# Alexandrinerklee bewässern: Wasserbedarf von der Saat bis zum Schnitt

> Braucht Klee viel Wasser? Alexandrinerklee will es warm und regelmäßig feucht. So gießt du ihn von der Saat bis zum Schnitt, ohne die flache Saat zu verschlämmen.

- **URL:** https://samen.live/praxis/gruenduenger/alexandrinerklee-bewaessern-tipps-fuer-ueppiges-wachstum/
- **Bereich:** Gartenpraxis › Gründünger & Bodenkur
- **Zuletzt geprüft:** 05. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.live (total10 GmbH), Redaktion

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Alexandrinerklee ist kein Klee für trockene Ecken. Er braucht warme Bedingungen und regelmäßig reichlich Niederschlag, trockene Jahre gelten für ihn als ungünstig. Besonders in der Keimphase kann bei Trockenheit wiederholtes Gießen nötig sein, denn der Samen liegt ganz flach im Boden. Ich stelle mir deshalb schon vor der Aussaat die Gießkanne mit Brause bereit und schaue nach, ob die Regentonne gefüllt ist.

## Alexandrinerklee kurz eingeordnet

Alexandrinerklee, botanisch Trifolium alexandrinum, ist ein einjähriger Schmetterlingsblütler und wird vor allem als Zwischenfrucht angebaut, daneben als Futterpflanze. Für seinen Nutzen als Gründünger und Futter lies nach, [was Alexandrinerklee als Gründünger und Futterpflanze leistet](/praxis/gruenduenger/alexandrinerklee-als-gruenduenger-vielfaeltige-vorteile-fuer-den-boden/). Wie Gründüngung den Boden grundsätzlich verändert, steht im Gründünger-Ratgeber unter [was Gründüngung im Boden leistet](/praxis/gruenduenger/).

## Braucht Klee viel Wasser?

Beim Alexandrinerklee lautet die Antwort ja. Als Zwischenfrucht gehört er auf leichte bis mittelschwere, nährstoffreiche und nicht saure Böden mit guter Wasserversorgung. Dazu braucht er Wärme und regelmäßig reichlich Niederschlag. Bleibt der Regen aus, musst du im Garten selbst für Wasser sorgen.

Wie viel Wasser Klee verlangt, hängt allerdings von der Art ab:

| Kleeart | Was zu Wasser und Boden bekannt ist |
|---|---|
| Alexandrinerklee (Ägyptischer Klee) | braucht warme Bedingungen und regelmäßig reichlich Niederschlag; trockene Jahre sind ungünstig |
| Perserklee (Persischer Klee) | hoher Wasserbedarf; die höchsten Erträge bringt er in warmen Lagen bei ausreichender Feuchtigkeit |
| Weißklee | wächst auf einem breiten Bodenspektrum, solange der Boden nicht zu sauer und nicht staunass ist |

## Wasserbedarf in den Wachstumsphasen

### Von der Saat bis zum Auflaufen

Alexandrinerklee braucht ein feinkrümeliges, gut rückverfestigtes Saatbett, in das du ihn höchstens 1 cm tief säst. Bei Breitsaat ist das Risiko ungleichmäßigen Auflaufens höher, deshalb sicherst du den Bodenkontakt: Samen einrechen und andrücken. Danach hältst du die Saatfläche bis zum Auflaufen feucht. Die Keimdauer liegt bei 14–21 Tagen, und bei trockenem Wetter kann in dieser Zeit wiederholtes Gießen nötig sein. Weil der Samen so flach liegt, muss genau die oberste Bodenschicht bis zum Auflaufen feucht bleiben.

> **Zahl im Blick:** Saattiefe höchstens 1 cm, Keimdauer 14–21 Tage. Bis die Keimlinge da sind, bleibt die Saatfläche feucht.

Ich gieße die frische Saat mit aufgesetzter Brause und halte die Kanne dabei dicht über den Boden.

