Regenwasser im Garten: sammeln, filtern, verteilen und wann es sich rechnet
- 1 mm Niederschlag entspricht 1 l Wasser je m² Auffangfläche.
- Speicher nach Niederschlag, abflusswirksamer Fläche, Bedarf, Vorhaltezeit und Trockenperioden bemessen.
- Kein Gießwasser von herbizidhaltigen Bitumendachbahnen, bei Kupfer- und Zinkdächern an Metallverbindungen denken.
- Vor der Zisterne filtern, vor Tropfsystemen zusätzlich Sieb- oder Scheibenfilter mit 125 µm.
- Pumpendruck an den Betriebsdruck anpassen, Regen- und Trinkwasser strikt trennen.
- Ob sich die Anlage rechnet, hängt an Niederschlag, Speichergröße, Nutzung und Kosten.
- Tonnen mit Deckel oder Gitter kindersicher verschließen und vor dem Frost entleeren.
Regenwasser vom eigenen Dach ist weich und ersetzt beim Gießen Leitungswasser. Ob der Vorrat im Sommer reicht, entscheidet sich aber vor dem ersten Kauf: am Dachmaterial, an der Größe des Speichers und am Weg zu den Beeten. Ich rechne deshalb zuerst Fläche und Bedarf durch und suche erst dann einen Speicher aus.
Hier gehst du die ganze Kette durch: welches Dach taugt, wie viel du sammeln kannst und wie groß der Speicher sein sollte. Danach geht es ums Filtern, Verteilen und Warten. Zum Schluss klärst du, wann sich eine Anlage für dich rechnet.
Welches Dach liefert brauchbares Gießwasser?
Meist sammelst du Regenwasser vom Hausdach. Über Dachrinne und Fallrohr läuft es in Tonne oder Zisterne. Auch das Dach von Gartenhaus oder Carport kann Wasser liefern. Für jede Fläche klärst du zuerst, woraus sie besteht.
Wasser von herbizidhaltigen Bitumendachbahnen verwendest du nicht zum Gießen. Weißt du nicht, womit dein Flachdach abgedichtet ist, frag beim Dachdecker oder Hersteller nach. Von Kupfer- und Zinkdächern kann das ablaufende Wasser umweltschädliche Metallverbindungen enthalten. Einzelne Rinnen und Fallrohre aus diesen Metallen sind dagegen in der Regel unproblematisch.
Regenwasser und Trinkwasser bleiben zwei getrennte Systeme. Eine Regenwasseranlage braucht eine geeignete Sicherungseinrichtung, damit kein Regenwasser ins Trinkwassersystem gelangt. Wasser aus Baden, Duschen oder Waschen gießt du nur, wenn eine Grauwasseranlage es vorher gereinigt hat.
Wie viel Regenwasser kannst du sammeln?
Niederschlag wird in Millimetern gemessen. 1 mm Niederschlagshöhe entspricht 1 l Wasser auf jedem Quadratmeter Fläche.
Für dein Sammelpotenzial multiplizierst du die abflusswirksame Auffangfläche in Quadratmetern mit der Niederschlagshöhe deines Ortes in Millimetern. Heraus kommt die rechnerische Wassermenge in Litern. Abflusswirksam ist nur die Fläche, deren Wasser wirklich in Rinne und Speicher läuft. Ein Dachteil, dessen Fallrohr in den Kanal führt, zählt also nicht mit.
Die Niederschlagswerte brauchst du fürs ganze Jahr und getrennt für den Sommer. In Trockenperioden ist der Bewässerungsbedarf hoch, während kein Regenwasser nachfließt. Was bei vollem Speicher über den Überlauf abläuft, steht dir später ebenfalls nicht zur Verfügung.
Weil Millimeter Niederschlag und Liter je Quadratmeter dasselbe Maß sind, kannst du Regenmengen aus dem Wetterbericht direkt mit deinem Gießbedarf vergleichen.
Wie groß muss der Speicher sein?
