# Gartenkalender Dezember: Blüten fürs Fest treiben, Vögel füttern, Schnee abschütteln

> Was du im Dezember im Garten tust: Barbarazweige, Amaryllis, Glücksklee und Schneeglöckchen treiben, das Gewächshaus putzen, Vögel füttern und Schneelast abschütteln.

- **URL:** https://samen.live/praxis/garten-planung/gartenkalender-dezember/
- **Bereich:** Gartenpraxis › Gartenplanung, Mischkultur & Fruchtfolge
- **Zuletzt geprüft:** 05. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.live (total10 GmbH), Redaktion

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Im Dezember hat das Beet Pause, die Fensterbank aber nicht. Wer zum Fest Blüten im Haus haben möchte, braucht jetzt die richtigen Termine. Eine Amaryllis, die erst im Dezember in den Topf kommt, blüht nämlich erst nach den Feiertagen. Ich gehe den Monat deshalb mit einer kurzen Liste an: zuerst alles, was für die Festtage treiben soll, danach die wenigen Arbeiten draußen.

Draußen geht es um Licht im Gewächshaus, eine saubere Futterstelle für die Vögel und Schnee, der für manche Pflanzen zu schwer wird. In den ruhigen Tagen zwischen den Festen sind Geräte, Saatgut und der Beetplan fürs neue Jahr dran.

## Dezember auf einen Blick

| Aufgabe | Worauf du achtest |
|---|---|
| Barbarazweige schneiden | Kirschzweige brauchen nach ausreichender Winterkälte ungefähr drei Wochen Wärme |
| Amaryllis eintopfen | etwa acht Wochen vor dem gewünschten Blühtermin |
| Glücksklee setzen | hell und kühl bei 10 bis 15 °C |
| Schneeglöckchen treiben | erst draußen Kälte, dann schrittweise ins Warme |
| Gewächshaus putzen | Schmutz, Algen und Schnee halten Licht ab |
| Vögel füttern | Schalenreste und Kot täglich entfernen |
| Schneelast | Immergrüne, Ziergräser, Rosen und Hortensien abschütteln |
| Gartengeräte | reinigen, ölen, bei Bedarf schärfen |

## Wann schneidest du Barbarazweige und welche eignen sich?

Barbarazweige schneidest du traditionell am Barbaratag im frühen Dezember. Der Termin hat einen praktischen Hintergrund: Kirschzweige brauchen nach ausreichender winterlicher Kälte ungefähr drei Wochen Wärme, bis ihre Blütenknospen aufgehen. Wer zu Weihnachten Blüten in der Vase haben will, schneidet also in den ersten Dezembertagen und nicht erst kurz vor dem Fest.

Neben Kirschen eignen sich Zweige von Schlehe, Weißdorn, Pfirsich, Pflaume, Forsythie und Zaubernuss. Die drei Wochen gelten allerdings für Kirschzweige, bei den anderen Gehölzen beobachtest du die Knospen. Die Kälte vorher gehört dazu, denn der Zeitraum gilt für Zweige, die draußen schon ausreichend Winterkälte abbekommen haben.

So gehst du vor:

1. Schneide die Zweige schräg an und stell sie in eine Vase mit lauwarmem Wasser.
2. Stell die Vase zuerst in einen kühlen, hellen Raum.
3. Sobald die Knospen schwellen, ziehen die Zweige in ein wärmeres Zimmer um.
4. Wechsle das Wasser alle drei bis vier Tage und reinige dabei die Vase.

Ich klebe mir einen Zettel mit dem Datum des letzten Wasserwechsels an die Vase. In der Adventszeit verliere ich sonst den Überblick.

## Wann kommt die Amaryllis in den Topf?

Eine Amaryllis-Zwiebel topfst du etwa acht Wochen vor dem gewünschten Blühtermin frisch ein. Kommt sie erst im Dezember in den Topf, blüht sie deshalb nach den Feiertagen; für eine Blüte zum Fest gehört sie schon im Herbst in die Erde. Wenn dir eine Blüte im neuen Jahr recht ist, topfst du jetzt ein. Ich schreibe mir das Eintopfdatum auf ein Steckschild im Topf.

