Gartenplanen pflegen und reinigen: so flickst und lagerst du sie richtig
- Erst losen Schmutz trocken abkehren, dann mit lauwarmem Wasser und mildem Spülmittel reinigen.
- Reinigerreste gründlich abspülen und die Plane bis in Säume und Falten trocknen lassen.
- PE-Planen sanft behandeln, Textilplanen nur an der Luft trocknen.
- Stehendes Wasser vermeiden: mit Gefälle spannen, Mulden ausleeren.
- Kleine Löcher sauber und trocken flicken, größere Risse von beiden Seiten nähen und abdichten.
- Kühl, trocken und ohne direkte Sonne lagern, am besten hängend.
Eine Gartenplane, die feucht zusammengelegt wird, kann im Lager stockig werden und Schimmelflecken ansetzen. Auch Laub und Regenwasser, die in Falten liegen bleiben, setzen dem Material zu. Ich kehre meine Planen deshalb vor dem Waschen trocken ab und lege sie erst zusammen, wenn sich auch Säume und Ösenränder trocken anfühlen.
Wenn du noch überlegst, welche Gartenplane du zum Abdecken und Schützen wofür nimmst, hilft dir ein eigener Ratgeber bei der Auswahl. Hier geht es um die Pflege einer Plane, die du schon hast: prüfen, reinigen, Beläge entfernen, flicken, im Einsatz schützen und richtig lagern.
Worauf du beim Prüfen der Plane achtest
Breite die Plane auf einer sauberen, trockenen Fläche aus und geh sie Bahn für Bahn ab. Ich halte dünnere Planen zusätzlich gegen das Licht, weil feine Löcher dann als helle Punkte auffallen. Je früher du einen Schaden findest, desto leichter lässt er sich meist flicken.
Risse und Löcher in der Fläche, offene oder lose Nähte, ausgerissene Ösen, Scheuerstellen an Kanten und Ecken, spröde oder verfärbte Stellen, Flecken, Schimmel und Algenbelag.
Was du findest, legt die Reihenfolge fest. Erst reinigst du, dann flickst du, denn ein Flicken braucht eine saubere und trockene Fläche.
Gartenplanen reinigen: erst trocken, dann nass
PVC, PE und Textil vertragen nicht dieselbe Behandlung, deshalb richtet sich die Nassreinigung nach dem Material. Welches Planenmaterial welche Stärken und Schwächen hat, vergleicht ein eigener Ratgeber.
Losen Schmutz trocken abkehren
Laub, Äste und Vogelkot kehrst du ab, bevor sie antrocknen. Ich nehme dafür einen weichen Besen und arbeite von der Mitte zu den Rändern. Spachtel und andere scharfkantige Werkzeuge bleiben weg, weil sie die Plane beschädigen können. Bei leichter Verschmutzung reicht das trockene Abkehren oft schon aus.
Nass reinigen Schritt für Schritt
- Spüle die Plane mit klarem Wasser ab, um losen Schmutz zu entfernen.
- Rühre lauwarmes Wasser mit mildem Spülmittel an und massiere die Lösung mit einem weichen Schwamm ein.
- Lass die Lösung einwirken und prüfe mit dem Schwamm, ob sich der Schmutz löst.
- Spüle gründlich mit klarem Wasser nach, bis kein Schaum mehr abläuft, denn Reinigerreste können die Plane auf Dauer schädigen.
- Häng die Plane zum Trocknen auf und lagere sie erst, wenn sie überall trocken ist.
Aggressive Reiniger und Lösungsmittel lasse ich weg, weil sie die Beschichtung angreifen können. Für hartnäckige Flecken gibt es spezielle Planenreiniger: Nimm einen, der für dein Material ausgewiesen ist, und halte dich an die Gebrauchsanweisung. Ich wasche mit Eimer und Schwamm und nehme den Schlauch nur zum Nachspülen.
PVC-Planen
PVC-Planen sind recht unempfindlich und vertragen die meisten milden Reinigungsmittel. Kräftiges Bürsten halten sie aus, das Trocknen danach ist aber Pflicht. In Falten und Säumen bleibt sonst Feuchtigkeit zurück, in der sich Schimmel bilden kann.
PE-Planen
Bei Polyethylen gehe ich mit Schwamm und Bürste besonders sanft vor, damit keine Kratzer entstehen. Meist genügt lauwarmes Wasser mit mildem Spülmittel. Bei stärkerer Verschmutzung nimmst du einen Reiniger, der ausdrücklich für PE gedacht ist.
Textilplanen
Textilplanen wäschst du mit einem sehr milden Waschmittel. Reibe nicht kräftig, weil starkes Reiben die Fasern beschädigen kann. Sie trocknen nur an der Luft, in den Wäschetrockner gehören sie nicht.
Ich hänge gewaschene Planen über eine Leine und wende sie, sobald die Oberseite trocken ist, damit auch Säume und Ösenränder Luft bekommen, bevor ich falte.
Schimmel und Algen: vorbeugen und entfernen
Schimmel und Algen setzen sich dort fest, wo Feuchtigkeit nicht abtrocknen kann. Vorbeugen heißt deshalb vor allem, Nässe nicht stehen zu lassen.
So beugst du vor
- Trockne die Plane nach dem Waschen vollständig, auch in Säumen und Falten.
- Lass in Falten und Ecken keine StaunässeStaunässe entsteht, wenn der Boden Regenwasser nicht schnell genug aufnehmen kann und sich das Wasser im Boden staut. Den Wurzeln fehlt dann Sauerstoff, und die Pflanzen werden geschwächt. stehen.
- Kehre Laub und Blütenreste ab, bevor sie sich in Falten sammeln.
- Sorge im Lager für Luft und lege nie eine feuchte Plane weg.
