# Stangenbohnen: Krankheiten und Schädlinge am Schadbild erkennen und bekämpfen

> Rostpusteln, glasige Flecken, schwarze Läuse: So ordnest du Schadbilder an Stangenbohnen ein und bekämpfst Schädlinge mit Hand, Wasser, Netz und Nützlingen.

- **URL:** https://samen.live/gemuese/huelsenfruechte/stangenbohnen-krankheiten-und-schaedlinge-erfolgreich-abwehren/
- **Bereich:** Gemüse › Bohnen, Erbsen & Hülsenfrüchte
- **Zuletzt geprüft:** 27. September 2026
- **Herausgeber:** samen.live (total10 GmbH), Redaktion

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Fleckige Blätter, schwarze Kolonien an den Triebspitzen, Keimlinge, die im Boden faulen: Bei Stangenbohnen willst du schnell wissen, was dahintersteckt und was jetzt hilft. Bei meinem Rundgang durch den Gemüsegarten drehe ich an jeder Stange einzelne Blätter um, denn Rostpusteln und Spinnmilben sitzen auf der Blattunterseite. Hier ordnest du die typischen Schadbilder ein, bekämpfst Schädlinge in einer festen Reihenfolge und bereitest die nächste Saison so vor, dass Erreger es schwerer haben.

> **Kurz erklärt:** Ein Schadbild ist ein Hinweis, keine Diagnose. Vergilbung und Welke lassen oft keinen eindeutigen Schluss auf einen Erreger zu, weil auch Hitze, Nässe oder Nährstoffmangel dahinterstecken können. Manchmal bringt erst eine Laboruntersuchung Klarheit.

## Schadbilder an Stangenbohnen: Was steckt dahinter?

Die Tabelle hilft dir beim ersten Einordnen am Beet. Lies die mittlere Spalte als Verdacht, den du mit einem zweiten Blick überprüfst.

| Was du siehst | Kann hinweisen auf | Erster Schritt |
|---|---|---|
| Weißliche, später bräunliche Pusteln an den Blattunterseiten | Bohnenrost | Befallenes Laub über den Hausmüll entsorgen |
| Kleine, wässrig durchscheinende Blattflecken mit hellem Hof, glasige Flecken auf den Hülsen | Fettfleckenkrankheit | Nur bei trockenem Laub arbeiten, erkrankte Pflanzen entfernen |
| Braune Flecken an Blattadern, Stängeln und Hülsen, teils eingesunken mit rötlichem Sporenschleim | Brennfleckenkrankheit | Aus diesem Bestand kein Saatgut gewinnen |
| Gelblich gescheckte, mosaikartige, blasig gewölbte Blätter | Virusbefall | Sichtbar befallene Pflanzen zügig entfernen |
| Weißlicher Belag auf der Blattoberseite, der sich abwischen lässt | Echter Mehltau | Wischprobe machen, Unterseite ansehen |
| Feine, nadelstichartige Sprenkel auf den Blättern | Spinnmilben | Blattunterseiten mit der Lupe prüfen |
| Schwarze Kolonien an jungen Trieben und Blüten, klebriger Honigtau | Schwarze Bohnenlaus | Beginnende Kolonien von Hand zerdrücken |
| Fraßgänge in Keimblättern, Wurzelhals oder Stängel | Larven der Bohnenfliege | Nächsten Satz in Töpfchen vorziehen |
| Samen laufen nicht auf, Keimlinge faulen in nasskaltem Boden | Samen- und Keimlingsfäule | Neu säen, wenn der Boden warm ist |
| Buchtenartige Fraßstellen an den Blatträndern | Blattrandkäfer | Fraßbild beobachten |
| Braune, korkige Stellen an Blättern und Hülsen | Sonnenbrand | Mit den Fleckenkrankheiten vergleichen |
| Welke trotz Wasser, Vergilbung an Rändern und zwischen den Adern älterer Blätter | Kaliummangel, aber auch andere Ursachen | Boden untersuchen lassen |

## Krankheiten an Stangenbohnen erkennen und eindämmen

### Bohnenrost: Warum die Stangen mitentscheiden

Bohnenrost zeigt sich zuerst als weißliche Pusteln an den Blattunterseiten, die später bräunlich werden. Buschbohnen befällt der Pilz seltener als Stangenbohnen. Er kann an Pflanzenresten und an den Rankstangen überdauern. Weil Rost Stangenbohnen häufiger trifft und an ihren Stangen überdauern kann, gehört das Reinigen der Stangen bei dir zum Saisonende dazu. Befallenes Laub und Pflanzenreste entsorgst du über den Hausmüll. Ein Gartenkompost erreicht die Temperaturen, die solche Erreger abtöten, möglicherweise nicht.

