# Nährstoffreiche Futterpflanzen: Was drinsteckt und wie du den Gehalt prüfst

> Eiweiß, Zucker, Rohfaser, Mineralstoffe: welche Nährstoffe Futterpflanzen liefern, wovon ihr Gehalt abhängt und wie du ihn bestimmst und erhältst.

- **URL:** https://samen.live/rasen/futterpflanzen/naehrstoffreiche-futterpflanzen-fuer-gesunde-nutztiere/
- **Bereich:** Rasen › Futterpflanzen & Weide
- **Zuletzt geprüft:** 10. Oktober 2026
- **Herausgeber:** samen.live (total10 GmbH), Redaktion

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Du hast Rüben im Beet, Klee auf der Wiese oder Heu im Schuppen und willst wissen, was davon im Futter steckt. Ein Tabellenwert taugt dafür als Orientierung, aber nicht als Messwert deiner Partie. In drei untersuchten Luzernechargen lag das Rohprotein zwischen 133 und 183 g je kg Trockenmasse. Wer mit einem einzigen Mittelwert plant, kann bei der eigenen Charge also danebenliegen.

Ich lese deshalb jeden Futterwert mit drei Fragen im Kopf: Worauf bezieht er sich, woher stammt er und für welche Partie gilt er? Vorab: Futterwerte beschreiben Inhaltsstoffe, keine Wirkung auf die Gesundheit deiner Tiere.

## Welche Nährstoffe stecken in Futterpflanzen?

In Futterwerten tauchen immer wieder dieselben Gruppen auf: Eiweiß, Energie und Zucker, Rohfaser als Maß für die Struktur, Mineralstoffe und Vitamine. Die Tabelle zeigt Werte für einige Futterpflanzen, jeweils mit Bezugsgröße und Art der Angabe.

> **Kurz erklärt:** Trockenmasse ist das, was nach Abzug des Wassers vom Futter übrig bleibt. Rohprotein ist die Sammelangabe für Eiweiß im Futter. MJ NEL steht für Nettoenergie Laktation, die Energieangabe im Bewertungssystem der Rinderfütterung.

| Futterpflanze | Nährstoff | Wert | Art der Angabe |
|---|---|---|---|
| Futterrübe | Trockenmasse | 146 g je kg Frischmasse | Tabellenwert |
| Futterrübe | Zucker | 545 g je kg Trockenmasse | Tabellenwert |
| Futterrübe | Rohprotein | 80 g je kg Trockenmasse | Tabellenwert |
| Futterrübe | Nettoenergie Laktation | 7,47 MJ NEL je kg Trockenmasse | Tabellenwert der Rinderfütterung |
| Futterrübe | Kalzium | 2,7 g je kg Trockenmasse | Tabellenwert |
| Futterrübe | Phosphor | 2,4 g je kg Trockenmasse | Tabellenwert |
| Futterrübe | Kalium | 30 g je kg Trockenmasse | Tabellenwert |
| Futterzichorie Grassland’s Puna, getrocknet, im Blattstadium | Rohprotein | 149 g je kg Trockenmasse | Versuchswert |
| dieselbe Futterzichorie | Rohfaser | 162 g je kg Trockenmasse | Versuchswert |
| dieselbe Futterzichorie | Kalium | 50 g je kg Trockenmasse | Versuchswert |
| dieselbe Futterzichorie | Verdaulichkeit der organischen Substanz | 78,8 % bei erwachsenen Hammeln | Versuchswert |
| Luzerne, drei untersuchte Chargen | Rohprotein | 133 bis 183 g je kg Trockenmasse | Untersuchung |
| Erbsen | Rohprotein | 207 g je kg Futtermittel | Vergleichstabelle Schweinefütterung |
| Ackerbohnen | Rohprotein | 260 g je kg Futtermittel | Vergleichstabelle Schweinefütterung |
| Süßlupinen | Rohprotein | 331 g je kg Futtermittel | Vergleichstabelle Schweinefütterung |

Grünlandfutter setzt sich typischerweise aus Gräsern, Kräutern und Leguminosen zusammen, etwa aus Weidelgras, Spitzwegerich und Klee. Die einzelnen Futterpflanzengruppen und ihre Eignung stellt der Ratgeber vor, [welche Futterpflanzen für Nutztiere wofür taugen](/rasen/futterpflanzen/die-wichtigsten-futterpflanzen-fuer-nutztiere-ein-umfassender-ueberblick/). Die Anbaugrundlagen findest du im [Überblick über Grünland, Futterkohl, Rüben und Zichorie](/rasen/futterpflanzen/).

