Blumen · Sommerblumen & Einjährige · Pflege

Stiefmütterchen pflegen: Standort, Gießen, Düngen und Winterschutz

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 11 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Standort sonnig bis halbschattig, bei Wärme lieber Halbschatten.
  • Boden feucht, aber gut durchlässig, denn Staunässe kann Wurzelfäule begünstigen.
  • Im Beet 10 bis 20 cm Abstand in der Reihe und 20 cm zwischen den Reihen.
  • Nach Bedarf gießen, morgens in den Wurzelbereich; in Gefäßen vorher die Feuchte prüfen.
  • Stark salzempfindlich: im Beet nach Bodenuntersuchung, im Gefäß nach Packungsangabe düngen.
  • Verwelkte Blüten regelmäßig ausputzen, das kann die Blütezeit verlängern.
  • Winterhart; Kästen auch im Winter an frostfreien Tagen nach Bedarf gießen.
Pflege eines blühenden Sommerblumenbeets im Garten
Foto: Kampus Production · Pexels License · Quelle ↗

Wer Stiefmütterchen kräftig düngt, riskiert Wurzelschäden, denn Garten-Stiefmütterchen sind stark salzempfindlich. Wer im Topf nur nach der Erdoberfläche gießt, übersieht in torffreier Erde leicht, dass es weiter unten noch nass ist. Beidem beugst du mit wenigen Routinen vor. Ich pflege meine Stiefmütterchen in kurzen Runden: Erde prüfen, Verblühtes abknipsen, unter die Blätter schauen.

Welche Stiefmütterchen sind hier gemeint?

Gemeint sind Garten-Stiefmütterchen, botanisch Viola × wittrockiana. Garten-Stiefmütterchen gelten als zweijährig, sind winterhart und werden meist als Saisonpflanze für die kühle Jahreszeit gezogen. Wie sie sich unter den übrigen Sommerblumen einordnen, steht im Kurzporträt der Sommerblumen mit Lebensdauer und Herkunft.

Hornveilchen gehören zu Viola cornuta, Duftveilchen zu Viola odorata. Der oft verwendete Name Viola tricolor trifft die Gartenformen botanisch nicht. Wildwachsende Arten stellt der Ratgeber zu wilden Stiefmütterchen im Naturgarten vor.

Nach einer frühen Aussaat im Juni können Garten-Stiefmütterchen schon im Herbst blühen, ihre Hauptblüte liegt im folgenden Frühjahr. Die Sorte ‘Goldgelb mit Auge’ zum Beispiel blüht von März bis Mai und noch einmal von September bis November. Sorten, Farben und den Verlauf übers Jahr zeigt der Ratgeber zur Vielfalt der Stiefmütterchen im Gartenjahr.

Standort und Boden: Wo wachsen Stiefmütterchen gut?

Licht: sonnig bis halbschattig

Garten-Stiefmütterchen wachsen an sonnigen bis halbschattigen Plätzen. Bei warmen Temperaturen bevorzugen sie Halbschatten, denn große Hitze beeinträchtigt die Pflanzen. Für Pflanzungen, die bis in den Sommer blühen sollen, suche ich deshalb einen halbschattigen Platz aus.

Boden: feucht, aber durchlässig

Stiefmütterchen brauchen einen feuchten, gut durchlässigen Boden. Ein hoher Tonanteil verringert die Wasserdurchlässigkeit und begünstigt Staunässe. Welche Bodenart du hast, zeigt dir eine Fingerprobe mit leicht feuchter Erde: Sandboden zerfällt körnig, Tonboden lässt sich gut formen und klebt.

Schwere Böden lockere ich mit dem Sauzahn, ohne die Bodenschichten zu wenden. Je nach Ausgangszustand kannst du anschließend 2 bis 5 Liter gewaschenen Sand ohne Feinanteile je m² einarbeiten. Kompost lockert schwere Erde ebenfalls und verbessert in leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Kalk gibst du nur, wenn eine Messung einen für deine Bodenart zu niedrigen pH-Wert zeigt.

Das Beet vorbereiten

Vor einer Neuanlage lohnt eine Bodenuntersuchung, danach wiederholst du sie alle 3 bis 5 Jahre. Vor der Probenahme düngst du nicht. Das Ergebnis zeigt Nährstoffvorrat und Kalkbedarf und ist die Grundlage für jede spätere Düngung.

