# Der Nährstoffbedarf verschiedener Kräuter: So dünge ich mediterrane, heimische und wärmeliebende Arten

> Thymian will kaum etwas, Petersilie eine Gabe nach dem Schnitt, Basilikum zählt als Starkzehrer. Maria ordnet Kräuter nach Nährstoffbedarf und Herkunft und zeigt dir, wann Kompost reicht und wann du nachlegst.

- **URL:** https://samen.live/kraeuter/kraeuter-naehrstoffbedarf-vergleichen/
- **Bereich:** Kräuter › Kräuter
- **Zuletzt geprüft:** 21. September 2026
- **Herausgeber:** samen.live (total10 GmbH), Redaktion

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Wenn ich im Frühjahr Kompost verteile, lasse ich ganze Beetstücke aus. Die Thymian- und Salbeiecke bekommt nichts, die Petersilienreihe schon, und die Basilikumtöpfe behandle ich noch einmal anders. Das ist keine Nachlässigkeit, sondern der Kern der Kräuterdüngung: Der Bedarf liegt bei den Arten weit auseinander, und ein Zuviel ist bei Kräutern ein echtes Risiko. Übermäßige Düngung kann zu mastigem Wachstum und schwächerem Aroma führen – das Kraut steht dann üppig da und schmeckt nach wenig. In diesem Artikel ordne ich die gängigen Küchenkräuter nach Nährstoffbedarf und Herkunft und zeige dir, wo Kompost reicht, wo du nach dem Schnitt nachlegst und wo du die Hände in den Taschen lässt.

## Wie viel Dünger brauchen Kräuter überhaupt?

Der Beetplaner stuft die große Mehrheit der Kräuter als schwachzehrend ein. Sie brauchen keinen Düngeplan, sondern einen gut versorgten Boden, dem du zum Start Kompost gibst; für viele Arten reicht das die ganze Saison. Als starkzehrend sind dort nur Basilikum, Borretsch und Liebstöckel geführt, Kamille steht als mittelzehrend dazwischen. Die Grundsätze dazu, samt der Gießregeln für die beiden Kräuter-Welten, liest du dort, wo erklärt wird, [wie du Kräuter mit Maß gießt, düngst und pflegst](/kraeuter/). Hier geht es um die Frage, was diese Einstufung für die einzelne Art konkret bedeutet.

> **Tipp:** Bevor du eine neue Art ins Beet setzt, kannst du [im Beetplaner die Zehrer-Klasse jeder Kräuterart nachschlagen](/tools/beetplaner/). So landen Basilikum und Liebstöckel nicht versehentlich auf dem mageren Stück neben dem Thymian.

## Herkunft sagt viel – aber nicht alles

Die Herkunftsregion verrät dir zuerst etwas über Boden und Wasser. Thymian, Rosmarin, Oregano und Salbei gehören zu den Kräutern mit geringem Nährstoffbedarf und wollen als trockenheitsliebende mediterrane Stauden auf kargem Boden stehen. Petersilie, Minze, Zitronenmelisse und Schnittlauch benötigen mehr Feuchtigkeit als diese mediterranen Arten und kommen auf normalen Gartenböden zurecht. Die Bodenansprüche der beiden Kräuter-Welten trägt der Grundlagenartikel im Abschnitt zu den zwei Kräuter-Welten; ich bleibe hier beim Nährstoffbedarf.

Bei der dritten Gruppe, den wärmeliebenden Kräutern aus Asien, führt die Herkunft in die Irre, sobald du daraus einen hohen Nährstoffbedarf ableitest.

> **Mythos-Check:** „Asiatische Kräuter sind Nährstoff-Hungrige." Der Beetplaner führt Koriander, Zitronengras und Koreanische Minze als schwachzehrend; Thai-Basilikum ist wie alle Basilikum-Sorten starkzehrend. Was diese Gruppe verbindet, ist der Wärmeanspruch, nicht der Düngerbedarf.

## Mediterrane Kräuter: karg gehalten

Diese Gruppe bekommt bei mir kaum etwas. Ich prüfe im Frühjahr, ob der Boden noch locker und durchlässig ist, und lasse den Kompostsack an dieser Stelle zu.

