# Natürlicher Blumendünger zum Selbermachen: Jauche, Komposttee und Küchenreste

> So setzt du Brennnesseljauche und Komposttee an, nutzt Bananenschalen, Kaffeesatz und Eierschalen sinnvoll und dosierst selbstgemachten Dünger mit Blick auf Boden und Pflanze.

- **URL:** https://samen.live/praxis/duengen-boden/blumenduenger-selber-machen-natuerliche-rezepte/
- **Bereich:** Gartenpraxis › Düngen, Boden & Kompost
- **Zuletzt geprüft:** 11. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.live (total10 GmbH), Redaktion

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Brennnesseln am Zaun, ein Komposthaufen und Kaffeesatz aus der Küche: Damit hast du das Material für natürlichen Blumendünger beisammen. Schwierig wird es beim Dosieren, denn bei einem Hausansatz kennst du den Nährstoffgehalt nicht. Ich setze meine Jauche deshalb nach festem Rezept an und schaue vor jeder Gabe auf Erde und Blätter.

## Was natürlicher Blumendünger leistet

Natürliche Blumendünger sind organische Dünger. Solche Dünger stammen überwiegend aus pflanzlichem oder tierischem Material, Mineraldünger liefern ihre Nährstoffe dagegen meist als Salze. Im Boden versorgt organische Substanz die Bodenorganismen, und deren Tätigkeit setzt Nährstoffe frei. Kompost und Mist können zudem Bodenstruktur und Bodenleben verbessern. Weil organische Dünger auch Horn oder Schafwolle enthalten können, sind sie nicht automatisch vegan.

Blumen brauchen vor allem Stickstoff, Phosphor und Kalium, dazu Spurenelemente. Was diese Nährstoffe für Blatt und Blüte leisten und woran du einen Mangel erkennst, erklärt der Ratgeber zu [Stickstoff, Phosphor und Kalium bei Blumen](/praxis/duengen-boden/naehrstoffe-fuer-praechtige-blumen-npk-verstehen/). Wie Nährstoffe, Boden und Bedarf zusammenhängen, zeigt der Überblick zu [Nährstoffen, Spurenelementen und Pflanzenbedarf](/praxis/duengen-boden/).

## Brennnesseljauche ansetzen: Rezept und Gärzeit

Für Brennnesseljauche brauchst du ein großes Gefäß, ein luftdurchlässiges Gitter als Abdeckung und Brennnesseln. Frisches und getrocknetes Kraut eignen sich beide:

| Ansatz | Kraut | Wasser |
|---|---|---|
| frisch | 1 kg Blätter und Stängel, grob zerkleinert | 10 l |
| getrocknet | 100 bis 200 g getrocknetes Kraut | 10 l |

Diese Mengen gelten für den Ansatz, nicht für das Gießen. Wie viel du später ausbringst, richtet sich nach Pflanze und Boden.

1. Schneide die Brennnesseln mit Handschuhen grob klein, Blätter und Stängel zusammen.
2. Gib das Kraut ins Gefäß und gieß das Wasser darüber.
3. Leg das Gitter auf, damit keine Tiere hineinfallen und trotzdem Luft an den Ansatz kommt.
4. Rühr die Jauche täglich einmal kräftig um.
5. Rechne mit etwa 2 bis 3 Wochen Gärzeit. Bei warmem Wetter reichen etwa 14 Tage.
6. Fertig ist die Jauche, wenn sie dunkel gefärbt ist und nicht mehr schäumt.

> **Marias Erfahrung:** Mein Jauchefass steht hinter dem Schuppen, weit weg von der Terrasse, weil der Ansatz beim Gären riecht. Am Fass habe ich mit wasserfestem Stift markiert, wo 10 l Wasser stehen. Das Kraut wiege ich auf der Küchenwaage ab, und das Ansatzdatum schreibe ich auf ein Stück Klebeband am Rand.

## Brennnesseljauche anwenden: verdünnen und auf feuchte Erde gießen

Für die Wurzeldüngung verdünnst du die fertige Jauche im Verhältnis 1:10 mit Wasser. Gieß sie nur auf feuchte Erde: Im Beet kann der Dünger so direkt wirken, im Kübel beugst du Wurzelschäden vor.

