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Zubehör für Drucksprühgeräte: was Düsen, Lanzen, Filter und Ventile leisten

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Flachstrahldüsen sprühen einen Fächer, Dralldüsen je nach Aufbau einen Hohl- oder Vollkegel.
  • Injektordüsen mischen Luft ein und erzeugen große Tropfen, die weniger abdriften.
  • Steigt an derselben Düse der Druck, steigt der Ausstoß und die Tropfen werden kleiner.
  • Die Maschenweite des Filters muss zu deinen Düsen und den Angaben ihres Herstellers passen.
  • Ein Druckminderer mit Manometer hält bei Rückenspritzen den Düsendruck gleich.
  • Tragegurte sollen verstellbar sein und an den Schultern nicht einschnüren.

Wenn der Strahl mitten im Beet unregelmäßig wird oder es an der Lanze tropft, muss nicht das ganze Gerät hinüber sein. Ich schraube in so einem Fall zuerst Düse und Filter ab und sehe sie mir an, bevor ich an der Pumpe suche. Ein Drucksprühgerät besteht aus vielen Kleinteilen, und jedes davon hat eine klare Aufgabe. Wer weiß, was Düse, Filter, Dichtung oder Ventil leisten, kann Fehler gezielter eingrenzen und passend nachkaufen.

Wozu dient ein Drucksprühgerät im Garten?

Ein Drucksprühgerät verteilt Flüssigkeit unter Druck über eine Düse auf Pflanzen oder Flächen. Welche Aufgaben du im Garten damit erledigen kannst, vom Pflanzenschutz bis zur Düngung, beschreibt ein eigener Ratgeber. Die Grundlagen zu Drucksprühgeräten und zum sicheren Arbeiten im Garten bündelt der Überblick über Werkzeug, Bewässerung und Anzucht-Technik.

Welche Zubehörteile gibt es?

Zum Zubehör zähle ich alles, was sich am Gerät tauschen, nachrüsten oder ersetzen lässt. Welche Teile verbaut sind, hängt von der Bauart ab. Zu den tragbaren Kleingeräten gehören Druckspeicherspritzen sowie handbetätigte und motorbetriebene Rückenspritzgeräte. Stehst du noch vor dem Kauf, hilft dir der Vergleich, welche Gerätearten es gibt und welche zu deinem Garten passt.

Zubehörteil Wo es sitzt Was es leistet
Düse am Ende der Lanze formt Spritzbild und Tropfen, bestimmt mit dem Druck die Ausstoßmenge
Verlängerung, Sprühlanze zwischen Griff und Düse bringt die Düse an die Stelle, die du erreichen willst
Filter und Siebe in der Einfüllöffnung, in der Leitung, vor der Düse halten Schmutz von Leitung und Düse fern
Dichtungen an Deckel, Verschraubungen und beweglichen Teilen halten Druck und Flüssigkeit im System
Ventile am Griff und in der Leitung öffnen, sperren und lenken den Fluss
Tragegurt, Rückenpolster am Behälter verteilen das Gewicht am Körper
Druckregler, Manometer zwischen Behälter und Düse halten den Düsendruck gleich und zeigen ihn an
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Düsen: Spritzbild, Tropfen und Ausstoß

An der Düse entscheidet sich, wie die Flüssigkeit auf der Pflanze ankommt. Sie formt das Spritzbild und die Tropfen und legt zusammen mit dem Druck fest, wie viel herauskommt.

Welche Düsenarten gibt es?

Düse Spritzbild Das zeichnet sie aus
Flachstrahldüse flacher Fächer sprüht ein Band, das du in Bahnen über Flächen und Reihen führst
Dralldüse mit Hohlkegel Kegel, innen hohl trifft als Ring auf
Dralldüse mit Vollkegel gefüllter Kegel trifft als volle Fläche auf
Injektordüse je nach Bauart mischt Luft in die Flüssigkeit und bildet große, weniger abdriftgefährdete Tropfen
Verstellbare Düse je nach Einstellung vom feinen Nebel bis zum gebündelten Strahl ein Teil für wechselnde Aufgaben

Hohlkegel- und Vollkegeldüsen gehören beide zu den Dralldüsen. Ob der Kegel innen hohl oder gefüllt ist, hängt vom Aufbau der Düse ab.

Wie hängen Druck, Tropfen und Abdrift zusammen?

