# Rasen nachsäen: wann der Zeitpunkt passt und warum 5 Grad zu kalt sind

> Wann du Rasen nachsäen kannst: Frühjahr, Sommer und Herbst im Vergleich, welche Bodentemperatur die Saat braucht und warum du bei 5 Grad noch wartest.

- **URL:** https://samen.live/rasen/der-richtige-zeitpunkt-fuer-die-rasennachsaat/
- **Bereich:** Rasen › Rasen
- **Zuletzt geprüft:** 06. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.live (total10 GmbH), Redaktion

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Eine kahle Stelle im Rasen möchtest du am liebsten sofort schließen. Zum falschen Termin liegt die Saat aber in zu kaltem Boden, oder die jungen Keimlinge trocknen aus. Ich lege den Nachsaattermin deshalb nicht nach dem Kalender allein fest. Dafür prüfe ich drei Dinge: die Jahreszeit, die Bodentemperatur und ob ich die Fläche danach feucht halten kann.

Die kurze Antwort: Nachsäen kannst du bei feuchtwarmer Witterung von April bis September. Lücken, die nach einem trockenen Sommer bleiben, kommen auch im September oder Oktober noch infrage. Bei 5 Grad Bodentemperatur wartest du, denn Rasensaat braucht mehr Wärme.

## Wann im Jahr du Rasen nachsäen kannst

Das Nachsaatfenster ist breit, doch nicht jeder Monat darin ist gleich günstig. Für Rasensaat gibt es zwei günstige Zeitfenster, wenn Bodentemperatur und Feuchtigkeit passen. Das erste reicht etwa von Mitte April bis Mitte Juni, das zweite von August bis Mitte September.

| Zeitraum | Einordnung | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| Frühjahr bis Mitte Juni | Beginn je nach Region zwischen April und Mitte Mai, sobald Wärme und Wasserversorgung ausreichen; günstiges Saatfenster etwa ab Mitte April bis Mitte Juni | Bodenfrost kann das Auflaufen verlängern, der Unkrautdruck kann stärker sein |
| Zwischen Mitte Juni und August | bei feuchtwarmer Witterung möglich, aber außerhalb der günstigen Saatfenster | bei großer Hitze zusätzlich kurz überbrausen, bei Trockenheit erst Regen abwarten |
| August bis Mitte September | günstiges Saatfenster, der Boden hat Wärme gespeichert | Feuchtigkeit lässt sich leichter sicherstellen |
| September und Oktober | für Lücken, die nach sommerlicher Trockenheit bleiben | Bodentemperatur messen |
| Spätherbst und Winter | außerhalb der Saatfenster | Rasensaat braucht mindestens 8 bis 10 °C im Boden, Bodenfrost kann die Keimung verzögern |

Für stark genutzte Spiel- und Liegeflächen findest du eigene Hinweise, [wann und wie du Gebrauchsrasen nachsäst](/rasen/gebrauchsrasen-nachsaeen-optimale-zeitpunkte-und-methoden/).

> **Mythos-Check:** Nachsäen geht nur im Herbst? Bei feuchtwarmer Witterung ist die Nachsaat von April bis September möglich. Der Herbst bringt vor allem gespeicherte Bodenwärme und leichter sicherzustellende Feuchtigkeit mit. [Welche weiteren Irrtümer übers Nachsäen kursieren](/rasen/rasennachsaat-mythen-und-fakten-wissenschaftlich-beleuchtet/), klärt der Faktencheck zur Rasennachsaat.

## Frühjahr: Start, sobald Wärme und Wasser reichen

Im Frühjahr beginnt die Nachsaat je nach regionaler Empfehlung zwischen April und Mitte Mai. Entscheidend ist nicht das Datum, sondern ob Wärme und Wasserversorgung schon ausreichen. Bodenfrost kann den Keimprozess verzögern, und die Saat braucht dann länger zum Auflaufen. Außerdem kann im Frühjahr stärkerer Unkrautdruck auftreten als bei einer Saat im Herbst.

Im Herbst lässt sich die Feuchtigkeit leichter sicherstellen, und keimende Rasensamen dürfen nicht austrocknen. Im Frühjahr liegt es deshalb stärker bei dir, die Saatfläche mit der Brause feucht zu halten. Einen Überblick über die Rasenmonate gibt dir der [Aussaatkalender für Rasen zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/rasen/).

## Sommer: bei Hitze und Trockenheit erst abwarten

Auch im Sommer ist eine Nachsaat möglich, solange die Witterung feuchtwarm ist. Zwischen Mitte Juni und August liegt allerdings keines der günstigen Saatfenster für Rasen. Bei großer Hitze steigt der Aufwand, weil die keimende Saat zusätzlich zum Gießen kurz überbraust wird.