Eine allgemeingültige Menge und einen festen Rhythmus gibt es für Pflanzenjauche nicht. Pflanzen brauchen unterschiedlich viel, und jeder Boden bringt andere Vorräte mit. Ich gieße die verdünnte Jauche in den Wurzelbereich und beobachte danach Neuaustrieb und Blattfarbe, bevor es die nächste Gabe gibt.

Über die Blätter dünge ich mit Jauche nicht. Eine Blattdüngung kann einen akuten Mangel vorübergehend lindern, die Versorgung mit Hauptnährstoffen über die Wurzeln ersetzt sie aber nicht.

Brennnesseljauche gilt als stickstoffbetonter Dünger, und nicht jede Blume verträgt viel Stickstoff. Bei Lavendel etwa können stark stickstoffhaltige Dünger und Mist zu weichem, instabilem Wuchs führen. Gießt du die Jauche auch im Gemüsebeet, bedenke: Ein hohes Stickstoffangebot kann die Nitratanreicherung in Gemüse fördern. Das spricht für bedarfsgerechtes Düngen, nicht gegen Gemüse.

> **Häufiger Fehler:** Nachgießen, weil sich nichts tut. Bei Frost, Trockenheit oder Staunässe setzen organische Dünger keine oder nur wenige Nährstoffe frei, und eine weitere Gabe behebt das Problem dann nicht zuverlässig. Prüf deshalb erst Wetter und Bodenfeuchte.

## Komposttee und Kompost für Blumen

### Komposttee ansetzen

Komposttee ist ein wässriger Auszug aus Kompost, den du wie Flüssigdünger gießt. Setz ihn für jede Anwendung frisch an, statt einen Vorrat stehen zu lassen.

So mache ich es: Ich gebe reifen Kompost in einen Eimer, fülle mit Wasser auf und rühre kräftig um. Hat sich das Wasser gefärbt, gieße ich es durch ein altes Tuch ab. Den Kompostrest verteile ich im Beet. Auf ein festes Mischverhältnis verlasse ich mich nicht, weil jeder Kompost anders zusammengesetzt ist. Gieß den Tee deshalb auf feuchte Erde und beobachte deine Pflanzen.

Für Tee nehme ich nur reifen Kompost. Je nach Material und Rotteführung braucht Gartenkompost etwa 4 bis 12 Monate, deshalb prüfst du den Reifezustand zusätzlich.

> **Jetzt dran:** Prüf deinen Kompost mit Kresse, bevor du Tee daraus ansetzt. Säe sie in eine Schale mit Kompost und zum Vergleich in eine Schale mit Gartenerde. Wächst sie im Kompost nach 5 Tagen schwächer oder gelblich-braun, braucht er noch Reifezeit.

Gartenkompost tötet Krankheitserreger nicht zuverlässig ab, weil er oft nicht durchgehend heiß genug wird. Kranke Pflanzenteile kommen bei mir deshalb nicht auf den Haufen, aus dem ich Tee ansetze.

### Kompost direkt ins Blumenbeet

Im Blumenbeet gebe ich Kompost meist direkt, statt Tee daraus zu machen. Ich verteile ihn im Frühjahr und arbeite ihn mit der Harke flach ein.

> **Zahl im Blick:** Als jährliche Kompostgabe im Ziergarten gelten 2 l/m². Ist der Boden bei Phosphat schon in Gehaltsstufe C, gilt im Ziergarten höchstens 3 l/m² je Jahr als Faustregel, und weitere Phosphatgaben entfallen.

Brauchen deine Blumen zusätzlich Stickstoff, kommen Horndünger als organische Quelle infrage. Hornspäne, Horngrieß und Hornmehl enthalten typischerweise 10 bis 14 % Gesamtstickstoff, der nicht vollständig sofort verfügbar ist. Für die Umsetzung von Hornmehl im Boden rechnest du mit etwa 6 Wochen. Gröbere Hornspäne brauchen mehrere Monate.

## Bananenschalen als Dünger: Sud und Pulver

Bananenschalen gelten als kaliumreich, deshalb stehen sie in vielen Hausrezepten für Blühpflanzen. Wie viel davon in einem Sud oder Pulver ankommt, weißt du bei einem Hausansatz nicht. Zwei Zubereitungen sind verbreitet:

- **Sud:** Schneide die Schalen klein, übergieße sie mit Wasser und lass sie ziehen. Danach gießt du die Flüssigkeit ab und gibst sie auf feuchte Erde.
- **Pulver:** Trockne die Schalen, zerkleinere sie fein und arbeite das Pulver flach in die Erde um die Pflanze ein.