Beim Eintopfen nimmst du einen Topf, der etwa 2 cm breiter ist als die Zwiebel und einen Wasserabzug hat. Danach steht die Amaryllis hell, aber ohne direkte Sonne, bei etwa 20 °C. Mit dem Gießen wartest du, bis die Blütenknospe sichtbar wird.

> **Häufiger Fehler:** Die Zwiebel verschwindet beim Eintopfen ganz in der Erde. Richtig ist: Mindestens ein Drittel der Zwiebel bleibt oberhalb der Erde.

## Glücksklee für Silvester: hell und kühl

Glücksklee als Mitbringsel zu Silvester setzt du Anfang Dezember. Die kleinen Knollen kommen in mäßig feuchte Erde und treiben aus. Danach entscheidet der Platz: An einem hellen, kühlen Standort bei 10 bis 15 °C bleibt der Klee kompakter als in zu warmer Zimmerluft.

Die Amaryllis steht nach dem Eintopfen bei etwa 20 °C, der Glücksklee bleibt kühler kompakter. Die beiden teilen sich deshalb besser nicht dasselbe Fensterbrett. Ich prüfe den Platz mit einem einfachen Thermometer, bevor ich die Töpfe verteile.

## Wie treibst du Schneeglöckchen im Topf?

Schneeglöckchen aus deinem Garten kannst du bis in den Dezember hinein ausgraben und in kleine Töpfe setzen. Die Töpfe bleiben zunächst draußen, damit die Kälte auf die Zwiebeln einwirkt. Danach holst du sie nach und nach herein, erst in einen kühlen und später in einen warmen Raum. Es ist dasselbe Prinzip wie bei den Barbarazweigen: erst Kälte, dann schrittweise Wärme.

Ich hole die Töpfe einzeln herein und notiere, wann welcher Topf ins Haus kam.

## Gewächshaus im Dezember: Scheiben putzen, Schnee abräumen

Im Winter kommt nur wenig Sonne im Gewächshaus an. Saubere Scheiben verbessern den Lichtzugang zu den Pflanzen, deshalb wäschst du jetzt Schmutz und Algenbeläge vom Glas. Ich putze an einem frostfreien Tag, damit das Wasser nicht auf den Scheiben gefriert.

Fällt Schnee, holst du ihn vom Dach. Er belastet die Konstruktion und lässt kein Sonnenlicht durch, solange er liegt. Für das Dach nehme ich einen weichen Besen mit langem Stiel.

## Vögel im Winter füttern: Futterstelle sauber halten

Vögeln im Winter Futter anzubieten, hat eine lange Tradition. In den kahlen Gehölzen finden die Tiere jetzt wenig Deckung, deshalb kannst du sie besonders gut beobachten. Stell das Futterhaus so auf, dass du es vom Fenster aus siehst und sich keine Katze ungesehen anschleichen kann.

Geschützte Futterspender halten Kot, Regen und Schnee vom Körnerfutter fern. Schalenreste und Kot an der Futterstelle entfernst du täglich. Als Grundfutter eignen sich Sonnenblumenkerne oder spezielle Freiland-Futtermischungen. Günstige Mischungen enthalten oft viel Getreide, das die Vögel nur ungern fressen.

> **Marias Erfahrung:** Neben meiner Futterstelle hängen ein Handfeger und eine kleine Schaufel. Das Säubern gehört bei mir jeden Morgen zum selben Gang wie das Nachfüllen.

Futter wächst auch im Garten selbst. Stehen gelassene Fruchtstände und Beerensträucher bieten Gartenvögeln im Herbst und Winter natürliche Nahrung. Gesunde Staudenstängel und Samenstände bleiben deshalb über den Winter stehen. Nur kranke oder in Wege ragende Teile schneidest du heraus.

## Bei welchen Pflanzen schüttelst du Schnee ab?

Eine Schneedecke kann Pflanzen vor allzu starkem Frost schützen, deshalb lässt du sie in den meisten Beeten liegen. Bei einigen Pflanzen wird ihr Gewicht aber zum Problem. Immergrüne, Ziergräser, Rosen und Hortensien können unter der Last zusammenbrechen. Dort schüttelst du den Schnee vorsichtig ab. Ich klopfe ihn mit dem Besenstiel von unten aus den Zweigen, statt an den Ästen zu rütteln.

