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Bodenverdichtung

Bodenverdichtung bedeutet, dass der Boden zusammengedrückt ist und seine lockere Struktur verloren hat, vor allem durch Betreten oder Befahren in feuchtem Zustand. Wurzeln dringen dann kaum ein, und Regenwasser bleibt oft in Pfützen stehen.

Verdichteten Boden erkennst du daran, dass nach kräftigem Regen Pfützen stehen bleiben, statt zu versickern. Typische Ursachen sind Fahrspuren von Baumaschinen im Neubaugarten, das Betreten feuchter Beete und eine zu oft eingesetzte Bodenfräse, die die Krümelstruktur zerschlägt. Bei frisch gesetzten Pflanzen wachsen die Wurzeln dann kaum über das Pflanzloch hinaus, das Wurzelwerk bleibt klein und flach. Solche Pflanzen leiden schneller unter Trockenheit und unter Nässe.

Gelockert wird verdichteter Boden durch 30 bis 40 cm tiefes Umgraben oder mit der Spitzhacke. Auch Gründüngung hilft, etwa Lupinen mit ihren kräftigen Wurzeln. Verwechsle Bodenverdichtung nicht mit Staunässe: Das ist stehendes Wasser im Boden. Sie kann eine Folge der Verdichtung sein, tritt aber zum Beispiel auch auf Tonböden auf.

Beispiel aus dem Garten

Wenn nach dem Hausbau in den Fahrspuren der Baumaschinen Pfützen stehen bleiben, ist das ein typisches Zeichen für Bodenverdichtung. Bevor ich dort ein Beet anlege, lockere ich den Boden mit Spaten und Spitzhacke und säe Lupinen als Gründüngung. Nasse Beete betrete ich möglichst nicht.

Quelle: Gartenakademie Rheinland-Pfalz (DLR Rheinpfalz) ↗ – Gartenvorbereitung in Neubaugebieten, Abschnitte 1. Bodenlockerung, 3. Gründüngung und 4. Verbesserung des Nährstoffgehaltes und der Struktur des Gartenbodens. Geprüft am .

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