Wenn sich schon Beläge gebildet haben
Wasche befallene Stellen mit lauwarmem Wasser, mildem Spülmittel und einer weichen Bürste. Danach spülst du gründlich nach und lässt die Plane an der frischen Luft vollständig trocknen. Bei hartnäckigem Belag wiederhole ich den Durchgang, statt fester zu schrubben.
Essigwasser gilt als Hausmittel gegen Schimmel und Algen auf Planen. Eine sichere Wirkung ist damit nicht verbunden, und für Metallteile an der Plane ist Essig nicht unbedenklich.
Kommt Essig an Kupfer oder Messing, kann sich Grünspan bilden. Hat deine Plane Ösen aus Messing, halte Essigwasser von den Rändern fern und spüle sie gründlich mit klarem Wasser ab.
Reichen Wasser, Spülmittel und Bürste nicht aus, gibt es im Fachhandel Mittel gegen Schimmel auf Planen. Halte dich dann genau an die Gebrauchsanweisung, trage Handschuhe und arbeite im Freien. Leg die Plane erst wieder auf, wenn sie vollständig an der Luft getrocknet ist.
Risse, Löcher, Nähte und Ösen reparieren
Kleine Löcher und Risse flicken
Für kleine Schäden nehme ich selbstklebende Flicken oder ein Reparaturset, das zum Material der Plane passt. Reinige die Stelle vorher und lass sie vollständig trocknen, denn auf Schmutz und Nässe haftet ein Flicken schlecht. Schneide den Flicken so zu, dass er rundum über den Schaden hinausreicht. Dann drückst du ihn von der Mitte zu den Rändern fest an, damit keine Luft darunter bleibt.
Größere Risse nähen
Größere Risse nähe ich von Hand mit einer Sattlernadel und kräftigem Nylonfaden. Ich nähe von beiden Seiten und streiche die Naht anschließend mit Nahtdichter ein, damit die Stichlöcher abgedichtet sind.
Nähte und Ösen instand setzen
Eine Naht, die noch hält, aber Wasser durchlässt, dichtest du mit Nahtdichter nach. Ist sie aufgegangen, nähst du sie wie einen Riss. Eine ausgerissene Öse ersetzt du mit einer Ösenzange und einer neuen Öse.
Wind, Regen und Sonne: Schäden im Einsatz vermeiden
Ein Teil der Schäden entsteht, während die Plane liegt oder gespannt ist. Darauf achtest du schon beim Auflegen.
Scheuerstellen und Spannung
Wo eine Plane über Zaunlatten, Mauerkanten oder Äste läuft, kann sie bei Wind durchscheuern. Ich polstere solche Kanten mit alten Stoffresten ab, bevor ich die Plane darüberlege. Spanne gleichmäßig, denn zu straff kann sie reißen, und zu locker flattert sie und scheuert schneller durch. Wie du die Plane festmachst und welches Befestigungssystem zu Untergrund und Material passt, zeigt ein eigener Ratgeber.
Stehendes Wasser vermeiden
Spanne die Plane mit leichtem Gefälle, damit Regen abläuft. Bildet sich trotzdem eine Wassermulde, leere sie aus und spanne an dieser Stelle nach. Stehendes Wasser fördert Algen und kann das Material ermüden.
Über Holzmöbeln oder einem Holzstapel lohnt sich das Gefälle zweifach. Holz, das trocken bleibt, ist vor Pilzbefall geschützt, und eine schräge Fläche hilft, stehende Nässe zu vermeiden. Eine Abdeckung mit Gefälle dient deshalb dem Holz darunter und der Plane zugleich.
Sonne und UV-Licht
UV-Licht macht Planen mit der Zeit spröde und brüchig. Ein UV-Schutzspray kann die Oberfläche zusätzlich schützen, wenn du es gleichmäßig aufträgst. Wann eine erneute Behandlung fällig ist, entnimmst du den Angaben des Herstellers. Textilplanen imprägniere ich mit einem Mittel für Textilien, damit sie Wasser abweisen. Eine Plane, die du gerade nicht brauchst, nimmst du aus der Sonne.
Draußen über den Winter
Bleibt eine Plane den Winter über draußen, kehre Schnee und Laub ab, bevor sich Gewicht und Nässe darauf sammeln.
Gartenplanen trocken und knickfrei lagern
Vor dem Einlagern bekommt jede Plane eine Grundreinigung. Ich lasse sie danach vollständig trocknen, prüfe sie ein letztes Mal auf Schäden und flicke, was ich finde.
Der Lagerplatz ist kühl, trocken und ohne direkte Sonne, etwa ein Gartenschuppen oder die Garage. Wenn du Platz hast, häng die Plane auf, dann entstehen keine Falten. Sonst faltest du sie locker und legst Polster wie alte Handtücher in die Faltstellen, damit keine scharfen Knicke entstehen. Große Planen wickelst du auf ein Rohr.
Die Plane wird zusammengelegt, solange Säume und Ösenränder noch feucht sind. Im Lager kann sich dann Schimmel bilden, obwohl die Fläche trocken wirkte.
Für Gartenplanen gilt ein ähnlicher Ablauf wie für Werkzeug: reinigen, prüfen, instand setzen und trocken lagern. Wie das bei Scheren, Spaten und anderem Gerät aussieht, findest du im Überblick über Gartenwerkzeug, seine Pflege und Lagerung.
Wenn die Plane ausgedient hat
Lässt sich eine Plane nicht mehr flicken, frag beim örtlichen Wertstoffhof nach, wie du sie entsorgst und ob sie ins Recycling kann. Brauchbare Reststücke schneide ich vorher heraus und nutze sie als kleine Abdeckungen.