Ich schneide die meisten Bananenschalen klein und gebe sie auf den Kompost, wo Obstabfälle eine geeignete Zutat sind.

> **Mythos-Check:** „Bananenschalen ersetzen den Blumendünger.“ Ein Sud oder Pulver aus Schalen ist eine Ergänzung mit unbekanntem Gehalt. Er ersetzt weder Kompost noch eine Düngung nach Bodenbefund.

## Küchen- und Gartenreste als Nährstoffquelle

Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz und Eierschalen eignen sich als Zutaten für einen gemischten Gartenkompost. Über den reifen Kompost kommen sie dann als Dünger ins Beet.

### Kaffeesatz

Kaffeesatz kannst du außerdem direkt als ergänzende Düngegabe nutzen. Lass ihn vorher trocknen und arbeite ihn in kleinen Mengen in die Erde ein. Ich breite den Satz dafür auf einem flachen Teller aus und lasse ihn an der Luft trocknen.

### Eierschalen

Eierschalen zerdrücke ich und gebe sie auf den Kompost. Wer sie wegen des Kalziums sammelt, sollte wissen: Regelmäßige Kompostgaben von etwa 3 l/m² im Jahr können im Hausgarten schon genug Kalzium nachliefern. Ob dein Boden darüber hinaus Kalk braucht, zeigt dir eine Bodenprobe.

### Bokashi und Wurmkiste

Bokashi ist eine milchsäurebasierte Vorbehandlung von Küchenabfällen im verschlossenen Eimer. Das feste Material ist danach noch kein fertiger Gartendünger, es muss erst eine Kompostierungsphase durchlaufen.

| Schritt | Richtwert |
|---|---|
| Fermentieren im verschlossenen Behälter | je nach Verfahren etwa 2 bis 6 Wochen, bei Kälte länger |
| Nachreifen: mit Gartenerde oder Kompost mischen, im offenen Behälter lagern, gelegentlich umsetzen | in einem Beispielverfahren weitere 3 Monate |
| Bokashi-Saft als Flüssigdünger auf Gartenflächen im Freien | 1:100 mit Wasser verdünnt |

Der Saft kann stark riechen. Ich verwende ihn deshalb nur draußen im Garten und nicht in der Wohnung.

Wer keinen Garten hat, kompostiert Küchenreste in der Wurmkiste. Kompostwürmer arbeiten bei 15 bis 25 °C unter günstigen Bedingungen. Je nach Feuchte, Temperatur und Ausgangsmaterial ist der Wurmkompost nach etwa 3 bis 6 Monaten fertig.

> **Achtung:** Holzasche aus Kamin oder Ofen gehört weder als Dünger ins Beet noch auf den Kompost, weil sie Schwermetalle und andere Schadstoffe enthalten kann. Lass sie abkühlen und gib sie in den Hausmüll, ohne Staub aufzuwirbeln.

## Mischen und dosieren: so tastest du dich heran

Selbstgemachter Dünger zählt genauso wie gekaufter. Wie viel ein Beet braucht, ergibt sich aus den Vorräten im Boden und aus allem, was du sonst gibst, Kompost eingeschlossen. Deshalb mische ich keine Cocktails aus Jauche, Komposttee und Bananensud. Ich gebe immer nur einen selbstgemachten Dünger und beobachte, wie die Pflanze darauf reagiert.

Über die Vorräte gibt eine Bodenuntersuchung Auskunft. Für die Standarduntersuchung sind Abstände von 4 bis 5 Jahren üblich. Liegt ein Nährstoff in Versorgungsstufe D, musst du nur 50 % des erwarteten Entzugs durch Düngung ersetzen. In Stufe E kannst du die Düngung mit diesem Nährstoff vorübergehend auf 0 reduzieren. Für Jauche gibt es keine feste Menge, und in Stufe E kann die Düngung ganz ruhen: Die Bodenprobe sagt dir deshalb eher als jedes Rezept, ob du überhaupt ansetzen musst.

### Im Kübel und im Balkonkasten

Nach dem Umtopfen in ausreichend vorgedüngte Blumenerde brauchen Kübelpflanzen üblicherweise 4 bis 6 Wochen keinen zusätzlichen Dünger. Hast du bedarfsgerecht Langzeitdünger gegeben, ist im Sommer gewöhnlich keine Nachdüngung nötig, auch nicht mit Jauche. Kranke Kübelpflanzen regst du nicht mit Dünger zum Wachstum an.