Bei derselben hydraulischen Düse erhöht steigender Spritzdruck den Ausstoß, und die Tropfen werden kleiner. Grobtropfige Düsen mindern die Abdrift. Injektordüsen erreichen das, indem sie Luft einmischen und so große Tropfen erzeugen. Mehr Druck an derselben Düse bedeutet also zweierlei: mehr Flüssigkeit und feinere Tropfen, die der Wind leichter forträgt.

Kurz erklärt

Abdrift nennt man Tropfen, die der Wind von der Pflanze oder Fläche wegträgt, die du eigentlich treffen willst. Sie landen dann auf Nachbarbeeten, auf Wegen oder jenseits des Zauns.

Größe, Farbe und Ausstoß richtig zuordnen

Düsengröße und Ausstoß ordnest du über die Tabelle des jeweiligen Düsenherstellers zu. Nicht alle Düsen verwenden dieselbe Farbcodierung, deshalb verlässt du dich nicht allein auf die Farbe. Verschleiß und Ablagerungen können den Ausstoß einer Düse im Lauf der Nutzung verändern. Ob sie noch liefert, was in der Tabelle steht, prüfst du durch Auslitern. Dabei sprühst du klares Wasser beim üblichen Arbeitsdruck für eine gestoppte Zeit in ein Messgefäß und vergleichst die Menge mit der Herstellerangabe.

Häufiger Fehler

Eine Ersatzdüse nur nach der Farbe der alten aussuchen. Bei einem anderen Hersteller kann dieselbe Farbe für eine andere Größe stehen, maßgeblich ist dessen eigene Tabelle.

Marias Erfahrung

Ich lege die Düsentabelle des Herstellers zur Gebrauchsanweisung und notiere daneben, welche Düse ich für welche Arbeit aufschraube.

Welche Düse für welche Aufgabe die richtige ist, gehört in einen eigenen Ratgeber. Dort liest du, welche Düse zu welcher Anwendung passt und wie du Druck und Ausbringmenge darauf einstellst.

Verlängerungsrohre und Sprühlanzen: Wie weit reicht die Düse?

Die Lanze verbindet den Griff mit der Düse und trägt sie dorthin, wo du sprühen willst. Mit einer längeren Lanze erreichst du die Krone eines jungen Obstbaums, die Rückseite einer Hecke oder die Mitte eines breiten Beets. Du musst dich dabei weniger bücken oder strecken.

Feste Verlängerungen

Eine feste Verlängerung schraubst du zwischen Lanze und Düse, oder du setzt sie anstelle der Serienlanze ein. Es gibt sie aus Kunststoff und aus Metall. Kunststoff ist leichter, Metall steckt einen Stoß gegen einen Ast besser weg. Aluminium hat eine geringe Dichte und ist sehr korrosionsbeständig. Nichtrostender Stahl wird durch eine Passivschicht geschützt, kann an Schwachstellen dieser Schicht aber trotzdem korrodieren.

Teleskoplanzen

Eine Teleskoplanze ziehst du auf die Länge aus, die die Aufgabe gerade verlangt, und schiebst sie danach wieder zusammen. So deckt ein Teil niedrige Beete und höhere Gehölze ab und braucht im Schrank wenig Platz. Achte beim Kauf darauf, dass sich die Arretierung leicht feststellen lässt und während der Arbeit nicht von selbst nachgibt. Voll ausgezogen verlagert sich der Schwerpunkt nach vorn, und die Lanze lässt sich schwerer ruhig führen. Ich ziehe sie deshalb nur so weit aus, wie ich sie für die jeweilige Stelle brauche.

Gebogene Lanzen

Eine gebogene Lanze lenkt den Strahl um die Ecke. Damit erreichst du Blattunterseiten oder Stellen hinter dichtem Laub, ohne die Pflanze zur Seite zu drücken. Für gleichmäßige Bahnen über ein Beet nehme ich die gerade Lanze.

Filter und Siebe: Was hält die Düse frei?

Filter und Siebe halten Schmutz zurück, bevor er Leitung und Düse erreicht. Vor jedem Einsatz kontrolliere ich Schlauchverbindungen, Filter und Düsen.