Kompost bringst du im Spätwinter oder Frühjahr aus und nicht als pauschale Herbstgabe, damit kein Nitrat ausgewaschen wird. Da Stiefmütterchen auch im Herbst gepflanzt werden, heißt das für dich: Bei der Herbstpflanzung lockerst du das Beet nur und arbeitest den Kompost erst im Frühjahr ein. Unkraut ziehst du vor dem Pflanzen gründlich heraus.

Pflanzabstand und Pflanztiefe

Maß Wert
Abstand in der Reihe 10–20 cm
Abstand zwischen den Reihen 20 cm
Wuchsbreite der Pflanze 10–25 cm

Setze jede Pflanze so tief, dass der Wurzelballen ganz mit Erde bedeckt ist und die Blätter frei liegen. Danach gießt du gründlich an. Zu dicht solltest du nicht pflanzen, denn ein sehr dichter Bestand begünstigt bei Beet- und Balkonpflanzen die Ausbreitung von Grauschimmel. Größere Flächen zeichne ich vorher als Pflanzplan im Beetplaner auf. Wie Sämlinge über Pikieren und Abhärten zu kräftigen Beetpflanzen werden, beschreibt der Ratgeber zum Heranziehen junger Stiefmütterchen.

Töpfe, Kästen und Ampeln

Garten-Stiefmütterchen eignen sich auch für Terrassengefäße, Ampeln und Balkonkästen. Die Sorte ‘Cool Wave Purple’ wächst ausladend und überhängend und passt in Ampeln und Pflanzgefäße. Gefäßwahl, Substrat und Topfpflege im Einzelnen erklärt der Ratgeber zu Stiefmütterchen in Töpfen und Balkonkästen.

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Gießen: Wie viel Wasser brauchen Stiefmütterchen?

Stiefmütterchen wollen gut mit Wasser versorgt sein, besonders bei Trockenheit. Einen allgemein gültigen Gießrhythmus gibt es trotzdem nicht. Wie oft du gießt, richtet sich nach Bodenart, Temperatur und Niederschlägen.

Ich gieße morgens und direkt in den Wurzelbereich, das Laub bleibt dabei trocken. Morgendliches Gießen verringert Verdunstungsverluste und lässt Pflanzen und Boden tagsüber wieder abtrocknen.

Braucht das Beet Zusatzwasser, gießt du durchdringend in größeren Abständen statt häufig nur wenig. Bei Hitze und Trockenheit bekommen Gartenbeete etwa 20 bis 25 l/m², verteilt auf mehrere Gießgänge. Eine Mulchdecke vermindert die Verdunstung aus dem Boden. Bei feuchtem Wetter und Schneckengefahr legst du sie allerdings nur dünn aus.

Gießen in Topf und Kasten

In Gefäßen prüfst du vor dem Gießen die Feuchte. Bei torffreier Erde kann die Oberfläche schon trocken sein, während tiefere Schichten noch nass sind. Ich fühle deshalb im unteren Bereich mit dem Finger nach oder hebe den Kasten kurz an. Die Abzugslöcher müssen frei bleiben, und Untersetzer leerst du nach starkem Regen.

Regenwasser ist weich und salzarm. Weil Garten-Stiefmütterchen stark salzempfindlich sind, gieße ich meine Gefäße bevorzugt mit Regenwasser aus der Tonne.

Häufiger Fehler

Welke Stiefmütterchen im Topf sofort gießen. Welke Blätter können auf Wassermangel hindeuten, aber ebenso auf Staunässe, Wurzelfäule oder Salzschäden nach zu hoher Düngergabe. Prüf zuerst die Erdfeuchte und entscheide dann.

Düngen: Wie viel Nährstoffe vertragen Stiefmütterchen?

Garten-Stiefmütterchen sind stark salzempfindlich, und eine Überversorgung hemmt ihre Durchwurzelung. Hohe Salzbelastung durch Überdüngung kann Wurzeln absterben lassen und braune Blattränder verursachen, besonders bei Gefäßpflanzen. Gedüngt wird deshalb nach Bedarf und nicht nach Kalender.