### Eiweiß: Menge und Bausteine

Beim Eiweiß stehen die Leguminosen im Mittelpunkt. Kleearten bereichern Feldfutter durch ihren hohen Eiweiß- und Mineralstoffanteil. Luzerne dient in Rinderrationen vor allem als Protein- und Strukturkomponente. Futterrüben dagegen zählen mit 80 g Rohprotein je kg Trockenmasse zu den proteinarmen Futtermitteln.

Die Rohproteinzahl verrät allerdings nur die Menge. Erbsen und Ackerbohnen sind für die Schweinefütterung lysinreich, aber vergleichsweise arm an Methionin und Cystin. Ein hoher Rohproteinwert sagt also noch nicht, dass alle Eiweißbausteine ausreichend vertreten sind.

### Energie und Zucker

Futterrüben sind ein energiereiches Ausgleichsfutter. Als Tabellenwert enthalten sie 545 g Zucker je kg Trockenmasse. Ein Kilogramm frische Rübe bringt aber nur 146 g Trockenmasse mit. Wer frische Rüben mit Heu vergleicht, muss beide Werte deshalb auf Trockenmasse beziehen.

Die leicht verdaulichen Kohlenhydrate bergen auch ein Risiko: Futterrüben können bei Schafen und Ziegen eine Pansenazidose begünstigen.

### Struktur und Rohfaser

Gräser liefern die Grundlage für wiederkäuergerechtes Futter. Futterrüben sind dagegen strukturarm, sodass Wiederkäuerrationen mit Rüben einen Strukturausgleich brauchen. Bei Zwischenfruchtrationen für Wiederkäuer können Heu oder Stroh bei Bedarf als Strukturausgleich dienen. Markstammkohl eignet sich für Rinder, Schafe und Ziegen als Ergänzung zu rohfaserreichen Rationen.

### Mineralstoffe

Bei der Futterrübe liegt der Tabellenwert für Kalium weit über denen für Kalzium und Phosphor. Klee und Luzerne bringen hohe Kalzium- und Kaliumgehalte mit, die besonders in Trockensteherrationen berücksichtigt werden müssen. Auch die Tierart verschiebt die Bewertung: Ziegen haben einen höheren Kupferbedarf als Schafe und reagieren weniger empfindlich auf Kupfer. Ein Mineralstoffwert ist deshalb erst zusammen mit der Tierart aussagekräftig.

### Vitamine

Bei den Vitaminen steht für Meerschweinchen Vitamin C im Vordergrund. Anders als Kaninchen können sie es nicht selbst bilden und müssen es mit dem Futter aufnehmen. Petersilie enthält als Lebensmittel-Tabellenwert etwa 160 mg Vitamin C je 100 g Frischware. Welche Pflanzen für Kleintiere passen, vertieft der Ratgeber, [welche Futterpflanzen sich als Ergänzung für Haustiere eignen](/rasen/futterpflanzen/futterpflanzen-als-natuerliche-ergaenzung-fuer-haustiere/).

## Wovon hängt der Nährstoffgehalt ab?

### Reife und Nutzungszeitpunkt

Mit dem Nutzungszeitpunkt verschiebt sich der Gehalt. Mit fortschreitender Reife steigt beim Welschen Weidelgras der Stängelanteil, während der Energiegehalt sinkt. Für die Weidenutzung von Gräsern gilt das 3-Blatt-Stadium als günstiger Nutzungszeitpunkt. Beim Markstammkohl liegt der angegebene Erntezeitpunkt bei 12 bis 15 % Trockensubstanz.

Vor dem Schnitt gehe ich durch den Bestand und schaue mir an, wie viel Stängel schon zwischen den Blättern steht. Das notiere ich zusammen mit dem Schnittdatum. Wie du die einzelnen Kulturen erntest und frisch oder als Silage verwertest, steht im Grundlagenratgeber Futterpflanzen unter Ernte und Verwertung.