Bei Trockenheit wartest du zuerst ab. Ein etablierter Rasen, der braun geworden ist, kann sich nach ausreichendem Regen erholen. Nachgesät wird erst, wenn Pflanzen tatsächlich abgestorben sind und größere Lücken bleiben. Während ausgeprägter Trockenphasen vertikutierst du außerdem nicht. Die Trockenzeit selbst ist also kein Saattermin: Erst nach dem Regen zeigt sich, wo Lücken bleiben, und erst dann kannst du die Fläche wieder bearbeiten.

## Spätsommer und Herbst: die Bodenwärme nutzen

Von August bis Mitte September liegt das zweite günstige Fenster für Rasensaat. Eine Saat im Herbst profitiert von der Wärme, die der Boden über den Sommer gespeichert hat. Auch die Feuchtigkeit lässt sich in dieser Zeit leichter sicherstellen.

Nach einem trockenen Sommer reicht das Fenster weiter. Lücken, die nach der Trockenheit geblieben sind, kannst du im September oder Oktober nachsäen. Sind tatsächlich Pflanzen abgestorben, kannst du die Nachsaat mit einer Mischung verbinden, die besser zu deinem Standort passt. Einzelne Schattenmischungen sehen ohnehin ein Herbstfenster bis Mitte Oktober vor.

Im Oktober kommt es deshalb auf das Bodenthermometer an. Der Monat kommt für Lücken nach Trockenheit noch infrage, die Saat braucht aber je nach Empfehlung mindestens 8 bis 10 °C im Boden.

> **Marias Erfahrung:** Nach einem trockenen Sommer stecke ich an jede braune Stelle ein Holzstäbchen. Nach dem ersten ausreichenden Regen gehe ich die Stäbchen ab und säe nur dort nach, wo kein Gras mehr austreibt.

## Kann man Rasen bei 5 Grad säen?

Nein, bei 5 Grad im Boden ist es für Rasensaat zu kalt. Die mindestens erforderliche Bodentemperatur liegt je nach Empfehlung bei 8 bis 10 °C. Auch für eine Schattenrasenmischung, die schon mit weniger Wärme gesät werden kann, liegt die Untergrenze bei 6 °C. Kommt Bodenfrost dazu, kann sich der Keimprozess verzögern, und das Auflaufen dauert länger.

Ich lese deshalb das Bodenthermometer an der Lücke ab, nicht das Außenthermometer am Haus. Die Mindestwerte beziehen sich auf die Bodentemperatur. Zeigt der Boden im Frühjahr noch 5 Grad, wartest du und misst vor dem Säen erneut. Ist es im Spätherbst schon so kalt, verschiebst du die Nachsaat ins Frühjahr.

> **Zahl im Blick:** Rasensaat braucht je nach Empfehlung mindestens 8 bis 10 °C Bodentemperatur. Als günstig für die Keimung gelten 14 bis 25 °C. Eine einzelne Schattenrasenmischung kann bereits ab 6 °C ausgesät werden. Bei Bodentemperaturen über 20 °C können Hirsearten in lückigen Rasenflächen keimen.

Wie Wärme und Feuchtigkeit die Keimung von Rasensaat im Lauf des Jahres beeinflussen, liest du im Beitrag über [die Saatzeiten für Rasen im Jahresverlauf](/rasen/die-besten-zeitpunkte-fuer-rasensaat-im-jahresverlauf/).

## Den Saattag planen: Gießen, Auflaufen, Schonzeit

Ein passender Termin hängt auch an deinem eigenen Kalender. Keimende Rasensamen brauchen durchgehend Feuchtigkeit, weil Austrocknung den Keimling absterben lassen kann. Die keimende Nachsaat gießt du wie jede keimende Rasensaat.

> **Kurz erklärt:** Während der ersten drei Wochen gießt du keimende Rasensaat alle 1 bis 2 Tage mit 5 l/m², bei Bedarf mit bis zu 10 l/m². Bei großer Hitze überbraust du die Fläche zusätzlich kurz.

Ich lege den Saattag so, dass ich die drei Wochen danach zu Hause bin. So kann ich den Gießrhythmus einhalten.

Wie schnell eine Lücke grün wird, hängt von den Gräsern der Mischung ab. Ausdauerndes Weidelgras läuft innerhalb eines Orientierungsbereichs von 7 bis 15 Tagen auf und eignet sich durch seine schnelle Regeneration für raschen Lückenschluss. Die übrigen Arten stellt der Abschnitt über [Rasengräser und ihre Eigenschaften im Rasen-Ratgeber](/rasen/) vor.