Düngen im Beet

Im Beet richtet sich die Düngung nach der Bodenuntersuchung und berücksichtigt die Stickstoffnachlieferung aus Humus. Zeigt die Untersuchung eine sehr hohe Versorgung mit einem Nährstoff, setzt du die Grunddüngung damit aus. Für Kompost gilt als allgemeine Faustzahl etwa 3 l/m² pro Jahr, die aber keine Düngeberechnung für die einzelne Art ersetzt. Bei stark überhöhten Phosphor- oder Kaliumwerten bringst du weniger Kompost aus.

Auch organische Dünger können bei übermäßiger Anwendung überdüngen. Ihre Nährstofffreisetzung hängt von der Witterung ab und ist bei Frost, Trockenheit und stauender Nässe gering. Dünger kommt möglichst auf feuchten Boden, damit die Nährstoffe gleich wirken können.

Düngen in Topf und Kasten

In Gefäßen ist eine leichte Düngung hilfreich. Wurzelraum und Substratvorrat sind dort begrenzt, und die Erde wird mit fortschreitendem Wachstum ausgelaugt. Wann du anfängst, bestimmt die Vordüngung der Erde: Auf der Substratverpackung steht, wie lange die enthaltene Versorgung reicht. Die Menge je Gabe misst du nach der Dosierungsanweisung des jeweiligen Düngers ab.

Zahl im Blick

Für Stiefmütterchen in Gefäßen nennt die Iowa State University wasserlöslichen Dünger im Abstand von ein bis drei Wochen. Granulat oder Langzeitdünger sind eine Alternative. Die Menge richtet sich immer nach der Packungsangabe.

In der Topfkultur ist das Nährstoffverhältnis zunächst ausgeglichen und später kaliumbetont. Flüssigdünger gibst du nur auf bereits feuchte Erde, um Wurzelschäden zu vermeiden. Bei großer Hitze kommt er nur niedrig konzentriert auf angefeuchteten Boden und nicht über das Laub.

Herbstkästen bepflanze ich ohne Langzeitdünger. Mineralische Depotdünger und Hornspäne geben ihre Nährstoffe verzögert frei und eignen sich deshalb nicht für eine Düngung im Herbst. Eine winterharte Herbstbepflanzung in frischer Blumenerde braucht über den Winter ohnehin keinen zusätzlichen Dünger.

Ob die Versorgung stimmt, zeigen dir die Blätter. Kräftig grünes Laub und zügiges Wachstum sprechen für eine gute Nährstoffversorgung. Helles Laub, gehemmtes Wachstum und zunächst gelbe ältere Blätter können auf allgemeinen Nährstoff- oder Stickstoffmangel hindeuten. In torffreier Erde kann trotz Vordüngung zu wenig Stickstoff verfügbar sein. Braune Ränder an älteren Blättern können auf Kaliummangel hinweisen, ähneln aber auch Trocken- oder Salzschäden. Bei Salzschäden durch zu hohe Düngergaben tauschst du die Erde im Gefäß aus.

Mythos-Check

Mehr Blüten durch phosphatbetonten Blütendünger? Als pauschale Strategie zur Blütenförderung ist das fachlich nicht sinnvoll. Stiefmütterchen brauchen eine Versorgung nach Bedarf: im Beet nach Bodenuntersuchung, im Gefäß nach Vorrat der Erde und Packungsangabe.

Ausputzen: Wie bleibt die Blüte in Gang?

Während der Blüte ist das Ausputzen dein regelmäßiger Handgriff. Bei der Mischung ‘Schweizer Riesen’ verlängert regelmäßiges Entfernen verwelkter Blüten die Blütezeit. Bei Sommerblumen allgemein begrenzt das Ausputzen vor dem Samenansatz die Samenbildung und kann weitere Blüten fördern.

Ich knipse Verblühtes mit den Fingern ab, wenn ich mit der Gießkanne vorbeikomme, und nehme faulende oder geknickte Blätter gleich mit. Grauschimmel bildet bei hoher Luftfeuchtigkeit einen grauen Belag auf faulenden Pflanzenteilen, die du zur Eindämmung entfernst. Vom Wind geknickte Blätter und Blütenstiele können bei Balkonpflanzen zu Befallsstellen für Grauschimmel werden.

