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Gartenprojekte mit Kindern: Ideen fürs ganze Jahr und das passende Werkzeug

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 12 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Kinderwerkzeug wählst du nach Körpergröße: Der Stiel muss aufrechtes Arbeiten erlauben.
  • Unter Aufsicht übernehmen Kinder Aufgaben wie Laubrechen und Gießen mit kleinen Kannen.
  • Im Frühling säen Kinder Radieschen, Markerbsen und Sonnenblumen, im Herbst setzen sie Tulpenzwiebeln.
  • Im Winter stehen Werkzeugpflege, Keimprobe und ein selbst gezeichneter Beetplan an.
  • Motorgeräte laufen nur ohne Kinder in der Nähe, scharfe Handgeräte liegen nie frei herum.

Kinder wollen im Garten selbst graben, säen und gießen. Mit einem Spaten, der länger ist als sie selbst, bleibt ihnen aber nur das Zuschauen. Ich plane deshalb jedes Kinderprojekt vom Werkzeug her: Was soll das Kind selbst tun, und womit schafft es das aufrecht und sicher?

So bekommt jede Jahreszeit ein Projekt, das die Kinder selbst in der Hand haben. Gemeinsame Gartenprojekte lassen sie unmittelbar erleben, wie Gemüse und Kräuter wachsen, riechen und schmecken. Die Übersicht zeigt, was übers Jahr ansteht und welches Werkzeug dazugehört.

Jahreszeit Projekte Werkzeug fürs Kind
Frühling Kinderbeet mit Radieschen, Markerbsen und Buschbohnen, Sonnenblumen-Wettwachsen, Anzucht auf der Fensterbank, Kräuter, Kartoffeln legen Handschaufel, kleine Gießkanne, Pflanzschilder
Sommer Ernten mit Naschregel, Ohrwurmtopf, Schwebfliegen beobachten, Nisthilfe und Steinhaufen Eimer, Lupe, Schubkarre
Herbst Tulpenzwiebeln setzen, Laub rechen und Igelquartier, Kürbis und Kartoffeln ernten, Kresse-Saatgut gewinnen Rechen, Handschaufel, Lineal, Eimer
Winter Werkzeugpflege, Keimprobe, Beetplan zeichnen, Anzucht drinnen, Nistkasten und Futterstelle Bürste, Gartenheft, Lineal, Handschuhe

Welches Werkzeug brauchen Kinder im Garten?

Kinderwerkzeug ist eine kleinere Ausgabe der Grundausstattung. Dazu zählen Spaten, Grabegabel, Handschaufel, Harke, Hacke und Kultivator, außerdem Gartenschere und Gießkanne. In größeren Gärten erleichtert eine Schubkarre die Transporte. Was du selbst für den Anfang brauchst, steht im Ratgeber zur Werkzeug-Grundausstattung für Einsteiger.

Bei Kindern entscheidet vor allem die Stiellänge. Sie richtet sich nach der Körpergröße, und zwar so, dass das Kind aufrecht arbeiten kann. Ich wähle Kinderwerkzeug deshalb nicht nach dem Alter aus. Das Kind führt den Rechen probehalber, und ich schaue, ob es dabei aufrecht steht oder sich bückt.

Aufgabe Werkzeug fürs Kind Was du übernimmst
Gießen kleine Gießkanne Wasser bereitstellen, Fingerprobe zeigen
Säen und Pflanzen Handschaufel, Pflanzschilder Saatrillen vormachen
Laub rechen Rechen mit passender Stiellänge Aufsicht, Platz für den Laubhaufen wählen
Unkraut entfernen Hacke mit passender Stiellänge flaches Hacken vormachen
Kartoffeln ernten Eimer zum Sammeln Erde mit der Grabegabel lockern
Steine, Äste und Erde fahren Schubkarre beim Kippen helfen
Stiele schneiden Gartenschere nur unter direkter Aufsicht Schere danach sofort wegräumen

Mit der Hacke arbeiten Kinder flach. Das entfernt junge Unkräuter und vermindert Wasserverluste.

