Blumen · Stauden & Ziergräser · Anbau

Blumensamen für den Herbstgarten: wann du welche Herbstblumen säst

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Tagetes, Ringelblume und Roter Sonnenhut (Echinacea) blühen je nach Sorte bis in den Oktober.
  • Für die Blüte im selben Herbst säst du im Frühjahr: vorziehen ab Februar oder März, direkt ins Beet meist ab April oder Mai.
  • Zweijährige wie Stockrose, Wilde Karde und Roter Fingerhut blühen in der Regel erst im Jahr nach der Aussaat.
  • Samenstände von Sonnenhut und Wilder Karde bleiben über Winter stehen und dienen Vögeln als Nahrung.
Eine Person pflanzt kleine Samen in den vorbereiteten Boden eines Gartens.
Foto: Binyamin Mellish · Pexels License · Quelle ↗

Wer im Oktober noch Tagetes, Ringelblumen und Sonnenhut blühen sehen will, muss im Frühjahr säen. Die meisten Arten hier säst du zwischen Februar und Juni, Zweijährige wie den Roten Fingerhut auch noch bis in den September. Ich sortiere meine Samentüten für den Herbstflor deshalb schon im Spätwinter nach Aussaatmonat und arbeite sie dann der Reihe nach ab.

Welche Herbstblumen lassen sich aus Samen ziehen?

Diese Arten und Sorten blühen bis in den Spätsommer oder Herbst und lassen sich aus Samen ziehen. Die Monate gelten für die genannten Sorten und Mischungen. Bei anderen Sorten richtest du dich nach der Samentüte.

Art und Sorte Aussaat Blüte Gut zu wissen
Studentenblume, Tagetes patula ‚SPERLI’s Sparky Mischung‘ Vorkultur März bis Mai, Direktsaat im Mai Mai bis Oktober einjährig, nicht winterhart
Ringelblume ‚reinorange‘ April bis Ende Juni Juni bis Oktober vorziehen oder direkt säen
Cosmea, Mischung von ReinSaat April oder Mai Juli bis September Schmuckkörbchen mag Sonne bis Halbschatten
Mischung ‚Tempo Blütenflor‘ April bis Juni ab etwa 40 bis 50 Tagen nach der Aussaat einjährig, breitwürfige Saat
Roter Sonnenhut, Echinacea purpurea ‚Roter Leuchtstern‘ Vorkultur März bis Juni Juli bis Oktober mehrjährig, sonniger Standort
Duftnessel, Agastache foeniculum Vorkultur Februar bis April, Direktsaat ab Mai oder Juni Juli bis Oktober blau-weiße Mischung kann im Aussaatjahr blühen
Blaue Rasselblume, Catananche caerulea Mai bis Juni Juli bis September Lichtkeimer, kurzlebige Staude
Hoher Rittersporn, Delphinium elatum Kulturstart März bis Juni Juni bis September Rückschnitt kann Nachblüte fördern
Stockrose, Alcea rosea Mai bis Juli Juli bis September zweijährig oder kurzlebig mehrjährig
Wilde Karde, Dipsacus fullonum April bis Mai Juli bis August zweijährig, Fruchtstände über Winter
Roter Fingerhut, Digitalis purpurea Mai bis September Mai bis September zweijährig, Lichtkeimer, giftig
Häufiger Fehler

Sonnenhut kaufen und die Angaben einer anderen Gattung übernehmen. Der Gartenname Sonnenhut steht für Echinacea und für Rudbeckia, er reicht für eine eindeutige Zuordnung der Pflegewerte nicht aus. Die Werte in diesem Ratgeber gelten für Echinacea purpurea, prüf deshalb den botanischen Namen auf der Tüte.

Kurzporträts mehrjähriger Herbstblüher findest du im Ratgeber darüber, welche winterharten Stauden kurzlebige Sommerastern ersetzen.

