hängt es von Sorte und Art ab, wie sicher sie überwintern. Zwei weitere Spätsommerblüher brauchen ebenfalls einen genauen Blick.

### Kokardenblume

Zur Gattung Gaillardia gehören einjährige Sommerblumen und mehrjährige Stauden, das Etikett entscheidet also mit. Gaillardia aristata der Großblumigen Prachtmischung ist winterhart, ein Winterschutz wird aber als günstig beschrieben. Sie ist eine kurzlebige Staude mit ihrem Optimum im zweiten und dritten Jahr. Kokardenblumen blühen typischerweise von Juni bis September. Mehrjährige Kokardenblumen werden Anfang bis Mitte September bis auf die grundständigen Blätter zurückgeschnitten, um Erneuerungsknospen und ihre Lebensdauer zu fördern. In einer Leistungsprüfung der LWG fielen die Serien ‚Gusto‘ und ‚SpinTop‘ als besonders attraktiv für Insekten auf.

### Verbena bonariensis

Verbena bonariensis wird etwa 100 bis 150 cm hoch und blüht von Juli bis Oktober violett. Sie verträgt sonnige, zeitweise trockene Standorte. Im Herbst empfiehlt sich ein leichter Winterschutz, zurückgeschnitten wird im Frühjahr. Ihre Blüten besucht auch das Taubenschwänzchen.

> **Achtung:** Auch im Garten winterharte Pflanzen können im Kübel erfrieren, wenn ihr Wurzelballen durchfriert. Ziehst du eine späte Staude im Freilandgefäß, schützt du den Wurzelballen mit einer isolierenden Topfumhüllung. Gießen und Wasserabfluss müssen dabei möglich bleiben.

## Pflanzen und anwachsen lassen

Für einige Spätblüher ist das Frühjahr die bessere Pflanzzeit. Garten-Chrysanthemen blühen spät und bilden im Herbst nur wenig Wurzeln, deshalb pflanzt du sie besser im Frühjahr. Ziergräser der Freifläche setzt du am günstigsten im zeitigen Frühjahr, wenn der Boden schon erwärmt ist. Herbstpflanzungen können bei ihnen schlechter anwachsen.

Vor dem Pflanzen beseitigst du Wurzelunkräuter und Bodenverdichtungen, damit ein durchlässiger Pflanzboden entsteht. Den Topfballen tauchst du vollständig in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Beim Einsetzen erhalten die oberen Wurzeln eine Bodenabdeckung von 1 cm. Bei anhaltender Trockenheit gießt du die neue Pflanzung wiederholt durchdringend mit etwa 25 l/m² je Gießgang. Das gilt während der ersten 1 bis 2 Vegetationsperioden, auch für trockenheitsverträgliche Arten.

Später kann eine Verjüngung anstehen. Lässt die Blühleistung nach, kann bei dafür geeigneten Stauden nach 3 bis 5 Jahren Teilen und Neupflanzen nötig werden.

> **Marias Erfahrung:** Ich gehe im September mit einem Notizbuch durchs Beet und schreibe auf, wo Farbe fehlt. Die passenden Stauden setze ich dann im folgenden Frühjahr.

### Aus Samen ziehen

Einige Kandidaten kannst du selbst aussäen. Den Purpur-Sonnenhut ‚Roter Leuchtstern‘ ziehst du von März bis Juni vor, die Jungpflanzen blühen dann im zweiten Jahr ab Juni. Die ‚Paradiso Dwarf Mischung‘ kann bei Vorkultur von März bis Mai schon im Aussaatjahr ab September blühen. Die Großblumige Prachtmischung der Kokardenblume säst du von April bis Juli ins Freiland. Ihre Saat drückst du nur leicht an, deckst sie nicht mit Erde ab und hältst sie feucht.

Welche Herbstblumen sich sonst aus Samen ziehen lassen, zeigt der Ratgeber zu [Herbstblumen aus Samen und ihren Saatterminen](/blumen/stauden-ziergraeser/blumensamen-fuer-den-herbstgarten-farbenpracht-bis-in-den-winter/). Die Termine behältst du mit dem [Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/stauden-ziergraeser/) im Blick.