Einlassfilter und Einfüllsieb

Das Einfüllsieb sitzt in der Einfüllöffnung und fängt grobe Teile wie Blattreste, Insekten oder Erdkrümel ab. So gelangen sie gar nicht erst in den Behälter. Füllst du mit dem Gartenschlauch über das Sieb, darf das Schlauchende nicht in die Flüssigkeit im Behälter eintauchen. Fülle außerdem nur bis zum Nennvolumen und so, dass nichts überschäumt.

Auslassfilter vor der Düse

Der Auslassfilter sitzt in der Leitung oder direkt vor der Düse. Er hält feinere Teilchen zurück, die das Einfüllsieb passiert oder sich im Gerät gelöst haben. Damit schützt er die Düsenöffnung, deren Ausstoß sich durch Ablagerungen verändern kann.

Welche Maschenweite passt?

Filter gibt es in unterschiedlichen Feinheiten, und je feiner die Maschen sind, desto kleinere Teilchen bleiben hängen. Die Maschenweite muss zu den verwendeten Düsen und zu den Angaben ihres Herstellers passen. Wechselst du auf eine Düse anderer Größe, prüfst du deshalb auch, ob der Filter noch dazu passt. Ich bewahre zu jeder Düse, die ich nutze, einen passenden Ersatzfilter auf.

Dichtungen: O-Ringe und Flachdichtungen

Ein Drucksprühgerät arbeitet nur, solange es dicht ist. Wo Luft oder Flüssigkeit entweicht, fällt der Druck, und an den Verbindungen tropft es.

O-Ringe

O-Ringe sind runde Dichtringe, die in einer Nut sitzen. Sie dichten ab, indem sie beim Zusammenstecken oder Verschrauben zusammengedrückt werden. Du findest sie an Steckverbindungen, an Verschraubungen und an Teilen, die sich bewegen.

Flachdichtungen

Flachdichtungen liegen zwischen zwei ebenen Flächen, etwa zwischen Behälter und Deckel oder in einer Schraubverbindung. Sie dichten Stellen ab, an denen sich nichts bewegt. Gefertigt werden sie oft aus Gummi oder Kunststoff.

Werkstoff und Ersatz

Dichtungen gibt es aus verschiedenen Werkstoffen, weil nicht jeder Werkstoff jede Flüssigkeit verträgt. Essig kann Gummidichtungen spröde machen und an Kupfer oder Messing Grünspan bilden. Sitzen an deinem Gerät Gummidichtungen neben Teilen aus Messing, trifft Essig beim Entkalken also gleich zwei empfindliche Werkstoffe. Als Ersatz nimmst du die Dichtung, die der Hersteller für dein Modell vorsieht. Ich bewahre einen Beutel mit passenden O-Ringen beim Gerät auf.

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Ventile: öffnen, sperren, Richtung halten

Ventile bestimmen, wann und in welche Richtung die Flüssigkeit fließt.

Das Ventil am Griff

Am Handgriff sitzt das Ventil, mit dem du den Strahl öffnest und schließt. Lässt du den Hebel los, sollte die Düse nicht nachtropfen. Tropft sie trotzdem weiter, sind Ventil und Dichtungen die ersten Kandidaten für eine Kontrolle.

Rückschlagventile

Ein Rückschlagventil lässt Flüssigkeit nur in eine Richtung durch. In der Leitung verhindert es, dass Flüssigkeit auf dem Weg zur Düse zurück in Richtung Behälter läuft.

Druckregelventile

Ein Druckregelventil hält den Druck hinter dem Ventil auf einem eingestellten Wert. Am Sprühgerät begegnet es dir als Druckregler oder Druckminderer zwischen Behälter und Düse. Wie es mit dem Manometer zusammenarbeitet, steht im Abschnitt zu Druckreglern.

Welche Ventile dein Gerät hat und ob du sie einzeln tauschen kannst, zeigen Gebrauchsanweisung und Ersatzteilliste.

Tragegurte und Rückenpolster: Wie trägt sich das Gerät?

Ein gefülltes Gerät hängt während der ganzen Behandlung an deiner Schulter oder deinem Rücken. Tragriemen sollen sich verstellen lassen und an den Schultern nicht einschnüren.

Standardgurte

Einfache Gurte bestehen meist aus Kunststoffgewebe wie Nylon oder Polyester. Wichtig ist, dass du die Länge leicht verstellen kannst, damit der Behälter nah am Körper sitzt.