Frühjahrsaussaat für die Blüte im selben Jahr

Vor einer Staudenpflanzung entfernst du Wurzelunkräuter und beseitigst Bodenverdichtungen, damit ein durchlässiger Pflanzboden entsteht. Kompost passt nicht überall: Für Polster- und Wildstauden sowie trockenheitsliebende mediterrane Stauden ist er zur Anreicherung des kargen Bodens nicht sinnvoll. Welcher pH-Bereich zu deiner Bodenart passt und wie ein Sandbeet funktioniert, steht im Abschnitt Standort und Boden im Stauden-Ratgeber.

Einjährige: vorziehen oder direkt ins Beet

Tagetes patula ‚SPERLI’s Sparky Mischung‘ ziehst du von März bis Mai vor. Alternativ säst du sie im Mai direkt ins Beet. Die Mischung ist einjährig und nicht winterhart, für das nächste Jahr brauchst du also neue Samen.

Bei der Ringelblume ‚reinorange‘ hast du mehr Spielraum. Du kannst sie von April bis Ende Juni vorziehen oder gleich draußen säen. Sie blüht dann von Juni bis Oktober.

Die Cosmea-Mischung von ReinSaat kommt im April oder Mai in die Erde und blüht von Juli bis September. Die samen.lives Schmuckkörbchens (Cosmos bipinnatus) legst du 0,5 bis 1 cm tief. Vorgezogene Pflanzen setzt du im Mai ins Beet. Dünge zurückhaltend, denn zu viel Dünger fördert beim Schmuckkörbchen die Blätter auf Kosten der Blüten.

Die einjährige Mischung ‚Tempo Blütenflor‘ säst du von April bis Juni breitwürfig auf feinkrümeligen Boden. Pro Quadratmeter rechnest du mit etwa 1 g Saatgut. Danach harkst du die Samen ein, drückst sie an und hältst die Fläche ausreichend feucht. Weil die Mischung bis Juni gesät werden kann und etwa 40 bis 50 Tage nach der Aussaat zu blühen beginnt, passt sie auch auf Stellen, die erst im Frühsommer frei werden.

Die Gartenaster (Callistephus chinensis), auch Sommeraster genannt, säst du im April oder Mai an einen sonnigen Platz. Ist auf einer Fläche wiederholt Asternwelke aufgetreten, baust du dort 5 bis 7 Jahre lang keine Sommerastern an.

Für alle Aussaaten gilt: Während Quellung und Keimung muss das Substrat ständig ausreichend feucht bleiben.

Mehrjährige aus Samen: Sonnenhut, Duftnessel, Rasselblume

Den Roten Sonnenhut Echinacea purpurea ‚Roter Leuchtstern‘ ziehst du von März bis Juni vor. Er blüht von Juli bis Oktober und will einen sonnigen Standort. Sein Düngebedarf ist gering, und wenn du düngst, richtest du dich nach einer Bodenuntersuchung.

Die Duftnessel (Agastache foeniculum) ziehst du je nach Angebot von Februar bis April vor. Ab Mai oder Juni kannst du sie auch direkt säen. Sie blüht von Juli bis Oktober, und die blau-weiße Mischung kann schon im Aussaatjahr Blüten zeigen. Der Boden sollte humos und gut durchlässig sein, Staunässe verträgt sie nicht.

Die Blaue Rasselblume (Catananche caerulea) säst du im Mai oder Juni. Als Lichtkeimer bedeckst du ihre Samen höchstens 0,5 cm. Sie blüht von Juli bis September und braucht volle Sonne und gut durchlässigen Boden. Auf schweren Böden ist sie oft kurzlebig. Zusätzlichen Dünger braucht sie im Garten nicht, nach der Blüte schneidest du sie zurück.

Kurz erklärt

Lichtkeimer brauchen Licht, um zu keimen. Ihre Samen drückst du nur an oder bedeckst sie höchstens so tief, wie es auf der Tüte steht. Zu den Lichtkeimern gehören die Blaue Rasselblume, die Wilde Karde und der Rote Fingerhut. Ich drücke solche Samen mit einem flachen Brettchen an und befeuchte die Schale mit der Sprühflasche.

