# Lampionblumen und Honigbienen: wenig Nektar, ein Platz am Rand der Bienenweide

> Lampionblumen bieten Honigbienen nur wenig Nektar und Pollen. So ordnest du die Staude ehrlich ein und planst sie als Begleiter in deine Bienenweide.

- **URL:** https://samen.live/gemuese/fruchtgemuese-exoten/lampionblumen-ein-paradies-fuer-bienen/
- **Bereich:** Gemüse › Exoten & Gemüse-Raritäten
- **Zuletzt geprüft:** 05. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.live (total10 GmbH), Redaktion

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Du willst deinen Bienen im Sommer etwas bieten und hast gelesen, Lampionblumen seien ein Paradies für sie? Für Honigbienen gilt das Nektar- und Pollenangebot der Lampionblume als gering. Ich plane die Staude deshalb nicht als Futterquelle für ein Volk ein, sondern als Begleiter am Rand der Bienenweide. Wer das vor dem Pflanzen weiß, verteilt den Platz anders und gibt den Hauptteil der Fläche anderen Blühpflanzen.

Gemeint ist die Lampionblume Physalis alkekengi, auch Blasenkirsche genannt. Die als Obst verkaufte Kapstachelbeere Physalis peruviana ist eine andere Art.

## Was bieten Lampionblumen Honigbienen?

Die weißen Blüten öffnen sich bei Physalis alkekengi var. franchetii von Juni bis August. Für Honigbienen ist das Nektarangebot darin gering, das Pollenangebot ebenfalls. Die Blüte fällt also in den Sommer, bringt aber wenig ein: Hat deine Bienenweide im Sommer eine Lücke, füllt die Lampionblume sie allein nicht.

Die Einstufung bezieht sich auf Honigbienen. Ob Hummeln oder Wildbienen an den Blüten mehr finden, lässt sich daraus nicht ablesen. Ich schaue mir zur Blütezeit an warmen Tagen an, welche Insekten die Blüten anfliegen, und notiere es im Gartenheft.

| Merkmal | Lampionblume (Physalis alkekengi) |
|---|---|
| Nektarangebot für Honigbienen | gering |
| Pollenangebot für Honigbienen | gering |
| Blüte (var. franchetii) | weiß, Juni bis August |
| Lampions | vergrößerte Kelchblätter um die Beere, färben sich während der Fruchtreife von Grün zu Rotorange |
| Erntezeit | September bis Oktober |
| Lebensform | mehrjährig, winterhart |

## Paradies für Bienen? Was an den gängigen Versprechen dran ist

Über die Lampionblume kursieren Aussagen, die mit ihrer Einstufung nicht zusammenpassen.

> **Mythos-Check:** „Reichlich Nektar von morgens bis abends“, „stärkt das Immunsystem der Bienen“, „ergibt einen fruchtigen Sortenhonig“: So steht es oft über Lampionblumen. Für Honigbienen gelten Nektar- und Pollenangebot aber als gering. Bei so wenig Nektar rechne ich nicht mit einem Lampionblumen-Honig. Eine Wirkung auf die Gesundheit eines Volkes lässt sich aus der Pflanze ebenfalls nicht ableiten.

Für deine Planung zählt, was die Pflanze im Garten tatsächlich bringt: weiße Blüten mit geringem Angebot im Sommer und auffällige Lampions im Herbst.

## Wie binde ich Lampionblumen in die Bienenweide ein?

### Begleiter statt Trachtpflanze

In meiner Bienenweide bekommt die Lampionblume die Rolle eines Begleiters. Das Futter für die Bienen soll aus einem vielseitigen Blütenangebot kommen. Ein solches Angebot kann im Hausgarten zusammen mit passenden Nistplätzen auch die Hummeln fördern, die schon da sind.

Bei einer Staudenpflanzung plane ich die Abfolge der Blütezeiten, die Farben und die Ausbreitung der Arten zusammen. Gerüststauden, Begleiter, Bodendecker und Füllstauden ergeben dann ein gestuftes Höhenbild. Vorher gleiche ich ab, ob Licht, Boden und Feuchtigkeit für alle Arten im Beet passen. Die Lampionblume verträgt Sonne bis Halbschatten, das macht sie auch für halbschattige Ränder brauchbar.

Im Beet setze ich die Pflanzen mit 30 cm Abstand in der Reihe. Zwischen den Reihen lasse ich ebenfalls 30 cm frei. Wo die Staude dauerhaft stehen soll, lege ich vor dem Pflanzen fest, und dafür kannst du [die Flächen deines Gartens im Beetplaner einteilen](/tools/beetplaner/).

### Ausbreitung im Blick behalten

Die Lampionblume verwildert leicht und kann ohne Kontrolle lästig werden. Weil sie sich so ausbreitet und Honigbienen zugleich wenig bietet, setze ich sie an den Rand und nicht zwischen die Pflanzen, von denen die Weide lebt. Wer im Beet keinen Platz für einen wachsenden Bestand hat, hält die topfgeeignete Staude im Kübel und liest nach, [was Lampionblumen im Kübel an Gefäß und Erde brauchen](/gemuese/fruchtgemuese-exoten/lampionblumen-in-toepfen-und-kuebeln-kultivieren/).

> **Marias Erfahrung:** Ich stecke im Frühjahr ein Etikett an den Rand meines Lampionblumen-Bestands. Im Sommer schaue ich nach, ob Triebe über diese Grenze hinauswachsen, und nehme sie heraus.

