# Hokkaido-Kürbis düngen: Nährstoffe, Dünger und Düngeplan

> Hokkaido-Kürbis düngen: welche Nährstoffe er braucht, wie du das Beet mit Kompost und Hornspänen vorbereitest, wann Mineraldünger passt und wie dein Düngeplan bis zur Ernte aussieht.

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- **Bereich:** Gemüse › Kürbis & Zucchini
- **Zuletzt geprüft:** 25. September 2026
- **Herausgeber:** samen.live (total10 GmbH), Redaktion

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Hokkaido-Kürbis braucht nährstoffreichen Boden, doch mehr Dünger bringt nicht automatisch mehr Früchte. Auf einem gut vorbereiteten Beet kommt er meist ohne Nachdüngung durch den Sommer. Ich lege deshalb fast die ganze Düngung in die Beetvorbereitung im Frühjahr und beobachte danach vor allem die Blätter. Ob du nachlegen musst, hängt von deinem Boden, vom Beet oder Kübel und vom Zeitpunkt in der Saison ab.

## Welche Nährstoffe braucht Hokkaido-Kürbis?

Hokkaido gehört botanisch zur Art Cucurbita maxima, zu der auch die Riesenkürbisse zählen. Seine Nährstoffe lassen sich in drei Gruppen ordnen: Hauptnährstoffe, Sekundärnährstoffe und Spurenelemente. Die Gruppen unterscheiden sich darin, wie viel die Pflanze davon aufnimmt, nicht darin, wie wichtig sie sind.

### Stickstoff, Phosphor und Kalium

| Nährstoff | Wofür Hokkaido ihn braucht | Worauf ich achte |
|---|---|---|
| Stickstoff (N) | Blätter, Triebe und Ranken | Kompost, Mist und Hornspäne liefern ihn; im Spätsommer gebe ich keinen mehr |
| Phosphor (P) | Wurzeln, Blüten und Energiestoffwechsel | steht in jeder Standardbodenuntersuchung; bei hohen Werten kein Nachschub |
| Kalium (K) | Fruchtbildung und Wasserhaushalt der Zellen | kaliumbetont dünge ich ab dem Anschwellen der ersten Früchte, vor allem im Kübel |

Stickstoff braucht Hokkaido für sein großes Blattwerk, doch mehr ist hier nicht besser. Bekommt ein Ölkürbis zu viel Stickstoff, wachsen vor allem die Ranken, und die Fruchtbildung bleibt zurück. Kalium wird wichtiger, sobald die Früchte wachsen. Kaliumbetonte Gaben setzen deshalb erst mit dem Anschwellen der ersten Früchte ein.

### Calcium, Magnesium und Schwefel

Calcium, Magnesium und Schwefel zählen zu den Sekundärnährstoffen, nicht zu den Spurenelementen. Calcium festigt die Zellwände und damit das Gewebe der Pflanze. Magnesium ist Baustein des Blattgrüns und so an der Photosynthese beteiligt. Schwefel braucht die Pflanze unter anderem für den Aufbau von Eiweiß.

Calcium gelangt unter anderem über Kalk in den Boden. Ob dein Beet Kalk braucht, entscheiden gemessener pH-Wert, Bodenart und Humusgehalt, nicht das Gefühl. Kalk ist nur sinnvoll, wenn der pH-Wert unter dem Bereich liegt, der zu deinem Boden passt.

### Eisen, Mangan, Zink und andere Spurenelemente

Spurenelemente wie Eisen, Mangan, Zink, Bor oder Kupfer braucht Hokkaido nur in Spuren, daher der Name. Eisen ist an der Bildung des Blattgrüns beteiligt, Mangan und Zink arbeiten in vielen Enzymen mit. Ich dünge Spurenelemente nicht gezielt, sondern fördere das Bodenleben mit Kompost und achte auf den pH-Wert. Ein ungünstiger pH-Wert kann die Aufnahme behindern, auf sehr kalkreichen Böden etwa die von Eisen.

