Fugenkratzer pflegen: So reinigst und schärfst du die Klinge
- Nach jedem Einsatz trockene Erde abbürsten, festsitzenden Schmutz mit Wasser und Bürste lösen und die Klinge trockenreiben.
- Beim Reinigen gleich prüfen, ob Stiel oder Klinge wackeln und ob die Schneide stumpf oder schartig ist.
- Schärfen, sobald du mehr Kraft brauchst oder die Klinge über das Unkraut rutscht.
- Mit feiner Feile den vorhandenen Schliff nacharbeiten und zum Schluss den Grat mit dem Wetzstein abziehen.
- Rost vor dem Einlagern mit der Metallbürste entfernen, danach schützt ein Öl- oder Fettfilm die Stahlklinge vor weiterer Korrosion.
- Beim Schärfen schnittfeste Handschuhe und Schutzbrille tragen und den Fugenkratzer fest einspannen.
Rutscht dein Fugenkratzer über das Moos, statt es aus der Fuge zu holen, drückst du fester und kommst trotzdem schlechter voran. Dann kann angetrocknete Erde an der Klinge sitzen, oder die Schneide ist stumpf geworden. Ich nehme mir die Klinge deshalb direkt nach dem Kratzen vor, solange ich noch auf der Terrasse stehe.
Ein Fugenkratzer besteht aus Griff, Schaft und Klinge. Gearbeitet wird mit der Schneide, darum bekommt sie die meiste Pflege: reinigen, prüfen, schärfen und vor Rost schützen. Welcher Fugenkratzer-Typ zu deiner Fläche und Fugenbreite passt, zeigt ein eigener Vergleich. Und wann im Jahr du Fugen am besten kratzt, klärt ein weiterer Ratgeber.
Wie reinige ich den Fugenkratzer nach dem Einsatz?
Ich reinige den Fugenkratzer nach jedem Einsatz, und zwar immer in derselben Reihenfolge:
- Abbürsten: Trockene Erde, Moos und Pflanzenreste bürstest du mit einer festen Handbürste von Klinge und Schaft.
- Waschen: Was fest haftet, löst du mit Wasser und Bürste. Bei hartnäckigem Schmutz gibst du Spülmittel ins Wasser, Scheuermittel lässt du weg.
- Trockenreiben: Danach reibst du Klinge, Schaft und Griff mit einem Tuch trocken.
- Prüfen: Dabei schaust du, ob der Stiel locker sitzt, die Klinge wackelt oder die Schneide stumpf und schartig ist.
- Schützen: Eine Stahlklinge bekommt zum Schluss einen Öl- oder Fettfilm gegen Rost.
Ist beim Prüfen etwas locker oder beschädigt, setzt du den Fugenkratzer vor dem nächsten Einsatz instand. Lässt er sich nicht mehr reparieren, tauschst du ihn aus.
Den Fugenkratzer nach dem Abspülen nass in den Schuppen stellen. Reib die Klinge erst trocken und räum das Werkzeug dann weg.
Ich lege beim Fugenkratzen eine Handbürste und einen alten Lappen neben den Eimer. So reinige ich die Klinge noch auf der Terrasse, bevor das Werkzeug zurück in den Schuppen kommt.
Rost an der Klinge entfernen
Zeigt die Stahlklinge Rost, bürstest du ihn vor dem Einlagern mit einer Metallbürste ab. Das gilt für Klingen, deren Metall diese Behandlung verträgt. Der Öl- oder Fettfilm schützt danach vor weiterer Korrosion, vorhandenen Rost beseitigt er aber nicht. Deshalb kommt erst die Bürste und dann das Öl.
Woran erkenne ich, dass die Klinge stumpf ist?
Ob die Schneide nachgeschärft werden muss, merkst du beim Arbeiten an der Fuge:
- Du brauchst für dieselbe Fuge mehr Kraft.
- Die Klinge rutscht über das Unkraut, statt es zu fassen.
- In der Fuge bleiben Wurzel- und Moosreste, und du musst öfter nacharbeiten.
- Die Schneide zeigt Scharten oder ist sichtbar rund geworden.
Ich schärfe nach diesen Anzeichen und nicht nach einem festen Termin. Ist die Klinge verbogen oder stark ausgebrochen, hilft Schärfen nicht mehr weiter. Dann setzt du sie instand oder tauschst sie aus, bevor du wieder kratzt.
Wie schärfe ich einen Fugenkratzer?
Beim Reinigen prüfst du ohnehin, ob die Schneide stumpf ist, und Mängel sollen vor dem nächsten Einsatz behoben sein. Deshalb passt das Schärfen direkt hinter das Reinigen, solange die Klinge sauber und trocken vor dir liegt. Ich arbeite dafür von Hand, mit einer feinen Feile für die Schneide und einem Wetzstein für den Grat.
- Einspannen: Spann den Fugenkratzer fest in den Schraubstock, sodass die Schneide frei liegt und nichts wegrutschen kann.
- Schliff ansehen: Die Schneide hat eine angeschliffene Fläche, die Fase. Ihren vorhandenen Winkel behältst du beim Feilen bei.
- Feilen: Führe die Feile gleichmäßig und ohne viel Druck über die ganze Fase, bis die Schneide durchgehend blank ist.
- Zweite Schneide: Hat deine Klinge vorn und hinten eine Schneide, arbeitest du beide nach.
- Grat abziehen: Zum Schluss führst du den Wetzstein flach über die Gegenseite und nimmst den Grat ab.
- Prüfen und schützen: Kontrolliere die Schneide mit dem Blick gegen das Licht, nicht mit dem Finger. Danach wischst du die Feilspäne ab und gibst der Stahlklinge ihren Öl- oder Fettfilm.
Der Grat ist ein feiner, umgebogener Metallrand. Er bildet sich beim Feilen an der Seite der Schneide, die du nicht bearbeitet hast.
Eine Schleifmaschine nehme ich für den Fugenkratzer nicht, weil die Klinge dabei überhitzen kann. Von Hand siehst du bei jedem Zug, wo die Feile greift.
Beim Schärfen trägst du schnittfeste Handschuhe und eine Schutzbrille, und Kinder halten Abstand. Bei einer schweren Verletzung wählst du sofort den Notruf 112.
Was gilt für Lagerung und Holzgriff?
Ich hänge meinen Fugenkratzer trocken im Schuppen auf, die Klinge außer Reichweite von Kindern. Wie du Gartenwerkzeug pflegst, reparierst und lagerst, auch über den Winter, beschreibt der Überblick zur Werkzeugpflege.
Ein spröder Holzgriff lässt sich glattschleifen und danach mit einem Holzpflegemittel behandeln. Lappen mit Leinöl können sich selbst entzünden, deshalb bewahrst du sie mit Wasser befeuchtet in einem geschlossenen Metallbehälter auf. Wie du Holz, Metall und Kunststoff jeweils schützt, steht ebenfalls im Überblick zur Werkzeugpflege.
Für den Unkrautstecher gibt es eine eigene Anleitung, wie du Klinge, Mechanik und Stiel eines Unkrautstechers pflegst. Und welche Methoden außer dem Fugenkratzer Unkraut aus Fugen holen, vergleicht ein weiterer Ratgeber.

