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Pfahlwurzel

Eine Pfahlwurzel ist eine einzelne Hauptwurzel, die senkrecht nach unten in den Boden wächst; von ihr gehen Seitenwurzeln ab. Pflanzen mit Pfahlwurzel heißen Tiefwurzler, zum Beispiel Löwenzahn und Eiche.

Die Pfahlwurzel gehört zu einem Wurzelsystem aus Haupt- und Seitenwurzeln, wie es die meisten zweikeimblättrigen Pflanzen bilden. Die Hauptwurzel bleibt auch später bestehen und dient vor allem der Verankerung im Boden. Wächst nur eine einzelne Hauptwurzel senkrecht nach unten, spricht man von einer Pfahlwurzel. Damit versuchen manche Pflanzen, an Grundwasser oder ein günstigeres Nährstoffangebot zu gelangen, wenn die oberen Bodenschichten ungünstig sind. Solche Pflanzen heißen Tiefwurzler – im Garten kennst du das etwa vom Löwenzahn.

Zur Abgrenzung: Flachwurzler bilden mehrere Hauptwurzeln, die nahe der Oberfläche bleiben und sich tellerförmig zur Seite ausbreiten, etwa Weiden oder Sandbirken. Wieder anders wurzeln die meisten Einkeimblättrigen wie Mais oder Hühnerhirse: Bei ihnen sind alle Wurzeln gleich stark ausgeprägt und bilden ein faseriges, dichtes Netz.

Beispiel aus dem Garten

Beim Jäten schaue ich mir die Wurzeln an: Steche ich Löwenzahn aus, sehe ich eine einzelne Hauptwurzel, die senkrecht nach unten wächst – das ist die Pfahlwurzel. Bei der Hühnerhirse im selben Beet finde ich dagegen ein faseriges, dichtes Wurzelnetz ohne eine solche Hauptwurzel.

Quelle: Pflanzenforschung.de – Lexikon A-Z: Wurzelsysteme, Abschnitte Allorhizie und Homorrhizie. Geprüft am .

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