> **Marias Erfahrung:** Nach einem Rostjahr brühe ich meine Bohnenstangen mit kochendem Wasser ab, bevor ich sie wieder aufstelle. Dabei nehme ich mir besonders die rauen Stellen vor, an denen noch Laubreste hängen.

### Fettfleckenkrankheit: glasige Flecken auf den Hülsen

Auf den Blättern erscheinen kleine Flecken, die wässrig durchscheinen und oft einen hellen Hof haben. An den Hülsen entstehen fettig glänzende, glasige Stellen. Die Krankheit geht auf Bakterien zurück, die sich bei etwa 20 °C gut vermehren. Bei warmem Wetter nimmst du dir Blätter und Hülsen deshalb gründlicher vor. Zur Vorbeugung säst du gesundes Saatgut und nimmst erkrankte Pflanzen aus dem Beet.

> **Häufiger Fehler:** Bohnen pflücken, solange das Laub von Regen oder Tau noch nass ist. Arbeiten im nassen Bestand kann die Fettfleckenkrankheit verschleppen, deshalb warte ich mit dem Pflücken, bis die Blätter abgetrocknet sind.

### Brennfleckenkrankheit: eingesunkene braune Flecken

Die Brennfleckenkrankheit verursacht braune Flecken an Blattadern, Stängeln und Hülsen. Typisch sind eingesunkene Flecken, auf denen rötlicher Sporenschleim sitzen kann. Aus einem befallenen Bestand gewinnst du kein Saatgut, auch wenn einzelne Hülsen gesund aussehen. Für die nächste Saison wählst du eine Sorte mit Resistenz gegen Brennflecken.

### Viren: mosaikartige und blasige Blätter

Gelblich gescheckte, mosaikartig verfärbte Blätter mit blasigen Wölbungen können auf Viren hinweisen. Welches Virus es ist, siehst du am Beet nicht. Die genaue Bestimmung braucht häufig eine Laboruntersuchung. Sichtbar befallene Pflanzen nimmst du zügig heraus und entsorgst sie über den Hausmüll. Für die nächste Saison zählen gesundes Saatgut und eine resistente Sorte.

### Weißer Belag auf den Blättern

Siehst du einen weißlichen Belag, wisch mit dem Finger darüber. Echter Mehltau sitzt typischerweise auf der Blattoberseite und lässt sich abwischen. Falscher Mehltau kann dagegen einen weißgrauen Belag an der Blattunterseite bilden, der sich nicht abwischen lässt. Ziehst du Stangenbohnen im Gewächshaus, beugst du Grauschimmel mit Tropfbewässerung und einem ausreichend lichten Bestand vor.

### Warum laufen die Bohnen lückenhaft auf?

Dafür kommen zwei Ursachen infrage. Nasskalte Bedingungen können Samen- und Keimlingsfäulen fördern. Fraßgänge im Wurzelhals, im Stängel oder in den Keimblättern weisen dagegen auf Larven der Bohnenfliege hin. Für die Direktsaat sollte der Boden wärmer als 10 °C sein.

> **Zahl im Blick:** Bei 12 °C brauchen Gartenbohnen etwa 30 Tage zum Keimen, bei 20 °C etwa 11 Tage.

In kaltem Boden liegt die Saat also deutlich länger in der Erde, und genau diese nasskalte Zeit kann Fäulen begünstigen. Wann Stangenbohnen gesät werden, zeigt dir der [druckbare Aussaatkalender für Hülsenfrüchte](/tools/druck/aussaatkalender/huelsenfruechte/).

## Schädlinge an Stangenbohnen bekämpfen: Schritt für Schritt

Bei Schädlingen halte ich eine feste Reihenfolge ein. Zuerst schaue ich genau hin, dann arbeite ich mit Händen und Wasser, und Nützlinge begrenzen den Befall zusätzlich. Pflanzenschutzmittel kommen erst ganz am Ende infrage und nur im Rahmen ihrer Zulassung.

### Schwarze Bohnenlaus: Kolonien früh klein halten

Schwarze Bohnenläuse bilden Kolonien an jungen Trieben, Stängeln, Blättern und Blüten. Bei stärkerem Befall sitzen sie auch an den Blattunterseiten. Die Läuse können Blätter, Triebe und Hülsen verkrüppeln lassen und klebrigen Honigtau hinterlassen.

