# Basilikum im Jahreslauf: wann du säst, pflanzt, erntest und wann es reinmuss

> Der Basilikum-Kalender für Hobbygärtner: Vorkultur im Haus, Freilandsaat und Pflanzung Mai–Juni, Ernte Juni–Oktober, Blüte im Juli – und warum das Kraut vor dem Frost frostfrei stehen muss.

- **URL:** https://samen.live/kraeuter/basilikum/basilikum-pflegekalender/
- **Bereich:** Kräuter › Kräuter
- **Zuletzt geprüft:** 06. September 2026
- **Herausgeber:** samen.live (total10 GmbH), Redaktion

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Basilikum verzeiht vieles, aber nicht den falschen Termin: zu früh gesät, kommt nichts oder es steht wochenlang still; zu spät geerntet, geht das Aroma in die Blüte. Ich ziehe Basilikum deshalb konsequent erst drinnen an und trage den Freilandtermin fest in meinen Gartenkalender ein. Dieser Artikel ordnet dir das Jahr: wann die Vorkultur läuft, wann Freilandsaat und Pflanzung anstehen, wann die Erntezeit beginnt und endet – und wann das Kraut ins Haus muss, weil es draußen keinen Winter übersteht.

## Der Basilikum-Kalender auf einen Blick

| Zeitraum | Was ansteht |
|---|---|
| Vor dem Freilandtermin | Vorkultur im Haus, warm und hell |
| Mai–Juni | Freilandsaat und Pflanzzeit; Kulturstart im Beet bis in den Juli möglich |
| Juni–Oktober | Erntezeit |
| Juli | Blüte – davor sitzt das meiste Aroma im Blatt |
| Vor dem ersten Frost | Abräumen oder als Topfpflanze hell und frostfrei stellen |

Für Blütenbasilikum verschieben sich die Werte etwas: Aussaat etwa Mai–Juli, Ernte etwa Juni–Oktober, Blüte etwa August–September. Den Kalender als Druckvorlage findest du im [Aussaatkalender für Basilikum zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/basilikum/).

## Frühjahr: Vorkultur drinnen, das Freiland wartet

Basilikum ist wärmebedürftig und frostempfindlich. Die Freilandsaat liegt im Mai und Juni, und wer schon früher pflanzfertige Jungpflanzen haben will, sät entsprechend früher im Haus. Ich kontrolliere bei der Anzucht jeden Morgen, ob die Erde noch feucht ist, und lüfte die Haube kurz.

Zur Technik nur so viel: Basilikum ist Lichtkeimer, die Samen kommen oberflächennah in die Erde, 0–0,5 cm tief, und werden höchstens leicht bedeckt. Wie du Schale, Substrat und Haube Schritt für Schritt einrichtest und welche Sorten sich wie verhalten, liest du in der Anleitung dazu, [wie du Basilikum richtig aussäst und welche Sorten es gibt](/kraeuter/basilikum/basilikum-aussaeen/). Die Grundlagen zu Lichtkeimern und feinen Samen stehen im Hub-Abschnitt [Aussaat: Vorkultur, Direktsaat und die feinen Samen](/kraeuter/).

> **Zahl im Blick:** Die Angaben zur Keimtemperatur von Basilikum reichen von 15 bis 22 °C, die zur Keimdauer von 7 bis 25 Tagen (Quellenspanne). Zimtbasilikum keimt bei 20–25 °C in etwa 1–2 Wochen. Wer nach einer Woche noch nichts sieht, hat also noch keinen Fehler gemacht.

Die Sortenfrage entscheidest du im Frühjahr mit: Genoveser, Griechisches, Rotblättriges, Thai-, Zimt- oder Zitronen-Basilikum teilen sich dieselben Beetplaner-Grundwerte, unterscheiden sich aber im Aroma und im Wuchs – Basilikum wird je nach Sorte etwa 12–70 cm hoch. Die Sortentiefe trägt der verlinkte Aussaat-Ratgeber.

## Mai bis Juni: raus ins Beet oder auf den Balkon

Gepflanzt wird im Mai und Juni, direkt gesät ebenfalls; als Kulturstart im Beet ist auch der Juli noch drin. Für Thai-Basilikum 'Siam Queen' ist belegt, dass es nicht vor Mitte Mai ins Freiland kommt. Ich setze meine vorgezogenen Pflanzen erst aus, wenn ich die Nachttemperaturen ein paar Tage lang am Thermometer verfolgt habe.

> **Häufiger Fehler:** Basilikum am ersten warmen Aprilwochenende auspflanzen. Das Freilandfenster liegt bei Mai bis Juni, und Zimtbasilikum verträgt ausgewachsen keine Temperaturen unter 10 °C. Ein Kälteeinbruch kann die Pflanzen zurückwerfen oder ganz ausfallen lassen – dann bringt ein späterer Start mehr als ein früher.

Der Platz: sonnig, notfalls halbschattig – volle Sonne ist der bessere Standort. Die Abstände als System: 10 cm in der Reihe bei 20 cm Reihenabstand, bei Einzelpflanzen bis 25 cm (pflanzweise- und sortenabhängig: Büschel enger, Einzelpflanzen weiter). Basilikum zählt zu den wenigen starkzehrenden Kräutern und dankt eine nährstoffreichere Erde; wie du Boden, Gießen und Düngen mit Maß hältst, steht im Hub-Abschnitt Gießen, Düngen und Pflegen mit Maß. Gute Nachbarn sind Tomaten, Gurken, Melonen und Kürbis; die mediterranen Aromatiker wie Thymian, Rosmarin, Salbei und Oregano gelten als unverträglich, ebenso Minze und Zitronenmelisse. Für den Nachbau im selben Beet gilt eine Anbaupause von 4 Jahren.