Ich bleibe deshalb beim Ausputzen und entferne nur, was welk, krank oder abgestorben ist.

Willst du eigene Samen ernten, nimmst du einzelne Pflanzen vom Ausputzen aus. Das Entfernen welker Blüten begrenzt die Samenbildung, für die Samengewinnung müssen ausgewählte Blüten aber bis zur Samenreife stehen bleiben.

Marias Erfahrung

Ich stecke ein Holzschild zu den Pflanzen, von denen ich Samen ernten will, und lasse sie beim Ausputzen aus.

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Überwintern: Wie kommen Stiefmütterchen durch den Winter?

Garten-Stiefmütterchen sind winterhart. Die Mischung ‘Schweizer Riesen’ bekommt in rauen Gegenden einen leichten Winterschutz. Ich lege dafür lockeres Reisig über die Beetpflanzen.

In Gefäßen braucht es mehr Aufmerksamkeit. In frei stehenden Pflanzgefäßen friert der Wurzelballen schneller durch als im Gartenboden. Breite und tiefe Kästen schützen die Wurzeln winterharter Herbstpflanzen besser als kleine Gefäße. Herbstlich bepflanzte Gefäße brauchen zudem einen guten Wasserabzug.

Bei stärkerem Frost oder Dauerfrost stellst du die Gefäße geschützter auf. Geht das nicht, umhüllst du sie mit Kokosmatten, Sackleinen oder Luftpolsterfolie.

Auch im Winter brauchen Kästen Wasser. Winterharte Herbstbepflanzungen gießt du bei frostfreier Witterung nach Bedarf, damit sie nicht vertrocknen. Trocken stehende Gefäße kontrollierst du besonders bei milder Witterung und Sonne. Dünger brauchen Pflanzen in frischer Blumenerde über den Winter nicht.

Im Frühjahr nimmst du den Winterschutz ab und entfernst abgestorbene Pflanzenteile. Im Beet ist jetzt die Zeit für Kompost. In Gefäßen prüfst du anhand der Substratverpackung, ob die Vordüngung noch reicht, bevor du wieder düngst.

Mini-Checkliste

Abzugslöcher frei, Untersetzer leer, Kasten breit und tief genug, Schutzmaterial für Dauerfrost bereit, Gießkanne für frostfreie Tage eingeplant, kein Dünger bis zum Frühjahr.

Vermehrung: Wie erhältst du deine Stiefmütterchen?

Samen ernten und lagern

Für die eigene Nachzucht lässt du einzelne Blüten bis zur Samenreife stehen. Du sammelst braune, ausgereifte Samen und erntest bei trockenem, sonnigem Wetter. Die Samen trocknest du auf Papier nach und trennst sie von Pflanzenresten. Beschriftet mit Sortenname und Ernteangabe lagerst du sie kühl, dunkel und trocken.

Bei Hybridsorten können die Nachkommen anders aussehen als die Mutterpflanze. Wer eine bestimmte Farbe sicher wiederhaben will, kann sich auf selbst geerntete Samen von Hybriden deshalb nicht verlassen.

Stiefmütterchensamen haben eine harte Schale. Reibst du sie in angefeuchtetem, scharfkörnigem Sand, kann das die Schale aufrauen und für Wasser durchlässiger machen.

Tipp

Ob gelagertes Saatgut noch keimt, prüfst du mit einer Keimprobe. Leg abgezählte Samen auf feucht gehaltenes, nicht nasses Küchenpapier und deck es gegen Austrocknen ab.

Stecklinge

Stecklinge erhalten die Eigenschaften der Mutterpflanze. Dafür wählst du gesunde, kräftige Mutterpflanzen und feste, noch unverholzte Triebe. Abgedeckte Stecklinge kontrollierst du täglich und lüftest sie kurz, damit hohe Luftfeuchte und Schwitzwasser keine Pilzerkrankungen begünstigen. Ich achte auf neuen Austrieb.

Aussäen in Kürze

Für eine Blüte ab dem folgenden Frühjahr säst du Ende Juli bis Anfang August. Bei der Sorte ‘Autumn Blaze’ können Keimtemperaturen über 20 °C die Keimung hemmen. Termine, Keimbedingungen und das Abdecken der Saat erklärt der Ratgeber, wann und wie du Stiefmütterchen aussäst.