Für die überschlägige Bemessung brauchst du vier Größen. Trag sie zusammen, bevor du einen Speicher auswählst.
| Größe | Was du dafür ermittelst |
|---|---|
| Örtlicher Niederschlag | Niederschlagshöhe deines Ortes, fürs Jahr und für den Sommer |
| Abflusswirksame Auffangfläche | Dachflächen, deren Fallrohr in den Speicher führt |
| Wasserbedarf | Beete, Kübel und Gehölze, die du mit Regenwasser gießen willst |
| Gewünschte Vorhaltezeit | Zeitraum ohne Regen, den der Vorrat abdecken soll |
Der Wasserbedarf hängt von Pflanzenart und Sorte, Witterung, SubstratSubstrat ist der Fachbegriff für Erde oder Erdmischungen, in die du aussäst, pflanzt oder umtopfst, etwa Aussaaterde, Topferde oder Kübelpflanzenerde. Es wird aus organischen und mineralischen Bestandteilen gemischt. sowie Sonne und Wind am Standort ab. Sandige oder flachgründige Böden musst du häufiger gießen. Südlagen brauchen mehr Wasser als Nordhänge oder teilweise beschattete Gärten. Als Orientierung für die einzelnen Posten dienen diese Werte:
| Pflanzung | Orientierung |
|---|---|
| Gartenbeete, durchdringend gewässert | 10–20 l/m² je Wassergabe |
| Gemüsebeete bei sommerlicher Trockenheit | etwa 20–25 l/m² alle 3 Tage |
| Frisch gepflanzte Stauden und Gehölze bei sommerlicher Trockenheit | etwa 2–3 Wassergaben pro Woche zum Einwachsen |
| Junge Obstbäume in der Anwachsphase | können etwa 50–100 Liter je Gießgang benötigen |
Für die Vorhaltezeit rechnest du so: Beetfläche mal Gießmenge je Gang mal Zahl der Gießgänge, die in die regenfreie Zeit fallen. Kübel und Gehölze kommen als eigene Posten dazu. Wenn du deine Beetflächen im Planer einzeichnest, hast du die Quadratmeter schon beisammen.
Plane die Trockenperioden ausdrücklich ein, denn gerade dann gießt du viel, und es läuft nichts nach. Wie du Beete mit Plan und passender Technik durch trockene Sommermonate bringst, beschreibt ein eigener Ratgeber.
Ich notiere mir im Frühjahr für jedes Beet die Fläche und daneben die Zahl der Gießgänge, die ich ohne Regen überbrücken will. Erst mit dieser Liste schaue ich mir Speicher an.
Regentonne, Zisterne oder Großbehälter: welcher Speicher passt?
Welcher Speicher passt, ergibt sich aus deiner Rechnung und aus dem Platz, den du hast.
| Speicher | Aufstellung | Entnahme | Darauf achtest du |
|---|---|---|---|
| Regentonne | oberirdisch am Fallrohr | Gießkanne oder Hahn | Deckel oder festes Gitter, vor dem Frost entleeren |
| Großbehälter, etwa IBC-Container | oberirdisch, ohne Aushub | Hahn, Schlauch oder Pumpe | fester Deckel, Weg für überschüssiges Wasser, vor dem Frost entleeren |
| Zisterne | unterirdisch | Pumpe | Filter vor dem Zulauf, Überlauf, Fachbetrieb für eine komplette Gartenbewässerung |
Die Regentonne
Eine Regentonne am Fallrohr ist ein einfacher Einstieg. Du schöpfst mit der Gießkanne oder zapfst am Hahn. Leben oder spielen kleine Kinder im Garten, verschließt du Tonnen und Bottiche mit Deckel oder festem Gitter, sodass niemand hineinfallen kann.
Algen brauchen Licht und Wasser zum Wachsen. Ein lichtdichter Deckel sichert die Tonne also nicht nur für Kinder, er hält auch das Licht von den Algen fern. Ich lege den Deckel nach jedem Schöpfen sofort wieder auf.
Die Zisterne
Eine Zisterne liegt unter der Erde, deshalb holst du das Wasser mit einer Pumpe heraus. Bevor Regenwasser hineinläuft, wird es gefiltert. Ein Überlauf leitet überschüssiges Wasser ab. Kleine Systeme für einzelne Beete kannst du selbst installieren, für eine komplette Gartenbewässerung empfiehlt sich ein Fachbetrieb.