> **Häufiger Fehler:** Die frische Saat mit hartem Schlauchstrahl gießen. Ein harter Strahl kann die feine Oberfläche verschlämmen und verkrusten lassen, ein weicher Strahl schützt sie davor.

Läuft trotz feuchter Saat nur wenig auf, kann das auch am Saatgut liegen. Lies dazu nach, [woran du gutes Saatgut für Alexandrinerklee erkennst](/praxis/gruenduenger/saatgutqualitaet-bei-alexandrinerklee-worauf-achten/). Den Saattermin planst du mit dem [Aussaatkalender für Gründünger](/tools/druck/aussaatkalender/gruenduenger/).

### Jungpflanzen und Hauptwachstum

Nach dem Auflaufen hältst du den Boden regelmäßig feucht. Gieß, bevor die Erde ganz austrocknet, denn völlig trockener Gartenboden nimmt Wasser schlecht auf. Mulch legst du weder auf die Saatfläche noch an die Jungpflanzen.

Sobald sich der Bestand schließt, bedeckt und beschattet er den Boden und vermindert so die Verdunstung. Gleichzeitig verbraucht er beim Wachsen selbst Wasser. Ein dichter Bestand heißt deshalb nicht, dass der Boden darunter feucht genug ist.

### Blüte und Schnitt

Den ersten Schnitt setzt du spätestens zum Blühbeginn. Schneide frühzeitig, bevor die Stängel verholzen, denn verholzte Reste verrotten langsamer und können vorübergehend Stickstoff aus dem Bodenvorrat binden. Außerdem beendest du jede Gründüngung vor der Samenbildung, damit sie sich nicht selbst aussät. Für eine Samenreife musst du deshalb kein Wasser einplanen. Wie es nach dem Schnitt weitergeht, liest du unter [wann und wie du Alexandrinerklee einarbeitest](/praxis/gruenduenger/alexandrinerklee-einarbeiten-zeitpunkt-und-technik/).

## So gießt du richtig

Gieß morgens und direkt am Wurzelbereich, damit weniger Wasser verloren geht und die Blätter nicht lange nass bleiben. Bei flächig gesätem Klee kommst du an die Wurzeln nur von oben heran, also hältst du die Brause dicht über den Boden. In Trockenzeiten kannst du gesammeltes Regenwasser aus Tonne oder Zisterne verwenden. Ich fülle meine Kanne dafür an der Regentonne.

> **Marias Erfahrung:** Ich verlasse mich nicht auf den Blick von oben. Vor dem Gießen steche ich am Rand des Bestands mit dem Spaten ein und schaue, wie tief die Erde noch feucht ist. Nach dem Gießen prüfe ich an derselben Stelle, wie weit das Wasser gekommen ist.

## Wo du genauer hinschauen musst

### Auf leichtem Sandboden

Alexandrinerklee passt auf leichte bis mittelschwere, nährstoffreiche Böden in gutem Kulturzustand. Sandböden lassen Wasser jedoch schnell versickern und halten im Wurzelraum vergleichsweise wenig pflanzenverfügbares Wasser zurück. Weil der Klee regelmäßig Wasser braucht, ist er auf Sand in Trockenphasen früher auf deine Gießkanne angewiesen.

> **Mythos-Check:** „Klee wurzelt tief, der holt sich sein Wasser selbst.“ Alexandrinerklee gilt zwar als tiefwurzelnd. Auf Sandböden kann bei Trockenheit aber der kapillare Wassernachschub aus tieferen Schichten abreißen. Auf einen stetigen Wasserstrom von unten kannst du dich deshalb nicht verlassen.

### Im Hochbeet

Hochbeete erwärmen sich schneller als Bodenbeete und können dadurch rascher austrocknen. Gründüngung ist dort trotzdem sinnvoll, wenn das Beet nach der Ernte frei bleibt. Ich prüfe die Feuchte im Hochbeet deshalb zuerst, bevor ich zu den Bodenbeeten gehe.

