# Feldsalat richtig düngen: wann er Dünger braucht und wann nicht

> Feldsalat braucht wenig Stickstoff. So planst du die Grundversorgung, erkennst echten Bedarf und vermeidest Nitrat durch zu viel Dünger.

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- **Bereich:** Gemüse › Salate & Blattgemüse
- **Zuletzt geprüft:** 25. September 2026
- **Herausgeber:** samen.live (total10 GmbH), Redaktion

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Feldsalat braucht keine besondere Düngung. Heikel wird eher das Gegenteil: Hohe Stickstoffreste aus der Vorkultur solltest du vor der Saat vermeiden. Zu viel Stickstoff kann Nitrat in den Blättern anreichern und die Pflanzen anfälliger für Krankheiten und Schädlinge machen. Ich frage mich deshalb vor jeder Feldsalatsaat zuerst, was vorher auf dem Beet stand und wie es gedüngt wurde.

Feldsalat ist ein Wintersalat. Du säst ihn von Juli bis September und erntest von Oktober bis März. Frost verträgt er bis etwa −15 °C.

## Braucht Feldsalat überhaupt Dünger?

Zusätzlichen Dünger braucht Feldsalat meist nicht. Im Gemüsegarten wird sein Stickstoffbedarf als gering eingeordnet, genau wie der von Kopfsalat. Endivien und Spinat liegen im mittleren Bereich, Chinakohl hat einen hohen Bedarf. Bei Feldsalat aus Spätsommeranbau kann eine zusätzliche Düngung meist entfallen.

Darum zählt Feldsalat zu den Schwachzehrern, also zu den Kulturen, die mit wenig Nährstoffen auskommen. Was er braucht, liefert der Boden aus seinen Vorräten, aus der Nachlieferung und aus der jährlichen Kompostgabe. Wie weit die Ansprüche der Salatarten auseinanderliegen, zeigt der [Abschnitt Düngen im Überblick zu Salaten und Blattgemüse](/gemuese/salate-blattgemuese/). Wer nach Art statt pauschal düngt, braucht weniger Material und vermeidet die Stickstoffreste, die vor Feldsalat stören. Ziehst du daneben Pflücksalat, lies nach, [wie du Pflücksalat nach seinem Nährstoffbedarf düngst](/gemuese/salate-blattgemuese/pfluecksalat-richtig-duengen-naehrstoffbedarf-im-fokus/).

## Die Grundversorgung: Kompost und Vorkultur

Die Grundlage für Feldsalat ist die jährliche Kompostgabe des Beetes. Im Gemüsegarten setzt du dafür im Frühjahr höchstens 3 l Kompost je m² an und arbeitest ihn leicht ein. Die Stickstoffversorgung beurteilst du dabei gesondert. Was der Boden schon an Vorräten mitbringt, bestimmt jede weitere Düngung.

Danach entscheidet vor allem die Kultur, die vor dem Feldsalat im Beet steht. Plane das Feldsalatbeet deshalb schon im Frühjahr mit und überlege, wie stark die Vorkultur gedüngt wird. Die Beetfolge über das Jahr hältst du [im Beetplaner](/tools/beetplaner/) fest. Die [Saattermine für Salate zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/salate-blattgemuese/) helfen dir, die Saat auf das Ende der Vorkultur abzustimmen.

> **Marias Erfahrung:** Ich säe Feldsalat bevorzugt auf Beete, die im Frühjahr nur ihre Kompostgabe bekommen haben. Nach einer Kultur, der ich zusätzlich Stickstoff gegeben habe, setze ich ihn nicht direkt hinterher. In meinem Gartenheft steht deshalb für jedes Beet, was es im Lauf des Jahres bekommen hat.

Im Hausgarten gilt für Feldsalat ein ausgeglichener pH-Wert als Richtwert, dazu eine gute Kalkversorgung. Lockern, Bodenanalyse und pH-Korrektur erklärt der Ratgeber, [wie du Boden und Saatbett für Feldsalat vorbereitest](/gemuese/salate-blattgemuese/optimale-bodenvorbereitung-fuer-ertragreichen-feldsalat/). Den Überblick für alle Salate gibt der Abschnitt Standort und Boden im Salat-Überblick.

## Wann und womit du zusätzlichen Stickstoff gibst

Ob Feldsalat zusätzlichen Stickstoff braucht, entscheidest du nach Bodenbefund und Kulturbedarf. Im Prüfbericht steht Versorgungsstufe C für eine ausreichende Versorgung. Bei Stufe E kann die Düngung mit dem betreffenden Nährstoff vorübergehend entfallen. Den verfügbaren Stickstoff erfasst eine Standard-Bodenuntersuchung allerdings nicht, er wird gesondert gemessen.