Große Behälter über der Erde
Zwischen Tonne und Zisterne liegen oberirdische Großbehälter wie IBC-Container. Sie brauchen keinen Aushub. Für sie gelten dieselben Punkte wie für die Tonne: fester Deckel, ein Weg für überschüssiges Wasser und Entleeren vor dem Frost.
Regenwasser filtern: vor dem Speicher und vor den Tropfern
Laub und Dachschmutz sollen nicht im Speicher landen. Filtere das Regenwasser deshalb, bevor es in die Zisterne läuft, zum Beispiel mit einem Filter im Fallrohr. An der Tonne hält ein Laubsieb am Zulauf den groben Schmutz zurück.
Hängt eine automatische Bewässerung am Speicher, kommt zusätzlich ein Sieb- oder Scheibenfilter vor die Leitung. Er hält Schmutzpartikel von den empfindlichen Austrittsöffnungen fern. Für Tropfsysteme werden Filter mit 125 µm Maschenweite empfohlen. Das entspricht 120 Mesh.
Regenwasser ist weich und eignet sich deshalb besonders für kalkempfindliche Pflanzen. Den Filter vor den Tropfern ersetzt das nicht, denn Tropfer können auch durch Schmutz verstopfen. Reinige alle Filter regelmäßig, sonst drohen Verstopfungen und Störungen im Betrieb.
Wie kommt das Regenwasser zu den Beeten?
Vom Speicher zum Beet gibt es drei Wege: Gießkanne und Schlauch, Schwerkraft oder Pumpe. Ein eigener Ratgeber vergleicht, welches Bewässerungssystem zu Gartengröße, Pflanzen und Boden passt.
Mit Gießkanne und Schlauch
Gieß in den Wurzelbereich, nicht über die Blätter. Ein weicher Strahl verhindert, dass die Erde verschlämmt oder weggespült wird. Für einzelne Pflanzen eignen sich Gießstab und Brause. Schwemmt das Wasser oberflächlich ab, gießt du erst an anderer Stelle weiter und kommst später zurück.
Ob genug angekommen ist, prüfst du durch vorsichtiges Nachgraben. Dabei schaust du, ob der Boden 15 bis 20 cm tief durchfeuchtet ist. Ich nehme dafür die Pflanzschaufel und grabe am Beetrand ein kleines Loch.
Mit Schwerkraft
Steht der Speicher höher als das Beet, läuft das Wasser ohne Pumpe. Wie viel Druck dabei ankommt, hängt am Höhenunterschied.
Steigt eine Wasserleitung um 10 m an, brauchst du ungefähr 1 bar zusätzlichen Druck.
Daraus folgt umgekehrt: Eine Tonne auf einem niedrigen Sockel liefert nur einen kleinen Bruchteil dieses Drucks. Tropfschläuche arbeiten typischerweise mit 0,5–2 bar, der nötige Betriebsdruck hängt aber vom jeweiligen System ab. Lies deshalb vor dem Anschluss an die Tonne nach, was der Hersteller angibt. Nicht druckkompensierte Tropfleitungen eignen sich für kurze Leitungen auf ebenen Flächen.
Mit Pumpe
Liegt der Speicher tiefer als die Beete oder unter der Erde, brauchst du eine Pumpe. Bei der Auswahl zählen Fördermenge, Förderhöhe und Druck. Für eine Saugpumpe kommt die Ansaughöhe dazu. Der Pumpendruck muss zum Betriebsdruck deines Bewässerungssystems passen, gegebenenfalls reduziert ihn ein Druckminderer.
Bei größeren Anlagen misst du vorher, wie viel Wasser bei welchem Fließdruck verfügbar ist. Reichen Menge und Druck nicht für alle Flächen zugleich, teilst du die Anlage in Bewässerungskreise, die nacheinander laufen. Für einen einzelnen Schlauch genügt die Füllzeit einer 10-Liter-Gießkanne. Ich stoppe sie an dem Schlauch, mit dem ich später auch gieße.
Unterirdische Leitungen aus PE-HD sollten ausreichend groß sein, empfohlen werden etwa ¾–1 Zoll. Das ist eine Rohrdimension und kein Schlauchmaß. Du verlegst sie etwa 30 cm tief und entleerst sie vor dem Frost.
