# Wucherblumen pflegen und düngen: Cosmos und Tanacetum richtig versorgen

> Wie du Wucherblumen gießt, zurückhaltend düngst, ausputzt und schneidest: Pflege für das einjährige Schmuckkörbchen und die winterharte Tanacetum.

- **URL:** https://samen.live/blumen/stauden-ziergraeser/wucherblumen-optimal-pflegen-und-duengen/
- **Bereich:** Blumen › Stauden & Ziergräser
- **Zuletzt geprüft:** 20. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.live (total10 GmbH), Redaktion

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Beim Schmuckkörbchen, einer der beiden Pflanzen hinter dem Namen Wucherblume, fördert zu viel Dünger das Blattwachstum auf Kosten der Blüten. Gut gemeinte Extragaben können also genau das schmälern, wofür du die Pflanze säst. Ich prüfe deshalb vor jeder Düngergabe zuerst den Boden und schaue mir die Pflanze an. Gegossen wird bei mir erst, wenn ich die Feuchte unter der Oberfläche gefühlt habe. Hier findest du, wie du Wucherblumen gießt, düngst, ausputzt und schneidest, damit sie reich blühen können.

## Welche Wucherblume wächst bei dir?

Der Name Wucherblume begegnet dir bei zwei sehr verschiedenen Pflanzen. Das Schmuckkörbchen Cosmos bipinnatus ist einjährig, zum Beispiel in der 'Sensation Mischung'. Tanacetum coccineum, etwa in der 'Robinson Mischung', ist dagegen mehrjährig, winterhart und trockenheitstolerant. Ich lese deshalb zuerst den botanischen Namen auf Samentüte oder Etikett, bevor ich die Pflege plane.

Weil die eine Pflanze nach einer Saison fertig ist und die andere über Jahre im Beet bleibt, unterscheiden sich vor allem Spätsommer und Winter. Der Stickstoffstopp ab dem Spätsommer, der Rückschnitt im Spätwinter und der Winterschutz im Topf betreffen nur die Staude.

| Merkmal | Schmuckkörbchen | Tanacetum coccineum |
|---|---|---|
| Gattung | Cosmos | Tanacetum |
| Lebensdauer | einjährig | mehrjährig, winterhart |
| Wasser | nach Bodenfeuchte gießen | trockenheitstolerant, in der Anwachsphase gießen |
| Düngung | zurückhaltend | nach Bodenuntersuchung |
| Schnitt | welke Blüten entfernen | nach der ersten Blüte zurückschneiden |

## Wie säst und pflanzt du das Schmuckkörbchen?

Als einjährige Pflanze ziehst du das Schmuckkörbchen jedes Jahr neu. Gesät wird von April bis Juni. Vorgezogene Pflanzen setzt du im Mai ins Beet. Während Quellung und Keimung muss die Saat ständig ausreichend feucht bleiben. Ich säe in Reihen, damit ich die Keimlinge beim Jäten sicher vom Beikraut unterscheide.

| Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus) | Wert |
|---|---|
| Aussaatzeit | April bis Juni |
| Saattiefe | 0,5 bis 1 cm |
| Keimtemperatur (Untergrenze) | 15 bis 18 °C |
| Keimtemperatur (Obergrenze) | 18 bis 25 °C |
| Keimdauer | 7 bis 21 Tage |
| Auspflanzen vorgezogener Pflanzen | Mai |
| Abstand in der Reihe | 25 bis 50 cm |
| Reihenabstand | 25 bis 50 cm |
| Wuchshöhe | 30 bis 150 cm |
| Licht | sonnig bis halbschattig |

Die Abstände planst du als System: in der Reihe und zwischen den Reihen jeweils 25 bis 50 cm. Die Pflanzen stehen frei ohne Rankhilfe, hohe Exemplare bekommen später einen Stab. Reihen und Abstände kannst du vorab [im Beetplaner einzeichnen](/tools/beetplaner/).

## Wie oft musst du Wucherblumen gießen?

Einen festen Gießrhythmus gibt es nicht, weil die Häufigkeit von Pflanzenbedarf, Bodenart und Witterung abhängt. Entscheide nach der Feuchte unter der Oberfläche und nicht allein nach einer trockenen Krume. Ich steche dafür neben den Pflanzen eine kleine Scholle aus und prüfe Farbe und Feuchte mit den Fingern.