## Vor dem Düngen: Boden und Bodenprobe

Hokkaido will es sonnig und warm, der Boden sollte humos, nährstoffreich und durchlässig sein. Für die meisten Kürbisgewächse gilt ein pH-Wert von 5,5 bis 7,0 als günstig, wobei Arten und Sorten abweichen können. Die Grundlagen findest du im Abschnitt zu [Standort und Boden bei Kürbis und Zucchini](/gemuese/kuerbis-zucchini/), die Verbesserung von Struktur, pH-Wert und Humus im Beitrag über [gute Bodenbedingungen für Hokkaido-Kürbis](/gemuese/kuerbis-zucchini/optimale-bodenbedingungen-fuer-hokkaido-kuerbis/).

### Was eine Bodenuntersuchung für die Düngung zeigt

Bevor ich ein Beet für Hokkaido dünge, lege ich mir die letzte Bodenuntersuchung zurecht. Üblich ist im Gemüsebeet ein Standardtest im Abstand von 4 bis 5 Jahren. Das Labor bestimmt dabei Bodenart, pH-Wert, Phosphat und Kalium, Magnesium lohnt sich als Zusatz. Für Humus und Stickstoff gibt es eigene Untersuchungen, den Stickstoffvorrat siehst du im Standardbefund also nicht. Mit dem Ergebnis wählst du Dünger und Menge passend zu deinem Boden, statt nach Gewohnheit zu streuen.

## Organisch düngen: Kompost, Mist, Hornspäne und Gründüngung

Organische Dünger sind beim Hokkaido die Basis der Versorgung. Mit Kompost bringst du Nährstoffe ins Beet, verbesserst die Struktur des Bodens und gibst dem Bodenleben Nahrung. Auf schweren Böden sorgt er für mehr Lockerheit, leichte Böden halten mit ihm Wasser und Nährstoffe besser.

### Kompost und verrotteter Mist

Eine Hausgartenanleitung rechnet beim Vorbereiten des Kürbisbeets mit 3,5 kg Kompost oder verrottetem Pferdemist je m². Du arbeitest ihn im Frühjahr beim Lockern ein, sobald der Boden ausreichend abgetrocknet ist. Grabgabel oder Krail reichen dafür, erneutes Umgraben ist nicht nötig. Ich verwende nur reifen Kompost und gut verrotteten Mist, frischen Mist bringe ich nicht an junge Kürbisse. Liegen Phosphor oder Kalium im Boden schon stark erhöht, schränkst du die Kompostgabe ein.

Eine einzelne Kürbispflanze beansprucht je nach Art und Sorte etwa 1 bis 3 m² Beet. Wo die Ranken eines Kürbisses auf dem Boden liegen, können sie zusätzlich Wurzeln schlagen. Ich arbeite Kompost deshalb auf der ganzen Fläche ein, über die später die Ranken laufen, und nicht nur rund ums Pflanzloch. Bei einer buschigen Sorte wie „Amoro F1“, die nur wenige Ranken bildet, verteile ich ihn vor allem im Bereich um die Pflanze.

### Hornspäne und Horngrieß

Hornspäne und Horngrieß sind organische Stickstoffdünger, die das Bodenleben erst nach und nach umsetzt. Pro m² Kürbisbeet kommen 50 bis 80 g davon zum Kompost oder Mist dazu. Ich streue beides gemeinsam aus und arbeite es in einem Gang ein.

### Gründüngung vor dem Kürbisbeet

Eine Gründüngung, die vor dem Kürbis auf der Fläche wächst, ist eine geeignete Vorbereitung. Leguminosen, also Hülsenfrüchtler, binden dabei zusätzlich Stickstoff aus der Luft. Diesen Stickstoff rechnest du für die Folgekultur erst an, wenn die Pflanzenmasse zersetzt ist. Standen im Vorjahr Buschbohnen auf der Fläche, können Stickstoff und ein gut durchlüfteter Boden zurückbleiben.

Auf dem Beet, auf dem im nächsten Jahr Hokkaido wachsen soll, kann in der kalten Jahreszeit Winterroggen stehen. Säen kannst du ihn noch im Oktober. Für Beete, die du vor Ende April nicht brauchst, ist er geeignet, und Hokkaido kommt ohnehin erst nach den Eisheiligen hinein. Im Frühjahr ziehst du ihn heraus und legst ihn auf den Kompost oder als Mulch aus. Senf, Ölrettich und Raps lässt du als Gründüngung besser weg, wenn in deiner Fruchtfolge viel Kohl, Rettich oder Radieschen stehen.

