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Spaten oder Schaufel? Der Unterschied und worauf du beim Kauf achtest

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Der Spaten sticht in den Boden ein und sticht Bodenstücke ab, die Schaufel nimmt loses Material auf und lagert es um.
  • In steinigem oder klebrigem Boden lässt sich eine Grabegabel leichter einstechen als ein Spaten.
  • Für Spaten und Grabegabeln gelten etwa 70–75 cm Stiellänge als Ausgangspunkt, angepasst an die Körpergröße.
  • Beim Kauf zählen gehärtetes Metall am Blatt und eine Verbindung von Blatt und Stiel, die auch unter Belastung fest bleibt.
  • Die Spatenkante wird etwa alle 1–2 Jahre gründlich nachgeschärft, je nach Nutzung und tatsächlichem Verschleiß.

Wer mit der Schaufel in festen Boden stechen will oder mit dem Spaten Kies umlagert, arbeitet gegen sein Werkzeug. Ich stelle mir deshalb vor jeder Erdarbeit eine Frage: Muss ich Boden lösen, oder liegt das Material schon lose da? Die Antwort entscheidet, ob ich zum Spaten oder zur Schaufel greife. Hier erfährst du, worin sich beide unterscheiden, welcher Spatentyp zu deinem Boden passt und worauf du bei Material, Griff und Stiellänge achtest.

Spaten oder Schaufel: Wo liegt der Unterschied?

Der Spaten ist zum Stechen gebaut. Sein flaches, gerades Blatt mit scharfer Kante dringt in den Boden ein und sticht Bodenstücke ab. Damit gräbst du um, hebst Pflanzlöcher aus, stichst Rasenkanten ab und teilst Stauden.

Die Schaufel ist zum Aufnehmen und Umlagern gebaut. Mit ihr bewegst du loses Material wie Sand, Kies, Erde oder Rindenmulch von einer Stelle zur nächsten. Für festeres Material gibt es Schaufeln mit spitz zulaufender Vorderkante, die das Eindringen erleichtert.

Merkmal Spaten Schaufel
Blatt flach und gerade, mit scharfer Kante zum Aufnehmen geformt, mit gerader oder spitz zulaufender Vorderkante
Hauptaufgabe in den Boden einstechen, Bodenstücke abstechen loses Material aufnehmen und umlagern
Typische Arbeiten Umgraben, Pflanzlöcher, Rasenkanten, Stauden teilen Sand, Kies, Erde und Rindenmulch bewegen, Substrat mischen
Passender Bodenzustand fester, zusammenhängender Boden gelöstes oder loses Material

Weil der Spaten Bodenstücke absticht und die Schaufel für loses Material gebaut ist, brauchst du bei fester Erde beide nacheinander: erst stechen, dann schaufeln. Ich steche eine Rasenkante mit dem Spaten ab und hebe die losen Stücke danach mit der Schaufel in die Schubkarre.

Wann greifst du zu welchem Werkzeug?

Diese Zuordnung nutze ich im eigenen Garten:

Aufgabe Werkzeug Warum
Beet umgraben, neues Beet anlegen Spaten sticht ein und sticht Bodenstücke ab
Pflanzloch für Baum oder Strauch Spaten löst auch festen Boden
Kleines Pflanzloch für Gemüsejungpflanzen und Stauden Pflanzschaufel für kleine Pflanzlöcher gemacht
Rasenkante abstechen Spaten gerade, scharfe Kante
Stauden teilen Spaten oder Grabegabel beide eignen sich dafür
Steiniger oder klebriger Boden Grabegabel lässt sich leichter einstechen als ein Spaten
Leichten Boden im Frühjahr lockern Grabegabel lockert, statt umzugraben
Sand, Kies, Erde, Rindenmulch umlagern Schaufel nimmt loses Material auf
Langfaseriger, noch nicht vollständig zersetzter Kompost Mistgabel für schweres, langfaseriges Material

Für feinere Bodenarbeiten mit Hacke, Grubber oder Rechen gibt es eigene Geräte. Welches davon zu welcher Arbeit passt und wie du damit bodenschonend arbeitest, erklärt der Ratgeber zu Bodenwerkzeugen von der Hacke bis zum Rechen.

Welche Spatentypen gibt es?

