Abhärten
Abhärten heißt, drinnen vorgezogene Jungpflanzen vor dem Auspflanzen schrittweise an das Wetter im Freien und an die volle Sonne zu gewöhnen. Dafür stehen sie zunächst tagsüber draußen im Schatten.
Auf der Fensterbank angezogene Pflanzen stellst du vor dem Auspflanzen tagsüber ins Freie, zunächst in den Schatten, und gewöhnst sie dann langsam an die volle Sonne. Anfangs und solange die Nächte kälter als 10 °C sind, holst du sie über Nacht wieder ins Zimmer. Mit überwinterten Kübelpflanzen verfährst du im Frühjahr genauso.
Wichtig ist das Abhärten vor allem für wärmeliebendes Gemüse wie Paprika, Tomaten, Zucchini, Gurken, Kürbis und Bohnen, das erst nach den Eisheiligen ins Beet kommt. Abgehärtet wächst es draußen ohne Sonnenverbrennungen weiter. Bis Mitte Mai ist außerdem mit Nachtfrost zu rechnen, vor allem an der Bodenoberfläche und in ungeschützten Lagen. Ein über Nacht aufgelegtes Vlies schützt frisch gesetzte Jungpflanzen dann vor Schäden.
Beispiel aus dem Garten
Meine Paprika von der Fensterbank stelle ich tagsüber zuerst in den Schatten und hole sie über Nacht wieder ins Zimmer, später rücke ich sie Schritt für Schritt in die volle Sonne. Genau dieses langsame Gewöhnen an das Wetter draußen ist das Abhärten.
Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Bayerische Gartenakademie ↗ – Gartencast „Im Mai ins Beet“ (1. Mai 2025), Abschnitt „Vorsicht bis nach den Eisheiligen“. Geprüft am .
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