Wucherblume aussäen: der richtige Zeitpunkt für Saat-Wucherblume und Wiesenmargerite
- Die einjährige Saat-Wucherblume Glebionis segetum säst du ab März oder April direkt an ihren Platz.
- Die samen.liver Saat-Wucherblume drückst du nur an und bedeckst sie nicht mit Erde.
- Die mehrjährige Wilde Wucherblume Leucanthemum vulgare ziehst du von März bis Mai vor oder säst sie von April bis Juni direkt.
- Die Wilde Wucherblume keimt bei 15 bis 20 °C. In diesem Bereich dauert die Keimung 14 bis 21 Tage.
- Soll eine Ansaat früh blühen, gießt du sie in der Auflaufphase bei Trockenheit täglich.

Unter dem Namen Wucherblume findest du beim Saatgut zwei verschiedene Pflanzen, und sie werden nicht auf dieselbe Weise gesät. Die eine kommt ab März oder April direkt ins Beet und bleibt dabei unbedeckt. Die andere ziehst du im Frühjahr vor oder säst sie bis in den Juni direkt. Ich lese deshalb vor jeder Aussaat zuerst den botanischen Namen auf der Tüte und schaue erst danach in den Kalender.
Welche Wucherblume steckt in deiner Samentüte?
Die Saat-Wucherblume heißt botanisch Glebionis segetum und ist eine einjährige Pflanze. Als Wilde Wucherblume wird dagegen die Wiesenmargerite Leucanthemum vulgare angeboten, und diese Art wächst mehrjährig. Beide teilen sich den deutschen Namen, haben aber eigene Aussaatfenster und eine eigene Saatweise. Um herbstblühende Garten-Chrysanthemen geht es hier nicht.
| Saat-Wucherblume | Wilde Wucherblume | |
|---|---|---|
| Botanischer Name | Glebionis segetum | Leucanthemum vulgare, die Wiesenmargerite |
| Lebensdauer | einjährig | mehrjährig |
| Aussaat | DirektsaatBei der Direktsaat säst du die Samen gleich an Ort und Stelle ins Beet, statt sie vorher im Haus vorzuziehen. Die Pflanzen keimen und wachsen dort, wo du sie später erntest. ab März oder April an der vorgesehenen Stelle | Vorkultur von März bis Mai, Direktsaat von April bis Juni |
| Samen bedecken | nur andrücken, nicht mit Erde bedecken | nach Angabe auf der Saatguttüte |
Verwechseln solltest du die Wucherblume nicht mit der Wunderblume Mirabilis jalapa, die trotz des ähnlichen Namens eine andere Pflanze ist. Wie du Wunderblumen säst und pflegst, erklärt ihr eigener Ratgeber.
Saat-Wucherblume: ab März oder April direkt ins Beet
Die Saat-Wucherblume säst du ab März oder April direkt an die Stelle, an der sie wachsen soll. Töpfe, PikierenPikieren heißt, dicht aufgelaufene Sämlinge zu vereinzeln: Du setzt die jungen Pflänzchen einzeln in kleine Töpfe, sobald sich in der Triebmitte die ersten Laubblätter zeigen, damit jedes genug Platz zum Wachsen hat. und Umpflanzen entfallen damit. Den genauen Tag innerhalb dieses Fensters bestimmt dein Beet. Für die Direktsaat brauchst du ein fein geharktes, unkrautfreies und gut durchlüftetes SaatbettDas Saatbett ist die vorbereitete obere Bodenschicht eines Beetes, in die du säst. Es soll eben, frei von Steinen und groben Schollen und feinkrümelig sein, und zwar umso feiner, je feiner die Samen sind.. Lässt sich die Erde noch nicht fein harken, wartest du mit dem Säen.
Die Samen verteilst du auf der geharkten Fläche und drückst sie an, mit Erde bedeckst du sie nicht. Ich drücke sie mit einem flachen Brett an und stehe dabei neben dem Beet. Beetflächen bleiben möglichst unbetreten, damit ihre Poren und ihre Wasserspeicherfähigkeit erhalten bleiben.
Die samen.liver Saat-Wucherblume werden eingeharkt oder mit Erde überstreut. Bei der Direktsaat drückst du sie nur an und lässt sie unbedeckt.
Soll die Ansaat früh blühen, gießt du sie in der Auflaufphase bei Trockenheit täglich. Ich nehme dafür eine Kanne mit feiner Brause, weil die Samen offen auf der Erde liegen.