Sprinkler und Tropfschläuche auf Regenwasser umstellen
Bevor du ein vorhandenes System an den Regenspeicher hängst, schau dir an, was es versorgt. Regner versorgen vor allem Rasenflächen, Tropfbewässerung eignet sich für Beete und Kübel. Regner und Mikrosprinkler benetzen flächig und passen deshalb zu Aussaaten. Sie sind aber windanfällig und machen auch die Blätter nass.
Tropf- und Schwitzschläuche geben das Wasser wurzelnah ab, die Verdunstungsverluste bleiben gering. Tropfbewässerung kann gegenüber flächiger Beregnung Wasser sparen, und aus einem begrenzten Speicher reicht der Vorrat dann länger.
Die Bayerische Gartenakademie beschreibt für Haus- und Kleingarten Tropfschläuche, deren Tropfstellen typischerweise 30–40 cm auseinanderliegen. Je nach Ausführung gibt jede Tropfstelle 1–4 l pro Stunde ab.
Bei frisch gepflanzten Stauden kommt es auf die Lage der Tropfstellen an. In einem Hausgartenversuch versorgte Überkopfberegnung frische Stauden besser als Tropfschläuche. Vermutlich lagen die Tropföffnungen zu weit von den WurzelballenDer Wurzelballen ist das Geflecht aus Wurzeln und anhaftender Erde, das beim Austopfen oder Ausgraben einer Pflanze zusammenhält. Ist daran kaum noch Erde zu sehen, ist er stark durchwurzelt. entfernt. Leg den Schlauch deshalb dicht an die Ballen und prüf dort nach dem Gießen die Feuchte.
Tropfschläuche kannst du direkt auf den Boden unter eine MulchschichtEine Mulchschicht ist eine Abdeckung des Bodens, meist aus organischem Material wie Laub, Stroh oder Rasenschnitt. Sie schützt den Boden, hält ihn feucht, verringert Erosion und hemmt Unkraut. legen. Am Trinkwasseranschluss brauchen sie einen Druckminderer, an der Zisternenpumpe gegebenenfalls ebenso.
Vom alten zum neuen System: Umstellung Schritt für Schritt
Wer schon mit Schlauch oder Tropfsystem gießt, muss nicht alles neu kaufen. Ich gehe bei der Umstellung in dieser Reihenfolge vor:
- Dach prüfen. Herbizidhaltige Bitumenbahnen scheiden als Quelle fürs Gießwasser aus. Bei Kupfer- und Zinkdächern kann das Wasser umweltschädliche Metallverbindungen enthalten.
- Rechnen. Ermittle abflusswirksame Fläche, Niederschlag, Bedarf und Vorhaltezeit.
- Speicher setzen. Plane den Filter vor dem Zulauf und einen Überlauf gleich mit ein.
- Messen. Bestimme mit der Füllzeit einer 10-Liter-Gießkanne, wie viel dein Schlauch liefert. Bei größeren Anlagen misst du den Durchfluss in Abhängigkeit vom Fließdruck.
- Druck abstimmen. Pumpe, Druckminderer und Betriebsdruck des Systems müssen zusammenpassen.
- Trinkwasser trennen. Soll die Anlage bei leerem Speicher auch Leitungswasser bekommen, braucht sie eine geeignete Sicherungseinrichtung. Bei einer unterirdischen Beregnungsanlage am Trinkwasser beurteilt ein Fachunternehmen, welche das ist. Wartung und Reparatur einer Sicherungskombination in der Außenarmatur übernimmt ein zugelassener Fachbetrieb.
- Strom anschließen lassen. Eine netzversorgte Steuerung, die fest an ein Erdkabel soll, schließt eine Elektrofachkraft an.
- Probelauf. Eine neu installierte automatische Tropfbewässerung beobachtest du mehrere Wochen und stellst sie nach, bevor sie unbeaufsichtigt läuft.
Steuerung und Sensoren
Bodenfeuchtefühler können eine automatische Bewässerung am Wasserbedarf des Bodens ausrichten und sie bei noch feuchter Erde sperren. Wie Steuerung, Sensoren und Einbau zusammenspielen, erklärt der Abschnitt über automatische und smarte Bewässerung mit Steuerung, Einbau und Wartung.