> **Mini-Checkliste:** Lampionblume in die Bienenweide einplanen
> - Rolle festlegen: Begleitstaude, keine Trachtpflanze
> - Platz am Rand wählen, an dem sie sich ausbreiten darf
> - Licht, Boden und Feuchte mit den Nachbarn abgleichen
> - Blütezeiten der ganzen Pflanzung gemeinsam planen
> - Mit kleinen Kindern im Garten auf die giftige Staude verzichten

## Die Lampionblume kurz vorgestellt

Die Lampionblume ist eine mehrjährige, winterharte Staude und wird 60 bis 100 cm hoch. Nach der weißen Blüte wachsen die Kelchblätter zu orangefarbenen Lampions heran, die die Beere umhüllen. Wie sie sich unter die übrigen Arten dieses Gartenbereichs einreiht, zeigt der Überblick darüber, [was im Bereich Exoten und Gemüse-Raritäten wächst](/gemuese/fruchtgemuese-exoten/).

## Standort, Aussaat und Pflege in Kürze

Die Staude wächst sonnig bis halbschattig in gut durchlässigem Boden, mehr dazu steht im selben Überblick unter Standort und Boden. Ausgesät wird in Schalen unter Glas oder ab Mai im Saatbeet, und [die Aussaattermine findest du im Kalender zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/fruchtgemuese-exoten/). Pflanzung, Gießen und Pflege im Beet erklärt der Ratgeber, [wie du Lampionblumen im Gartenbeet pflanzt, gießt und pflegst](/gemuese/fruchtgemuese-exoten/pflege-und-bewaesserung-von-lampionblumen-tipps-fuer-ein-ueppiges-wachstum/).

## Lampions für die Vase, nicht für die Küche

Einen Nebennutzen hat die Staude trotzdem. Die Lampions halten lange und eignen sich für Trockengestecke. Während der Fruchtreife färben sie sich von Grün zu Rotorange, geerntet wird von September bis Oktober.

> **Achtung:** Die grüne Pflanze, besonders die unreifen Beeren, und der Wurzelstock der Lampionblume sind giftig. Sie können Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Blätter und Früchte gehören deshalb weder in die Küche noch in eine Teekanne.

Mit kleinen Kindern im Garten entfernst du giftige Gewächse am besten ganz. Bei Verdacht auf eine Vergiftung nimmst du Pflanzenreste aus dem Mund, löst kein Erbrechen aus und rufst den regionalen Giftnotruf an. Alles Weitere zum sicheren Umgang liest du nach, [wie giftig die Lampionblume ist und worauf du im Garten achtest](/gemuese/fruchtgemuese-exoten/lampionblumen-schoenheit-mit-tuecken/).

## Häufige Fragen

### Welchen Nutzen haben Lampionblumen für Honigbienen?

Für Honigbienen gilt das Nektar- und Pollenangebot der Lampionblume (Physalis alkekengi) als gering. Die weißen Blüten erscheinen bei der Varietät franchetii von Juni bis August, liefern dabei aber nur wenig. In einer Bienenweide ist die Staude deshalb ein Begleiter, die Versorgung eines Volkes muss aus anderen Blühpflanzen kommen.

### Wie lassen sich Lampionblumen in eine bestehende Bienenweide einbinden?

Setze die Lampionblume als Begleitstaude an den Rand der Fläche, wo sie sich ausbreiten darf, denn sie verwildert leicht. Plane die Blütezeiten der ganzen Pflanzung gemeinsam und gleiche Licht, Boden und Feuchte der Nachbarn ab, die Lampionblume verträgt Sonne bis Halbschatten. Im Beet bekommt jede Pflanze 30 cm Abstand in der Reihe, zwischen den Reihen gilt derselbe Abstand.

### Stimmt es, dass Lampionblumen andere Trachtpflanzen verdrängen können?

Das ist möglich: Die Lampionblume verwildert leicht und kann ohne Kontrolle lästig werden. Gib ihr deshalb einen Platz am Rand der Bienenweide und kontrolliere im Sommer, ob Triebe über die geplante Fläche hinauswachsen. Wer wenig Platz hat, hält die topfgeeignete Staude im Kübel.

### Wie wirken sich Lampionblumen auf die Honigqualität und den Geschmack aus?

Mit einem Honig, der nach Lampionblume schmeckt, rechnest du besser nicht. Das Nektarangebot der Staude gilt für Honigbienen als gering, ein eigener Sortenhonig ist bei so wenig Nektar nicht zu erwarten. Eine fruchtige Note oder eine besondere Qualität lässt sich aus der Lampionblume nicht ableiten.

### Was ist der Unterschied zwischen Lampionblume und Kapstachelbeere?

Die Kapstachelbeere Physalis peruviana, die als Obst verkauft wird, ist eine andere Art als die Lampionblume Physalis alkekengi. Grüne Pflanzenteile der Lampionblume, besonders unreife Beeren, und ihr Wurzelstock sind giftig und können Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Achte beim Kauf deshalb auf den botanischen Namen und probiere die Früchte der Lampionblume nicht.

### Ist die Blasenkirsche dasselbe wie die Lampionblume?

Ja, Blasenkirsche ist ein weiterer Name für die Lampionblume Physalis alkekengi. Unter beiden Namen ist dieselbe mehrjährige, winterharte Staude mit weißen Blüten und orangefarbenen Lampions gemeint. Verlass dich beim Kauf auf den botanischen Namen, denn die als Obst verkaufte Kapstachelbeere ist eine andere Physalis-Art.

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