Wenn du gießt, dann gründlich: Eine durchdringende Wassergabe befeuchtet tiefere Wurzelschichten besser als viele kleine Gaben. Gieße, bevor der noch leicht feuchte Untergrund vollständig austrocknet. Am besten gießt du morgens direkt im Wurzelbereich, ohne die Blätter zu benetzen. Dann trocknet das Laub schneller ab, und die Gefahr von Blattkrankheiten sinkt gegenüber abendlicher Blattbenässung.

### Frisch gesät und frisch gepflanzt

Frisch bepflanzte Beete brauchen bei Trockenheit mehr Aufmerksamkeit als gut eingewachsene Staudenpflanzungen. Die Saat des Schmuckkörbchens hältst du bis zum Auflaufen gleichmäßig feucht. Auch die trockenheitstolerante Staude Tanacetum coccineum braucht in der Anwachsphase Wasser. Bei anhaltender Trockenheit gießt du neu gepflanzte Stauden wiederholt durchdringend.

> **Zahl im Blick:** Neu angelegte Staudenpflanzungen gießt du in den ersten 1 bis 2 Vegetationsperioden bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringend, mit etwa 25 l/m² je Gießgang. Der Wert gilt je Quadratmeter Beetfläche, nicht je Pflanze.

### Staunässe vermeiden

Länger anhaltende Staunässe verursacht Sauerstoffmangel im Wurzelbereich und begünstigt Wurzel- und Stammgrundfäule. Verdichteter Boden verkleinert den Porenraum und behindert das Versickern von Wasser. Bei Staunässe lockerst du deshalb auch tiefer liegende Verdichtungen. Danach kannst du bei Bedarf mineralisches Material einarbeiten, damit der Boden durchlässiger wird. Tonige Böden lassen sich etwa mit Splitt, Quarzsand oder Lava auflockern.

> **Häufiger Fehler:** Welke Blätter sofort als Durst deuten. Welkende Triebe können auch durch Wurzel- oder Stängelgrundfäulen entstehen, deren Erreger bei anhaltender Bodenfeuchte und schlechter Durchlüftung gute Bedingungen finden. Prüf deshalb zuerst die Feuchte im Wurzelraum, bevor du zur Kanne greifst.

## Wie hältst du Unkraut aus dem Wucherblumenbeet?

Am wichtigsten ist die Vorarbeit vor Aussaat oder Pflanzung. Lockere das Beet im Frühjahr erst, wenn der Boden ausreichend abgetrocknet ist. Bei Wurzelunkräutern nimmst du die Grabegabel und entfernst Rhizom- und Wurzelstücke sorgfältig. So entsteht ein durchlässiger, bewuchsfreier Pflanzboden.

Zwischen jungen Schmuckkörbchen jäte ich von Hand, solange die Pflanzen klein sind. Bei der Staude ändert sich das nach dem Einwachsen. In eingewachsenen Staudenpflanzungen hackst du nicht, weil das Hacken die obere Wurzelschicht zerstört. Beikraut zwischen Tanacetum ziehe ich deshalb einzeln mit der Hand.

### Was bringt Mulch?

Eine Mulchdecke hält die Bodenfeuchte länger und schützt die Oberfläche vor Verkrustung. Außerdem hemmt sie die Verdunstung und vermindert die Erwärmung des Bodens. Rasenschnitt bringst du nur angewelkt und dünnschichtig aus. Auf einem sonnig-trockenen Platz mit magerem, durchlässigem Boden passt mineralischer Mulch besonders gut.

> **Häufiger Fehler:** Rohen Rindenmulch oder Stroh um junge Pflanzen legen. Stickstoffarme Mulchmaterialien wie Holzhäcksel, Stroh und Rindenmulch können Stickstoff im Boden binden. Roher Rindenmulch ist für junge Staudenpflanzungen deshalb ungeeignet, kompostierter Rindenhumus lässt sich dagegen zur Bodenverbesserung einarbeiten.

## Brauchen hohe Wucherblumen eine Stütze?

Die Wuchshöhe des Schmuckkörbchens reicht von 30 bis 150 cm. Hochwachsende Stauden ohne ausreichende Standfestigkeit sicherst du im Sommer und Herbst mit einer Stütze oder einer Anbindung. Bei hohen Schmuckkörbchen gehe ich genauso vor. Ich stecke den Stab schon beim Pflanzen neben die Pflanze und binde die Stängel später locker mit weichem Band an. Bei Tanacetum entscheidest du nach dem Wuchs: Fallen die Triebe auseinander, bekommt die Staude eine Stütze.