Beim Kauf achte ich auf austauschbare Stiele und erhältliche Ersatzteile, weil beides ein Werkzeug lange nutzbar hält. Bei Kinderwerkzeug kommt ein zweiter Vorteil dazu: Passt der Stiel nicht mehr zur Körpergröße, tauschst du nur ihn statt des ganzen Geräts. Für Stiele und Kisten aus Holz sind heimische Hölzer oder FSC-zertifiziertes Holz eine gute Wahl.

Wie bleibt Kinderwerkzeug sicher?

Kinder übernehmen einfache Aufgaben wie Laubrechen oder Gießen mit kleinen Kannen, und zwar unter Aufsicht. Motorisierte Geräte wie Rasenmäher oder elektrische Heckenschere benutzt du nur, wenn keine Kinder in der Nähe sind. Danach verwahrst du sie kindersicher. Scharfe Handgeräte wie Gartenschere oder Messer bleiben nie frei liegen, auch nicht während einer kurzen Pause. Ist ein Stiel gesplittert oder ein Teil locker, reparierst oder ersetzt du es, bevor das Kind wieder damit arbeitet.

Marias Erfahrung

Jedes Kind hat bei mir eine eigene Werkzeugkiste mit seinem Namen darauf. Am Ende des Gartentags zählen wir gemeinsam nach. Erst wenn alles in der Kiste liegt, geht es zum Händewaschen.

Was gilt im übrigen Garten?

Regentonnen stehen kippsicher und werden kindersicher verschlossen, und an flachen Wasserstellen brauchen Kleinkinder ständig die Aufsicht Erwachsener. Blauer Eisenhut gehört wegen seiner starken Giftigkeit nicht in einen kinderfreundlichen Garten; wo er schon wächst, fasst du ihn nur mit Handschuhen an. Wie du den ganzen Garten sicher und familienfreundlich gestaltest, zeigt der Ratgeber zur kinderfreundlichen Gartengestaltung.

Wie plane ich ein Gartenprojekt mit Kindern?

Ein Gemüseprojekt mit Kindern planst du gemeinsam, bevor der erste Samen in der Erde liegt. Kläre mit ihnen zuerst Standort, Wasserzugang und Material. Dann kommen Aussaat und Ernte dazu und die Frage, wer welche Aufgabe übernimmt. Ich schreibe die Zuständigkeiten auf ein Schild am Beet, damit jedes Kind seine Aufgabe vor Augen hat.

Für ein vielfältiges Gemüsebeet sind ein sonniger Platz und humusreicher, sandiger Lehmboden günstige Ausgangsbedingungen. Wie du Standort, Boden und Saisonplan für ein Gemüsebeet planst, erklärt der Überblick zur Gartenplanung.

Kiste, Topf oder Beet: Welches Material taugt?

Ein Kinderbeet kann auch eine Pflanzkiste oder ein großer Topf sein. Vor dem Upcycling prüfst du, ob das Material Schadstoffe enthalten kann. Altmaterial unbekannter Herkunft, Autoreifen und Autoschläuche verwende ich für Kinderprojekte nicht. Der Aufdruck HT auf einer Palette steht nur für eine Hitzebehandlung, ihre Nutzungsgeschichte prüfst du trotzdem. Holzgefäße verrotten vergleichsweise schnell, besonders aus dünnem Weichholz. Bei Kräutertöpfen planst du die endgültige Größe der Pflanze schon beim Einpflanzen ein.

Häufiger Fehler

Ein Gefäß ohne Abzugsloch bepflanzen. Überschüssiges Wasser kann dann nicht ablaufen, und es entsteht Staunässe. Prüfe vor dem Befüllen, ob das Loch da ist, und halte es frei.

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Was säen und pflanzen Kinder im Frühling?