Krankheiten und Schädlinge: Wie erkennst und behandelst du sie?

Bei Stiefmütterchen treten gelegentlich Wurzelfäule, Anthraknose oder Schnecken auf. Dazu kommen Probleme, die viele Zierpflanzen treffen können. Beim Ausputzen schaue ich deshalb auch unter die Blätter und an die Triebspitzen.

Woran du Probleme erkennst

Anzeichen Kann hindeuten auf Erster Schritt
abwischbarer weißer Belag auf der Blattoberseite Echten Mehltau erkrankte Blätter entfernen
nicht abwischbarer Belag unten, oben gelbliche bis braune Flecken Falschen Mehltau Befallenes entfernen, nicht auf den eigenen Kompost
grauer Belag auf faulenden Pflanzenteilen Grauschimmel faulende Teile entfernen
Läuse an Blattunterseiten und Triebspitzen, gekräuselte Blätter Blattläuse bei schwachem Befall mit Wasser abspritzen
gelblich-weiße Blattsprenkel, feine Gespinste Spinnmilben Ursache klären lassen
Fraß vom Blattrand, silbrige Schleimspuren Schnecken absammeln
Blattflecken unklarer Herkunft Schaderreger oder nichtparasitäre Schäden Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst

Symptome sind Hinweise, keine sichere Diagnose. Blattflecken können von Schaderregern stammen, aber auch nichtparasitäre Ursachen haben. Bei unklaren Flecken und kümmernden Pflanzen kann eine Pflanzenprobe beim Pflanzenschutzdienst die Diagnose und die Wahl passender Maßnahmen klären. Spinnmilben sind etwa 0,5 mm groß, du erkennst sie eher an gelblich-weißen Sprenkeln und feinen Gespinsten.

Vorbeugen

Ausreichender Pflanzabstand verbessert die Luftzirkulation, sodass die Blätter schneller abtrocknen und das Risiko feuchtebegünstigter Pilzkrankheiten sinkt. Gute Belichtung, Durchlüftung und eine Düngung ohne Stickstoffüberschuss unterstützen die Vorbeugung gegen Echten Mehltau. Gieß bodennah, ohne das Laub zu benetzen. Nach der Arbeit an kranken Pflanzen reinigst du Werkzeug und Handschuhe, bevor du an gesunde gehst.

Verstecke und Überwinterungsmöglichkeiten fördern Nützlinge, die Blattläuse dezimieren. Ich lasse dafür im Garten ungestörte Ecken stehen.

Mythos-Check

Wer abends nicht gießt, bekommt keinen Mehltau? Der Verzicht auf abendliches Gießen gilt bei Echtem Mehltau an Sommerblumen und Stauden als Maßnahme mit nicht gesicherter Wirkung. Ich gieße trotzdem morgens, weil dann weniger Wasser verdunstet und Pflanzen und Boden tagsüber abtrocknen.

Biologisch und mechanisch handeln

Bei schwachem Blattlausbefall genügt häufig das Abspritzen mit einem Wasserstrahl. Schnecken sammelst du zunächst ab, und ein Schneckenzaun kann bei Bedarf erneute Zuwanderung einschränken. Bei beginnendem Echtem Mehltau entfernst du erkrankte Blätter und schneidest betroffene Triebe zurück, um die Ausbreitung einzudämmen. Von Falschem Mehltau befallenes Material entfernst du und entsorgst es nicht auf dem eigenen Kompost.

Hausmittel wie Milchspritzungen gegen Mehltau werden unter Gärtnern gern weitergegeben. Verlass dich bei der Mehltaubekämpfung nicht auf solche Hausmittel.

Chemische Mittel nur als letzter Schritt

Ein Pflanzenschutzmittel kommt erst infrage, wenn Vorbeugen, Absammeln und Entfernen nicht reichen und die Ursache geklärt ist.

Achtung

Verwende nur Mittel, die für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind, und halte dich genau an die Gebrauchsanweisung. Trag dabei Schutzkleidung, beachte die Wartezeit und entsorge Reste vorschriftsgemäß. Solche Mittel können Nützlinge und blütenbesuchende Insekten treffen.