Wenn die Wucherblume in einer Sommerblumenmischung steckt
Säst du die Saat-Wucherblume als Teil einer einjährigen Sommerblumenmischung, richtest du dich nach den Werten der Mischung. Diese Werte gelten für die Mischung als Ganzes und nicht für die einzelne Wucherblume.
Auf dem vorbereiteten Saatbeet beträgt die Aussaatmenge einjähriger Sommerblumenmischungen 1 bis 3 g/m². Nach einer Aussaat ab Mitte April beginnt ihre Blüte nach etwa 6 bis 8 Wochen. Vor der Saat befreist du das gelockerte und eingeebnete Saatbeet zwei bis drei Wochen lang von auflaufendem Unkraut.
Kommen später in der Ansaat Samenunkräuter auf, kann ein einmaliger Schnitt auf etwa 10 bis 15 cm Höhe helfen.
Wilde Wucherblume: Vorkultur ab März, Direktsaat bis Juni
Für die Wiesenmargerite Leucanthemum vulgare, im Handel als Wilde Wucherblume angeboten, hast du zwei Wege. VorziehenVorziehen heißt, Samen im Haus, im Gewächshaus oder im Frühbeet auszusäen und dort zu Jungpflanzen heranzuziehen. Später pflanzt du sie ins Beet oder in den Kübel aus. kannst du sie von März bis Mai. Direkt ins Beet säst du sie von April bis Juni. Weil diese Art mehrjährig wächst, wählst du für sie einen Platz, an dem sie länger stehen darf.
Die Wilde Wucherblume keimt bei 15 bis 20 °C. In diesem Temperaturbereich dauert die Keimung 14 bis 21 Tage.
Das Fenster für die Vorkultur öffnet schon im März, also vor dem der Direktsaat. Zusammen mit der Keimtemperatur von 15 bis 20 °C heißt das: Den frühen Start nutzt du in Schalen im Haus, wo du diese Wärme selbst halten kannst. Ich schreibe das Saatdatum auf das Etikett, damit ich die Keimzeit im Blick behalte und nicht vorschnell nachsäe.
So ziehst du die Wilde Wucherblume vor
Für die Vorkultur nimmst du frische Aussaaterde und saubere Gefäße mit Wasserabzug. Die Erde sollte hygienisch, nährstoffarm, humos und durchlässig sein. Wie tief du säst, übernimmst du von deiner Saatguttüte. Danach gehst du in dieser Reihenfolge vor:
- Deck die Schale mit Folie ab, lüfte sie täglich und nimm die Folie nach der Keimung ab.
- Stell die Sämlinge nach dem AuflaufenAuflaufen nennt man es, wenn nach der Aussaat die Keimlinge sichtbar aus der Erde kommen. Man sagt dann auch, die Saat ist aufgegangen. hell, denn Lichtmangel begünstigt lange, instabile Triebe.
- Pikiere, sobald nach den KeimblätternKeimblätter sind die ersten Blätter einer keimenden Pflanze und gehören schon zum Embryo im Samen. Sie ernähren den Keimling, bis die ersten Laubblätter seine Versorgung übernehmen. die ersten echten Blätter entwickelt sind.
- Halte jeden Sämling dabei ohne Zug an den Keimblättern und setz die Wurzel gerade ein, ohne sie umzubiegen.
- Schließ das Pflanzloch seitlich behutsam, gieß an und drück die Erde leicht an.
- Härte die Jungpflanzen vor dem Auspflanzen ab, indem du die Temperatur senkst und mehr lüftest.
- Gewöhne sie bei mildem Wetter zuerst geschützt im Schatten und danach auch in der Sonne an draußen.
Ich stelle die Schalen gleich nach dem Auflaufen an mein hellstes Fenster.
Direktsaat von April bis Juni
Für die Direktsaat bereitest du das Saatbett genauso vor wie für die Saat-Wucherblume: fein geharkt, unkrautfrei und gut durchlüftet. Die Saattiefe richtest du auch hier nach der Tüte. Bis die Sämlinge erscheinen, brauchst du Geduld, denn die Keimzeit ist dieselbe wie in der Schale. Ich stecke die Saatreihe an beiden Enden mit Stäben ab, damit ich beim Jäten weiß, wo die Sämlinge auflaufen.
Vorkultur oder Direktsaat: was passt zu welcher Wucherblume?