Radieschen, Erbsen und Bohnen im Kinderbeet

Markerbsen eignen sich für ein Kinderprojekt, sie werden im Freien von Ende März bis Juni gesät. Bei Radieschen sehen Kinder bald, dass sich etwas tut: Die Sorte ‘Sora’ keimt in 7 bis 14 Tagen. Buschbohnen folgen, sobald der Boden warm genug ist, und ihre Körner lassen sich gut abzählen.

Kultur Aussaat Tiefe und Abstand Aufgabe fürs Kind
Radieschen ‘Sora’ März bis September direkt ins Beet; Keimung bei 8 bis 20 °C in 7 bis 14 Tagen 1 bis 2 cm tief; vereinzeln auf 3 bis 5 cm in der Reihe bei 15 cm Reihenabstand Saatrille ziehen, Keimlinge zählen, vereinzeln
Markerbsen Ende März bis Juni im Freien zwischen 2 Erbsenreihen passt 1 Reihe Radieschen als Zwischenkultur Erbsen einzeln in die Rille legen
Buschbohnen ab etwa 10 °C Bodentemperatur, gewöhnlich ab Mitte Mai bis Anfang Juli höchstens 2 bis 3 cm mit Erde bedeckt; Horste mit 5 bis 10 Körnern, 25 bis 30 cm in der Reihe, 60 cm Reihenabstand Körner abzählen, Horste legen
Sonnenblume April bis Mai, direkt oder in früher Anzucht im Gewächshaus 0,5 bis 4 cm tief; 20 bis 50 cm in der Reihe, 20 bis 50 cm Reihenabstand, bei Bedarf stützen auf den kräftigsten Sämling vereinzeln
Kürbis ‘Amazonka’ etwa vier Wochen vor dem Auspflanzen vorziehen, im Mai nach den Eisheiligen pflanzen 2 bis 3 cm tief; 80 cm zwischen den Pflanzen, 100 cm Reihenabstand Samen in Töpfe stecken, im Beet gießen

Bohnen naschen Kinder nicht roh vom Beet. Samen und Hülsen grüner Gartenbohnen enthalten Phasin und werden nur ausreichend gegart gegessen. Schonendes Dünsten oder Dämpfen ist dafür keine verlässliche Zubereitung.

Erbsen und Radieschen teilen sich das Beet, weil die Radieschen als kurzlebige Zwischenkultur geerntet sind, bevor die Erbsen den Platz brauchen. Mischkultur kann einen gesunden Garten unterstützen, vor jedem Problem schützt sie nicht. Welche Gemüse als Nachbarn zusammenpassen, kannst du mit den Kindern gemeinsam nachschlagen.

Gegossen wird direkt im Wurzelbereich, damit die Blätter trocken bleiben. Für einen durchdringenden Gießgang im Gemüsebeet sind etwa 20 bis 25 l/m² vorgesehen, solange der Unterboden noch leicht feucht ist. Mit kleinen Kinderkannen sind das viele Wege, deshalb zählen die Kinder mit, und ich gieße mit der großen Kanne nach.

Sonnenblumen-Wettwachsen

Sonnenblumen säst du von April bis Mai, direkt ins Beet oder in früher Anzucht im Gewächshaus. Für die Anzucht kommen zwei bis drei Samen in jeden Topf. Später bleibt nur der kräftigste Sämling stehen, und welcher das ist, entscheidet das Kind. Bis sich die Keimlinge zeigen, vergehen 7 bis 20 Tage.

Die Wuchshöhe der Gemeinen Sonnenblume liegt zwischen 30 und 500 cm. Für ein faires Wettwachsen säen deshalb alle Kinder dieselbe Sorte. Sonnenblumen brauchen einen sonnigen Platz und bei Bedarf eine Stütze. Ich stecke neben jede Pflanze einen Stab, an dem das Kind die Höhe markiert und den Stängel locker anbindet. Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober.