Die Spaten-Familie ist überschaubar. Jeder Typ hat eine Aufgabe, für die er gemacht ist:

  • Grabespaten: der klassische Spaten mit geradem Blatt. Er gräbt Beete um, sticht Rasenkanten ab und hebt Pflanzlöcher aus.
  • Grabegabel oder Spatengabel: Zinken statt Blatt. Sie lockert den Boden schonend und hilft beim Teilen von Stauden und bei der Kartoffelernte.
  • Rundspaten: ein Spaten, der auf das Ausheben von Pflanzlöchern ausgelegt ist.
  • Spaten mit kleinem Blatt: Ein kleineres, schmaleres Blatt macht den Spaten leichter. Für Grundschulkinder ist er deshalb eine passende Wahl.

In steinigem oder klebrigem Boden lässt sich die Grabegabel leichter einstechen als ein Spaten. Leichte Böden lockerst du im Frühjahr ohnehin, statt sie umzugraben. Auf beiden Bodentypen gehört die Gabel deshalb neben den Spaten. Wie du sie beim Lockern, Ernten und Umpflanzen führst, zeigt der Ratgeber zum richtigen Einsatz der Grabegabel.

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Woran erkennst du einen guten Spaten?

Ein Spaten besteht aus Blatt, Stiel und Griff. An allen drei Teilen und an ihren Verbindungen kannst du Qualität erkennen:

  • Blatt: Für Werkzeuge, die wiederkehrenden Belastungen standhalten sollen, wird gehärtetes Metall empfohlen. Ein Spaten, der Jahr für Jahr in den Boden sticht, gehört dazu.
  • Verbindung zum Stiel: Werkzeugkopf und Stieltülle müssen einteilig gefertigt oder so verbunden sein, dass sie auch bei großer Beanspruchung nicht brechen. Bei Holzstiel und Metallkopf unterstützt eine lange, vernietete Stahlhülse eine stabile Verbindung.
  • Stiel: Er überträgt deine Kraft auf das Blatt. Ob Holz, Metall oder Fiberglas: Die Länge muss zu deiner Körpergröße passen.
  • Griff: T-Griff oder D-Griff. Er soll fest sitzen und eine rutschhemmende Oberfläche haben.

Ich schaue mir beim Spaten zuerst die Stelle an, an der Blatt und Stiel zusammentreffen. Dort muss die Verbindung auch bei großer Beanspruchung halten, und dort sehe ich, ob Tülle und Hülse sauber vernietet sind.

Wofür setzt du den Spaten ein?

Umgraben: wann es sich lohnt

Umgraben ist vor allem bei neu anzulegenden Beeten und sehr schweren Böden sinnvoll. Schwere Böden, die im Winter durchfrieren, gräbst du im Herbst um, weil der Frost dann zur Lockerung beitragen kann. Leichte Böden lockerst du im Frühjahr mit der Grabegabel, statt sie erneut umzugraben. Ob in deinem Beet Lockern reicht oder der Spaten ran muss, klärt der Ratgeber wann du mit Grubber oder Kultivator lockerst und wann du umgräbst.

Marias Erfahrung

Mein schweres Beet steche ich im Herbst um und lasse die groben Schollen über den Winter liegen. Im Frühjahr gehe ich nur noch mit der Grabegabel durch, sobald keine Erde mehr am Werkzeug haften bleibt.

Wann ist der Boden bereit?

Vor dem Umgraben nehme ich einen erbsengroßen Erdkrümel aus etwa 10 cm Tiefe und zerdrücke ihn zwischen den Fingern. Zerfällt er, kannst du graben. Schmiert er, ist der Boden zu nass. Nassen Boden betrittst und bearbeitest du nicht, weil dabei neue Verdichtungen entstehen können.

Pflanzlöcher, Rasenkanten und Wurzelunkraut

Mit dem Spaten hebst du Pflanzlöcher für Bäume und Sträucher aus und stichst Rasenkanten sauber ab. Beim Umgraben sammle ich die Wurzelstücke von Wurzelunkräutern vollständig heraus, weil zerteilte Stücke erneut austreiben können.

Achtung

Beim Graben trittst du mit dem Fuß auf das Blatt, deshalb gehören geschlossene Schuhe mit rutschfester Sohle dazu. Setz den Spaten nur für den Zweck und den Kraftaufwand ein, für den er gebaut ist. Leg ihn so ab, dass er nicht herabfallen kann und niemand versehentlich an die Kante gerät. Bei schweren Verletzungen wählst du unmittelbar den Notruf 112.

Wie ist eine Schaufel aufgebaut?

Auch die Schaufel besteht aus Blatt, Stiel und Griff. Jedes Teil dient hier dem Aufnehmen und Tragen, nicht dem Stechen.