**Thymian, Rosmarin, Oregano und Salbei** haben einen geringen Nährstoffbedarf und sind im Beetplaner als schwachzehrend eingestuft. Als trockenheitsliebende mediterrane Stauden sollen sie auf kargem Boden stehen und erhalten deshalb keine pauschale Kompostgabe. Oregano bildet an warmen, trockenen Standorten das meiste Aroma, ist staunässeempfindlich und selbstunverträglich; empfohlen wird ein Fruchtwechsel von 4 bis 5 Jahren zu Lippenblütlern, und ein pH-Wert von 6 oder höher gilt als günstig.

**Lavendel** ist ebenfalls schwachzehrend. Kalium wird als blühfördernd beschrieben, stark stickstoffhaltige Dünger und Mist können dagegen zu weichem, instabilem Wuchs führen. Im Steingarten bleibt Kompost ganz weg, damit der Standort nicht mit wasserspeicherndem Humus angereichert wird.

**Sommer-Bohnenkraut** braucht im Freiland keine Düngung und gedeiht auch auf armen Böden. Es ist einjährig, läuft in einer Saison von der Aussaat bis zur Samenreife und wird jedes Jahr neu gesät.

Im Topf mische ich für diese Arten torffreie Erde mit grobem Sand im Verhältnis 1:1. Was das mitteleuropäische Klima sonst noch für diese Gruppe bedeutet, steht in dem Artikel darüber, [wie mediterrane Kräuter in Mitteleuropa gelingen](/kraeuter/mediterrane-kraeuter-klima-anpassen/).

## Frisch-feuchte Blattkräuter: eine Gabe zum Start, bei manchen nach dem Schnitt

Hier wird es differenzierter. Die meisten Arten sind schwachzehrend, einige wollen nach jedem Ernteschnitt Nachschub, weil du ihnen laufend Blattmasse wegnimmst.

**Petersilie** ist im Beetplaner schwachzehrend, für sie wird aber nach jedem Ernteschnitt eine Nachdüngung empfohlen, etwa mit Hornmehl oder einem flüssigen Universaldünger. Sie braucht mehr Feuchtigkeit als die mediterranen Kräuter. Für Blattpetersilie hat sich eine Bestandsdichte von 40 Pflanzen je m² bewährt, zum Beispiel 25 cm Reihenabstand mit 10 Pflanzen je laufendem Meter.

**Schnittlauch** bevorzugt humusreiche, mittelschwere Böden mit einem pH-Wert von 6,0 bis 7,5. Auch für ihn gilt die Düngegabe nach jedem Schnitt. Der Ernteschnitt erfolgt etwa 2 cm über dem Boden, und sobald die Röhrchen nachgewachsen sind, kannst du etwa alle 3 bis 4 Wochen wieder ernten. Die Horste werden alle 2 bis 3 Jahre geteilt und verjüngt.

> **Marias Erfahrung:** Ich schneide meinen Schnittlauch horstweise und nie alle Horste zugleich. Nach dem Schnitt streue ich Hornmehl in den Horst, gieße an und kontrolliere beim nächsten Gießgang, ob frische Röhrchen nachschieben – erst dann kommt der nächste Horst an die Reihe.

**Dill** ist schwachzehrend; sein Düngebedarf wird vor der Kultur anhand einer Bodenuntersuchung bestimmt, und nach bedarfsgerechter Bodenvorbereitung ist keine zusätzliche Nährstoffgabe erforderlich. Wichtiger als Dünger ist die gleichmäßige Wasserversorgung ohne Vernässung. Wegen seiner tief reichenden Pfahlwurzel braucht Dill im Topf ein ausreichend hohes Gefäß.

**Kerbel** steht im Beetplaner schwachzehrend, bevorzugt aber feuchten und nährstoffreichen Boden im Halbschatten. Bei Trockenheit gießt du, um vorzeitiger Blüte entgegenzuwirken.

**Minze und Zitronenmelisse** kommen auf normalen Gartenböden zurecht. Bei der Zitronenmelisse gibt es Spielraum: Als Schwachzehrer kommt sie nach manchen Quellen ganz ohne zusätzlichen Dünger aus, andere nennen während der Wachstumsphase eine Gabe alle 4 bis 6 Wochen als Richtwert. Beide vertragen einen kräftigen Rückschnitt und treiben danach wieder aus.

**Estragon** hat einen geringen Nährstoffbedarf, gedüngt wird nur zur Pflanzung. Er mag humusreichen, feuchten und wasserdurchlässigen Boden; Französischer Estragon wird vegetativ durch Teilung oder Stecklinge vermehrt, nicht aus Samen gezogen.