Anzucht auf der Fensterbank

Sommerastern, Zinnien, Tagetes und Löwenmäulchen können bis Anfang Mai vorgezogen und Ende Mai ausgepflanzt werden. Kürbisse ziehen die Kinder ebenfalls in Töpfen vor. Im Beet brauchen Speisekürbisse später einen vollsonnigen, nährstoffreichen Platz und eine gleichmäßige Wasserversorgung. Für die Anzucht nehme ich kompostierbare Töpfe ohne Torf.

In torffreier Erde kann die Oberfläche schon trocken sein, während das Substrat weiter unten noch nass ist. Bei uns gilt deshalb: erst den Finger in die Erde, dann die Kanne. Schlappe Blätter können auf Trockenheit hindeuten, aber ebenso auf Staunässe.

Für Balkon und Kübel eignen sich Busch- und Hängetomaten, weil sie nicht wie Stabtomaten ausgegeizt werden müssen. Ins Freie kommen Tomaten gewöhnlich ab Mitte Mai, wenn keine Kälte mehr droht. Zuerst gewöhnst du sie an bewölkten Tagen oder unter schattierendem Vlies an die Sonne.

Kräuter zum Riechen und Schmecken

Lavendel und Thymian passen als Duftkräuter an sonnige, magere Plätze nahe Sitzplätzen oder Wegen. Ich setze sie dorthin, wo die Kinder ohnehin vorbeilaufen, und lasse sie an den Blättern reiben. Petersilie säst du 1,5 cm tief. Sie gedeiht sonnig bis halbschattig in lockerem, humus- und nährstoffreichem, gut entwässertem Boden. Dill kommt ab April direkt ins Beet, die Samen werden mit etwas Erde bedeckt. Von der Großen Kapuzinerkresse sind Blätter, Blüten und Knospen essbar, als Würzkraut oder als Blütendekoration auf dem Teller.

Achtung

Petersilie und Dill sind Doldenblütler. Zu dieser Familie gehören auch giftige Verwechslungspartner wie Gefleckter Schierling, Wasserschierling und Hundspetersilie. Kinder essen deshalb nur Kräuter, die eine erwachsene Person ihnen gezeigt hat. Blühende Petersilie kommt nicht mehr in die Küche.

Kartoffeln legen

Kartoffeln kommen ab 8 °C Bodentemperatur in die Erde, gewöhnlich von Mitte April bis Anfang Mai. Sobald die ersten Blätter erscheinen, häufeln die Kinder die Reihen mit der Hacke handhoch an. Drei bis vier Wochen später wiederholen sie das.

Welche Projekte passen in den Sommer?

Ernten mit Naschregel

Wer erntet, will probieren. Deshalb gilt bei uns eine feste Regel: erst eine erwachsene Person fragen, dann die Ernte mit Trinkwasser abwaschen. Nach der Gartenarbeit und vor dem Essen werden die Hände gründlich gewaschen. Wie du Kinder im Gartenalltag ans Mithelfen, Naschen und Entdecken heranführst, beschreibt ein eigener Ratgeber.

Stielmangold wie ‘Rhubarb Chard’ bringt mit roten Blattstielen einen essbaren Farbakzent ins Kinderbeet. Mangold wird 2 bis 3 cm tief gesät. Aus einem Saatknäuel können mehrere Keimlinge wachsen, weil es 2 bis 5 Samen enthält. Geerntet werden nur die äußeren Blätter, die Herzblätter bleiben für den weiteren Austrieb stehen. Mangold ist zweijährig, als Gemüse nutzt man ihn üblicherweise im ersten Jahr. Wird er gekocht, gießt du das Kochwasser weg; Blanchieren und Kochen vermindern den Oxalsäuregehalt.

Ohrwurmtopf und Schwebfliegen

Ein umgedrehter Blumentopf, gefüllt mit Holzwolle, dient Ohrwürmern als Unterschlupf. Das ist ein einfaches Bauprojekt: Die Kinder stopfen die Holzwolle selbst hinein und schauen später nach, wer eingezogen ist.