### Pflanzenjauche als Flüssigdünger

Für die Saison eignet sich Pflanzenjauche, etwa aus Brennnesseln, als organischer Flüssigdünger. Du setzt frisches Kraut mit Wasser an, rührst täglich um und verwendest die Jauche erst, wenn sie ausgegoren ist.

> **Zahl im Blick:** Für den Ansatz kommt etwa 1 kg frisches Kraut auf 10 l Wasser. Nach etwa 2 bis 3 Wochen erkennst du die fertige Jauche daran, dass sie dunkel ist und nicht mehr schäumt. Zum Gießen an die Wurzeln kommt in der Regel ein Teil Jauche auf zehn Teile Wasser, also 1:10.

Wie viel und wie oft du Jauche gibst, lässt sich nicht pauschal festlegen, denn es kommt auf den Bedarf der Pflanze und den Nährstoffvorrat im Boden an. Ich gieße sie verdünnt auf die Erde und nicht über die Blätter. Im Spätsommer setze ich Jauche nicht mehr ein.

## Mineraldünger: Abwägung, Auswahl und Anwendung

Mineraldünger hat beim Hokkaido seinen Platz, wenn die Bodenprobe einen gezielten Mangel zeigt oder der Kürbis im Kübel wächst. Für die Grundversorgung im Beet greife ich zu Kompost, Mist und Hornspänen.

### Vor- und Nachteile im Vergleich

| Merkmal | Mineraldünger | Organischer Dünger |
|---|---|---|
| Verfügbarkeit | Nährstoffe liegen löslich vor und wirken rasch | das Bodenleben setzt die Nährstoffe erst nach und nach frei |
| Zusammensetzung | steht als NPK-Angabe auf der Packung | schwankt je nach Material und Reife |
| Boden | kein Beitrag zu Humus und Bodenstruktur | Kompost verbessert Struktur, Bodenleben und Speicherfähigkeit |
| Risiko | nicht aufgenommene Nährstoffe können ausgewaschen werden | bei stark erhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten Kompost einschränken |

### Welcher Mineraldünger zum Hokkaido passt

Ein Volldünger enthält Stickstoff, Phosphor und Kalium in einem festen Verhältnis.

> **Kurz erklärt:** Die drei Werte der NPK-Angabe auf der Packung stehen für Stickstoff, Phosphor und Kalium, immer in dieser Reihenfolge. Kaliumbetont heißt, dass der dritte Wert deutlich höher liegt als der erste.

Stickstoffbetonte Dünger lasse ich beim Hokkaido weg, aus den oben beschriebenen Gründen. Sobald die ersten Früchte anschwellen, passt ein kaliumbetonter Dünger, im Kübel in flüssiger Form. Zeigt die Bodenuntersuchung wenig Magnesium, wählst du einen Dünger mit Magnesiumanteil.

### Richtig ausbringen und dosieren

Die Menge richtest du nach deiner Bodenprobe und nach der Gebrauchsanweisung auf der Packung, nicht nach einem Pauschalwert je Pflanze. Granulat arbeitest du flach in die obere Bodenschicht ein und legst es nicht direkt an den Stängel. Anschließend gießt du den Dünger ein, damit er in den Wurzelraum gelangt.

> **Mini-Checkliste:** Bodenprobe ansehen und die Düngung danach ausrichten. Menge nach Packungsangabe abmessen, nicht nach Augenmaß. Zu jeder Düngergabe im Beet mindestens 20 l Wasser je m² eingießen. Im Spätsommer keinen Stickstoff mehr geben.

## Düngeplan für Hokkaido: von der Grund- bis zur Spätdüngung

Mein Düngeplan für Hokkaido hat einen klaren Schwerpunkt: die Grunddüngung im Frühjahr. Im Sommer beobachte ich mehr, als ich dünge. Wann du säst und auspflanzt, kannst du im [Aussaatkalender für Kürbis und Zucchini zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/kuerbis-zucchini/) nachsehen, die Grunddüngung legst du davor.