## Wie viel Dünger brauchen Wucherblumen?

### Nährstoffbedarf: zurückhaltend beim Schmuckkörbchen

Fürs Schmuckkörbchen gilt: zurückhaltend düngen. Zu viel Dünger fördert hier das Blattwachstum auf Kosten der Blüten. Bei der Staude Tanacetum coccineum richtest du dich nach dem Boden. Ihr Düngebedarf ergibt sich aus dem Nährstoffbedarf der Pflanze und dem, was der Boden bereits anbietet.

Zum Einordnen hilft ein Blick auf die Aufgaben der Nährstoffe. Stickstoff braucht die Pflanze für Eiweiß, Chlorophyll und das Wachstum von Blättern und Trieben. Kalium reguliert den Zellinnendruck und damit den Wasserhaushalt. Calcium dient dem Zellwandaufbau, und Magnesium ist Bestandteil des Chlorophylls.

> **Mythos-Check:** Phosphor gilt oft als Blühdünger. Tatsächlich dient er dem Energiehaushalt, der Erbsubstanz und den Zellmembranen und ist kein pauschaler Blühverstärker.

### Bodenprobe statt Bauchgefühl

Eine Bodenuntersuchung zeigt, welchen Nährstoff du in welcher Menge brauchst und was im Vorrat schon steckt. Weist der Befund einen Nährstoff als hoch oder sehr hoch aus, setzt du die Düngung mit genau diesem Nährstoff aus. Kompost, Stallmist und Gründüngung liefern ebenfalls Nährstoffe. Diese Mengen ziehst du von der zusätzlich benötigten Düngermenge ab.

> **Zahl im Blick:** Für eine Gartenbodenprobe mischst du je einheitlich genutzter Fläche 10 bis 15 Einzelproben aus dem Oberboden bis etwa 25 bis 30 cm Tiefe. Davon schickst du rund 500 g ein. Eine Standarduntersuchung erfasst üblicherweise Phosphat, Kali und Kalkbedarf, Stickstoff musst du gesondert beauftragen. Gibst du regelmäßig Kompost, lässt du mögliche Phosphor- und Kaliumanreicherungen alle 4 bis 5 Jahre über eine Bodenuntersuchung kontrollieren.

### Wann düngst du was?

Statt fester Mengen und Intervalle richtet sich der Plan nach Boden, Wetter und Lebensdauer der Pflanze. Die Tabelle zeigt, was in welcher Phase für welche Wucherblume ansteht.

| Zeitpunkt | Schmuckkörbchen (einjährig) | Tanacetum coccineum (mehrjährig) |
|---|---|---|
| Vor Aussaat oder Pflanzung | Bodenbefund ansehen, frühere Kompost- und Mistgaben mitrechnen | ebenso |
| Spätwinter bis Frühjahr | Kompost nur, wenn der Befund ihn zulässt, dann jetzt statt im Herbst | bei Bedarf Versorgung mit der Erwärmung des Bodens beginnen |
| Sommer | nur bei Bedarf und auf feuchten Boden, bei Hitze Flüssigdünger niedrig konzentriert auf angefeuchteten Boden | ebenso |
| Ab Spätsommer | betrifft nur mehrjährige Pflanzen | kein zusätzlicher Stickstoff mehr |
| Winter | entfällt | im Topf keine Düngung, im Beet keine Stickstoffgaben außerhalb der Vegetationsperiode |

Organische Dünger setzen bei Trockenheit kaum Nährstoffe frei, bei feuchtwarmer Witterung können sie dagegen starke Schübe auslösen. Bei kaltem Boden nehmen die Wurzeln weniger auf, und mehr Dünger gleicht das nicht automatisch aus. Weil Wurzeln Nährsalze als im Wasser gelöste Ionen aufnehmen, gehört Dünger auf feuchten Boden und nicht auf feuchte Blätter.

> **Marias Erfahrung:** Ich notiere mir im Gartenheft jede Kompost- und Düngergabe mit Datum und Beet. So habe ich die Angaben zur Hand, wenn ich nach der nächsten Bodenprobe die Düngung plane.

### Organisch oder mineralisch?

Die Nährstoffe organischer Dünger wie Hornspäne werden erst durch mikrobiellen Abbau pflanzenverfügbar und deshalb langsamer freigesetzt als bei mineralischen Düngern. Leicht lösliche mineralische Dünger wirken schnell, können bei nicht bedarfsgerechter Anwendung aber Stickstoffverluste durch Auswaschung verursachen. Wie sich beide Gruppen bei Stauden unterscheiden, erklärt der [Stauden-Ratgeber im Abschnitt Düngen](/blumen/stauden-ziergraeser/).