### Art, Sorte und Witterung

Schon die Grasart verschiebt den Futterwert. Knaulgras und Rohrschwingel vertragen Trockenheit, haben aber einen geringeren Futterwert als Deutsches Weidelgras. Bei den Kohlenhydraten im Gras zählt auch das Fruktan. Lieschgras, Rotschwingel, Knaulgras und Wiesenfuchsschwanz weisen tendenziell geringere Fruktangehalte auf als Deutsches und Welsches Weidelgras. Die Witterung spielt mit: Starke Sonneneinstrahlung bei kalten Nächten sowie Wassermangel können höhere Fruktangehalte begünstigen. Was das für Pferde bedeutet, vertieft der Ratgeber, [welche Gräser und Kräuter auf eine Pferdeweide gehören](/rasen/futterpflanzen/futterpflanzen-fuer-pferde-die-weideauswahl/).

Für die Gehaltsrübe gibt eine Futterwerttabelle 17 bis 19 % Trockenmasse an. Die Halbzuckerrübe liegt dort bei 14 bis 16 % Trockenmasse. Beim Markstammkohl besitzen niedrig wachsende Sorten höhere Trockenmassegehalte als stängelige. Mehr zu den Typen steht im Grundlagenratgeber unter Futterwert und Rübentypen.

### Bestand und Düngung

Was im Bestand wächst, bestimmt den Futterwert mit. In Gras-Leguminosen-Mischungen fördern höhere Stickstoffgaben das Graswachstum und können die Zusammensetzung des Bestandes verändern. In Kleegras kann zusätzlicher Stickstoff den Kleeanteil verringern. Wer Kleegras kräftig mit Stickstoff versorgt, drückt also womöglich genau den Anteil, der Eiweiß und Mineralstoffe ins Feldfutter bringt.

Kleinkörnige Futterleguminosen können dank ihrer Knöllchenbakterien ohne Stickstoffdüngung auskommen. Wie Futterbau und Bodenfruchtbarkeit im Öko-Betrieb zusammenhängen, beschreibt der Ratgeber, [welche Rolle Futterpflanzen in der ökologischen Tierhaltung spielen](/rasen/futterpflanzen/die-rolle-von-futterpflanzen-in-der-oekologischen-tierhaltung/).

> **Achtung:** Was auf der Fläche wächst, landet auch im Heu. Kreuzkräuter gehören nicht ins Futter, denn ihre Pyrrolizidinalkaloide können auch über Heu oder Silage bei Rindern und Pferden schwere bis tödliche Vergiftungen verursachen. Die Giftstoffe der Herbstzeitlose bleiben auch nach Trocknung, Silierung und Lagerung erhalten. Nitratreiches Herbstfutter kann besonders für Wiederkäuer ein Vergiftungsrisiko sein, und eine pauschal sichere Menge gibt es nicht. Bei Verdacht auf eine Vergiftung holst du sofort tierärztliche Hilfe.

## Wie bestimmst du den Nährstoffgehalt?

Für eine erste Einschätzung reichen Tabellenwerte. Sie sind Mittelwerte und können von den Werten einer konkreten Futterpartie abweichen. Zum Einordnen und Vergleichen taugen sie trotzdem, solange die Bezugsgröße stimmt.

> **Häufiger Fehler:** Werte mit unterschiedlicher Bezugsgröße nebeneinanderstellen. Die Rübenwerte gelten je kg Trockenmasse, die Erbsenwerte aus der Schweinefütterung je kg Futtermittel. Das Vitamin C der Petersilie bezieht sich auf 100 g Frischware. Vergleiche nur Zahlen mit derselben Bezugsgröße.

Die Inhaltsstoffwerte deiner eigenen Partie liefert eine Futteruntersuchung. Für eine aussagekräftige Rationsberechnung bei Schafen und Ziegen soll jede Grundfuttercharge mit einer repräsentativen Laborprobe untersucht werden. Auch wer Zwischenfruchtfutter einplant, bekommt die Inhaltsstoffwerte für die Rationsplanung aus einer Futteruntersuchung. Die benötigte Futtermenge lässt sich nur unter Berücksichtigung des Energiegehalts abschätzen.

Bei Futtergetreide werden die Nährstoffgehalte mit der Nahinfrarotspektroskopie analysiert, kurz NIRS. Energiegehalt und wertbestimmende Aminosäuren werden anschließend rechnerisch ermittelt. Die Energiezahl auf einem solchen Befund ist also ein Rechenwert und kein direkt gemessener Wert.