| Zeitpunkt | Was ich tue | Worauf ich achte |
|---|---|---|
| Herbst vor dem Anbaujahr | Gründüngung säen, Winterroggen noch im Oktober | das Beet muss erst ab Ende April frei sein |
| Frühjahr, vor der Pflanzung | letzte Bodenuntersuchung prüfen, alle 4 bis 5 Jahre neu machen lassen | Kalk nur, wenn pH-Wert und Bodenart es verlangen |
| Frühjahr, Grunddüngung | 3,5 kg Kompost oder verrotteten Pferdemist und 50 bis 80 g Hornspäne je m² beim Lockern einarbeiten | bei stark erhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten weniger Kompost |
| Pflanzung nach den Eisheiligen | Jungpflanzen ins vorbereitete Beet setzen | Boden erwärmt, keine Fröste mehr zu erwarten |
| Wachstum bis zur Blüte | Blätter beobachten, im Beet meist ohne Nachdüngung | blasse Blätter erst deuten, wenn Kälte und Nässe ausgeschlossen sind |
| Erste Früchte schwellen an | im Kübel kaliumbetont flüssig düngen, im Beet nur bei Bedarf | im Beet zu jeder Gabe mindestens 20 l Wasser je m² |
| Spätsommer | keinen Stickstoff mehr geben | die Früchte sollen ausreifen |
| Nach der Ernte | Winterbegrünung säen | Anbaupause für Kürbis einplanen |

### Grunddüngung im Frühjahr

Mit der Grunddüngung legst du den Nährstoffvorrat für die Saison an. Du lockerst das abgetrocknete Beet, verteilst Kompost oder verrotteten Mist zusammen mit Hornspänen über die spätere Rankfläche und arbeitest alles oberflächlich ein. Ins Pflanzloch gebe ich danach keinen zusätzlichen Dünger.

> **Marias Erfahrung:** Ich schreibe mir die Werte der letzten Bodenuntersuchung auf eine Karte, die im Schuppen neben dem Kompostsieb hängt. Beim Vorbereiten des Kürbisbeets lese ich dort pH-Wert, Phosphat und Kalium ab, bevor ich die erste Karre Kompost hole.

### Nachdüngung: nur bei Bedarf

> **Mythos-Check:** „Kürbis muss den ganzen Sommer über gedüngt werden.“ Auf gut vorbereitetem Boden braucht Hokkaido meist keine Nachdüngung. Im Beet lohnt sich Nachdüngen erst, wenn Blätter oder Bodenprobe einen Bedarf zeigen.

Anders liegt es im Kübel oder wenn du sehr große Früchte ziehen willst. Dann düngst du ab dem Anschwellen der Früchte kaliumbetont und flüssig. Hokkaido bleibt mit Früchten von bis zu 2 kg im Erwerbsanbau handlich. Das Ziel sehr großer Früchte betrifft eher Riesenkürbis-Sorten wie „Atlantic Giant“.

### Spätdüngung: Stickstoff weglassen

Die Spätdüngung besteht beim Hokkaido vor allem darin, keinen Stickstoff mehr zu geben. Wer Ölkürbis zu stark oder zu spät mit Stickstoff versorgt, kann damit die Abreife hinauszögern. Unreif geerntete Kürbisse verarbeitest du zeitnah, für eine lange Lagerung taugen sie nicht. Wer ausgereifte Hokkaidos bei geeigneten Bedingungen etwa 4 bis 5 Monate lagern will, lässt deshalb im Spätsommer den Stickstoff weg.

### Nach der Ernte

Nach der Ernte säst du auf das freie Beet eine Winterbegrünung. Wachsende Pflanzen halten über Winter Nährstoffe im Beet und schützen den Boden vor Abtrag. Kürbis sollte erst nach einer Pause von 4 Jahren auf dasselbe Beet zurückkehren, dein Hokkaido zieht im nächsten Jahr also weiter. Welche Kulturen vor und nach ihm passen, steht im Beitrag über [gute Partner in der Fruchtfolge von Hokkaido-Kürbis](/gemuese/kuerbis-zucchini/hokkaido-kuerbis-perfekte-partner-in-der-fruchtfolge/). Den Wechsel über die Jahre kannst du [mit dem Beetplaner](/tools/beetplaner/) planen.

## Hokkaido im Kübel düngen

Im Kübel haben die Wurzeln nur die Erde im Gefäß, deshalb hängt die Versorgung hier stärker von dir ab als im Beet. Ein Kübel für Hokkaido sollte 60 bis 90 Liter Erde fassen. Ist die Kübelerde vorgedüngt, rechnest du diese Grunddüngung mit ein. Gerade bei torffreier Erde kann der verfügbare Stickstoff im Lauf der Kultur knapp werden, auch wenn sie vorgedüngt war. Dann passt du die Nachdüngung an. Sobald die ersten Früchte anschwellen, dünge ich im Kübel kaliumbetont und flüssig über das Gießwasser.