### Wie vermeidest du Überdüngung?

Viel Laub bei wenigen Blüten kann beim Schmuckkörbchen auf zu viel Dünger hindeuten. Mit Stickstoff überdüngte, mastig wachsende Pflanzen sind zudem anfälliger für Krankheiten. Wer auf Verdacht nachdüngt, riskiert beim Schmuckkörbchen also zweierlei: mehr Laub auf Kosten der Blüten und ein mastiges Wachstum, das anfälliger für Krankheiten ist.

Auch organische Dünger und Kompost können den Boden überversorgen, Kompost zum Beispiel mit Phosphat. Überhöhte oder zu häufige Stickstoffgaben können als Nitrat ausgewaschen werden. Unkontrollierte Düngung kann zudem über unausgewogene Nährstoffverhältnisse die Aufnahme anderer Nährstoffe hemmen. Bei der Staude erhöht eine zu späte oder zu reichliche Düngung außerdem die Gefährdung im Winter.

Zeigt eine Pflanze Mangelsymptome, prüfe zuerst das Wasser. Trockenheit und Staunässe können die Nährstoffaufnahme stören und solche Symptome hervorrufen.

> **Achtung:** Asche aus Kamin oder Ofen gehört weder als Dünger ins Beet noch in den Kompost, auch wenn sie aus naturbelassenem Holz stammt. Schadstoffanreicherung und Überdüngung sind dabei möglich.

## Wie förderst du mit Ausputzen und Schnitt die Blüte?

### Was die Blüte fördert

Für die Blüte zählen Standort, Wasser, Dünger und Schnitt zusammen. Das Schmuckkörbchen braucht einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Bleibt die Blüte mager, gehe ich zuerst die Wasserversorgung und meine letzten Düngergaben durch. Erst danach schaue ich auf den Schnitt.

> **Mini-Checkliste:** Botanischen Namen geprüft · Bodenfeuchte unter der Oberfläche gefühlt · morgens an den Wurzeln gegossen · Dünger nur nach Befund und auf feuchten Boden · welke Blüten entfernt · hohe Pflanzen gestützt · Tanacetum nach der ersten Blüte geschnitten.

### Verblühtes entfernen

Bei vielen Sommerblumen und Stauden kann die Samenbildung weitere Blüten vermindern. Das Entfernen welker Blüten kann deshalb die weitere Blüte fördern. Ich knipse welke Blütenköpfe des Schmuckkörbchens ab, sobald ich sie beim Gang durchs Beet sehe. Den Stiel schneide ich dabei bis zum nächsten Blattansatz zurück. Bei vielen Stauden kann rechtzeitiges Ausputzen außerdem eine unerwünschte Selbstaussaat verhindern.

> **Kurz erklärt:** Ausputzen heißt, verwelkte Blüten samt Stiel abzuschneiden, bevor sie Samen ansetzen.

Möchtest du Samen ernten, lässt du einige Blüten ausreifen. Gartensamen erntest du bei trockenem Wetter, sobald sie ausgereift sind und sich leicht aus der Hülle lösen. Anschließend trocknest du sie nach und bewahrst sie trocken in Tüten auf. Bei kühler, dunkler und trockener Lagerung bleiben die meisten selbst gesammelten Blumensamen als Orientierung etwa 3 Jahre keimfähig. Bei Hybridsorten können die Nachkommen deutlich von der Mutterpflanze abweichen.

### Tanacetum nach der ersten Blüte zurückschneiden

Tanacetum coccineum 'Robinson Mischung' schneidest du nach der ersten Blüte zurück. Die abgestorbenen oberirdischen Teile lässt du über Winter stehen, weil sie der Staude als natürlicher Winterschutz dienen. Im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr schneidest du sie zurück, im Hausgarten auf 3 bis 5 cm über dem Boden. Behält die Pflanze über Winter grüne Blätter, putzt du nur braune oder kranke Blätter aus, statt bodennah zu schneiden. Ich lasse am Beetrand ein paar dürre Stängel auch nach dem Frühjahrsschnitt stehen, weil ein Teil davon Insekten ganzjährig Unterschlupf bieten kann.

