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Auflaufen

Auflaufen nennt man es, wenn nach der Aussaat die Keimlinge sichtbar aus der Erde kommen. Man sagt dann auch, die Saat ist aufgegangen.

Keimen und Auflaufen sind nicht dasselbe: Der Samen keimt zuerst in der Erde, aufgelaufen ist die Saat erst, wenn die Keimlinge an der Oberfläche erscheinen. Erbsen etwa bilden nach der Keimung noch in der Erde Bitterstoffe, die Vögel vom Fressen der Keimlinge abhalten. Wie lange es dauert, ist sehr verschieden: Für Möhren, Zwiebeln, Petersilie und Porree nennt die Niedersächsische Gartenakademie eine Keimdauer von 14 bis 28 Tagen, für Salat, Radieschen oder Spinat 5 bis 10 Tage.

Läuft eine Saat nicht auf, wird oft das Saatgut verdächtigt. Häufig tragen aber Fehler vor oder bei der Aussaat dazu bei: ungünstige Bodenvorbereitung, zu flaches oder zu tiefes Säen, Austrocknung, Verschlämmung des Bodens oder Schädlinge. Als Faustregel bedeckst du Samen nur bis zu ihrer dreifachen Stärke mit Erde und drückst die Rille danach mit dem Harkenrücken an, damit Feuchtigkeit zum Keimling aufsteigen kann.

Beispiel aus dem Garten

Kommen in der Radieschenreihe die ersten Keimlinge sichtbar aus der Erde, nennt man das Auflaufen: Die Saat ist aufgegangen. In der Möhrenreihe daneben ist dann oft noch nichts zu sehen, obwohl die Samen dort in der Erde schon keimen können.

Quelle: Niedersächsische Gartenakademie (Landwirtschaftskammer Niedersachsen) ↗ – Tipps für die Frühjahrsaussaat (Webcode 01020173). Geprüft am .

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