> **Tipp:** Für Hokkaido im Kübel nimmst du torffreie Kübelpflanzenerde, die durch poröse Anteile luftig bleibt. Schau beim Kauf auf die Packung, ob die Erde vorgedüngt ist, damit du die erste Nachdüngung danach planen kannst.

## Wasser und Nährstoffe gehören zusammen

Nährstoffe gelangen nur gelöst an die Wurzeln, deshalb kann Dünger in trockener Erde kaum wirken. Halte die Erde über die ganze Entwicklung gleichmäßig feucht und gieße bei Trockenheit spätestens dann zu, wenn die Fruchtbildung beginnt. Die Grundregeln stehen im Abschnitt Gießen der Übersicht zu Kürbis und Zucchini, die Details für Hokkaido im Beitrag über [die Wasserversorgung von Hokkaido-Kürbis](/gemuese/kuerbis-zucchini/optimale-wasserversorgung-fuer-hokkaido-kuerbis-von-der-aussaat-bis-zur-ernte/).

## Nährstoffmangel erkennen und gegensteuern

Blattsymptome sind Hinweise, keine Diagnose. Ich schaue zuerst, ob ältere oder junge Blätter betroffen sind, und prüfe dann Wetter, Bodenfeuchte und pH-Wert.

| Was du siehst | Kann hindeuten auf | Was ich dann tue |
|---|---|---|
| ältere Blätter hellgrün bis gelblich, schwaches Wachstum | Stickstoffmangel | Kälte und Nässe ausschließen, dann organisch nachdüngen, etwa mit verdünnter Jauche |
| braune, vertrocknete Blattränder | Kaliummangel | Wasserversorgung prüfen, Kalium in der Bodenprobe ansehen |
| Aufhellungen zwischen den Blattadern älterer Blätter | Magnesiummangel | Magnesium bestimmen lassen, dann gezielt düngen |
| junge Blätter gelb, Blattadern bleiben grün | Eisenmangel, möglich bei hohem pH-Wert | pH-Wert messen, nicht zusätzlich kalken |
| rötlich-violette Verfärbungen, kümmerlicher Wuchs | Phosphormangel | Phosphat in der Bodenprobe prüfen |

### Erst andere Ursachen ausschließen

> **Häufiger Fehler:** Gelbe oder schlappe Blätter sofort mit Dünger zu beantworten. Kürbisgewächse geraten schon bei niedrigen Plusgraden im Wachstum ins Stocken. Welke Blätter, besonders im Kübel, können auch auf Hitze oder geschädigte Wurzeln zurückgehen. Weißliche bis graue Beläge auf der Blattoberseite deuten eher auf Echten Mehltau hin als auf einen Mangel.

Mehltau tritt an Kürbisblättern oft auf und ist meist kein Grund einzugreifen. Hokkaido wächst bei 20 bis 25 °C günstig, in kühlen Phasen prüfe ich deshalb zuerst das Wetter, bevor ich nachdünge. Wie du Hokkaido vor Kälte schützt und an eine kurze Saison anpasst, liest du im Beitrag über [die Klimabedingungen für Hokkaido-Kürbis](/gemuese/kuerbis-zucchini/hokkaido-kuerbis-optimale-klimabedingungen-fuer-den-anbau/).

### Erste Hilfe bei Nährstoffmangel

1. **Ursache eingrenzen:** Wetter, Bodenfeuchte, Mehltau und Wurzeln prüfen, bevor du düngst.
2. **pH-Wert messen:** Ein ungünstiger pH-Wert kann die Aufnahme behindern, obwohl Nährstoffe im Boden sind.
3. **Bodenprobe auswerten:** Phosphat, Kalium und zusätzlich Magnesium zeigen, was fehlt. Stickstoff siehst du darin nicht, hier zählt der Blick auf die Blätter.
4. **Gezielt düngen oder kalken:** Stickstoff organisch nachlegen, außer im Spätsommer. Bei Kaliummangel kaliumbetont düngen, Kalk nur nach pH-Wert und Bodenart.
5. **Einwässern:** Jede Gabe gründlich eingießen, damit sie im Wurzelraum ankommt.
6. **Neue Blätter beobachten:** An ihnen siehst du, ob die Maßnahme ankommt.