## Die drei Starkzehrer: Basilikum, Borretsch, Liebstöckel

**Basilikum** ist im Beetplaner starkzehrend – und trotzdem kein Fall für die Gießkanne voll Dünger. Im Gartenboden benötigt Basilikum gewöhnlich keine zusätzliche Düngung; in Gefäßkultur können die Nährstoffe knapp werden, dann kann ein ausgewogener organischer Flüssigdünger das Blattwachstum unterstützen. Für Basilikum wird zudem eine Düngegabe nach jedem Ernteschnitt empfohlen. Die Grenze zieht der Stickstoff: Eine hohe Stickstoffversorgung kann das Wachstum verstärken und den Gehalt an ätherischem Öl senken. Beim Gießen hältst du die Erde leicht feucht, vermeidest Staunässe und benetzt die Blätter möglichst nicht.

Thai-Basilikum folgt derselben Einstufung. Es bekommt einen sonnigen, warmen und windgeschützten Standort, kommt nicht vor Mitte Mai ins Freiland, und das Auskneifen der Blütenstände fördert buschigen Wuchs und verlängert die Erntezeit.

> **Häufiger Fehler:** Basilikum, das nach dem ersten Schnitt schwächelt, mit einer kräftigen Stickstoffgabe „anschieben". Der Trieb wird weich und mastig, der Ölgehalt kann sinken. Prüfe stattdessen zuerst Topfgröße, Wurzelballen und Feuchte – und dünge nach dem Schnitt, nicht auf Vorrat.

**Borretsch** ist starkzehrend und steht sonnig bis halbschattig. Als Einzelpflanzen setze ich ihn mit 30 cm Abstand in der Reihe und 40 cm Reihenabstand, damit die breiten Blätter Luft haben. Kompost bekommt er bei der Pflanzung.

**Liebstöckel** ist der dritte Starkzehrer, mehrjährig, winterhart und 100 bis 150 cm hoch. Er steht als Einzelstaude mit 50 cm Abstand in der Reihe und 50 cm Reihenabstand. Jüngere Triebe tragen das intensivere Aroma; für den Vorrat schneidest du vor der Blüte.

## Wärmeliebende Kräuter: Koriander, Zitronengras, Koreanische Minze

**Koriander** ist schwachzehrend, will aber einen nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden – ein Widerspruch nur scheinbar: Der Boden soll gut versorgt sein, laufend nachgedüngt wird nicht. Koriander verträgt zu viel Stickstoff schlecht. Trockenheit beschleunigt die Blütenbildung und verringert die Blattmasse; für die Blatternte ist Halbschatten ertragreicher als volle Sonne.

**Zitronengras** ist ebenfalls schwachzehrend. Sein Thema ist die Wärme: Es gedeiht bei etwa 20 bis 30 °C und stellt unterhalb von 10 °C das Wachstum ein. Spätestens ab 5 bis 7 °C holst du es ins Winterquartier, wo etwa 10 bis 15 °C als Richtwert gelten. Kübelpflanzen, die in die Winterruhe gehen, düngst du ab Ende August nicht mehr, damit das Gewebe ausreifen kann.

**Koreanische Minze** (Agastache rugosa) ist eine robuste, winterharte Staude für frische bis mäßig trockene Böden und im Beetplaner schwachzehrend. Im Freiland wird sie im Mai mit organischem Volldünger versorgt, im Topf mit organischem Flüssigdünger im Mai.

## Wann und wie ich dünge

Bei notwendiger Düngung im Hausgarten wird das Frühjahr gegenüber dem Herbst bevorzugt, um Auswaschungsverluste zu vermindern; Kompost kommt zur Verringerung der Nitratauswaschung erst im Spätwinter oder Frühjahr aufs Beet.

> **Zahl im Blick:** Für viele genügsame Gartenkräuter reicht eine einmalige Frühjahrsdüngung mit 3 l Kompost je m². Als Faustzahl für Gartenpflanzen insgesamt gelten 3 bis 5 l Kompost je m² und Jahr. Die trockenheitsliebenden mediterranen Stauden sind davon ausgenommen und bekommen keine pauschale Kompostgabe.