  • Blatt: Seine Form entscheidet, wofür die Schaufel taugt. Die Holsteiner Schaufel hat ein fast flaches Blatt mit gerader Vorderkante und eignet sich zum Umlagern loser Materialien wie Sand, Kies, Erde und Rindenmulch. Bei der Frankfurter Schaufel läuft die Vorderkante spitz zu, das erleichtert das Eindringen in festeres Material.
  • Stiel: Er verbindet Blatt und Griff und besteht aus Holz, Metall oder Fiberglas. Seine Länge stimmst du auf deine Körpergröße ab, damit du aufrecht arbeiten kannst.
  • Griff: Das obere Ende soll fest sitzen und rutschhemmend sein, damit die Schaufel auch mit voller Ladung sicher in der Hand liegt.

Ich nehme für Kies und Rindenmulch die Schaufel mit gerader Vorderkante und für festgetretenes Material die mit spitzer Kante.

Welche Schaufeltypen gibt es noch?

Neben der Gartenschaufel gibt es Pflanzschaufel, Sandschaufel, Schneeschaufel und weitere Spezialformen. Welche Schaufel für welche Arbeit passt, zeigt der Ratgeber zu Spezialschaufeln und ihren Aufgaben.

Wofür setzt du die Schaufel ein?

Erde, Kompost und Mulch bewegen

Beim Anlegen neuer Beete, beim Füllen von Pflanzgefäßen und beim Verteilen von Mulch ist die Schaufel das Werkzeug für lose Erde, Sand, Kies und Rindenmulch. Auch Kompost verteilst du damit auf dem Beet und arbeitest ihn anschließend nur oberflächlich ein. Als allgemeine Empfehlung für Gartenbeete gelten 3 l Kompost je m² im Jahr, bekannte Nährstoffgehalte deines Bodens rechnest du dabei mit ein. Noch nicht vollständig zersetzten, langfaserigen Kompost setze ich nicht mit der Schaufel um, sondern mit der Mistgabel.

Substrat mischen und Schubkarre beladen

Für eigene Pflanzerde mische ich Erde, Sand und Kompost mit der Schaufel direkt in der Schubkarre. Beim Beladen kommen schwere Lasten nach unten. Die Ladung verteilst du möglichst symmetrisch und sicherst sie gegen Herabfallen.

Kleine Pflanzlöcher mit der Pflanzschaufel

Für Gemüsejungpflanzen und Stauden genügt ein kleines Pflanzloch, und dafür eignet sich die Pflanzschaufel. Ich hebe damit auch einzelne Pflanzen samt Wurzelballen aus, wenn ich sie umsetze.

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Aus welchem Material sollten Spaten und Schaufel sein?

Das Blatt: Stahl, Edelstahl oder Aluminium

Einfacher Stahl kann rosten und braucht deshalb mehr Pflege. An Edelstahl haftet weniger Erde, er lässt sich deshalb leichter reinigen. Nichtrostender Stahl wird durch eine Passivschicht geschützt, kann an Schwachstellen dieser Schicht aber dennoch korrodieren. Edelstahl spart dir also Putzarbeit, den prüfenden Blick nach der Arbeit ersetzt er nicht.

Aluminium hat eine geringe Dichte und eine hohe Korrosionsbeständigkeit. Dazu trägt die dünne, dichte Oxidschicht bei, die es an der Luft bildet.

Zahl im Blick

Als typische Werkstoffdichten setzt man für Stahl 7,85 g/cm³ und für Aluminium 2,7 g/cm³ an. Je Kubikzentimeter wiegt Aluminium also deutlich weniger als Stahl.

Ob für deine Arbeiten eine Schaufel aus Stahl oder aus Aluminium besser passt, wägt der Ratgeber zur Wahl zwischen Stahl- und Aluminiumschaufel ab.

Der Stiel: Esche, Metall oder Fiberglas

Eschenholz verbindet hohe Elastizität mit hoher Zähigkeit und eignet sich deshalb für mechanisch beanspruchte Werkzeugstiele. Bei Esche gelten Jahrringbreiten über 1,5 mm als Zeichen günstiger Festigkeit und Härte. Siegel wie FSC und Naturland geben bei Holz Hinweise auf nachhaltige Waldwirtschaft.