So gehst du vor:

1. Beginnende Kolonien an einzelnen Trieben zerdrückst du von Hand.
2. Ist ein Triebteil dicht besetzt, entfernst du es ganz.
3. Den Rest spritzt du mit einem kräftigen Wasserstrahl ab, denn bei Blattläusen reicht das häufig schon aus.
4. Marienkäfer- und Florfliegenlarven schonst du dabei, weil sie zu den natürlichen Gegenspielern gehören.

Ich kontrolliere die Triebe danach wieder und achte darauf, ob sich neue Kolonien bilden.

> **Mythos-Check:** Schmierseife und Rapsöl gelten vielen als sichere Hausmittel gegen Läuse. Beiden wird nachgesagt, dass sie die weichhäutigen Tiere beim direkten Kontakt schädigen. Ob und wie gut sie im Einzelfall wirken, lässt sich nicht pauschal sagen, und auch Nützlinge auf dem Blatt können etwas abbekommen. Ich bleibe deshalb zuerst bei Fingern und Wasserstrahl.

### Bohnenfliege: Schutz in der Keimphase

Die Larven der Bohnenfliege fressen Gänge in Keimblätter, Wurzelhals und Stängel. Dabei können sie das Herz der Keimpflanze zerstören. Das Vorziehen von Gartenbohnen in Töpfchen kann den Befall verringern. Ich ziehe deshalb einen Teil meiner Stangenbohnen in Töpfchen vor und pflanze sie später an die Stangen.

Säst du direkt an die Stangen, legst du unmittelbar nach der Saat ein feinmaschiges Kulturschutznetz auf. Seine Maschenweite liegt unter 1 mm, und die Ränder schließt du am Boden dicht ab. Stecken aber schon zahlreiche Larven oder Puppen im Boden, verhindert auch das Netz die Schäden nicht zuverlässig. Weil wiederholter Anbau derselben Pflanzenfamilie bodenbürtige Schädlinge vermehren kann, legst du das Netz am besten über ein Beet, auf dem länger keine Hülsenfrüchte standen. Solche Beete findest du leichter, wenn du [im Beetplaner festhältst, wo deine Bohnen standen](/tools/beetplaner/).

### Spinnmilben: bei Hitze die Blattunterseiten prüfen

Spinnmilben verursachen feine, nadelstichartige Sprenkel auf den Blättern. Bei warm-trockenem Wetter prüfst du vor allem die Blattunterseiten mit einer Lupe. Ich trage sie in der Schürzentasche, weil ich die Milben ohne Vergrößerung nicht sicher erkenne. Im Gewächshaus können Raubmilben gegen Spinnmilben eingesetzt werden. Wichtig ist dabei eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit.

### Schnecken und Blattrandkäfer

Bei Feuerbohnen können junge Austriebe Schutz vor Schnecken brauchen, und bei jungen Stangenbohnen schaue ich genauso hin. Ich sammle die Tiere ab und kontrolliere ihre Verstecke. Ein Schneckenzaun erschwert das Zuwandern, und gegossen wird morgens.

Blattrandkäfer hinterlassen buchtenartige Fraßstellen an den Blatträndern. Die Larven der Käfer können unterirdisch an Wurzeln und Knöllchen schaden. Am typischen Fraßbild unterscheidest du sie von anderen Schäden.

### Nützlinge fördern

Zu den natürlichen Gegenspielern der Blattläuse gehören Marienkäfer, Schwebfliegen, Florfliegen und Blattlausschlupfwespen. Die Larven einiger Schwebfliegenarten fressen Läuse, während die erwachsenen Fliegen Pollen und Nektar aufnehmen. Blühflächen versorgen sie mit Nahrung, und Korb- und Doldenblütler können sie zusätzlich fördern. Laub- und Totholzhaufen bieten Marienkäfern ein Winterquartier. Am Gartenrand bleibt bei mir deshalb ein Laubhaufen liegen, und zwischen den Beeten blüht Dill, der Insekten Nahrung bietet. Fenchel setze ich nicht direkt neben die Bohnen, weil er für die unmittelbare Mischkultur mit Bohnen nicht empfohlen wird. [Welche Nachbarn zu Stangenbohnen passen](/tools/mischkultur/), prüfst du mit dem Mischkultur-Werkzeug.

### Wenn Hand, Wasser und Nützlinge nicht reichen

Chemie ist bei mir das letzte Mittel. Prüf vorher noch einmal das Schadbild, denn ein falscher Verdacht führt zur falschen Maßnahme.