Die Witterung entscheidet mit: Bei Frost, Trockenheit oder stauender Nässe setzen organische Dünger kaum Nährstoffe frei, feuchtwarme Bedingungen fördern die Freisetzung. Ich bringe Dünger deshalb auf feuchten Boden aus und streue ihn nicht auf feuchte Pflanzenteile; bei Trockenheit und großer Hitze gieße ich Flüssigdünger niedrig konzentriert auf zuvor angefeuchteten Boden, nicht über den Bestand. Bei der Menge zählen neben der Packungsempfehlung der Bodenvorrat und zusätzliche Kompostgaben – auch häufige Kompost- oder Stallmistgaben können Gartenböden überversorgen. Hornspäne liefern Stickstoff verzögert über mehrere Monate.

Die Wege dahin – Kompost, Hornspäne, Pflanzenjauche, Flüssigdünger – reiße ich hier nur an; wie du sie einsetzt, ohne das Aroma zu verlieren, steht im Artikel darüber, [wie du Kräuter richtig düngst und Überdüngung vermeidest](/kraeuter/kraeuter-richtig-duengen-leckeres-aroma-garantiert/).

**Im Topf** gelten zwei Zusatzregeln. Bestandteile torffreier oder torfreduzierter Substrate können Stickstoff binden; bei organisch gedüngten torffreien Erden kann besonders zu Beginn oder gegen Ende der Kultur Stickstoff fehlen, weshalb du die Nachdüngung am Pflanzenzustand ausrichtest. In nährstoffhaltiger Kauferde wird in den ersten Wochen nach dem Eintopfen nur sparsam zusätzlich gedüngt. Eine torffreie Mischung für robuste Kräuter aus je 1 Teil Quarzsand, Gartenerde und reifem Kompost wird nicht zusätzlich gedüngt. Welche Erde zu welcher Kräutergruppe passt, liest du im Beitrag zum [passenden Substrat für aromatische Kräuter](/kraeuter/substrat-fuer-aromatische-kraeuter/).

## Bodenprobe: wann sie sich lohnt

Die Düngermenge soll sich am Pflanzenbedarf und an einer auf Bodenproben beruhenden Düngeempfehlung orientieren – das ist der sauberste Weg aus dem Raten. Eine Bodenuntersuchung im Hausgarten kann pH-Wert, Phosphor, Kalium, Magnesium, löslichen Stickstoff und bei Bedarf den Salzgehalt erfassen. Danach wählst du Dünger und Menge nach den Versorgungsstufen des Befunds und ergänzt gezielt die fehlenden Nährstoffe. Liegt der gemessene pH oberhalb des für Boden und Kultur passenden Zielbereichs, bringst du weder Kalk noch kalkhaltige Dünger aus.

> **Mini-Checkliste:** Probenzeit zwischen Herbst und Frühjahr, vor der Düngung · 10 bis 15 Einzelproben einer einheitlich genutzten Fläche vermischen · rund 500 g ans Labor · Intervall 2 bis 5 Jahre – im allgemeinen Hausgarten 2 bis 3 Jahre, bei Kompostanwendung 3 bis 5 Jahre.

Der anzustrebende pH-Bereich hängt von Bodenart und Kultur ab; Trockenheit, ein ungeeigneter pH-Wert und Bodenverdichtungen können die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen, selbst wenn der Boden genug enthält. Wie pH-Wert und Düngung bei den kalkliebenden Mediterranen zusammenspielen, vertieft der Artikel zu [pH-Wert und Düngung für mediterrane Pflanzen](/kraeuter/zitrus-kraeuter-ph-duengung/).

## Wenn Blätter Signale senden

Helle oder gelbliche Blätter, schlaffer Wuchs, braune Ränder – solche Symptome sind Hinweise, keine Diagnosen: Sie können auf einen Nährstoffmangel hindeuten, ebenso aber auf Trockenheit, Staunässe oder einen ungünstigen pH-Wert. Bevor du nachdüngst, prüfst du deshalb Feuchte, Wurzeln und Standort. Die Symptombilder und ihre gezielte Behebung stehen im Artikel darüber, [wie du Nährstoffmangel bei Kräutern erkennst und behandelst](/kraeuter/kraeuter-naehrstoffmangel-erkennen/). Und falls dein Kraut üppig wächst, aber flach schmeckt, ist eher das Zuviel dein Thema – wie Düngung das Aroma beeinflusst, erklärt der Beitrag zu [aromatischen Kräutern durch die richtige Düngung](/kraeuter/kraeuter-duengung-aroma/).