> **Marias Erfahrung:** Jede Heupartie beschrifte ich mit Fläche und Schnittdatum. Kommt ein Analysebefund zurück, lege ich ihn neben den Tabellenwert und notiere, wie weit beide auseinanderliegen.

> **Mini-Checkliste:** So liest du einen Futterwert:
> - Bezugsgröße: je kg Frischmasse, je kg Trockenmasse oder je kg Futtermittel?
> - Art der Angabe: Tabellenwert, Versuchswert oder Analyse deiner Charge?
> - Pflanze: Art, Sorte und Nutzungsstadium?
> - Bewertungssystem: Gilt die Energieangabe für die Tierart, die du fütterst?

## Wie erhältst du den Nährstoffgehalt nach der Ernte?

Manche Inhaltsstoffe reagieren empfindlich auf den Umgang nach der Ernte. Vitamin C ist hitze- und lichtempfindlich, sodass Lagerung und Zubereitung den Gehalt von Futterpflanzen verändern können. Geschnittenes Grün lasse ich deshalb nicht in der Sonne liegen.

Bei Kartoffeln für Schweine ist es umgekehrt. Rohe Kartoffeln eignen sich schlechter zur Schweinefütterung als gedämpfte, weil die Stärke im Dünndarm unzureichend aufgeschlossen wird. Das Solanin zerstört die Hitze allerdings nicht, und das Dämpfwasser gehört nicht ins Schweinefutter.

Frische Futterrüben sind bei etwa 5 °C begrenzt lagerfähig, Wärme begünstigt das Austrocknen und Frost mit anschließendem Auftauen die Fäulnis. Lagerstabiles, dicht lagerbares Heu braucht weniger als 14 % Wassergehalt und muss vor erneutem Wasserzutritt geschützt liegen. Schimmelpilzgifte können Futterpflanzen schon auf dem Feld oder erst während der Lagerung belasten. Wie du Rüben, Heu und Silage sauber lagerst, steht im Grundlagenratgeber unter Lagern und Futterhygiene.

Auf der Weide entscheidet das System mit, wie viel vom Aufwuchs genutzt wird. Umtriebsweiden und besonders Portionsweiden machen mehr Arbeit als Standweiden, ermöglichen aber eine bessere Ausnutzung des Futterbestands. Wie du Aufwuchshöhe und Weidesystem abstimmst, beschreibt der Grundlagenratgeber unter Wiese und Weide.

## Was bedeutet der Futterwert für die einzelne Tierart?

Ein Futterwert bedeutet nicht für jede Tierart dasselbe. Die Fütterung von Schafen und Ziegen muss an das Leistungsstadium angepasst werden, etwa an Erhaltung oder Säugephase. Bei Milchziegen kann Kohl den Geschmack der Milch beeinträchtigen. Pferden gibst du Rüben halbiert, weil kleine Futterwürfel das Risiko einer Schlundverstopfung erhöhen. Bei Hühnern hängen Futtermenge und Futterzusammensetzung von Rasse, Körpergröße und Haltungsform ab. Für Kaninchen wird Heu zusammen mit Saftfutter als Fütterungsgrundlage empfohlen.

Neues Futter führst du langsam ein. Bei Zwischenfruchtfutter für Wiederkäuer wird eine Umstellung über 8 bis 14 Tage empfohlen. Auch bei Kaninchen muss ein Wechsel des Futterangebots langsam erfolgen, damit sich der Verdauungsapparat darauf einstellen kann.

> **Mythos-Check:** „Mehr Eiweiß im Heu bringt automatisch mehr Milch.“ Darauf ist kein Verlass. In einem Milchkuhversuch erzielten angepasste Rationen mit Wiesenheu beziehungsweise Luzerneheu keine signifikant unterschiedlichen Milchleistungen. Ähnlich bei Hühnern: Die Farbe des Eidotters erlaubt keine Aussage über den Gesundheitswert eines Eis.

Für Hühner zeigt ein eigener Ratgeber, [welche Futterpflanzen sich für den Hühnergarten eignen](/rasen/futterpflanzen/futterpflanzen-fuer-huehner-vielfalt-im-huehnergarten/). Welche Pflanzengruppe für welche Tierart taugt, steht im bereits genannten Überblick zu den Futterpflanzen für Nutztiere.