Gepolsterte Gurte

Breite, gepolsterte Schulterteile verteilen das Gewicht auf eine größere Fläche. Das kann Druckstellen bei längeren Einsätzen mindern.

Rückenpolster

Ein Rückenpolster schafft Abstand zwischen Behälter und Rücken, damit sich der Tank nicht direkt in den Rücken drückt. Polster mit Netzstruktur lassen Luft zirkulieren.

Ob Gurt und Polster passen, prüfst du durch Probetragen und Anpassen an deine Körpergröße. Ich stelle die Riemen mit gefülltem Behälter ein und gehe damit durch den Garten, bevor ich anfange. Ein Wechsel von Haltung oder Tätigkeit zwischendurch hilft, einseitige Belastungen zu vermeiden.

Druckregler und Manometer: Wie bleibt der Druck gleich?

Das Manometer zeigt dir den Spritzdruck an, sodass du ihn während der Arbeit im Blick behältst. Ein Druckminderer mit Manometer sorgt bei Rückenspritzen für einen gleichbleibenden Düsendruck und eine gleichmäßige Ausstoßmenge. Steigender Druck erhöht an derselben Düse den Ausstoß und verkleinert die Tropfen. Ein gleichbleibender Düsendruck hält deshalb auch Menge und Tropfengröße von der ersten bis zur letzten Bahn gleich.

Zahl im Blick

Beim Pflanzenschutzsprühen im Hausgarten sollte der Arbeitsdruck zur Abdriftminderung nicht über 1,5–2 bar liegen. Am Manometer siehst du, ob du in diesem Rahmen bleibst.

Hat dein Gerät kein Manometer, frag beim Hersteller nach, ob sich eines nachrüsten lässt. Bevor du die eigentliche Spritzflüssigkeit ansetzt, zeigt dir eine Probespritzung mit Wasser, wie viel Flüssigkeit du für die Fläche brauchst. Wie du den Druck auf eine bestimmte Düse abstimmst, vertieft der Düsenratgeber.

Achtung

Bevor du zugelassene Pflanzenschutzmittel sprühst, bestimme die Schadursache und hol dir bei Unsicherheit fachkundige Beratung. Halte dich an die Gebrauchsanweisung, trag die darin empfohlene Schutzausrüstung und setze die Spritzflüssigkeit frisch in einem gereinigten Gerät an. Sprühe bei Windstille und höchstens 25 °C und nicht unmittelbar vor Regen, sofern die Gebrauchsanweisung nichts Strengeres vorgibt. Halte die dort genannte Wartezeit bis zur Ernte ein. Bewahre die Mittel in der Originalverpackung in einem abschließbaren Schrank auf, unerreichbar für Kinder und Tiere. Reste gehören zur Schadstoffsammlung, nie in Ausguss, Gully, Garten oder Hausmüll.

Wie pflegst du das Zubehör?

Reinige das Gerät nach der Anwendung innen, bevor Spritzmittelreste antrocknen. Das Spülwasser bringst du auf der behandelten Fläche aus, nie in Abfluss, Gully oder Gewässer. Ausgebaute Düsen säuberst du schonend mit einer weichen Bürste, Spezialreiniger setzt du nur nach der Anweisung ihres Herstellers ein. Wie du Gerät und Zubehör reinigst, wartest, lagerst und Verschleißteile tauschst, beschreibt ein eigener Ratgeber.

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Wie findest du das passende Zubehör?

Am Anfang steht die Aufgabe. Ich überlege zuerst, was ich wo sprühen will, und suche dann Düse, Lanze und Filter danach aus. Für Kübel auf dem Balkon brauchst du anderes Zubehör als für einen großen Gemüsegarten.

Passt es zu deinem Gerät?

Ein Teil, das nicht auf Gewinde oder Anschluss deines Geräts passt, nützt dir auch in guter Qualität nichts. Achte auf die Angabe des Herstellers, für welche Modelle das Zubehör gedacht ist, und frag im Zweifel nach.

Ersatzteile und Reparierbarkeit

Bei der Auswahl gehören Ersatzteilversorgung und Instandsetzbarkeit zu den Prüfkriterien. Das Umweltbundesamt nennt dazu ein Kriterium für umweltfreundlich beschaffte Gartengeräte. Ersatzteile für Fachreparaturen sind dabei mindestens 5 Jahre ab Inverkehrbringen der letzten Modelleinheit verfügbar. Das ist ein Beschaffungskriterium und keine Garantie, die jeder Hersteller gibt.

