# Futterpflanzen für Alpakas, Chinchillas und Degus: was passt, was tabu ist

> Dürfen Alpakas Löwenzahn fressen? Was Chinchillas und Degus brauchen, welche Pflanzen für alle drei tabu sind und worauf du bei Heu aus dem eigenen Garten achtest.

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- **Bereich:** Rasen › Futterpflanzen & Weide
- **Zuletzt geprüft:** 10. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.live (total10 GmbH), Redaktion

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Wenn du Chinchillas, Degus oder Alpakas hältst und einen Garten hast, liegt es nahe, einen Teil des Futters selbst zu ziehen. Dabei zählt nicht nur, was in Napf und Raufe landet, sondern auch, was nie hineingeraten darf. Eine Herbstzeitlose im Heu bleibt giftig, auch wenn sie getrocknet ist. Ich ziehe Grünes zum Verfüttern nur auf Flächen, von denen ich sicher weiß, dass dort nie gespritzt wurde.

## Was Alpaka, Chinchilla und Degu brauchen

Alle drei fressen Pflanzen, aber sie brauchen nicht dasselbe. Die Tabelle zeigt die Unterschiede auf einen Blick.

| Was zählt | Alpaka | Chinchilla | Degu |
|---|---|---|---|
| Grundlage | hochwertiges Heu, jederzeit verfügbar | gut strukturiertes Heu, ständig frei verfügbar | Pflanzenkost aus Blättern, Samen, Gras, Kräutern und Baumrinde |
| Frisches Grün | Weideaufwuchs aus Gräsern, Kräutern und Klee | Beigabe zum Heu, kein Ersatz | in der warmen Jahreszeit täglich geeignetes Blattgrün |
| Besonders beachten | Kraftfutter nur bei Bedarf, Mineralstoffe täglich | die Raufe darf nie leer werden | kein Obst, weil Degus zu Diabetes neigen |

Wie viel ein Tier braucht, lässt sich nur mit Blick auf den Energiegehalt seines Futters abschätzen. Die Ration besprichst du deshalb mit einer Tierarztpraxis, die deine Tierart kennt.

## Alpakas: Heu als Grundlage, Weide als Ergänzung

### Dürfen Alpakas Löwenzahn fressen?

Löwenzahn ist ein gewöhnliches Wiesenkraut und wächst auf vielen Weiden zwischen den Gräsern. Grünlandfutter setzt sich typischerweise aus Gräsern, Kräutern und Leguminosen zusammen, zum Beispiel aus Weidelgras, Spitzwegerich und Klee. Ein Alpaka auf der Weide frisst diesen gemischten Aufwuchs, und Löwenzahn ist darin ein Kraut unter vielen. Die Grundlage der Fütterung ist er nicht, die bildet bei Alpakas hochwertiges Heu.

Willst du Löwenzahn zusätzlich pflücken und von Hand füttern, nimm ihn nur von Flächen, die sicher nie gespritzt wurden. Eine feste Menge gibt es dafür nicht, und neues Futter führst du schrittweise ein. Beim Pflücken achtest du darauf, dass keine Giftpflanze mit in den Korb gerät.

### Was Alpakas jeden Tag brauchen

Hochwertiges Heu soll für Alpakas jederzeit verfügbar sein. Kraftfutter setzt du nur ein, wenn ein Bedarf dafür besteht. Die Versorgung mit Mineralstoffen stellst du täglich sicher.

Kleearten bringen viel Eiweiß und Mineralstoffe ins Feldfutter. Wie stark solche Werte schwanken, zeigt die Luzerne. Tabellierte Futterwerte sind Mittelwerte, und eine konkrete Partie kann davon abweichen. Für zugekauftes Luzerneheu heißt das: Was in deiner Partie steckt, verrät dir eine Futteruntersuchung, nicht die Tabelle.

> **Zahl im Blick:** In drei untersuchten Luzernechargen lag der Rohproteingehalt zwischen 133 und 183 g je kg Trockenmasse. Das beschreibt Inhaltsstoffe einzelner Partien, keine Empfehlung und keine Wirkung auf deine Tiere.

### Die Weide in Koppeln teilen

Teilst du die Weide in mehrere Koppeln, grasen die Alpakas jede Fläche nur kurz ab. Die Grasnarbe bekommt danach eine längere Erholungsphase. Eine solche Umtriebsweide macht mehr Arbeit als eine Standweide, nutzt den Futterbestand aber besser aus. Schnittgut lasse ich nicht als dicke Matte auf der Fläche liegen, weil sie die Grasnarbe darunter ersticken kann.