Stiele aus Metall oder Fiberglas prüfe ich nach denselben Punkten wie Holz: fester Sitz am Blatt, ein rutschhemmender Griff und eine Länge, die zu mir passt. Wechselsysteme mit austauschbaren Stielen und Aufsätzen können Anschaffungskosten und Platz bei der Aufbewahrung sparen.

Welcher Griff passt zu deiner Hand?

Ein Werkzeuggriff soll zu deiner Handgröße und Händigkeit passen, sicher greifbar sein und eine gerade Handgelenkstellung ermöglichen. Außerdem muss er fest sitzen und eine rutschhemmende Oberfläche haben. Bei Spaten und Schaufeln begegnen dir vor allem zwei Formen:

  • D-Griff: Ein geschlossener Bügel umschließt die Hand. Er gibt guten Halt und Kontrolle.
  • T-Griff: ein offener Quergriff am Stielende. Er lässt verschiedene Griffpositionen zu.

Verstellbare Griffe und verschiedene Greifmöglichkeiten erleichtern es, ein Werkzeug an die eigene Hand anzupassen. Ich greife beim Spaten zum D-Griff, weil meine Hand darin geschlossen liegt.

Tipp

Probier den Griff im Laden mit den Handschuhen aus, die du auch im Beet trägst. So prüfst du ihn unter den Bedingungen, unter denen du ihn später nutzt.

Welche Stiellänge brauchst du?

Für Spaten und Grabegabeln gelten etwa 70–75 cm Stiellänge als Ausgangspunkt, angepasst an deine Körpergröße. Als zweite Probe dient die Gesamthöhe: Bei aufrecht stehender Person soll der Spaten bis zum unteren Rippenbogen reichen. Ich stelle den Spaten beim Kauf neben mich und prüfe, ob ich damit aufrecht arbeiten kann.

Den Spatenwert überträgst du nicht einfach auf die Schaufel. Auch ihre Stiellänge stimmst du auf deine Körpergröße ab, damit aufrechtes Arbeiten möglich ist. Gärtnern mehrere unterschiedlich große Menschen mit demselben Werkzeug, ist ein Teleskopstiel eine Option. Er muss sich in der gewählten Länge so feststellen lassen, dass er sich beim Arbeiten nicht von selbst löst.

Wie hältst du dich beim Graben und Heben?

Beim Anheben trittst du nah heran, beugst Knie und Hüfte und nimmst die Last mit geradem Rücken körpernah auf, ohne den Oberkörper zu verdrehen. Regelmäßige Pausen und wechselnde Tätigkeiten unterbrechen einseitige Belastungen. Mehr zur Ergonomie steht in der Übersicht zur Gartentechnik im Abschnitt Qualität, Material und Ergonomie.

Wie pflegst du Spaten und Schaufel?

Nach der Arbeit bürstest du trockene Erde ab, entfernst fest haftenden Schmutz mit Wasser und Bürste und reibst das Werkzeug trocken. Die Spatenkante schärfst du etwa alle 1–2 Jahre gründlich nach, je nach Nutzung und tatsächlichem Verschleiß. Wie du dein Werkzeug pflegst, reparierst und lagerst, erklärt die Übersicht zur Gartentechnik ausführlich.

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Worauf achtest du beim Kauf eines Spatens?

Nimm den Spaten vor dem Kauf in die Hand und arbeite probehalber damit. Ob ein Werkzeug ergonomisch passt, zeigt sich beim Probearbeiten und am Abgleich mit Körpergröße und Handform. Prüfe dabei, ob die Verbindungen auch unter Belastung fest bleiben. Ich setze dazu das Blatt auf den Boden, stütze mich auf den Griff und bewege den Stiel hin und her.

Denk auch an später: Lösbare Verbindungen, austauschbare Bauteile und Angaben zur Ersatzteilverfügbarkeit helfen dir, die Reparierbarkeit einzuschätzen. Frag außerdem nach den Garantiebedingungen. Eine Garantie ist eine freiwillige Leistung nach den Bedingungen des Anbieters und ersetzt deine gesetzlichen Mängelrechte gegenüber dem Verkäufer nicht.

Richte die Wahl nach deinem Boden. Hast du steinigen oder klebrigen Boden, plane neben dem Spaten eine Grabegabel ein. Gärtnern Kinder mit, ist ein Spaten mit kleinerem, schmalerem Blatt leichter.

Für den Einstieg empfiehlt sich eine kleine Auswahl guter Werkzeuge, die du mit dem tatsächlichen Bedarf erweiterst. Welche Werkzeuge in deine Grundausstattung gehören und wie du jedes einsetzt, zeigt ein eigener Ratgeber. Einen Überblick, welche Werkzeuggruppen du im Lauf des Gartenjahres brauchst, findest du ebenfalls.