Teuer oder günstig?

Der Preis allein sagt dir nicht, ob ein Teil zu deinem Gerät und deiner Aufgabe passt. Wichtiger ist, dass Größe und Ausstoß einer Düse nachvollziehbar angegeben sind und es Ersatzteile gibt. Ich kaufe ein Zubehörteil erst, wenn ich eine konkrete Aufgabe dafür habe.

Mini-Checkliste

Gibt der Hersteller dein Gerätemodell als passend an? Liegt für die Düse eine Tabelle mit Größe und Ausstoß vor? Passt die Maschenweite des Filters zur Düse? Lässt sich die Teleskoplanze sicher arretieren? Ist der Tragegurt verstellbar, ohne an den Schultern einzuschnüren? Bekommst du Ersatzdichtungen für dein Modell?

Häufige Fragen

Welche Düsentypen gibt es für Drucksprühgeräte?
Flachstrahldüsen erzeugen einen flachen Fächer, Dralldüsen je nach Aufbau einen Hohl- oder Vollkegel. Injektordüsen mischen Luft in die Spritzflüssigkeit und bilden große Tropfen, die weniger abdriften. Verstellbare Düsen lassen sich vom feinen Nebel bis zum gebündelten Strahl einstellen. Größe und Ausstoß einer Düse ordnest du über die Tabelle ihres Herstellers zu, weil nicht alle Düsen dieselbe Farbcodierung verwenden.
Warum sind Filter und Siebe bei Drucksprühgeräten wichtig?
Filter und Siebe halten Schmutz zurück, bevor er Leitung und Düse erreicht. Ablagerungen an der Düse können ihren Ausstoß verändern, sodass nicht mehr die geplante Menge herauskommt. Die Maschenweite des Filters muss zu den verwendeten Düsen und den Angaben ihres Herstellers passen. Kontrolliere Filter, Düsen und Schlauchverbindungen vor jedem Einsatz.
Welche Rolle spielen Dichtungen und Ventile in Drucksprühgeräten?
O-Ringe und Flachdichtungen halten Deckel und Verbindungen dicht, damit weder Druck noch Flüssigkeit entweichen. Ventile steuern den Fluss: Das Ventil am Griff öffnet und schließt den Strahl, ein Rückschlagventil lässt Flüssigkeit nur in eine Richtung durch. Ein Druckminderer mit Manometer sorgt bei Rückenspritzen für gleichbleibenden Düsendruck und eine gleichmäßige Ausstoßmenge. Gummidichtungen solltest du nicht mit Essig behandeln, weil er sie spröde machen kann.
Welchen Einfluss hat der Sprühdruck auf Tropfen und Ausbringmenge?
Steigt an derselben hydraulischen Düse der Druck, steigt auch der Ausstoß, und die Tropfen werden kleiner. Grobtropfige Düsen mindern die Abdrift, feine Tropfen trägt der Wind dagegen leichter fort. Beim Pflanzenschutzsprühen im Hausgarten sollte der Arbeitsdruck deshalb nicht über 1,5–2 bar liegen. Ein Manometer zeigt dir, mit welchem Druck du gerade arbeitest.
Wie unterscheiden sich Teleskopstangen von Standardverlängerungen?
Eine Standardverlängerung hat eine feste Länge, eine Teleskopstange ziehst du auf die gerade nötige Länge aus und schiebst sie danach wieder zusammen. So deckt ein Teil niedrige und höhere Pflanzen ab und braucht bei der Aufbewahrung wenig Platz. Die Arretierung sollte sich leicht feststellen lassen und darf sich während der Arbeit nicht von selbst lösen. Voll ausgezogen verlagert sich der Schwerpunkt nach vorn, was das ruhige Führen erschwert.
Stimmt es, dass teure Zubehörteile immer besser sind als günstige?
Nein, der Preis allein sagt nicht, ob ein Teil zu deinem Gerät und deiner Aufgabe passt. Prüfe zuerst, ob der Hersteller dein Modell als passend angibt. Danach zählen nachvollziehbare Angaben, bei Düsen etwa Größe und Ausstoß, sowie verfügbare Ersatzteile und eine Konstruktion, die sich instand setzen lässt.
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