> **Passt dazu:** Laufen neben deinen Alpakas auch Hühner über die Fläche, lies nach, [welche Futterpflanzen in einen Hühnergarten passen](/rasen/futterpflanzen/futterpflanzen-fuer-huehner-vielfalt-im-huehnergarten/).

## Chinchillas: Heu, das nie ausgeht

Chinchillas brauchen gut strukturiertes Heu, und zwar ständig zur freien Verfügung. Die Raufe darf also nie leer werden. Frisches Grün ist bei ihnen eine Beigabe zum Heu und ersetzt es nicht. Neue Kräuter bietest du einzeln an, damit du siehst, wie dein Tier sie annimmt.

Für eigenes Heu kommen klassische Futtergräser in Frage. Wiesenlieschgras, im Handel oft Timothee genannt, wird als Futtergras angebaut und zählt zu den Obergräsern. Die Wiesenrispe ist ebenfalls ein gutes Futtergras und gehört zu den Untergräsern. Auch der Schnittzeitpunkt verändert das Heu: Beim Welschen Weidelgras steigt mit fortschreitender Reife der Stängelanteil, während der Energiegehalt sinkt.

## Degus: Blattgrün ja, Obst nein

Degus sind Pflanzenfresser. Zu ihrer natürlichen Nahrung gehören Blätter, Samen, Gras, Kräuter und Baumrinde. In der warmen Jahreszeit gehört täglich geeignetes frisches Blattgrün in ihr Futter. Obst bekommen Degus nicht, weil sie zu Diabetes neigen.

> **Mini-Checkliste:** Bevor Grün aus dem Garten in Napf oder Raufe kommt, prüfe ich fünf Dinge. Ist die Pflanze sicher bestimmt? Wurde die Fläche nie gespritzt? Steht keine Giftpflanze dazwischen? Ist nichts verschimmelt? Kommt die neue Sorte einzeln dazu?

Weil Rinde zu ihrer natürlichen Nahrung gehört, schneide ich für Nager auch Zweige. Dafür nehme ich nur Gehölze, die ich sicher erkenne. Bei der Eibe sind Rinde, Nadeln und Samen giftig. Für ein Tier, das Rinde frisst, muss sie deshalb sicher aus dem Schnittgut bleiben.

## Welche Pflanzen für Alpaka, Chinchilla und Degu tabu sind

Einige Pflanzen gehören in kein Futter, egal für welches Tier. Sie begegnen dir auf Weide und Wiese, im Garten oder als Zimmerpflanze.

| Pflanze | Was du wissen musst |
|---|---|
| Eisenhut | für sämtliche Tierarten giftig |
| Eibe | Rinde, Nadeln und Samen sind giftig |
| Herbstzeitlose | ihre Giftstoffe bleiben nach Trocknung, Silierung und Lagerung erhalten |
| Kreuzkraut | enthält Pyrrolizidinalkaloide, die Rinder und Pferde auch über Heu oder Silage schwer bis tödlich vergiften können |
| Aloe vera | die ganze Pflanze ist giftig, besonders der Saft |
| verschimmeltes Futter | Schimmelpilzgifte können schon auf dem Feld oder erst im Lager entstehen |
| Obst für Degus | nicht füttern, weil Degus zu Diabetes neigen |

> **Achtung:** Hast du den Verdacht, dass dein Tier eine Giftpflanze gefressen hat, hol sofort tierärztliche Hilfe. Warte nicht ab, ob sich etwas zeigt.

Kreuzkraut kann auch über Heu vergiften, und die Giftstoffe der Herbstzeitlose überstehen das Trocknen. Die Kontrolle gehört deshalb vor den Schnitt, nicht erst an die Raufe.

> **Marias Erfahrung:** Vor dem Mähen gehe ich die Heuwiese in Bahnen ab und ziehe Herbstzeitlose und Kreuzkraut mit Handschuhen heraus. Stellen, an denen ich mir nicht sicher bin, mähe ich getrennt und verfüttere das Schnittgut nicht.

### Heu aus dem eigenen Garten

Machst du Heu für Chinchillas oder Alpakas selbst, muss es gut durchtrocknen. Lagerstabil und dicht lagerbar ist Heu mit weniger als 14 % Wassergehalt. Lagere es geschützt vor neuem Wasser und lass Luftraum darüber, damit feuchtwarme Luft abziehen kann. Heu mit sichtbarem Schimmel oder muffigem Geruch verfüttere ich nicht.