### Neben anderen Kulturen

Lebende Gründüngung verbraucht beim Wachsen selbst Wasser und kann bei Trockenheit mit der Hauptkultur konkurrieren. Steht Alexandrinerklee nah an Gemüse, achtest du in trockenen Phasen auf die Feuchte für beide. Welche Partner sich mit ihm vertragen, liest du bei den [Mischkulturpartnern für Alexandrinerklee](/praxis/gruenduenger/alexandrinerklee-mischkulturpartner-mit-mehrwert/).

## Und das Düngen?

Als Leguminose bindet Alexandrinerklee mithilfe von Knöllchenbakterien Luftstickstoff. Eine zusätzliche Stickstoffdüngung braucht er deshalb nicht, für den Zwischenfruchtanbau ist eine Grundversorgung mit Phosphat und Kali vorgesehen. Ob dein Boden davon genug hat, zeigt eine Grunduntersuchung, die Phosphat, Kalium und den Kalkbedarf erfasst. Mehr zu Standort, Aussaat und Nährstoffen findest du in der Anleitung, [wie du Alexandrinerklee anbaust und pflegst](/praxis/gruenduenger/pflege-und-kultivierung-von-alexandrinerklee-optimale-anbaumethoden-fuer-ueppiges-wachstum/).

## Häufige Fragen

### Braucht Alexandrinerklee viel Wasser?

Ja, Alexandrinerklee braucht warme Bedingungen und regelmäßig reichlich Niederschlag. Trockene Jahre gelten für ihn als ungünstig, als Zwischenfrucht gehört er auf Flächen mit guter Wasserversorgung. Bleibt der Regen aus, gießt du nach, bevor der Boden ganz austrocknet.

### Worauf kommt es beim Gießen von Alexandrinerklee in den einzelnen Wachstumsphasen an?

Von der Saat bis zum Auflaufen muss die flach gesäte Saat feucht bleiben, die Keimdauer liegt bei 14–21 Tagen. Danach hältst du den Boden regelmäßig feucht und gießt morgens direkt am Wurzelbereich. Spätestens zum Blühbeginn wird der Bestand geschnitten, und weil eine Gründüngung vor der Samenbildung endet, brauchst du kein Wasser für eine Samenreife einzuplanen.

### Welche Faktoren beeinflussen den Wasserbedarf von Alexandrinerklee im Garten?

Entscheidend sind Wärme, Niederschlag und Boden. Sandböden lassen Wasser schnell versickern und halten wenig pflanzenverfügbares Wasser, und Hochbeete können rascher austrocknen als Bodenbeete. Ein geschlossener Bestand beschattet den Boden und vermindert die Verdunstung, verbraucht beim Wachsen aber auch selbst Wasser.

### Wie prüfe ich, ob mein Alexandrinerklee gegossen werden muss?

Stich am Rand des Bestands mit dem Spaten ein und schau, wie tief die Erde noch feucht ist. Gieß, bevor der Boden vollständig austrocknet, denn völlig trockener Gartenboden nimmt Wasser schlecht auf. Prüf nach dem Gießen an derselben Stelle, wie weit das Wasser eingedrungen ist.

### Sollte man Alexandrinerklee mulchen, damit der Boden feucht bleibt?

Organischer Mulch vermindert die Verdunstung, gehört aber nicht auf frische Saatflächen und nicht an Jungpflanzen. Bei flächig gesätem Alexandrinerklee bedeckt und beschattet später der geschlossene Bestand selbst den Boden. Weil er beim Wachsen aber selbst Wasser verbraucht, ersetzt diese Bodendecke das Gießen in Trockenphasen nicht.

### Verbessert Alexandrinerklee die Wasserspeicherung im Boden?

Gründüngung kann über organische Substanz die Wasserspeicherung leichter Böden und die Durchlässigkeit schwerer Böden verbessern. Wurzeln von Zwischenfrüchten und aktive Regenwürmer bilden außerdem Poren, über die Regenwasser besser eindringt. Einen entsprechend großen Zugewinn an pflanzenverfügbarem Wasser im ganzen Bodenprofil garantiert ein höherer Humusgehalt aber nicht.

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