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Gestaltung und Küche in Kürze

Stiefmütterchen passen in Beet- und Flächenpflanzungen und in gemischte Gefäße im Frühjahr und Herbst. Gute Partner sind Rosen, Zwiebelblumen und sommerblühende Stauden. Farbideen findest du bei den Farbkombinationen mit Stiefmütterchen in Beet und Kübel, Ideen mit Steinen bei den Stiefmütterchen im Steingarten.

Ob Stiefmütterchenblüten in die Küche gehören und worauf du dabei achtest, behandelt der Ratgeber rund um Stiefmütterchenblüten und Küche.

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Häufige Fragen

Wie pflegt man Stiefmütterchen richtig im Garten?
Garten-Stiefmütterchen brauchen einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit feuchtem, gut durchlässigem Boden, bei Wärme ist Halbschatten günstiger. Gieße nach Bedarf morgens direkt an die Wurzeln und vermeide Staunässe. Dünge im Beet nach Bodenuntersuchung und im Gefäß nach Packungsangabe, denn die Pflanzen sind stark salzempfindlich. Verwelkte Blüten entfernst du regelmäßig, das kann die Blütezeit verlängern.
Welcher Standort eignet sich für Stiefmütterchen?
Garten-Stiefmütterchen wachsen sonnig bis halbschattig, bei warmen Temperaturen bevorzugen sie Halbschatten, weil große Hitze die Pflanzen beeinträchtigt. Der Boden sollte feucht und gut durchlässig sein, denn Staunässe kann Wurzelfäule begünstigen. Im Beet lässt du in der Reihe 10 bis 20 cm Platz. Zwischen den Reihen hältst du 20 cm Abstand.
Wie gießt und düngt man Stiefmütterchen optimal?
Gieße nach Bedarf statt nach festem Rhythmus, morgens direkt in den Wurzelbereich, und prüfe in Gefäßen vorher die Feuchte unter der Oberfläche. Im Beet richtet sich die Düngung nach einer Bodenuntersuchung. In Gefäßen hilft eine leichte Düngung; die Iowa State University nennt dafür wasserlöslichen Dünger im Abstand von ein bis drei Wochen, alternativ Granulat oder Langzeitdünger. Dosiert wird nach Packungsangabe und nur auf feuchte Erde, weil Garten-Stiefmütterchen stark salzempfindlich sind.
Wie überwintert man Stiefmütterchen erfolgreich?
Garten-Stiefmütterchen sind winterhart; für die Mischung 'Schweizer Riesen' ist in rauen Gegenden ein leichter Winterschutz vorgesehen. In Töpfen und Kästen friert der Wurzelballen schneller durch als im Beet, breite und tiefe Kästen schützen die Wurzeln besser. Bei stärkerem Frost oder Dauerfrost stellst du Gefäße geschützter auf oder umhüllst sie mit Kokosmatten. An frostfreien Tagen gießt du nach Bedarf, Dünger brauchen Pflanzen in frischer Blumenerde über den Winter nicht.
Wie schneidet man Stiefmütterchen richtig zurück?
Bei Stiefmütterchen steht das Ausputzen im Vordergrund: Knipse verwelkte Blüten regelmäßig ab, bevor sich Samen ansetzen, das kann weitere Blüten fördern. Bei der Mischung 'Schweizer Riesen' verlängert das regelmäßige Entfernen verwelkter Blüten die Blütezeit. Welke, kranke oder vom Wind geknickte Pflanzenteile nimmst du ebenfalls ab, weil geknickte Blätter zu Befallsstellen für Grauschimmel werden können. Nach der Arbeit an kranken Pflanzen reinigst du Schere und Handschuhe.
Kann zu viel Dünger Stiefmütterchen schaden?
Ja. Garten-Stiefmütterchen sind stark salzempfindlich, und eine Überversorgung hemmt ihre Durchwurzelung. Hohe Salzbelastung durch Überdüngung kann besonders in Gefäßen Wurzeln absterben lassen und braune Blattränder verursachen. Dünge deshalb im Beet nach Bodenuntersuchung, im Gefäß nach Packungsangabe, und tausche bei Salzschäden die Erde im Gefäß aus.
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