In torffreier Erde kann die Oberfläche trocken sein, während es tiefer im Topf noch nass ist. Ich prüfe die Feuchte deshalb mit dem Finger unter der Oberfläche, bevor ich gieße oder dünge.

> **Mini-Checkliste:** Bevor Jauche oder Komposttee an die Pflanze kommt, prüfe ich:
> - Ist die Erde feucht?
> - Wächst die Pflanze gerade?
> - Ist sie gesund?
> - Hat sie in den letzten 4 bis 6 Wochen frische, vorgedüngte Erde bekommen?
> - Steckt schon Langzeitdünger im Topf?

Wie viel Wasser zu welcher Düngerart passt, erklärt der Ratgeber dazu, [wie du Gießen und Düngen bei Blumen aufeinander abstimmst](/praxis/duengen-boden/blumenduenger-und-bewaesserung-perfekt-aufeinander-abstimmen/). Nutzt du für deine Kästen zusätzlich gekauften Dünger, hilft der Vergleich, [wann flüssiger Dünger und wann Granulat besser passt](/praxis/duengen-boden/fluessigduenger-oder-granulat-die-optimale-pflanzenpflege/).

## Wann im Jahr du selbstgemachten Dünger gibst

Dünge im Garten lieber im Frühjahr als im Herbst, damit weniger Nährstoffe ausgewaschen werden. Auf leeren Beeten nimmt keine Pflanze mehr auf, was frei wird, und die Nährstoffe sind dort auswaschungsgefährdet.

Stickstoff gibst du während der Wachstumszeit. Bei mehrjährigen Pflanzen, die ausreifen sollen, setzt du ihn ab dem Spätsommer aus. Weil gröbere Hornspäne mehrere Monate zur Umsetzung brauchen, würden sie im Spätsommer gestreut genau dann Stickstoff liefern, wenn diese Pflanzen ausreifen sollen. Ich streue Hornspäne deshalb nur im Frühjahr.

Kübelpflanzen mit Winterruhe düngst du in ihrer Wachstumszeit von Ende April bis August. Im Winter wachsen sie nur wenig und brauchen entsprechend kaum Nährstoffe.

Pelargonien zum Beispiel gehören zu den Starkzehrern unter den Balkonpflanzen und brauchen mehr Nährstoffe als viele andere. Mehr zu einzelnen Blumengruppen steht im Ratgeber dazu, [welcher spezielle Dünger zu Rosen, Balkonblumen und Stauden passt](/praxis/duengen-boden/spezielle-blumenduenger-fuer-ueppige-bluetenpracht/).

## Wo selbstgemachter Dünger nicht passt

Säureliebende Moorbeetpflanzen wie Rhododendren, Heidelbeeren und Eriken bekommen keine pauschalen Kompost- oder Kalkgaben.

Bei geeigneten Sorten der Gartenhortensie hängt die Blaufärbung von saurem Boden und verfügbarem Aluminium ab. Phosphat kann dieses Aluminium im Substrat festlegen und die Blaufärbung beeinträchtigen. Kompostreiche torffreie Erden können viel Phosphor enthalten, deshalb nehme ich für blaue Hortensien im Kübel keine solche Mischung, ohne ihre Werte zu kennen.

Der passende Boden-pH richtet sich nach Bodenart und Pflanzengruppe, einen gemeinsamen Zielbereich für alle Blühpflanzen gibt es nicht. Ein zu hoher pH-Wert kann Spurennährstoffmangel verursachen, obwohl die Nährstoffe im Boden vorhanden sind. Bevor du deshalb nachdüngst, prüf, [welcher pH-Wert in der Blumenerde zu deinen Pflanzen passt](/praxis/duengen-boden/der-richtige-ph-wert-wie-sie-die-blumenerde-an-ihre-pflanzen-anpassen/).

## Sicher ansetzen und aufbewahren

Jauchefass und Bokashi-Eimer stelle ich abgedeckt und außer Reichweite von Kindern auf. Hat ein Kind vermutlich größere Mengen Dünger geschluckt, ruf ein Giftinformationszentrum oder die Kinderarztpraxis an. Dort wird beurteilt, was zu tun ist.