Am Gartenteich schneidest du die Pflanzen der Röhricht- und Sumpfzone erst im März zurück. Ihre Halme unterstützen im Winter Frostschutz und Gasaustausch. Liegt Schnee auf dem zugefrorenen Teich, kann die schneeverschattete Eisdecke den Sauerstoffmangel im Wasser verschärfen. Eine ausreichende Tiefe allein verhindert das nicht.

## Frost im Beet: ernten, abdecken, in Ruhe lassen

Im Winterbeet stehen jetzt die Kulturen, die du dafür gepflanzt hast. Rosenkohl ist für die Ernte von Oktober bis Februar gedacht. Grünkohl erntest du ab Ende Oktober. Pastinaken und Schwarzwurzeln dürfen den Winter über im Beet bleiben.

> **Mythos-Check:** Grünkohl braucht keinen Frost, um milder zu schmecken. Auch eine längere Reifezeit bei niedrigen Temperaturen begünstigt die Zuckeranreicherung. Mit der Ernte wartest du also nicht auf den ersten starken Frost.

Gefrorene Salatblätter fasst du nicht an und erntest sie nicht. Du schneidest sie erst, wenn sie vollständig aufgetaut sind. Ich halte es beim übrigen Wintergemüse genauso und gehe erst nach dem Auftauen ins Beet.

Vlies schützt Wintergemüse gegen Kälte und Wintersonne. Bei einem Folientunnel lässt du die Enden offen, damit Luft durchziehen kann.

Wie viel Frost eine Kultur verträgt, entscheidet, wie lange ein Beet belegt bleibt. Grünkohl und Rosenkohl vertragen häufig Temperaturen bis etwa −10 °C, wobei Sorte, Pflanzenzustand, Standort und Witterung die Frosthärte beeinflussen. Wie du [Frosthärte und Wetter im Saisonplan berücksichtigst](/praxis/garten-planung/), steht in den Grundlagen zur Gartenplanung.

## Kübel und Winterlager kontrollieren

Für viele klassische Kübelpflanzen eignet sich ein helles, frostfreies Winterquartier bei 5 bis 10 °C. Ob das für deine Pflanze passt, prüfst du Art für Art. Kübel, die draußen bleiben, stellst du in größere Behälter und füllst die Zwischenräume mit trockenem Laub. Ton- und Keramikgefäße sind in der Regel nicht oder nur bedingt frostfest.

Im Gemüselager sortierst du aus, was nicht mehr gesund ist. Für die längere Lagerung taugt nur gesundes, unverletztes Gemüse, das kühl liegt und vor Austrocknung geschützt ist. Grüne oder stark keimende Kartoffeln isst du nicht, und Kartoffeln lagerst du kühl, dunkel und trocken. Mehr zum Ernten und Lagern findest du ebenfalls in den Grundlagen zur Gartenplanung.

Dahlienknollen liegen dunkel und kühl nebeneinander. Canna steht mit Erdballen bei 10 bis 15 °C und darf nicht austrocknen.

## Frisches Grün von der Fensterbank

Hast du im Herbst Schnittlauch und Petersilie zum Treiben vorbereitet, holst du die Töpfe jetzt ins Haus. Eine gekeimte Küchenzwiebel wirfst du nicht weg: Eingepflanzt treibt sie grüne Schlotten, die du wie Frühlingszwiebeln erntest. Auch Strünke von Salat, Lauch und Sellerie kannst du auf diese Weise ausprobieren.

> **Achtung:** Sprossen und Keimlinge isst du nur durcherhitzt, auch wenn du sie selbst gezogen hast.

## Ruhige Tage für Geräte, Saatgut und Beetplan

Zwischen den Festen reinige ich die Gartengeräte, öle sie und schärfe Scheren und Messer, wo es nötig ist. Danach sortiere ich die Saatgutkiste.

Bei älteren Samentüten hilft eine Keimprobe mit genau abgezählten Samen. Keimen innerhalb von zwei bis drei Wochen nur wenige, kommen eine dichtere Aussaat oder neues Saatgut infrage. Aus selbst gewonnenem Saatgut von Hybridsorten wachsen keine zuverlässig sortenechten Nachkommen.

> **Achtung:** Bei Kürbissamen aus eigener Ernte ist Vorsicht geboten. Hat ein Zierkürbis eingekreuzt, können daraus in der nächsten Generation bittere und giftige Früchte wachsen. Bitter schmeckende Kürbisse und Zucchini spuckst du aus und entsorgst sie, denn Erhitzen zerstört die giftigen Cucurbitacine nicht.