> **Zahl im Blick:** Braucht Feldsalat zusätzlichen Stickstoff, dienen höchstens 50 g Horndünger je m² zur Saat als Orientierung. Der Wert gilt für phosphat- und kalireiche Gartenböden, bei denen die jährliche Kompostversorgung bereits berücksichtigt ist.

Beim Horndünger kommt es auf die Form an. Hornmehl wird in etwa 6 Wochen umgesetzt, größere Hornspäne brauchen mehrere Monate. Weil Hornspäne so lange brauchen und zu späte Stickstoffgaben Nitrat anreichern können, käme ein Teil ihres Stickstoffs beim Feldsalat erst in der Erntezeit ab Oktober an. Muss ich ergänzen, nehme ich deshalb Hornmehl.

Zeigt der Befund bei einem Nährstoff einen Überschuss und bei einem anderen einen Mangel, ergänzt du nur den fehlenden, gezielt mit einem Einzelnährstoffdünger. Bei vermutetem Spurenelementmangel prüfst du zusätzlich pH-Wert und Bodengefüge. Sind die Gehalte ausreichend und nur schlecht verfügbar, rechtfertigt das keinen weiteren Bodendünger.

Die Aufgaben der Hauptnährstoffe lassen sich kurz fassen: Stickstoff unterstützt das Wachstum, Phosphor das Wurzelwachstum, Kalium den Wasserhaushalt und Magnesium die Bildung des Blattgrüns. Organische Dünger wie Horn und Kompost setzen ihre Nährstoffe überwiegend erst nach der Umsetzung durch Mikroorganismen frei, lösliche Mineraldünger wirken meist schneller und werden leichter ausgewaschen. Mehr dazu steht im Abschnitt Düngen des Salat-Überblicks.

> **Mini-Checkliste:** Was stand vor dem Feldsalat im Beet, und wie stark wurde es gedüngt? Ist die jährliche Kompostgabe schon eingerechnet? Was sagt der Bodenbefund zu Phosphat und Kali, und gibt es eine eigene Stickstoffmessung? Erst wenn danach Stickstoff fehlt, planst du eine Gabe zur Saat.

## Nachdüngen im Herbst und Winter: erst hinsehen

Während der Kultur düngst du Feldsalat in der Regel nicht nach. Regelmäßige Flüssig- oder Blattdüngung, etwa mit Pflanzenjauchen, gehört nicht zu seiner Pflege, weil die Grundversorgung meist reicht. Werden Blätter gelb, lohnt ein genauer Blick, bevor du zum Dünger greifst.

Stickstoffmangel zeigt sich typischerweise durch schwachen Wuchs und eine flächige Vergilbung, die zuerst an älteren Pflanzenteilen auftritt. Solche Zeichen können auf Stickstoffmangel hindeuten, beweisen ihn aber nicht.

> **Häufiger Fehler:** Bei gelben Blättern sofort nachdüngen. Gelbe Blätter und gehemmtes Wachstum mit zunächst weißem, später grauem Sporenrasen können beim Feldsalat auf Falschen Mehltau hinweisen statt auf einen Düngermangel. Zusätzlicher Stickstoff behebt dann keinen Mangel und kann die Anfälligkeit für Krankheiten fördern.

Ich sehe mir gelbe Blätter deshalb von beiden Seiten an, bevor ich überhaupt an Dünger denke. Bleibt der Verdacht auf Stickstoffmangel, bestimmst du den zusätzlichen Bedarf mit einer Nmin-Untersuchung des Bodens.

> **Kurz erklärt:** Nmin bezeichnet den mineralischen Stickstoff im Boden. Die Stickstoffdüngung ergibt sich aus dem Bedarf der Kultur, abzüglich dieses Nmin-Vorrats und dessen, was der Boden noch nachliefert. Bleibt nach dieser Rechnung nichts übrig, düngst du nicht.

Und im Frühjahr? Weil Hornmehl etwa 6 Wochen zur Umsetzung braucht und überwinterter Feldsalat nach den ersten wärmeren Tagen rasch Blüten bildet, wirkt eine Frühjahrsgabe erst, wenn du ohnehin zügig ernten solltest.

## Zu viel Stickstoff: Nitrat und anfällige Pflanzen

Zu viel Stickstoff kann Nitrat in den Blättern anreichern und die Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge erhöhen. Das betrifft auch zu späte Gaben: Verwertet die Pflanze den aufgenommenen Stickstoff nicht mehr für ihr Wachstum, kann er sich als Nitrat anreichern. Ein geringeres Stickstoffüberangebot im Boden kann die Nitratanreicherung in Salat verringern. Feldsalat wächst sonnig bis halbschattig, und auch mehr Licht kann die Nitratanreicherung verringern; hast du die Wahl, gib ihm also den helleren Platz.