> **Passt dazu:** Für Obstbäume und Beerensträucher gelten eigene Mengen und Termine. Wie du [organischen Dünger für Obstgehölze selbst herstellst und ausbringst](/praxis/duengen-boden/obstduenger-selbst-herstellen-tipps-fuer-reiche-ernte/), zeigt der Ratgeber für den Obstgarten.

## Häufige Fragen

### Was sind natürliche Blumendünger und wie unterscheiden sie sich von herkömmlichen Düngern?

Natürliche Blumendünger sind organische Dünger aus überwiegend pflanzlichem oder tierischem Material, etwa Kompost, Pflanzenjauche oder Hornspäne. Mineraldünger liefern ihre Nährstoffe dagegen meist als Salze. Organische Dünger setzen bei Frost, Trockenheit oder stauender Nässe keine oder nur wenige Nährstoffe frei, feuchtwarme Bedingungen können die Freisetzung verstärken. Kompost und Mist können außerdem Bodenstruktur und Bodenleben verbessern.

### Wie stellt man Komposttee als natürlichen Pflanzendünger her?

Gib reifen Kompost in einen Eimer, fülle mit Wasser auf, rühre kräftig um und gieße die gefärbte Flüssigkeit durch ein Tuch ab. Setz den Tee für jede Anwendung frisch an und gib ihn auf feuchte Erde. Ob der Kompost reif genug ist, zeigt ein Kressetest: Wächst Kresse darin nach 5 Tagen schwächer oder gelblich-braun als in Gartenerde, braucht er noch Zeit.

### Wie dosiert man selbstgemachte Blumendünger richtig?

Fertig vergorene Pflanzenjauche verdünnst du für die Wurzeldüngung im Verhältnis 1:10 mit Wasser und gießt sie auf feuchte Erde. Eine allgemeingültige Menge oder einen festen Rhythmus gibt es nicht, weil Pflanzen unterschiedlich viel brauchen und Böden unterschiedliche Vorräte haben. Kompost und andere Dünger rechnest du dabei immer mit ein. Zeigt eine Bodenuntersuchung Versorgungsstufe E, kann die Düngung mit dem betreffenden Nährstoff vorübergehend auf 0 sinken.

### Wie verwandelt man Küchenabfälle in wirksame Gartennährstoffe?

Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz und Eierschalen eignen sich als Zutaten für einen gemischten Gartenkompost. Je nach Material und Rotteführung braucht der Kompost etwa 4 bis 12 Monate bis zur Reife. Kaffeesatz kannst du zusätzlich getrocknet und in kleinen Mengen in die Erde einarbeiten. Bokashi behandelt Küchenreste im verschlossenen Eimer milchsauer vor, das feste Material muss danach aber noch kompostiert werden.

### Welche natürlichen Düngemethoden eignen sich besonders für verschiedene Jahreszeiten?

Dünge vorzugsweise im Frühjahr statt im Herbst, damit weniger Nährstoffe ausgewaschen werden. Stickstoff, etwa aus Hornspänen, gibst du während der Wachstumszeit und setzt ihn bei mehrjährigen Pflanzen, die ausreifen sollen, ab dem Spätsommer aus. Kübelpflanzen mit Winterruhe werden von Ende April bis August gedüngt. Auf leeren Beeten nimmt keine Pflanze die frei werdenden Nährstoffe auf, sodass sie dort ausgewaschen werden können.

### Was ist der Unterschied zwischen organischem Dünger und Bio-Dünger?

Organisch beschreibt die Herkunft: Solche Dünger stammen überwiegend aus pflanzlichem oder tierischem Material und können etwa Horn, Schafwolle oder Klee enthalten, sind also nicht automatisch vegan. Ein EU-Bio-Logo dürfen biotaugliche Düngemittel nicht tragen. Die Aufnahme in die Betriebsmittelliste für den ökologischen Landbau bestätigt die geprüfte Verwendbarkeit eines Düngers, aber keine geprüfte Düngewirkung.

### Welche Gartenwerkzeuge benötigt man für die Herstellung natürlicher Pflanzendünger?

Für Pflanzenjauche brauchst du ein großes Gefäß, ein luftdurchlässiges Gitter gegen hineinfallende Tiere und einen Stock zum täglichen Umrühren. Eine Waage hilft beim Abmessen: Wiege die Menge einmal ab und markiere die Füllhöhe am Gefäß. Für Komposttee kommen ein Eimer und ein Tuch zum Absieben dazu, zum Schneiden der Brennnesseln Handschuhe.

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