## Ein Spätsommerbeet zusammenstellen

Ich stelle zuerst Arten mit ähnlichen Ansprüchen zusammen und staffle dann nach Höhe. Bei einseitig betrachteten Beeten stehen höhere Leitstauden hinten und niedrige Pflanzen vorne. Im frischen, nährstoffreichen Beet setze ich Hohen Phlox und Sonnenbraut nach hinten, Rudbeckia ‚Goldsturm‘ und Purpur-Sonnenhut in die Mitte. Am trockenen Platz stehen Verbena bonariensis und Koreanische Minze hinten, Witwenblume und Tauben-Skabiose davor und die Hohe Fetthenne vorne.

Zum Purpur-Sonnenhut passen Rutenhirse und Indianernesseln als Begleiter. Indianernesseln lassen sich ihrerseits mit Phlox paniculata, Echinacea purpurea und Liatris spicata zu sommerlichen Staudenbildern kombinieren. Die Rutenhirse Panicum virgatum mag warme Sonne und mäßig trockene bis feuchte, nährstoffreiche Böden. Mit Blüten erreicht sie sortenabhängig etwa 80 bis 200 cm. Ihre Samenstände können Vögeln im Winter Nahrung bieten. Das Reitgras Calamagrostis x acutiflora ‚Karl Foerster‘ bleibt durch seine aufrechte Gestalt bis in Herbst und Winter gestalterisch wirksam.

Im Frühjahr wirkt ein reines Spätsommerbeet lange leer. Frühjahrsblühende Zwiebelpflanzen überbrücken in Staudenmischpflanzungen die Zeit zwischen Winterrückschnitt und neuem Austrieb. Die Aufteilung kannst du vorab im [Beetplaner für deine Beete](/tools/beetplaner/) skizzieren.

> **Zahl im Blick:** Für standortgerecht zusammengestellte Staudenmischpflanzungen gelten 7 bis 10 Pflanzen/m² als Orientierung. Die konkrete Dichte richtet sich nach Standort und gewünschter Wirkung. Mittelhohe bis hohe Stauden wie Phlox und Astern ordnest du wirkungsvoll in Gruppen von 3 bis 5 Pflanzen an.

## Was Insekten im Spätsommer davon haben

Für Insekten zählt die Blütenform. Offene, ungefüllte Blüten sind ein wichtiges Auswahlmerkmal, weil bei gefüllten Blüten Staub- und Fruchtblätter ihre ursprüngliche Funktion verlieren können. Eine insektenfreundliche Staudenpflanzung bietet Blüten vom frühen Frühjahr bis zum Spätherbst. Die späten Stauden aus der Tabelle decken das Ende dieser Blütenfolge ab, von der Koreanischen Minze bis zu ungefüllten Chrysanthemen.

Manche Arten haben feste Gäste. Die Knautien-Sandbiene sammelt den Pollen für ihre Nachkommen an Witwenblumen und an der Tauben-Skabiose. Für ihre Nester braucht sie zusätzlich offenen Boden. Wildbienen brauchen generell neben Blütennahrung auch Nistplätze. Geeignete verblühte Staudenstängel, die länger als ein Jahr stehen bleiben, können manchen Arten als Nistplatz dienen.

> **Mythos-Check:** „Stauden sind automatisch insektenfreundlicher als Sommerastern.“ So pauschal stimmt das nicht. Ungefüllte Sommerastern werden als Nahrung für zahlreiche Insekten empfohlen, während stark gefüllte Sorten häufig nur sehr wenig oder keine Nahrung bieten. Entscheidend ist die Blüte, nicht die Lebensdauer der Pflanze.

## Pflege im Jahreslauf kurz gefasst

Abgestorbene Stängel und Blätter bilden einen natürlichen Winterschutz und bleiben im Herbst stehen. In sommergrünen Staudenpflanzungen schneidest du sie erst im Spätwinter zurück, einen Teil der dürren Stängel kannst du ganzjährig als Unterschlupf für Insekten stehen lassen. Wie du [Stauden im Jahreslauf zurückschneidest, durch den Winter bringst und mulchst](/blumen/stauden-ziergraeser/), zeigt der Überblick zur Staudenpflege.