Wartung über das Jahr
Wartung heißt vor allem: Filter sauber halten, Verschleißteile im Blick behalten und vor dem Frost entleeren.
Reinige die Filter regelmäßig, damit sie nicht verstopfen. Wann es so weit ist, zeigt dir der Filter selbst: Schau hinein und reinige ihn, sobald sich Schmutz sammelt oder weniger Wasser durchkommt.
Dichtungen, Filter und Düsen sind Verschleißteile. Sind sie gut zugänglich und austauschbar, geht die Wartung leichter. Bei fest eingebauten Anlagen legst du versenkte Regner frei und prüfst die Sensoren. Kupplungen und Dichtungen reinigst du nicht mit Essig, weil er Gummidichtungen spröde machen und an Kupfer oder Messing Grünspan bilden kann.
Am Speicher prüfst du, ob der Deckel noch dicht und fest sitzt. Ich drehe im Herbst den Hahn der Tonne auf, lasse sie leerlaufen und lege den Deckel wieder auf.
Das erledigst du vor dem ersten Frost.
- Regentonnen entleeren, damit gefrierendes Wasser sie nicht beschädigt.
- Schläuche und andere wasserführende Teile mobiler Systeme entleeren und frostgeschützt lagern.
- Das gesamte Leitungssystem einer festen Anlage entleeren, auch die unterirdischen Leitungen.
- Nicht frostsichere Außenleitungen und Armaturen entleeren und zusätzlich absperren.
Wann rechnet sich eine Regenwasseranlage?
Ob sich eine Anlage für dich rechnet, hängt an örtlichem Niederschlag, Speichergröße und Nutzung. Dazu kommen die Kosten für Bau, Installation und Unterhalt. Stell die Posten einmal nebeneinander:
| Seite | Was dazugehört |
|---|---|
| Kosten | Speicher, Filter, Pumpe, Leitungen, Einbau |
| Unterhalt | Verschleißteile wie Dichtungen, Filter und Düsen, Pflege der Anlage |
| Nutzen | Leitungswasser, das du beim Gießen durch Regenwasser ersetzt |
| Obergrenze | Menge, die Dach und Niederschlag liefern und der Speicher halten kann |
Die gesammelte Menge begrenzen Auffangfläche und Niederschlag, die Wirtschaftlichkeit hängt zugleich an der Speichergröße. Ein Speicher, den dein Dach nicht füllen kann, kostet also mehr, ohne mehr Wasser zu liefern.
Auch die Gießweise zählt. Automatische Bewässerung kann mehr Wasser verbrauchen als sparsames Gießen von Hand, weil sie die Pflanzen durchdringender versorgt. Rechne die Nutzung deshalb mit der Gießweise, die du wirklich vorhast.
Berücksichtige außerdem lokale Anordnungen zur Wasserentnahme und die Hinweise deines Wasserversorgers. Ich trage nach jeder Saison in meine Tabelle ein, wie oft ich doch zum Wasserhahn gegriffen habe.
Was Regenwasser für die Umwelt bedeutet
Jeder Liter, den du aus dem Speicher gießt, kommt nicht aus der Trinkwasserleitung. Wie sauber dieses Wasser ist, hängt am Dach: Von Kupfer- und Zinkdächern kann es umweltschädliche Metallverbindungen enthalten. Deshalb steht der Dach-Check am Anfang jeder Planung.
Regen, den du nicht sammelst, sollte im Garten versickern können. Auf größeren gepflasterten Wegen, Einfahrten und Hofflächen hältst du dafür die Fugen wasserdurchlässig.
Regenwasser und andere Sparmaßnahmen
Regenwasser spart an der Quelle, MulchMulch ist eine Schicht, mit der du offenen Gartenboden bedeckst, meist aus organischem Material wie Rasenschnitt, Stroh oder Laub. Sie schützt den Boden, hält ihn feucht und hemmt Unkraut., humusreicher Boden und standortgerechte Pflanzen senken zusätzlich den Gießbedarf. Wie du den Wasserverbrauch im ganzen Garten senkst, zeigt ein eigener Ratgeber. Die Grundlagen zum Wassersparen mit Mulch, Regenwasser und Grauwasser findest du auf derselben Übersichtsseite wie die smarte Bewässerung.