## Und Meerschweinchen und Kaninchen?

Meerschweinchen müssen Vitamin C mit dem Futter aufnehmen, weil sie es anders als Kaninchen nicht selbst bilden können. Für beide gehören Wiesengräser und Wiesenkräuter zur Hauptnahrung, täglich frisch und als Heu. Ein eigener Ratgeber zeigt, [welche Grünfutterpflanzen Kaninchen und Meerschweinchen vertragen und welche für sie giftig sind](/rasen/futterpflanzen/kaninchen-und-meerschweinchenfutter-gruene-leckerbissen-fuer-die-kleinen/).

## Futterpflanzen selbst ziehen

Grün für Chinchilla und Degu wächst im Kräuterbeet oder in Töpfen mit Abzugslöchern, für Alpakas geht es um Weide und Heuwiese. Zeitfenster, Saattiefe und Abstände je Kultur findest du im [Futterpflanzen-Ratgeber im Abschnitt Aussaat je Kultur](/rasen/futterpflanzen/). Wann was gesät wird, zeigt dir der [Aussaatkalender für Futterpflanzen zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/futterpflanzen/).

## Durchs Jahr füttern

In der warmen Jahreszeit liefert der Garten frisches Grün, und Degus bekommen dann täglich geeignetes Blattgrün. Im Winter tragen Heu und Vorrat die Fütterung, für Chinchilla und Alpaka bleibt Heu ohnehin das ganze Jahr die Grundlage. Wie sich die Kleintierfütterung über das Jahr zwischen frischem Schnitt und Lager verschiebt, steht im Futterpflanzen-Ratgeber unter Kleintierfütterung im Jahresverlauf und im Ratgeber zu Kaninchen- und Meerschweinchenfutter.

## Häufige Fragen

### Welche Futterpflanzen eignen sich für Chinchillas und Degus?

Chinchillas brauchen gut strukturiertes Heu, das ständig frei verfügbar ist, frisches Grün ist bei ihnen nur eine Beigabe. Degus sind Pflanzenfresser, zu ihrer natürlichen Nahrung gehören Blätter, Samen, Gras, Kräuter und Baumrinde. In der warmen Jahreszeit bekommen sie täglich geeignetes frisches Blattgrün, Obst dagegen nicht, weil sie zu Diabetes neigen.

### Was sind die Grundlagen für die Fütterung von Alpakas und Meerschweinchen?

Für Alpakas ist hochwertiges Heu die Grundlage und soll jederzeit verfügbar sein. Kraftfutter kommt bei ihnen nur bei Bedarf dazu, die Versorgung mit Mineralstoffen stellst du täglich sicher. Bei Meerschweinchen gehören Wiesengräser und Wiesenkräuter zur Hauptnahrung, täglich frisch und als Heu. Vitamin C müssen sie mit dem Futter aufnehmen, weil sie es nicht selbst bilden können.

### Wie unterscheidet sich die Winterfütterung von der Sommerfütterung bei exotischen Haustieren?

Für Chinchillas und Alpakas bleibt Heu das ganze Jahr die Grundlage. Im Sommer kommt frisches Grün aus Garten und Weide dazu, Degus bekommen in der warmen Jahreszeit täglich geeignetes frisches Blattgrün. Im Winter tragen Heu und Vorräte die Fütterung. Jeden Wechsel im Futterangebot gehst du schrittweise an, damit sich die Tiere umstellen können.

### Welche praktischen Methoden gibt es für die Konservierung selbst angebauter Futterpflanzen?

Bei Chinchilla und Alpaka steht Heu im Mittelpunkt, und lagerstabil ist es mit weniger als 14 % Wassergehalt. Lagere es geschützt vor neuem Wasser und mit Luftraum darüber, damit feuchtwarme Luft abziehen kann. Verschimmeltes Futter gehört nicht in die Raufe, weil Schimmelpilzgifte auf dem Feld oder im Lager entstehen können. Die Giftstoffe der Herbstzeitlose überstehen das Trocknen, deshalb kontrollierst du die Wiese schon vor dem Schnitt.

### Welche besonderen Herausforderungen bringt der Anbau von Futterpflanzen auf Balkon und Terrasse mit sich?

Im Topf muss überschüssiges Wasser ablaufen können, deshalb brauchen Pflanzgefäße Abzugslöcher. Für Petersilie in Töpfen oder Balkonkästen eignet sich spezielle Kräutererde. Die Petersiliensorte Laura kommt mit sonnigen bis halbschattigen Plätzen zurecht. Gieße vorzugsweise früh morgens und bodennah.

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