## Was steht im Jahreslauf an?

### Frühjahr

Im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr ist bei Tanacetum der Rückschnitt der abgestorbenen Triebe dran. Kompost bringst du im Spätwinter oder Frühjahr aus und nicht im Herbst, das vermindert die Nitratauswaschung. Das Beet lockerst du erst, wenn der Boden ausreichend abgetrocknet ist. Ist die Staude nährstoffbedürftig, beginnt ihre Versorgung mit der Erwärmung des Bodens. Das Schmuckkörbchen säst du ab April, den Zeitraum kannst du dir im [druckbaren Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser](/tools/druck/aussaatkalender/stauden-ziergraeser/) markieren.

### Sommer

Im Sommer gießt du nach Bodenfeuchte, putzt Verblühtes aus und stützt hohe Pflanzen. Tanacetum schneidest du nach der ersten Blüte zurück. Ein Beispiel für den Zeitplan: Eine Cosmea-Mischung wird im April oder Mai gesät. Ihre Blüte reicht dann von Juli bis September. Bei großer Hitze gibst du Flüssigdünger, falls er überhaupt nötig ist, niedrig konzentriert auf zuvor angefeuchteten Boden und nicht über die Blätter.

### Herbst

Ab dem Spätsommer bekommt die mehrjährige Staude keinen zusätzlichen Stickstoff mehr, damit sie ausreifen kann. Anders sieht es bei Kalium aus: Eine bedarfsgerechte Kaliumgabe ist auch zwischen Mitte Oktober und Ende November möglich. Beim Schmuckkörbchen lässt du für die Samenernte einige Blüten ausreifen und räumst die Pflanzen nach der Saison ab. Die Stängel von Tanacetum bleiben als Winterschutz stehen.

### Winter

Die 'Robinson Mischung' von Tanacetum coccineum ist winterhart. Im Topf genügt das aber nicht, denn auch im Garten winterharte Pflanzen können im Kübel erfrieren, wenn ihr Wurzelballen durchfriert. Isoliere das Gefäß deshalb und entferne den Untersetzer, damit Frostwechsel und stehendes Wasser den Ballen nicht schädigen. Gießen und Wasserabzug müssen trotz Isolierung möglich bleiben. An frostfreien Tagen gießt du bei Bedarf, gedüngt wird im Winter nicht.

## Wie gießt und düngst du Wucherblumen im Topf?

Im Gefäß steht den Wurzeln nur ein begrenztes Erdvolumen zur Verfügung. Ein größeres Volumen speichert mehr Wasser und Nährstoffe, deshalb greife ich lieber zum größeren Topf. Das Gefäß braucht freie Abzugslöcher, damit sich überschüssiges Wasser nicht staut.

Als allgemeiner Anhaltspunkt für die nächste Wassergabe gilt eine obere Substratschicht, die 1 bis 2 cm tief abgetrocknet ist. Bei torffreier Erde prüfst du zusätzlich die Feuchte unten im Topf oder hebst das Gefäß an. Eine trockene Oberfläche kann nämlich darunterliegende Nässe verdecken. Kleine und stark durchwurzelte Gefäße brauchen häufiger Wasser, und an heißen Tagen kann bei torffreien Substraten mehrfaches Gießen nötig sein.

Auch torffreie Erden sind meist vorgedüngt, ihre Ersatzstoffe können aber die Stickstoffverfügbarkeit einschränken. Die Nachdüngung passt du deshalb an die tatsächlich verfügbare Stickstoffversorgung an und beobachtest dabei Wuchs und Blätter. Mischst du Balkonkastenerde selbst, kann vollständig verrotteter Kompost bis zu 30 % davon ausmachen. Wie die Staude im Topf über den Winter kommt, steht im Abschnitt Winter.

## Was tun bei Blattläusen und Mehltau?

Bei schwachem Blattlausbefall genügt häufig schon ein Wasserstrahl, mit dem du die Läuse abspritzt. Beim Echten Mehltau ist trockenes Wetter keine Entwarnung, und ausreichende Abstände, gute Belichtung und eine ausgewogene Nährstoffversorgung gehören zur Vorbeugung. Die ganze Stufenfolge aus Vorbeugen, Kontrollieren und Absammeln findest du im Stauden-Ratgeber im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge.