## Häufige Fragen

### Welche Nährstoffe benötigt Hokkaido-Kürbis für optimales Wachstum?

Hokkaido braucht die Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium, dazu die Sekundärnährstoffe Calcium, Magnesium und Schwefel sowie Spurenelemente wie Eisen, Mangan und Zink. Stickstoff baut Blätter und Ranken auf, Kalium wird wichtig, sobald die Früchte anschwellen. Die Grundversorgung legst du mit Kompost oder verrottetem Mist bei der Beetvorbereitung an, eine Bodenuntersuchung zeigt dir, was dein Boden schon mitbringt.

### Welche organischen Dünger eignen sich am besten für Hokkaido-Kürbis?

Für die Grunddüngung eignen sich reifer Kompost und gut verrotteter Mist, fürs Kürbisbeet rechnet eine Hausgartenanleitung mit 3,5 kg Kompost oder verrottetem Pferdemist je m². Ergänzend arbeitest du 50 bis 80 g Hornspäne oder Horngrieß je m² ein. Pflanzenjauche aus Brennnesseln verdünnst du zum Gießen im Verhältnis 1:10 und setzt sie nur ein, wenn die Pflanze Bedarf zeigt.

### Welche Rolle spielen Calcium und Magnesium beim Hokkaido-Kürbis?

Calcium und Magnesium sind keine Spurenelemente, sondern Sekundärnährstoffe. Calcium festigt die Zellwände, Magnesium ist Baustein des Blattgrüns und damit an der Photosynthese beteiligt. Ob dein Beet Kalk braucht, entscheiden gemessener pH-Wert, Bodenart und Humusgehalt. Magnesium lässt du bei der Standardbodenuntersuchung zusätzlich bestimmen.

### Wie erstellt man einen saisonalen Düngeplan für Hokkaido-Kürbis?

Du startest mit der Bodenuntersuchung und der Grunddüngung im Frühjahr, bevor du nach den Eisheiligen pflanzt. Auf gut vorbereitetem Boden braucht Hokkaido danach meist keine Nachdüngung, im Kübel düngst du ab dem Anschwellen der Früchte kaliumbetont und flüssig. Im Spätsommer lässt du Stickstoff weg, denn späte Gaben können beim Ölkürbis die Abreife hinauszögern. Nach der Ernte hält eine Winterbegrünung die Nährstoffe im Beet.

### Worin unterscheiden sich organische Dünger von Mineraldüngern beim Kürbisanbau?

Organische Dünger wie Kompost setzt das Bodenleben erst nach und nach um, dafür bringt Kompost zusätzlich Struktur in den Boden und Nahrung für das Bodenleben. Mineraldünger liegen löslich vor, wirken rasch und tragen eine genaue NPK-Angabe, zu Humus und Bodenstruktur tragen sie aber nichts bei. Beim Hokkaido lege ich die Grundversorgung organisch an und greife zu Mineraldünger nur, wenn Bodenprobe oder Kübelkultur einen gezielten Bedarf zeigen.

### Wie lassen sich Nährstoffmängel bei Hokkaido-Kürbis frühzeitig erkennen und beheben?

Hellgrüne bis gelbliche ältere Blätter können auf Stickstoffmangel hindeuten, Aufhellungen zwischen den Blattadern auf Magnesium- oder Eisenmangel. Prüfe vorher, ob Kälte, Trockenheit oder Echter Mehltau dahinterstecken. Danach grenzen pH-Messung und Bodenuntersuchung den Verdacht ein, und du düngst oder kalkst gezielt nach Befund.

### Führt eine Überdüngung tatsächlich zu schlechteren Kürbisfrüchten?

Bekommt ein Ölkürbis zu viel Stickstoff, wachsen vor allem die Ranken und die Fruchtbildung bleibt zurück, hohe oder späte Gaben können zudem die Abreife hinauszögern. Unreif geerntete Kürbisse eignen sich nicht für eine lange Lagerung. Für Hokkaido setze ich deshalb auf eine gute Grunddüngung statt auf viele Nachgaben und nehme weniger Kompost, wenn Phosphor oder Kalium im Boden stark erhöht sind.

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