> **Achtung:** Im Haus- und Kleingarten darfst du nur Pflanzenschutzmittel einsetzen, die für nichtberufliche Anwender zugelassen sind. Halte dich genau an die Gebrauchsanweisung, trag Schutzkleidung und beachte die Wartezeit bis zur Ernte. Reste und leere Packungen entsorgst du so, wie es die Gebrauchsanweisung vorgibt. Solche Mittel können auch Nützlinge treffen, die dir bei den Läusen helfen.

## Wenn kein Erreger dahintersteckt

Nicht jeder Schaden stammt von Pilzen, Bakterien, Viren oder Tieren. Braune, korkige Stellen an Blättern und Hülsen können durch Sonnenbrand entstehen. Welke trotz Wasserversorgung und Vergilbungen an den Rändern und zwischen den Adern älterer Blätter können auf Kaliummangel hindeuten. Wie dein Boden versorgt ist, zeigt eine Bodenuntersuchung.

Auch die Temperatur zur Blüte spielt mit. Während Blüte und Fruchtansatz sind für Stangenbohnen Temperaturen unter 10 bis 12 °C ungünstig. Ungünstig ist ebenso Hitze über 28 bis 30 °C, wobei die genauen Grenzen unterschiedlich angegeben werden.

## Vorbeugen: Sorte, Saatgut und Anbau

### Resistente Sorten und gesundes Saatgut

Im ökologischen Gemüsebau gehören Resistenzen und Toleranzen gegen Krankheiten und Schädlinge zu den wichtigen Kriterien der Sortenwahl. Die frühe Stangenbohne Cobra wird als resistent gegen Brennflecken und Mosaikvirus beschrieben. Eine Resistenz kann das Risiko senken, den Blick aufs Blatt ersetzt sie nicht.

Gesundes Saatgut gehört ebenfalls zur Vorbeugung, besonders gegen die Fettfleckenkrankheit. Gewinnst du eigenes Saatgut, wählst du dafür nur gesunde Pflanzen aus. Aus Beständen mit Brennflecken nimmst du keines. Getrocknete Bohnensamen lagerst du kühl, trocken und lichtgeschützt in fest schließenden Gefäßen. Kontrollier den Vorrat dabei auf den Speisebohnenkäfer Acanthoscelides obtectus. Er kann sich in gelagerten Bohnensamen vermehren und hinterlässt Fraßgänge, Löcher und Bohrmehl.

### Im Anbau vorbeugen

Gieß morgens direkt in den Wurzelbereich statt über die Blätter, denn das unterstützt die Krankheitsvorbeugung. Stangenbohnen brauchen mehr Wasser als Buschbohnen, vor allem während Blüte und Fruchtbildung, doch Staunässe vertragen sie nicht. Wie du [gleichmäßig zur Keimung und gezielt zur Hülsenbildung gießt](/gemuese/huelsenfruechte/), steht im Überblick zu Bohnen, Erbsen und Hülsenfrüchten.

Stangenbohnen gehören nicht jedes Jahr auf dasselbe Beet, sonst können sich bodenbürtige Schädlinge und Krankheiten anreichern. Vor dem nächsten Bohnenanbau auf derselben Fläche planst du eine Pause von mindestens 4 Jahren ein, und Leguminosen als Gründüngung zählen dabei mit. Mischkultur kann unterstützen, doch viele Nachbarschaftseffekte sind schwer nachweisbar. Die Anbaupausen aller Hülsenfrüchte findest du im selben Überblick unter Fruchtfolge und Mischkultur, und [welchen Platz Stangenbohnen in der Fruchtfolge einnehmen](/gemuese/huelsenfruechte/stangenbohnen-als-bodenverbesserer-nachhaltiger-gartenbau-durch-fruchtfolge/), liest du im eigenen Beitrag.

Beim Düngen gilt für Stangenbohnen: keine reine Stickstoffdüngung, kein frischer Stallmist und keine Jauche unmittelbar zur Kultur, dafür achtest du auf die Kaliumversorgung. Standort, Boden und Nährstoffe findest du ausführlich in der Anleitung, [wie du Stangenbohnen von der Aussaat bis zur Ernte pflegst](/gemuese/huelsenfruechte/die-richtige-pflege-von-stangenbohnen-von-der-aussaat-bis-zur-ernte/). Gärtnerst du mit Mulch und Mischkultur, liest du weiter, [wie du Stangenbohnen naturnah anbaust](/gemuese/huelsenfruechte/die-richtige-pflege-von-stangenbohnen-von-der-aussaat-bis-zur-ernte/).