Für das neue Gartenjahr hältst du im Beetplan fest, welche Gemüsearten wann auf welchem Beet stehen, Vor- und Nachkulturen eingeschlossen. Ich skizziere den Plan zuerst auf Papier, du kannst [deinen Beetplan aber auch digital anlegen](/tools/beetplaner/). Kulturen derselben Familie oder Fruchtfolgegruppe folgen nicht direkt aufeinander, damit bodenbürtige Krankheiten weniger Gelegenheit bekommen. Wie lang die Pausen je Familie ausfallen, erklären dieselben Grundlagen zur Gartenplanung.

Für die Nachbarschaft auf dem Beet kannst du [passende Partner für die Mischkultur nachschlagen](/tools/mischkultur/). Mischkultur kann einen gesunden Garten unterstützen, vor jedem Problem schützt sie aber nicht.

Viel Zeit bleibt nicht: Paprika und Chili kannst du schon im Februar vorziehen. Ich habe dir zusammengestellt, [was im Februar im Garten ansteht](/praxis/garten-planung/gartenkalender-februar/).

## Häufige Fragen

### Welche Gartenarbeiten stehen im Dezember an?

Im Dezember verlagert sich die Arbeit vor allem ins Haus: Du schneidest Barbarazweige, setzt Glücksklee und treibst Amaryllis und getopfte Schneeglöckchen. Draußen putzt du die Gewächshausscheiben, hältst die Futterstelle für die Vögel sauber und schüttelst schweren Schnee von Immergrünen, Ziergräsern, Rosen und Hortensien. In ruhigen Stunden reinigst und ölst du die Gartengeräte und planst die Beete für das neue Jahr.

### Warum schneidet man Barbarazweige am Barbaratag?

Der Brauch zielt auf blühende Zweige zu Weihnachten. Kirschzweige brauchen nach ausreichender winterlicher Kälte ungefähr drei Wochen Wärme, bis ihre Blütenknospen aufgehen. Etwa so weit liegt der Barbaratag im frühen Dezember vor dem Fest. Das Wasser in der Vase wechselst du alle drei bis vier Tage und reinigst dabei die Vase.

### Wie unterscheidet sich die Pflege von Amaryllis und Glücksklee?

Die Amaryllis-Zwiebel kommt etwa acht Wochen vor dem gewünschten Blühtermin in einen Topf mit Wasserabzug. Danach steht sie hell, aber ohne direkte Sonne, bei etwa 20 °C. Glücksklee setzt du in mäßig feuchte Erde und stellst ihn kühler: An einem hellen Platz bei 10 bis 15 °C bleibt er kompakter als in zu warmer Zimmerluft.

### Worin unterscheiden sich Barbarazweige und Schneeglöckchen beim Treiben?

Barbarazweige kommen gleich nach dem Schnitt in lauwarmes Wasser, stehen zuerst kühl und hell und ziehen ins Warme, sobald die Knospen schwellen. Schneeglöckchen gräbst du als Zwiebeln aus dem Garten aus und setzt sie in kleine Töpfe. Diese Töpfe bleiben zunächst draußen, damit die Kälte auf die Zwiebeln einwirkt. Danach holst du sie nach und nach herein, erst in einen kühlen und dann in einen warmen Raum.

### Was ist der Unterschied zwischen Frost und Schnee bei der Gartenpflege?

Eine Schneedecke kann Pflanzen vor starkem Frost schützen und darf deshalb meist liegen bleiben. Zum Problem wird ihr Gewicht: Immergrüne, Ziergräser, Rosen und Hortensien können unter der Last zusammenbrechen, deshalb schüttelst du den Schnee dort vorsichtig ab. Bei Frost fasst du gefrorene Salatblätter nicht an und schneidest sie erst, wenn sie vollständig aufgetaut sind.

### Warum ist sauberes Glas im Gewächshaus im Winter wichtig?

Im Winter kommt nur wenig Sonne bei den Pflanzen im Gewächshaus an, und saubere Scheiben verbessern den Lichtzugang. Deshalb wäschst du Schmutz und Algenbeläge vom Glas. Schnee auf dem Dach holst du herunter, weil er die Konstruktion belastet und kein Sonnenlicht durchlässt.

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