## Häufige Fragen

### Was sind winterharte Stauden und welche Vorteile bieten sie gegenüber Sommerastern?

Winterharte Stauden sind mehrjährige Pflanzen, die an ihrem Platz bleiben und nicht jedes Jahr neu gesät werden müssen. Die Sommeraster Callistephus chinensis ist dagegen einjährig und nicht winterhart. Auf Flächen mit wiederholt auftretender Asternwelke sollten außerdem 5 bis 7 Jahre lang keine Sommerastern stehen. Wie frosthart eine Staude tatsächlich ist, hängt von Art und Sorte ab.

### Welche winterharten Herbstblüher eignen sich als Alternative zu Sommerastern?

Für frische, nährstoffreiche Beete eignen sich Hoher Staudenphlox, die Sonnenbraut ‚Rauchtopas‘, Rudbeckia fulgida ‚Goldsturm‘ und der Purpur-Sonnenhut Echinacea purpurea. An sonnigen, trockeneren Plätzen passen die Hohe Fetthenne ‚Herbstfreude‘, die Koreanische Minze Agastache rugosa und die Witwenblume ‚Red Knight‘. Herbstastern der Gattung Symphyotrichum und Winterastern, also Garten-Chrysanthemen, tragen die Aster sogar im Namen. Bei Chrysanthemen und Duftnesseln hängt die Winterhärte von Sorte und Art ab.

### Wie unterscheiden sich Herbstastern von Sommerastern in Pflege und Blütezeit?

Die Sommeraster Callistephus chinensis ist einjährig und wird jedes Jahr neu gesät, die Standy-Mischung blüht von Juli bis Oktober. Herbstastern wie Raublatt- und Glattblatt-Astern gehören zur Gattung Symphyotrichum und sind ausdauernd. Myrten-Astern blühen je nach Sorte ab September bis in den Oktober oder November. Bei beiden Gruppen bieten ungefüllte Blüten Insekten mehr Nahrung als stark gefüllte.

### Warum sind Chrysanthemen und andere winterharte Stauden besonders insektenfreundlich?

Insektenfreundlich sind sie vor allem dann, wenn sie ungefüllt blühen, denn stark gefüllte Blüten bieten häufig nur sehr wenig oder keine Nahrung. Ungefüllte Chrysanthemen können das Nahrungsangebot für Insekten bis in den Spätherbst verlängern. Späte Blüher wie Astern, Koreanische Minze oder Tauben-Skabiose verlängern das Blütenangebot bis in den Herbst. Verblühte Staudenstängel, die länger als ein Jahr stehen bleiben, können manchen Wildbienen zusätzlich als Nistplatz dienen.

### Welche Blütezeiten haben die verschiedenen winterharten Alternativen zu Sommerastern?

Purpur-Sonnenhut und Koreanische Minze blühen von Juni bis Oktober, Hoher Staudenphlox vom Hochsommer bis in den Herbst. Die Witwenblume ‚Red Knight‘ blüht von Juli bis September, die Tauben-Skabiose von Juli bis Oktober. Ab dem Spätsommer folgen die Sonnenbraut ‚Rauchtopas‘ und die Hohe Fetthenne ‚Herbstfreude‘, Myrten-Astern ab September. Garten-Chrysanthemen blühen je nach Sorte als Richtwert von August bis zu den Frösten im November oder Dezember.

### Welche Rolle spielt die Winterhärte bei der Auswahl mehrjähriger Gartenstauden?

Mehrjährig heißt nicht automatisch frosthart. Im Chrysanthemensortiment gibt es winterharte Gartenstauden und nicht frostharte Kübelpflanzen, und Agastache mexicana überwintert höchstens in Weinbaugebieten. Auch im Garten winterharte Pflanzen können im Kübel erfrieren, wenn ihr Wurzelballen durchfriert. Prüfe deshalb vor dem Kauf die Angabe zur Winterhärte deiner Sorte.

### Wie werden winterharte Stauden richtig gepflanzt und etabliert?

Vor dem Pflanzen entfernst du Wurzelunkräuter und beseitigst Bodenverdichtungen. Den Topfballen tauchst du in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen, und setzt ihn so, dass die oberen Wurzeln eine Bodenabdeckung von 1 cm erhalten. In den ersten 1 bis 2 Vegetationsperioden gießt du bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringend. Spät blühende Garten-Chrysanthemen pflanzt du besser im Frühjahr, weil sie im Herbst nur wenig Wurzeln bilden.

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