Plane auch die Zeit nach dem Auflaufen ein. Nach Herstellerangabe braucht eine erfolgreich gepflegte Nachsaat etwa 4 bis 6 Wochen, bis die Fläche wieder belastbar ist. Steht ein Gartenfest an oder brauchen die Kinder den Rasen zum Spielen, zählst du diese Spanne vom Saattag an mit.

## Vorbereitung, Saat und Nachpflege in Kürze

Vor der Nachsaat mähst du den Altbestand kurz und räumst Schnittgut und abgestorbene Pflanzenreste vollständig ab. Die Samen arbeitest du flach ein, damit sie direkten Kontakt zum Boden bekommen. Alle Schritte von der Bestandsaufnahme bis zum Vogelschutz zeigt die [Anleitung, wie du Rasen Schritt für Schritt nachsäst](/rasen/schritt-fuer-schritt-anleitung-zur-rasennachsaat/).

Ob und wie du vorher vertikutierst, erklärt der Beitrag darüber, [wie du Nachsaat und Vertikutieren kombinierst](/rasen/rasenregeneration-nachsaat-und-vertikutieren-optimal-kombinieren/). Nach der Saat hältst du die Fläche feucht und richtest den ersten Schnitt nach der Aufwuchshöhe, die für deine Mischung angegeben ist. Welche Fehler bei Nachsaat und Nachpflege häufig passieren, liest du bei den [typischen Fehlern beim Nachsäen und wie du sie vermeidest](/rasen/haeufige-fehler-bei-der-rasennachsaat-und-wie-man-sie-vermeidet/).

## Nachsaat oder Neuanlage?

Eine Herstellerfaustregel rät zur Neuanlage, wenn bei mindestens einem Kriterium wie Unkraut oder Kahlstellen mehr als 50 % der Fläche betroffen sind. Besteht der Rasen zu großen Teilen aus Moos und Unkraut, kann eine Neuanlage zweckmäßiger sein als wiederholtes Ausbessern. Für die Neuanlage gelten eigene Termine, etwa beim [Aussaatzeitpunkt für neuen Gebrauchsrasen](/rasen/die-besten-zeitpunkte-fuer-rasensaat-im-jahresverlauf/).

## Häufige Fragen

### Wann ist ein guter Zeitpunkt für die Rasennachsaat?

Rasen kannst du bei feuchtwarmer Witterung von April bis September nachsäen. Im Frühjahr beginnt die Nachsaat je nach Region zwischen April und Mitte Mai, sobald Wärme und Wasserversorgung ausreichen. Im Spätsommer und Herbst hilft die im Boden gespeicherte Wärme, und die Feuchtigkeit lässt sich leichter sicherstellen. Lücken, die nach einem trockenen Sommer bleiben, kannst du auch im September oder Oktober nachsäen.

### Welche Bodentemperatur brauchen Grassamen bei der Nachsaat, und geht es schon bei 5 Grad?

Für Rasensaat liegt die mindestens nötige Bodentemperatur je nach Empfehlung bei 8 bis 10 °C. Bei 5 Grad im Boden ist es also zu kalt für die Nachsaat. Auch eine Schattenrasenmischung, die mit weniger Wärme auskommt, kann erst ab 6 °C ausgesät werden. Miss die Temperatur im Boden und säe erst, wenn der Mindestwert erreicht ist.

### Welche Vorteile bietet die Nachsaat im Spätsommer und Herbst?

Eine Saat im Herbst profitiert von der Wärme, die der Boden über den Sommer gespeichert hat. Außerdem lässt sich die Feuchtigkeit für die keimende Saat leichter sicherstellen. Im Frühjahr kann dagegen stärkerer Unkrautdruck auftreten. Von August bis Mitte September liegt ein günstiges Fenster für Rasensaat, wenn Bodentemperatur und Feuchtigkeit passen.

### Muss ich bei einer Nachsaat den ganzen Rasen neu anlegen?

Nein, bei einer Nachsaat bleibt der vorhandene Rasen stehen, und du säst in die Lücken. Nach einer Trockenperiode eignet sich die Nachsaat, um eine noch nicht zu stark geschädigte Fläche zu regenerieren. Eine Herstellerfaustregel rät zur Neuanlage, wenn bei mindestens einem Kriterium wie Unkraut oder Kahlstellen mehr als 50 % der Fläche betroffen sind. Besteht der Rasen zu großen Teilen aus Moos und Unkraut, kann eine Neuanlage zweckmäßiger sein als wiederholtes Ausbessern.

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