> **Jetzt dran:** Geh dein Kräuterbeet einmal mit der Zehrer-Liste ab. Mediterrane Ecke: kein Kompost. Petersilie, Schnittlauch, Basilikum: Kompost zum Start, danach nur nach dem Schnitt. Borretsch und Liebstöckel: nährstoffreicher Platz. Alles andere: eine Kompostgabe im Frühjahr, dann beobachten statt nachlegen.

## Häufige Fragen

### Welche Nährstoffe benötigen mediterrane Kräuter wie Thymian und Rosmarin?

Thymian, Rosmarin, Oregano und Salbei gehören zu den Kräutern mit geringem Nährstoffbedarf und sind im Beetplaner als schwachzehrend eingestuft. Als trockenheitsliebende mediterrane Stauden sollen sie auf kargem Boden stehen und bekommen deshalb keine pauschale Kompostgabe. Bei Lavendel gilt Kalium als blühfördernd, während stark stickstoffhaltige Dünger und Mist zu weichem, instabilem Wuchs führen können.

### Wie unterscheidet sich die Düngung mediterraner und heimischer Kräuter?

Mediterrane Arten stehen auf kargem Boden und erhalten keine pauschale Kompostgabe. Frisch-feuchte Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Minze und Zitronenmelisse kommen auf normalen Gartenböden zurecht, brauchen aber mehr Feuchtigkeit als Thymian, Salbei und Oregano. Für Petersilie, Schnittlauch und Basilikum wird zusätzlich eine Düngegabe nach jedem Ernteschnitt empfohlen.

### Warum kann Überdüngung das Aroma von Kräutern beeinträchtigen?

Übermäßige Düngung kann bei Kräutern zu mastigem Wachstum und schwächerem Aroma führen. Bei Basilikum ist beschrieben, dass eine hohe Stickstoffversorgung das Wachstum verstärken und den Gehalt an ätherischem Öl senken kann. Die Pflanze legt dann Blattmasse zu, während der Würzstoff je Blatt zurückgeht.

### Brauchen asiatische Kräuter wie Thai-Basilikum, Koriander oder Zitronengras mehr Dünger?

Nicht als Gruppe. Koriander, Zitronengras und Koreanische Minze sind im Beetplaner als schwachzehrend eingestuft, und Koriander verträgt zu viel Stickstoff sogar schlecht. Thai-Basilikum ist wie alle Basilikum-Sorten starkzehrend geführt – das ist die Ausnahme, nicht die Regel dieser Gruppe.

### Wann ist eine Bodenanalyse für den Kräutergarten sinnvoll?

Für Bodenuntersuchungen werden je nach Nutzung Abstände von 2 bis 5 Jahren genannt, im allgemeinen Hausgarten 2 bis 3 Jahre, bei Kompostanwendung 3 bis 5 Jahre. Die Probe nimmst du zwischen Herbst und Frühjahr vor der Düngung, aus 10 bis 15 Einzelproben derselben Fläche, von denen rund 500 g ins Labor gehen. Erfasst werden können pH-Wert, Phosphor, Kalium, Magnesium, löslicher Stickstoff und bei Bedarf der Salzgehalt.

### Stimmt es, dass alle Kräuter viel Dünger benötigen?

Nein. Der Beetplaner stuft die große Mehrheit der Kräuter als schwachzehrend ein, und vielen genügsamen Gartenkräutern reicht eine einmalige Frühjahrsdüngung mit 3 l Kompost je m². Als starkzehrend gelten nur Basilikum, Borretsch und Liebstöckel. Auch häufige Kompost- oder Stallmistgaben können einen Gartenboden mit Nährstoffen überversorgen.

### Zu welcher Jahreszeit sollte die Hauptdüngung der Kräuter erfolgen?

Im Hausgarten wird das Frühjahr gegenüber dem Herbst bevorzugt, um Auswaschungsverluste zu vermindern; Kompost kommt im Spätwinter oder Frühjahr aufs Beet. Bei Frost, Trockenheit oder stauender Nässe setzen organische Dünger kaum Nährstoffe frei, dann ist eine Gabe zwecklos. Kübelpflanzen, die in die Winterruhe gehen, düngst du ab Ende August nicht mehr.

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