Erwachsene Schwebfliegen besuchen Blüten. Ihre blattlausfressenden Larven lassen sich an Blattlauskolonien beobachten, mit einer Lupe auch aus der Nähe. Ungefüllte Doldenblüten bieten den erwachsenen Schwebfliegen zugängliche Pollen- und Nektarnahrung. Lässt du den Dill blühen, steht genau so eine Blüte im Kinderbeet. Eine Ecke mit Brennnesseln dient unter anderem den Raupen von Tagpfauenauge, Admiral und Kleinem Fuchs als Nahrung, dort tragen die Kinder Handschuhe.

Nisthilfe und Steinhaufen

Eine Nisthilfe für Wildbienen entsteht aus Hartholz. Die Gänge kommen ins Längsholz statt ins Stirnholz und müssen glatt sein. Das Bohren übernehme ich, die Kinder suchen den Platz aus und beobachten, ob Gänge besiedelt werden.

Zahl im Blick

Je nach Ausführung liegen die Bohrdurchmesser bei Wildbienen-Nisthilfen bei 2 bis 10 mm und die Bohrtiefen bei 5 bis 15 cm.

Totholz bietet Käfern und nachnutzenden Wildbienen Brutgänge. Ein unvermörtelter Steinhaufen hält Hohlräume als Unterschlupf offen. Steine und Äste fahren die Kinder mit der Schubkarre selbst heran.

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Was steht im Herbst an?

Tulpenzwiebeln setzen

Tulpen werden von Ende September bis Mitte November gepflanzt, in durchlässigen Boden ohne Staunässe. Das Pflanzloch ist 2- bis 3-mal so tief, wie die Zwiebel hoch ist. Die Kinder messen jede Zwiebel mit dem Lineal und graben mit der Handschaufel entsprechend tief. Wo die Zwiebeln liegen, entscheiden sie selbst und markieren die Stelle mit einem Schild.

Laub rechen und ein Igelquartier anlegen

Laubrechen gehört zu den Aufgaben, die Kinder unter Aufsicht übernehmen können. Von Rasen, Wegen und Teichen kommt das Laub weg. In dünnen Lagen darf es auf abgeräumten Beeten oder zwischen Stauden liegen bleiben. Igel nutzen für den Winterschlaf unter anderem große Laub- und Reisighaufen, also wird aus dem zusammengerechten Laub mit Reisig ein mögliches Winterquartier. Ein Durchlass im Zaun sollte für Igel mindestens 10 × 10 cm groß sein.

Gesunde Staudenstängel und Samenstände bleiben über den Winter stehen. Verblühte Sonnenblumen lasse ich ebenfalls stehen, denn stehen gelassene Fruchtstände bieten Gartenvögeln im Herbst und Winter Nahrung.

Kürbis und Kartoffeln ernten

Beim Kürbis schneide ich den Stiel mit der Gartenschere, das Kind trägt die Frucht. Die Sorte ‘Amazonka’ bildet Früchte von etwa 1 bis 2 kg. Zum Lagern taugen nur gut ausgereifte Winterkürbisse mit harter, unverletzter Schale und intaktem Stiel. Sie liegen luftig, dunkel und trocken bei etwa 10 bis 12 °C. Fürs Schnitzen gilt dieselbe Regel wie im Beet: Das Messer liegt nie frei herum.

Achtung

Schmeckt ein Kürbis oder eine Zucchini bitter, wird der Bissen ausgespuckt und die Frucht entsorgt. Die giftigen Cucurbitacine werden auch durch Erhitzen nicht zerstört.