> **Passt dazu:** Wenn du Futterpflanzen selbst ziehen willst, erklärt dir ein Ratgeber, [wie du Futterpflanzen im Hausgarten anbaust](/rasen/futterpflanzen/anleitung-zum-anbau-von-futterpflanzen-im-hausgarten/). Saatbett und Saatzeitpunkt behandelt der Beitrag, [wie du Futterpflanzen richtig aussäst](/rasen/futterpflanzen/die-richtige-aussaat-von-futterpflanzen-tipps-und-tricks/). Die Termine im Jahreslauf liefert der [Aussaatkalender für Futterpflanzen zum Ausdrucken](/tools/druck/aussaatkalender/futterpflanzen/).

## Häufige Fragen

### Welche Nährstoffe liefern Futterpflanzen?

Futterpflanzen liefern Eiweiß, Energie und Zucker, Rohfaser sowie Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor und Kalium, dazu Vitamine. Die Anteile unterscheiden sich je nach Art deutlich: Futterrüben enthalten als Tabellenwert 545 g Zucker je kg Trockenmasse, sind aber proteinarm. Kleearten bereichern Feldfutter dagegen durch ihren hohen Eiweiß- und Mineralstoffanteil. Futterwerte beschreiben Inhaltsstoffe, keine Wirkung auf die Gesundheit der Tiere.

### Wie unterscheiden sich Gräser und Leguminosen im Nährstoffgehalt?

Gräser liefern die Grundlage für wiederkäuergerechtes Futter. Kleearten bereichern Feldfutter durch ihren hohen Eiweiß- und Mineralstoffanteil, Luzerne dient in Rinderrationen vor allem als Protein- und Strukturkomponente. Klee und Luzerne bringen außerdem hohe Kalzium- und Kaliumgehalte mit, die besonders in Trockensteherrationen zu berücksichtigen sind. Kleinkörnige Futterleguminosen können dank ihrer Knöllchenbakterien ohne Stickstoffdüngung auskommen.

### Wie beeinflusst das Wachstumsstadium den Nährstoffgehalt?

Mit fortschreitender Reife steigt beim Welschen Weidelgras der Stängelanteil, während der Energiegehalt sinkt. Für die Weidenutzung von Gräsern gilt das 3-Blatt-Stadium als günstiger Nutzungszeitpunkt. Beim Markstammkohl wird der Erntezeitpunkt bei 12 bis 15 % Trockensubstanz angegeben.

### Wie lässt sich der Nährstoffgehalt von Futter bestimmen?

Tabellenwerte geben eine erste Orientierung, sind aber Mittelwerte und können von einer konkreten Futterpartie abweichen. Die Inhaltsstoffwerte der eigenen Partie liefert eine Futteruntersuchung. Bei Schafen und Ziegen soll für eine aussagekräftige Rationsberechnung jede Grundfuttercharge mit einer repräsentativen Laborprobe untersucht werden. Bei Futtergetreide werden die Nährstoffgehalte per NIRS analysiert, Energiegehalt und wertbestimmende Aminosäuren werden anschließend rechnerisch ermittelt.

### Bringt mehr Eiweiß im Futter automatisch mehr Leistung?

Darauf ist kein Verlass. In einem Milchkuhversuch erzielten angepasste Rationen mit Wiesenheu beziehungsweise Luzerneheu keine signifikant unterschiedlichen Milchleistungen. Zudem sagt die Eiweißmenge nichts über die Bausteine: Erbsen und Ackerbohnen sind für die Schweinefütterung lysinreich, aber vergleichsweise arm an Methionin und Cystin.

### Warum schwankt der Nährstoffgehalt derselben Futterpflanze?

Neben Art und Reife wirken Witterung und Bestandszusammensetzung mit. Starke Sonneneinstrahlung bei kalten Nächten sowie Wassermangel können höhere Fruktangehalte im Gras begünstigen. In Kleegras kann zusätzlicher Stickstoff die Gräser fördern und den Kleeanteil verringern. Wie groß die Spanne sein kann, zeigen drei untersuchte Luzernechargen mit 133 bis 183 g Rohprotein je kg Trockenmasse.

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