Keimdaten und Abstände auf einen Blick

Die Werte helfen dir bei Vorkultur und Pflanzung. Die Abstände gelten in der Reihe und zwischen den Reihen.

Art Saattiefe Keimdauer Keimtemperatur min. Keimtemperatur max. Abstand in der Reihe Reihenabstand
Schmuckkörbchen 0,5 bis 1 cm 7 bis 21 Tage 15 bis 18 °C 18 bis 25 °C 25 bis 50 cm 25 bis 50 cm
Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea) keine Angabe 10 bis 21 Tage 15 bis 20 °C 20 bis 22 °C 20 bis 50 cm 40 bis 50 cm
Gartenaster 0,5 bis 2 cm 7 bis 14 Tage 15 bis 18 °C 20 bis 22 °C 15 bis 30 cm 20 bis 40 cm
Blaue Rasselblume 0 bis 0,5 cm 7 bis 14 Tage 18 °C 22 °C 30 cm 40 cm
Stockrose 0,5 bis 2 cm 10 bis 21 Tage 15 bis 18 °C 18 bis 22 °C 30 bis 40 cm 40 cm
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Zweijährige: Aussaat in diesem Jahr, Blüte im nächsten

Zweijährige Arten blühen in der Regel erst im Jahr nach der Aussaat. Was du im Frühjahr oder Sommer säst, ist also der Flor des kommenden Jahres.

Stockrosen (Alcea rosea) säst du von Mai bis Juli. Sie sind zweijährig oder kurzlebig mehrjährig und blühen von Juli bis September. Ziehst du die ‚SPERLI’s Simplex Mischung‘ früh unter Glas oder auf der Fensterbank vor, kann sie schon im ersten Standjahr blühen. Nach dem Auflaufen vereinzelst du die Sämlinge und setzt sie früh ins Freiland, weil ihre Wurzeln tief reichen. Wie es danach weitergeht, liest du im Ratgeber dazu, wie du Stockrosen übers Jahr pflegst.

Die Wilde Karde (Dipsacus fullonum) ist zweijährig und wird im April oder Mai direkt an ihren endgültigen Platz gesät. Weil sie im Licht keimt, bedeckst du die Samen höchstens 0,5 cm. Sie blüht im Juli und August.

Den Roten Fingerhut (Digitalis purpurea) kannst du von Mai bis September säen, auch er ist ein Lichtkeimer. Vorgezogene Pflanzen der Mischung Excelsior setzt du ab dem Spätsommer an ihren Platz. Im Folgejahr blüht er von Mai bis September. Sollen keine Samen reifen, entfernst du abgeblühte Blüten regelmäßig.

Achtung

Roter Fingerhut ist in Blättern, Blüten und Samen giftig, denn er enthält herzwirksame Glykoside wie Digitoxin. Kein Teil der Pflanze wird gegessen. Besteht der Verdacht, dass jemand Pflanzenteile aufgenommen hat, wende dich an ein Giftinformationszentrum oder hol ärztliche Hilfe, und löse kein Erbrechen aus.

Bei Bartnelken hängt die Wartezeit an der Sorte. Zweijährige Sorten für den Freilandschnitt pflanzt du bis Anfang September, eine Direktsaat im September ist für sie nicht vorgesehen.

Zahl im Blick

Zweijährige Bartnelken brauchen für die Blütenbildung einen Kältereiz von mindestens 8 Wochen bei 5 °C. Einjährige Bartnelkensorten kommen ohne diesen Kältereiz aus und blühen schon im Aussaatjahr.

Bis in den Winter: Samenstände, Gräser und Nachblüte

Beim Roten Sonnenhut ‚Roter Leuchtstern‘ bleiben die Samenstände nach der Blüte als Winterschmuck und Vogelnahrung stehen, zurückgeschnitten wird erst im Frühjahr. Weil er bis Oktober blüht und seine Samenstände danach bis zum Frühjahr stehen bleiben, entsteht an seinem Platz keine kahle Lücke zwischen Blüte und Rückschnitt.