Mini-Checkliste

So prüfe ich einen Spaten vor dem Kauf.

  • Das Blatt besteht aus gehärtetem Metall.
  • Kopf und Stieltülle sind einteilig oder so verbunden, dass sie unter großer Beanspruchung nicht brechen.
  • Bei Holzstiel hält eine lange, vernietete Stahlhülse Blatt und Stiel zusammen.
  • Die Verbindung bleibt bei der Wackelprobe unter Belastung fest.
  • Der Griff sitzt fest, ist rutschhemmend und passt zu deiner Hand.
  • Der Stiel passt zu deiner Körpergröße, und du stehst beim Arbeiten aufrecht.
  • Reparaturmöglichkeiten, Ersatzteilversorgung und Garantiebedingungen sind angegeben.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Spaten und Schaufel?
Der Spaten hat ein flaches, gerades Blatt mit scharfer Kante und dient zum Einstechen in den Boden und zum Abstechen von Bodenstücken. Damit gräbst du um, hebst Pflanzlöcher aus, stichst Rasenkanten ab und teilst Stauden. Die Schaufel ist zum Aufnehmen und Umlagern von losem Material wie Sand, Kies, Erde oder Rindenmulch gebaut. Bei festem Boden löst du also zuerst mit dem Spaten und bewegst das Material danach mit der Schaufel.
Wann nehme ich die Grabegabel statt des Spatens?
In steinigem oder klebrigem Boden lässt sich eine Grabegabel leichter einstechen als ein Spaten. Leichte Böden kannst du im Frühjahr mit der Grabegabel lockern, statt sie umzugraben. Außerdem eignet sie sich zum Teilen von Stauden und zur Kartoffelernte.
Wann ist Umgraben mit dem Spaten sinnvoll?
Umgraben ist vor allem bei neu anzulegenden Beeten und sehr schweren Böden sinnvoll. Schwere Böden, die im Winter durchfrieren, gräbst du im Herbst um, weil der Frost dann zur Lockerung beitragen kann. Prüfe vorher die Feuchte: Ein erbsengroßer Erdkrümel aus etwa 10 cm Tiefe soll beim Zerdrücken zerfallen, schmierender Boden ist zu nass. Leichte Böden lockerst du im Frühjahr mit der Grabegabel, statt sie umzugraben.
Welche Materialien eignen sich für langlebige Spaten und Schaufeln?
Für das Blatt wird gehärtetes Metall empfohlen, weil es wiederkehrenden Belastungen standhalten soll. An Edelstahl haftet weniger Erde, er lässt sich deshalb leichter reinigen. Für Holzstiele eignet sich Eschenholz, weil es hohe Elastizität mit hoher Zähigkeit verbindet. Genauso wichtig ist die Verbindung: Kopf und Stieltülle müssen einteilig sein oder so verbunden, dass sie auch bei großer Beanspruchung nicht brechen.
Welche Stiellänge sollte ein Spaten haben?
Für Spaten und Grabegabeln gelten etwa 70–75 cm Stiellänge als Ausgangspunkt, angepasst an deine Körpergröße. Als zweite Probe soll das Gerät bei aufrecht stehender Person bis zum unteren Rippenbogen reichen. Nimm den Spaten vor dem Kauf in die Hand und prüfe, ob du damit aufrecht arbeiten kannst.
Sind teurere Spaten automatisch besser?
Nicht automatisch, entscheidend sind Merkmale, die du selbst prüfen kannst. Achte darauf, dass das Blatt aus gehärtetem Metall besteht und die Verbindung zwischen Blatt und Stiel auch unter Belastung fest bleibt. Prüfe außerdem Reparaturmöglichkeiten, Ersatzteilversorgung und Garantiebedingungen. Eine Garantie ist eine freiwillige Leistung des Anbieters und ersetzt deine gesetzlichen Mängelrechte gegenüber dem Verkäufer nicht.
Welche Rolle spielt die Blattform bei Schaufeln?
Die Blattform bestimmt, wofür sich eine Schaufel eignet. Die Holsteiner Schaufel mit fast flachem Blatt und gerader Vorderkante lagert lose Materialien wie Sand, Kies, Erde und Rindenmulch um. Bei der Frankfurter Schaufel erleichtert die spitz zulaufende Vorderkante das Eindringen in festeres Material.
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