## Womit kombinierst du Wucherblumen im Beet?

Pflanzgemeinschaften bleiben stabiler und pflegeleichter, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchtigkeit, Nährstoffe und Licht haben. Das einjährige Schmuckkörbchen planst du dabei jedes Jahr neu ein, die Staude behält ihren Platz. Partner und Gestaltungsideen findest du, wenn du nachliest, [wie du Wucherblumen im Staudenbeet kombinierst](/blumen/stauden-ziergraeser/wucherblumen-im-staudenbeet-harmonische-kombinationen-und-gestaltungstipps/).

> **Passt dazu:** Gärtnerst du mit Kindern, findest du Ideen, [wie ihr gemeinsam Wucherblumen und andere Sommerblumen zieht](/blumen/stauden-ziergraeser/wucherblumen-fuer-kinder-ein-natuerliches-abenteuer/). Wachsen bei dir auch Witwenblumen, lies nach, [wie du Witwenblumen gießt, düngst und schneidest](/blumen/stauden-ziergraeser/witwenblumen-pflegen-giessen-duengen-und-schneiden/).

## Häufige Fragen

### Was sind Wucherblumen?

Unter dem Namen Wucherblume begegnen dir zwei verschiedene Pflanzen. Das Schmuckkörbchen Cosmos bipinnatus, etwa die 'Sensation Mischung', ist einjährig. Tanacetum coccineum, etwa die 'Robinson Mischung', ist dagegen mehrjährig und winterhart. Schau deshalb auf den botanischen Namen, denn davon hängt ab, ob du die Pflanze nach einer Saison räumst oder über Jahre im Beet pflegst.

### Wie erfolgt die richtige Düngung von Schmuckkörbchen?

Schmuckkörbchen düngst du zurückhaltend, denn zu viel Dünger fördert das Blattwachstum auf Kosten der Blüten. Richte dich nach einer Bodenuntersuchung und rechne Kompost oder Mist, die du schon gegeben hast, als Nährstoffquelle mit. Wenn du düngst, gib den Dünger auf feuchten Boden und nicht auf die Pflanzen.

### Wie kann man Wucherblumen saisonal optimal pflegen?

Im Frühjahr säst du das einjährige Schmuckkörbchen ab April und schneidest bei der Staude Tanacetum coccineum die abgestorbenen Triebe zurück. Im Sommer gießt du nach Bodenfeuchte, entfernst Verblühtes und schneidest Tanacetum nach der ersten Blüte zurück. Ab dem Spätsommer bekommt die mehrjährige Staude keinen zusätzlichen Stickstoff mehr, damit sie ausreifen kann. Das Schmuckkörbchen räumst du nach der Saison ab, die Stängel der Staude bleiben als Winterschutz stehen.

### Stimmt es, dass Wucherblumen besonders pflegeleicht sind?

Teilweise: Das Schmuckkörbchen kommt mit zurückhaltender Düngung aus, und Tanacetum coccineum 'Robinson Mischung' ist trockenheitstolerant. Pflegefrei sind beide trotzdem nicht, denn frisch gesäte und gepflanzte Beete brauchen bei Trockenheit Wasser, und das Entfernen welker Blüten kann die weitere Blüte fördern. Hohe Pflanzen ohne ausreichende Standfestigkeit sicherst du zusätzlich mit einer Stütze.

### Welche Pflegemaßnahmen sind bei Wucherblumen in Topfkultur notwendig?

Das Gefäß braucht freie Abzugslöcher, und gegossen wird, wenn die obere Substratschicht 1 bis 2 cm tief abgetrocknet ist. Bei torffreier Erde prüfst du zusätzlich die Feuchte weiter unten oder das Topfgewicht, weil eine trockene Oberfläche Nässe darunter verdecken kann. Vorgedüngte torffreie Erde kann Stickstoff schlechter verfügbar machen, deshalb passt du die Nachdüngung an die tatsächliche Versorgung an. Bei der winterharten Staude Tanacetum coccineum isolierst du den Topf im Winter und düngst nicht, denn auch winterharte Pflanzen können im Kübel erfrieren.

### Ist es ein Mythos, dass Wucherblumen in jedem Boden gedeihen?

Ja, das ist ein Mythos, auch Wucherblumen haben Grenzen. Länger anhaltende Staunässe verursacht Sauerstoffmangel im Wurzelbereich und begünstigt Wurzel- und Stammgrundfäule. Auch ein üppig gedüngter Boden ist kein Vorteil, denn beim Schmuckkörbchen fördert zu viel Dünger das Blattwachstum auf Kosten der Blüten. Verdichteten Boden lockerst du deshalb vor der Pflanzung, damit Wasser versickern kann.

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