Die Fruchtstände der Wilden Karde können ebenfalls über den Winter stehen bleiben, der Stieglitz frisst im Winter ihre Samen. Ich lasse die Samenstände von Sonnenhut und Karde im Herbst stehen und schneide sie erst im Frühjahr ab. Ein Teil der dürren Staudenstängel kann sogar ganzjährig stehen bleiben und Insekten weiter Unterschlupf bieten. Für naturnahe Ecken lohnt auch ein Blick darauf, wie Stockrosen im naturnahen Garten die Vielfalt fördern.

Struktur bringen auch Gräser. Das Riesen-Federgras bildet bis zu 2 m hohe Blütenhalme, die bis in den Winter zieren. Gräser kannst du auch selbst säen: Die einjährige Ziergräsermischung ‚Ikebana‘ kommt von März bis Mai direkt an ihren Platz. Du säst sie etwa 0,5 bis 1 cm tief. Die Mischung keimt bei 10 bis 18 °C. Bis die ersten Halme erscheinen, vergehen etwa 14 bis 21 Tage, und so lange hältst du das Saatbeet gleichmäßig feucht.

Beim Hohen Rittersporn kannst du auf eine Nachblüte hinarbeiten. Er blüht von Juni bis September, und ein Rückschnitt verblühter Triebe bis zu den Grundblättern kann eine zweite Blüte im Spätsommer bis Herbst fördern. Seine Samen säst du möglichst frisch, denn Frischsaat keimt besser als gelagertes Saatgut.

Für den Winter gilt in sommergrünen Staudenpflanzungen: Standfeste Stängel und Fruchtstände dürfen stehen bleiben und werden erst im Spätwinter zurückgeschnitten. Winterharte Pflanzen im Gefäß bekommen einen isolierten Topf, den du weiterhin gießen kannst. Rückschnitt, Mulch, Winternässe und Kübel-Überwinterung behandelt der Stauden-Ratgeber in den Abschnitten Pflege im Jahreslauf sowie Topf und Balkonkasten.

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Herbstblumen für die Vase

Beim Schneiden kommt es auf den Zeitpunkt an. Astern und Chrysanthemen schneidest du, wenn erst 2 bis 3 Röhrenblütenkreise geöffnet sind. Die Rasselblume ‚Amor Blue‘ eignet sich frisch und getrocknet als Schnittblume. Frisch geschnittene Blumen stellst du zur Erstversorgung 2 Stunden an einen kühlen, schattigen Platz, bis unter die Blüten ins Wasser. Vor dem Einstellen schneidest du die Stielenden mit einem scharfen Messer noch einmal schräg an.

Samen ernten und für das nächste Jahr lagern

Aus dem eigenen Herbstbeet kannst du Samen für die nächste Saison sammeln, mit einer Einschränkung: Bei Hybridsorten können die Nachkommen deutlich von der Mutterpflanze abweichen. Beim Gartenphlox sind Sämlinge meist nicht farbecht. Willst du keine Sämlinge im Beet, entfernst du verwelkte Blüten rechtzeitig, denn das kann bei vielen Stauden unerwünschte Selbstaussaat verhindern.

Die meisten selbst gesammelten Blumen- und Staudensamen bleiben etwa 3 Jahre keimfähig, wenn du sie kühl, dunkel und trocken lagerst. Das ist eine Orientierung und keine Garantie für jede Art. Günstig ist eine Lagerung unter Luftabschluss bei weniger als 10 °C. Bei Resten mit fraglicher Keimfähigkeit machst du etwa 4 Wochen vor der geplanten Aussaat eine Keimprobe. Ich beschrifte jede Tüte mit Art, Sorte und Erntejahr, bevor sie in ein gut schließendes Glas kommt.

Dein Herbstbeet planen

Hohe Arten setzt du nach hinten, damit sie die niedrigeren nicht verdecken. Stockrosen werden 100 bis 200 cm hoch. Der Rote Sonnenhut erreicht 40 bis 100 cm. Beim Schmuckkörbchen reicht die Spanne von 30 bis 150 cm. Mittelhohe bis hohe Stauden wie Phlox und Astern wirken in Gruppen von 3 bis 5 Pflanzen. Wie du Stockrosen im Beet staffelst und mit Partnern kombinierst, zeigt der Ratgeber darüber, wie du Stockrosen im Staudenbeet als hohe Akzente einsetzt.