## Sommer: Ernten im Rhythmus, Blüte im Juli

Die Erntezeit reicht von Juni bis Oktober. Das intensivste Aroma haben die Blätter kurz vor der Blüte, die bei Basilikum im Juli liegt; sobald Knospen erscheinen, verschiebt die Pflanze ihre Kraft in Blüte und Samen. Ich notiere mir jedes Jahr den Tag, an dem ich die ersten Knospen sehe, und plane danach den großen Vorratsschnitt.

Geerntet wird am Vormittag, wenn der Tau abgetrocknet ist. Nimm ganze Triebe, nicht einzelne Blätter: Basilikum kannst du etwa handbreit über dem Boden abschneiden, wobei einige Blätter an der Pflanze bleiben. Das ist gleichzeitig die Pflege – regelmäßiger Schnitt hält den Wuchs buschig und schiebt die Blüte hinaus. Wer die Sommerpflege für Mischungen im Detail braucht, findet sie im Ratgeber zu den Pflegetipps für Basilikum-Mischungen; die Grundregeln stehen im Hub-Abschnitt Ernten und Konservieren.

> **Tipp:** Lass im Hochsommer nicht alle Pflanzen gleichzeitig zur Blüte kommen. Wenn du eine Reihe im Mai und eine im Juni oder Juli startest, überschneiden sich die Erntefenster und du hast bis in den Oktober junges Laub.

Zu Krankheiten und Schädlingen nur der Grundsatz: Üppig gedüngte und viel gegossene Pflanzen wachsen weicher und werden anfälliger. Maß beim Düngen und Gießen senkt das Risiko – die Tiefe zu einzelnen Problemen trägt dieser Kalender-Artikel bewusst nicht.

## Herbst und Winter: Vorrat statt Winterhärte

Basilikum ist nicht freiland-winterhart. Es kann je nach Kulturform mehrjährig leben, wird hierzulande aber in der Regel einjährig kultiviert. Vor dem ersten Frost hast du zwei Wege: abräumen und im Frühjahr neu säen, oder eine Topfpflanze hell und frostfrei weiterkultivieren. Wie das mit Rückschnitt und Winterplatz für Basilikum-Mischungen geht, steht in der [Anbau-Anleitung für Basilikum-Mischungen samt Überwinterung](/kraeuter/basilikum/basilikum-mischungen-anbauen/).

Für den Vorrat ist Einfrieren der bessere Weg: Wegen seiner Schleimstoffe lässt sich Basilikum nur schwer mit gutem Ergebnis trocknen, das gilt auch für rotblättrige Sorten und für Griechisches Basilikum. Ich hacke die frisch geernteten Blätter, verteile sie in Eiswürfelformen und gieße etwas Wasser darüber. Eingefrorene Kräuter halten sich bis zu einem Jahr. Frisch geschnittenes Griechisches Basilikum hält sich etwa 3 bis 5 Tage.

Bei Pesto und Kräuteröl geht Sorgfalt vor: In selbst angesetzten Öl-Zubereitungen können sich unter Luftabschluss Botulinumtoxine bilden. Setze nichts davon auf Vorrat an, stelle Öl und frisches Pesto in den Kühlschrank und verbrauche Kräuteröl spätestens am Tag nach der Herstellung. Bei Beschwerden ersetzt kein Kraut den ärztlichen Rat.

## Häufige Fragen

### Wann ist der beste Zeitpunkt für die Basilikum-Aussaat?

Direkt ins Freiland säst du Basilikum im Mai und Juni, gepflanzt wird ebenfalls Mai bis Juni; als Kulturstart im Beet kommt auch noch der Juli in Frage. Wer früher ernten will, zieht die Pflanzen vorher drinnen an und pflanzt sie im Mai oder Juni aus. Thai-Basilikum 'Siam Queen' kommt nicht vor Mitte Mai nach draußen.

### Wie warm muss es sein, damit Basilikum keimt, und wie lange dauert das?

Die Angaben zur Keimtemperatur reichen von 15 bis 22 °C, die zur Keimdauer von 7 bis 25 Tagen; eine Kulturanleitung nennt 15–20 °C und 7–21 Tage. Rechne also mit Geduld, auch wenn die Bedingungen stimmen. Die Samen liegen dabei nur 0–0,5 cm tief.

### Warum darf ich Basilikum-Samen nicht mit Erde bedecken?

Basilikum wird als Lichtkeimer beschrieben. Du säst oberflächennah, drückst die Samen an und bedeckst sie höchstens leicht mit Erde – belegt sind 0–0,5 cm Saattiefe. Zu tief gesäte Samen laufen schlechter auf.

### Wann ernte ich Basilikum am besten?

Die Erntezeit reicht von Juni bis Oktober. Am aromatischsten ist Basilikum kurz vor der Blüte, die im Juli liegt, und am Vormittag, wenn der Tau abgetrocknet ist. Schneide ganze Triebe etwa eine Handbreit über dem Boden ab und lass einige Blätter an der Pflanze.

### Stimmt es, dass Basilikum nur einjährig kultiviert werden kann?

Basilikum kann je nach Kulturform mehrjährig leben, wird hierzulande aber in der Regel einjährig kultiviert. Freiland-winterhart ist es nicht: Draußen übersteht es keinen Winter. Wer eine Topfpflanze weiterkultivieren will, stellt sie hell und frostfrei.

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