Bei Salat spielt auch die Erntezeit mit: Erntest du nachmittags oder abends, ist ein Teil des nachts angereicherten Nitrats bereits abgebaut. Mehr zur Ernte liest du im Ratgeber, [wann und wie du Feldsalat erntest](/gemuese/salate-blattgemuese/feldsalat-ernten-richtige-technik-fuer-beste-qualitaet/).

Nitrat kann bei unsachgemäßer Lagerung mikrobiell zu Nitrit werden. Lagere geernteten Feldsalat deshalb gekühlt und sauber. Für die Küche bleibt abwechslungsreiches Gemüse die Empfehlung.

## Feldsalat im Frühbeet und in Mischkultur

Unter Glas und Folie kommt zur Düngung das Lüften hinzu: Regelmäßiges, reichliches Lüften von Gewächshäusern und Frühbeeten gehört zur Vorbeugung gegen Mehltau. Substrat, Temperaturführung und Lüftung erklärt der Ratgeber, [wie du Feldsalat im Frühbeet bis in den Winter anbaust](/gemuese/salate-blattgemuese/feldsalat-im-fruehbeet-erntefreuden-bis-in-den-winter/).

Teilt sich Feldsalat ein Beet mit anderen Arten, prüfst du die Nachbarschaft vorab [im Mischkultur-Planer](/tools/mischkultur/). Mischkultur kann unterstützen, garantieren kann sie nichts.

## Häufige Fragen

### Wie düngst du Feldsalat richtig?

Feldsalat braucht keine besondere Düngung, sein Stickstoffbedarf ist gering. Grundlage ist die jährliche Kompostgabe des Beetes, und hohe Stickstoffreste aus der Vorkultur solltest du vermeiden. Fehlt nachweislich Stickstoff, dienen auf phosphat- und kalireichen Gartenböden höchstens 50 g Horndünger je m² zur Saat als Orientierung, sofern die jährliche Kompostversorgung schon berücksichtigt ist.

### Warum gilt Feldsalat als Schwachzehrer und was heißt das für die Düngung?

Im Gemüsegarten wird der Stickstoffbedarf von Feldsalat als gering eingeordnet, genau wie beim Kopfsalat. Für die Düngung heißt das: Bei Feldsalat aus Spätsommeranbau kann eine zusätzliche Gabe meist entfallen. Was er braucht, liefern Bodenvorrat, Nachlieferung und die Kompostversorgung des Beetes.

### Wächst Feldsalat ganz ohne Dünger?

Ohne besondere Düngung ja, ohne Nährstoffe nicht. Feldsalat nutzt, was der Boden aus Vorrat, Nachlieferung und jährlicher Kompostgabe bereithält. Nur wenn Bodenbefund und Kulturbedarf eine Lücke beim Stickstoff zeigen, ergänzt du ihn zur Saat.

### Macht zu viel Dünger Feldsalat anfälliger für Mehltau?

Zu viel Stickstoff kann die Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge erhöhen und Nitrat in den Blättern anreichern. Umgekehrt können Mehltau-Zeichen wie Düngermangel aussehen: Gelbe Blätter und gehemmtes Wachstum mit zunächst weißem, später grauem Sporenrasen können auf Falschen Mehltau hinweisen. Sieh dir gelbe Blätter deshalb genau an, bevor du nachdüngst.

### Braucht Feldsalat weniger Dünger als Spinat oder Kopfsalat?

Beim Stickstoff liegt Feldsalat gleichauf mit Kopfsalat, beide gelten im Gemüsegarten als Kulturen mit geringem Bedarf. Spinat und Endivien liegen im mittleren Bereich, Chinakohl hat einen hohen Bedarf. Spinat bekommt zur Bodenvorbereitung reifen Gartenkompost oder gut verrotteten Mist, Feldsalat braucht keine besondere Düngung.

### Wann im Jahr wird Feldsalat gedüngt?

Gesät wird Feldsalat von Juli bis September, geerntet von Oktober bis März. Braucht er zusätzlichen Stickstoff, gibst du ihn zur Saat, denn zu späte Stickstoffgaben können Nitrat anreichern. Beim überwinterten Feldsalat lohnt eine Frühjahrsgabe kaum, weil er nach den ersten wärmeren Tagen rasch Blüten bildet und zügig geerntet werden sollte.

### Wie viel Kompost bekommt ein Feldsalatbeet?

Für Feldsalat zählt die jährliche Kompostversorgung des Beetes. Im Gemüsegarten setzt du im Frühjahr höchstens 3 l Kompost je m² an und arbeitest ihn leicht ein. Die Stickstoffversorgung beurteilst du dabei gesondert.

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