Ich trage die Aussaatmonate jeder Art in einen Kalender ein und hänge ihn neben die Samenkiste. Dafür eignet sich der Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken. Vorher kannst du Höhen und Abstände im Beetplaner durchspielen.

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Häufige Fragen

Welche Herbstblumen kann ich direkt ins Beet säen?
Tagetes patula ‚SPERLI’s Sparky Mischung‘ säst du im Mai direkt ins Beet, die Ringelblume ‚reinorange‘ von April bis Ende Juni. Die Duftnessel (Agastache foeniculum) kannst du je nach Angebot ab Mai oder Juni direkt säen. Die einjährige Mischung ‚Tempo Blütenflor‘ säst du von April bis Juni breitwürfig, sie beginnt etwa 40 bis 50 Tage nach der Aussaat zu blühen.
Wann säe ich Herbstblumen aus Samen?
Für die Blüte im selben Herbst säst du im Frühjahr: Tagetes ‚SPERLI’s Sparky Mischung‘ ziehst du von März bis Mai vor, den Roten Sonnenhut ‚Roter Leuchtstern‘ (Echinacea) von März bis Juni. Die Ringelblume ‚reinorange‘ kommt von April bis Ende Juni in die Erde, die Cosmea-Mischung von ReinSaat im April oder Mai. Zweijährige wie die Stockrose säst du von Mai bis Juli, sie blühen in der Regel erst im Jahr darauf. Andere Sorten können abweichen, maßgeblich ist die Angabe auf deiner Samentüte.
Wie lange blühen Herbstblumen aus Samen?
Das hängt von Art und Sorte ab. Tagetes ‚SPERLI’s Sparky Mischung‘ blüht von Mai bis Oktober, die Ringelblume ‚reinorange‘ von Juni bis Oktober. Der Rote Sonnenhut ‚Roter Leuchtstern‘ (Echinacea) und die Duftnessel blühen von Juli bis Oktober, die Cosmea-Mischung von ReinSaat von Juli bis September. Beim Sonnenhut bleiben die Samenstände danach als Winterschmuck und Vogelnahrung bis zum Frühjahr stehen.
Wie ernte und lagere ich Samen von Herbstblumen?
Bei Hybridsorten können die Nachkommen aus selbst geernteten samen.liveutlich von der Mutterpflanze abweichen. Kühl, dunkel und trocken gelagert bleiben die meisten selbst gesammelten Blumen- und Staudensamen etwa 3 Jahre keimfähig, das ist eine Orientierung ohne Garantie für jede Art. Günstig ist eine Lagerung unter Luftabschluss bei weniger als 10 °C. Bei Resten mit fraglicher Keimfähigkeit machst du etwa 4 Wochen vor der geplanten Aussaat eine Keimprobe.
Warum keimen manche Blumensamen langsamer als andere?
Die Keimdauer ist von Art zu Art verschieden. Die Gartenaster keimt in 7 bis 14 Tagen. Das März-Veilchen braucht dagegen 56 bis 70 Tage. Gelagertes Saatgut mancher Arten, etwa vom Rittersporn, kann zusätzlich einen Temperaturwechsel und Geduld erfordern, frisch gesät keimt es besser.
Was passiert im Winter mit einjährigen und mehrjährigen Herbstblühern?
Tagetes patula ‚SPERLI’s Sparky Mischung‘ ist einjährig und nicht winterhart, für das nächste Jahr säst du sie neu. Der mehrjährige Rote Sonnenhut ‚Roter Leuchtstern‘ bleibt im Beet, seine Samenstände dienen über Winter als Schmuck und Vogelnahrung und werden erst im Frühjahr zurückgeschnitten. Auch in anderen sommergrünen Staudenpflanzungen dürfen standfeste Stängel und Fruchtstände bis zum Spätwinter stehen bleiben.
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