### Zum Saisonende

Nach der letzten Ernte gehst du diese Punkte durch.

> **Mini-Checkliste:** Kranke Pflanzenreste über den Hausmüll entsorgen statt auf den Gartenkompost; Stangen nach einem Rostjahr mit kochendem Wasser reinigen; kein Saatgut aus Beständen mit Brennflecken nehmen; eingelagerte Bohnensamen auf Löcher und Bohrmehl prüfen.

## Häufige Fragen

### Welche Krankheiten treten an Stangenbohnen auf und woran erkenne ich sie?

Bohnenrost zeigt sich mit weißlichen, später bräunlichen Pusteln an den Blattunterseiten. Die Fettfleckenkrankheit hinterlässt glasige, fettig glänzende Flecken auf den Hülsen, während die Brennfleckenkrankheit eingesunkene braune Flecken mit rötlichem Sporenschleim verursachen kann. Mosaikartige, blasig gewölbte Blätter können auf Viren hinweisen. Alle diese Zeichen sind Hinweise, für eine sichere Diagnose braucht es manchmal das Labor.

### Welche Schädlinge befallen Stangenbohnen und woran erkenne ich den Schaden?

Die Schwarze Bohnenlaus bildet Kolonien an jungen Trieben und Blüten und kann Blätter, Triebe und Hülsen verkrüppeln lassen. Larven der Bohnenfliege fressen Gänge in Keimblätter, Wurzelhals und Stängel. Spinnmilben verursachen feine, nadelstichartige Sprenkel, die du mit der Lupe auf den Blattunterseiten überprüfst. Blattrandkäfer hinterlassen buchtenartige Fraßstellen an den Blatträndern.

### Wie wirkt sich das Bohnenmosaikvirus auf Stangenbohnen aus und kann man es behandeln?

Ein Virusbefall kann sich durch gelblich gescheckte, mosaikartige und blasig gewölbte Blätter zeigen, sicher bestimmen lässt er sich häufig nur im Labor. Im Garten bleiben dir Entfernen und Vorbeugen: Sichtbar befallene Pflanzen nimmst du zügig heraus und entsorgst sie über den Hausmüll. Vorbeugend setzt du auf gesundes Saatgut und resistente Sorten wie Cobra.

### Welche Rolle spielen Kulturschutznetze beim Anbau von Stangenbohnen?

Ein feinmaschiges Netz mit weniger als 1 mm Maschenweite kann junge Bohnen vor der Bohnenfliege schützen. Leg es unmittelbar nach der Saat auf und schließ es am Boden dicht ab. Stecken schon zahlreiche Larven oder Puppen im Boden, verhindert das Netz die Schäden nicht zuverlässig, deshalb gehört eine Anbaupause auf dem Beet dazu.

### Worin unterscheiden sich Kletterbohnen von Buschbohnen in der Anfälligkeit für Krankheiten?

Beim Bohnenrost gibt es einen klaren Unterschied: Er befällt Buschbohnen seltener als Stangenbohnen. Weil der Pilz auch an Rankstangen überdauern kann, reinigst du befallene Stangen vor der nächsten Nutzung mit kochendem Wasser. Fettflecken, Brennflecken und Viren können beide Wuchsformen treffen.

### Welche Rolle spielt die Förderung von Nützlingen beim Schutz von Stangenbohnen?

Marienkäfer, Schwebfliegen, Florfliegen und Blattlausschlupfwespen gehören zu den natürlichen Gegenspielern der Blattläuse und können einen Befall zusätzlich begrenzen. Laub- und Totholzhaufen bieten Marienkäfern ein Winterquartier, Blühflächen versorgen erwachsene Schwebfliegen mit Nahrung. Wenn du Läuse von Hand zerdrückst, schonst du die Larven von Marienkäfern und Florfliegen.

### Welche Wetterbedingungen begünstigen Krankheiten und Schädlinge an Stangenbohnen?

Die Bakterien der Fettfleckenkrankheit finden bei etwa 20 °C gute Bedingungen zur Vermehrung. Nasskalter Boden kann Samen- und Keimlingsfäulen fördern, deshalb säst du erst, wenn der Boden wärmer als 10 °C ist. Bei warm-trockenem Wetter prüfst du die Blattunterseiten mit der Lupe auf Spinnmilben.

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