Kinder heben Kürbiskerne gern fürs nächste Jahr auf. Für Kürbisse nehme ich trotzdem gekauftes Saatgut. Eine Einkreuzung von Zierkürbissen macht die Frucht selbst nicht unmittelbar giftig, aus ihren Samen können in der nächsten Generation aber bittere, giftige Früchte wachsen. Bei F1-Hybriden kommt hinzu, dass die Nachkommen die Ausgangssorte nicht zuverlässig wiedergeben.

Lagerkartoffeln werden bei trockenem Wetter geerntet, etwa zwei Wochen nach dem Absterben des Laubes. Ich lockere die Erde schonend mit der Grabegabel, die Kinder sammeln die Knollen in ihre Eimer. Grüne oder stark keimende Kartoffeln sortieren sie aus, die werden nicht gegessen. Den Rest lagerst du kühl, dunkel und trocken.

Kresse-Saatgut gewinnen

Für eigenes Saatgut lässt du Gartenkresse im Beet ausreifen. Die Kinder reiben die Samen aus und verpacken sie erst, wenn sie vollständig getrocknet sind. Gelagert wird das Saatgut in geschlossenen Gefäßen, dunkel und bei möglichst gleichmäßigen 4 bis 15 °C. Für solche Projekte eignen sich samenfeste Sorten, weil ihre Merkmale im Nachbau erhalten bleiben. Ich lasse die Kinder jede Tüte mit Pflanzenname und Erntejahr beschriften.

Was machen Kinder im Garten im Winter?

Werkzeug pflegen

In der Winterpause werden Gartengeräte gereinigt und geölt. Die Kinder bürsten die Erde ab und wischen die Metallteile trocken. Spaten, Hacke und andere Bodenbearbeitungsgeräte werden außerdem entrostet und eingefettet. Scheren und Messer schärfe ich bei Bedarf selbst, ohne Kinder in der Nähe.

Achtung

Lappen, die mit Leinöl oder Holzöl getränkt sind, können sich beim Trocknen selbst entzünden. Nach dem Ölen der Holzstiele kommen sie in einen geeigneten Sammelbehälter.

Keimprobe mit abgezählten Samen

Alte Samentüten testen die Kinder mit einer Keimprobe. Dafür zählen sie die Samen genau ab und notieren später, wie viele gekeimt sind. Keimen innerhalb von zwei bis drei Wochen nur wenige, säst du dichter oder kaufst neues Saatgut. Das Ergebnis kommt ins Gartenheft, in dem auch die Keimtage der Radieschen und die Höhen der Sonnenblumen stehen.

Den Beetplan zeichnen

Für Beetpläne eignet sich der Maßstab 1:50. Jeder Meter im Beet wird damit auf dem Papier zu 2 cm, was die Kinder mit dem Lineal selbst nachmessen. Eine Beetskizze mit gleichbleibender Beet- und Wegeeinteilung erleichtert die Anbauplanung von Jahr zu Jahr. Kulturen derselben Familie folgen dabei nicht direkt aufeinander. Radieschen und Gartenkresse gehören beide zu den Kreuzblütlern, auf ihren Platz kommt im nächsten Jahr also eine andere Familie. Am Bildschirm kannst du das Kinderbeet im digitalen Beetplaner anlegen.

Anzucht drinnen

Hornveilchen der Sorte ‘Helen Mount’ können ab Februar bei 16 bis 20 °C vorgezogen werden. Die Samen werden nur dünn mit Erde bedeckt und keimen in 7 bis 14 Tagen. Ziehst du mit Kindern Sprossen im Glas, kommen sie nur durcherhitzt auf den Teller. Das gilt auch für selbst gezogene Keimlinge.

Nistkasten und Futterstelle

Bestehende Nistkästen können im Februar gereinigt werden, bevor Vögel sie neu besiedeln. Die Kinder tragen dabei Handschuhe und waschen sich danach die Hände. Fütterst du Vögel, nimm einen geschützten Futterspender, der Kot, Regen und Schnee vom Körnerfutter fernhält. Schalenreste und Kot an der Futterstelle entfernen die Kinder täglich.

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