Für die Saat-Wucherblume nimmst du die Direktsaat ab März oder April. Damit sparst du dir Schalen, Pikieren und AbhärtenAbhärten heißt, drinnen vorgezogene Jungpflanzen vor dem Auspflanzen schrittweise an das Wetter im Freien und an die volle Sonne zu gewöhnen. Dafür stehen sie zunächst tagsüber draußen im Schatten., und die Pflanzen wachsen von Anfang an an ihrem Platz.
Bei der Wilden Wucherblume hast du die Wahl. Die Vorkultur beginnt schon im März, und im Haus hältst du die Keimtemperatur selbst. Dafür brauchst du Platz am Fenster und Zeit fürs Pikieren und Abhärten. Die Direktsaat spart diese Schritte, doch dann keimt die Saat bei der Wärme, die das Beet gerade hat. Wer erst im Juni ans Säen denkt, sät direkt, denn das Fenster für die Vorkultur schließt im Mai.
Wie Direktsaat und Vorkultur bei Sommerblumen grundsätzlich ablaufen, erklärt der Sommerblumen-Ratgeber in seinen Abschnitten zu Direktsaat und Vorkultur.
Was den richtigen Saattermin in deinem Garten bestimmt
Die Monatsangaben sind Fenster, keine festen Tage. Welcher Tag darin passt, hängt an der Art, an der Wärme, am Wasser und am Zustand deines Beets.
Die Art auf der Tüte
Zuerst entscheidet die Art, welche Monate infrage kommen. Die Saat-Wucherblume hat ein Fenster ab März oder April, die Wilde Wucherblume eines für die Vorkultur und eines für die Direktsaat. Säst du beide, trägst du die Fenster getrennt in einen Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken ein.
Wärme für die Keimung
Für die Wilde Wucherblume kennst du den Zielbereich, denn sie keimt bei 15 bis 20 °C. In Schalen im Haus steuerst du diese Wärme, im Beet gibt das Wetter sie vor. Ich lege bei der Vorkultur ein Thermometer neben die Schalen und lese es ab, wenn ich die Folie lüfte.
Wasser bis zum Auflaufen
Die Auflaufphase ist die Zeit von der Saat, bis die Keimlinge sichtbar aus der Erde kommen.
Soll eine Ansaat früh blühen, gießt du sie in der Auflaufphase bei Trockenheit täglich. Bei der Wilden Wucherblume dauert allein die Keimung bei passender Wärme 14 bis 21 Tage. Leg den Saattermin deshalb in eine Zeit, in der du so lange zuverlässig gießen kannst.
Der Zustand des Beets
Gesät wird erst, wenn sich das Saatbett fein harken lässt und frei von Unkraut ist. Für eine Blumenmischung planst du zusätzlich den Vorlauf zum Jäten ein, der vor dem Saattag liegt.
Planst du Saat-Wucherblume und Wilde Wucherblume im selben Beet, kannst du die Fläche mit dem Beetplaner aufteilen.
Standort, Boden und Schädlinge in Kürze
Wo die Wucherblume wachsen soll, entscheidest du vor dem Säen, denn bei der Direktsaat ist der Saatplatz zugleich ihr Standort. Licht, Platz im Garten und pH-Wert behandelt der Sommerblumen-Ratgeber im Abschnitt Standort und Boden, dort geht es auch um die Bodenuntersuchung.
Zeigen sich an den jungen Pflanzen Blattläuse, genügt bei schwachem Befall häufig das Abspritzen mit einem Wasserstrahl. Wie du vorbeugst und von Hand eingreifst, steht im Sommerblumen-Ratgeber unter Krankheiten und Schädlinge.
Samen für die nächste Aussaat selbst ernten
Für die eigene Nachzucht lässt du einzelne Blüten bis zur SamenreifeSamenreife ist der Zustand, in dem Samen voll ausgereift sind und sich zur Ernte eignen. Du erkennst sie daran, dass sich die Samen leicht oder sogar von selbst aus ihrer Samenhülle lösen. stehen. Geerntet werden braune, ausgereifte Samen, und zwar bei trockenem Wetter. Danach trocknest du sie auf Papier nach, trennst sie von Pflanzenresten und lagerst sie beschriftet, kühl, dunkel und trocken. Stammen deine Pflanzen aus einer Hybridsorte, können die Nachkommen anders aussehen als die Mutterpflanze.
Ich beschrifte selbst geerntete Samen mit dem botanischen Namen und nicht nur mit dem Wort Wucherblume. Im Frühjahr sehe ich dann sofort, ob die Tüte direkt ins Beet gehört oder zuerst in die Anzuchtschale.




