Blumen · Stauden & Ziergräser · Wissen

Witwenblumen mit Bodendeckern kombinieren: Partner für ein geschlossenes, pflegeleichtes Beet

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Witwenblumen gehören zur Gattung Knautia, Skabiosen bilden mit Scabiosa eine eigene Gattung.
  • Bodendecker passen, wenn sie Licht, Boden und Feuchte mit der Witwenblume an ihrem Platz teilen.
  • Zur sonnigen Knautia macedonica passen niedrige Polster wie Blaukissen, Immergrüne Schleifenblume und Polsterphlox.
  • Bodendecker wachsen je nach Pflanzdichte nach etwa zwei bis vier Jahren zusammen, bis dahin ziehst du Beikraut, statt zu hacken.
  • Die Knautien-Sandbiene braucht offenen Boden für ihre Nester, deshalb bleibt eine Stelle im Beet unbepflanzt.
Ein Großes Ochsenauge sitzt auf einer lila Witwenblumenblüte
Foto: Gundula Vogel · Pexels License · Quelle ↗

Zwischen frisch gepflanzten Witwenblumen liegt viel offener Boden, und auf dem wächst Beikraut. Bodendecker schließen diese Lücken: Eine bewachsene Bodendeckerfläche schützt den Boden vor Erosion und hemmt den Unkrautaufwuchs. Das funktioniert nur, wenn die Partner zum Platz passen. Pflanzgemeinschaften werden stabiler und pflegeleichter, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchtigkeit, Nährstoffe und Licht haben. Ich plane so ein Beet deshalb vom Standort aus: erst Licht und Boden, dann die Witwenblume, zuletzt die Bodendecker.

Hier findest du Partner für sonnige und halbschattige Plätze, die passende Pflanzdichte und den Weg durch die ersten Jahre, bis die Fläche geschlossen ist.

Witwenblumen kurz eingeordnet

Witwenblumen gehören zur Gattung Knautia; die bekannte ‘Butterfly Blue’ ist dagegen eine Tauben-Skabiose aus der botanisch getrennten Gattung Scabiosa. Um Bodendecker geht es hier für drei Witwenblumen: die rot blühende Knautia macedonica, die blauviolette Wiesen-Witwenblume Knautia arvensis und die Wald-Witwenblume für halbschattige Plätze. Was Stauden grundsätzlich ausmacht, steht im Kurzporträt des Stauden-Ratgebers, und woher der Name Witwenblume stammt, liest du im Beitrag zu Geschichte und Symbolik.

Welche Bodendecker zu Witwenblumen passen

Witwenblumen stehen nicht alle am gleichen Platz. Knautia macedonica will Sonne und gut durchlässigen Boden, der trocken bis frisch sein darf, die Wald-Witwenblume gilt dagegen als Halbschattenpflanze und zeigt frische bis feuchte Böden an. Genauer liest du nach, welches Licht, welchen Boden und welches Klima Witwenblumen brauchen; die Grundlagen zu Licht, Feuchte und pH-Wert erklärt der Stauden-Ratgeber im Abschnitt Standort und Boden.

Sonnige, durchlässige Plätze: Polster und Matten

Für Knautia macedonica und die Wiesen-Witwenblume, die trockene, sonnige Standorte bevorzugt, suchst du Bodendecker mit denselben Vorlieben. Blaukissen, Immergrüne Schleifenblume und Polsterphlox gehören zu den Polsterstauden für sonnige Steingärten mit durchlässigem, meist nährstoffarmem Boden. Kriechender Thymian eignet sich für sonnige, leichte Böden, und der Sand-Thymian ‘Coccineum’ bildet flache Matten mit purpurroten Blüten.

Einen dokumentierten Partner zeigt die Staudenmischung ‘Farbenspiel’. Sie kombiniert Knautia macedonica unter anderem mit der Zierkatzenminze Nepeta racemosa ‘Superba’, der Rutenhirse Panicum virgatum ‘Rehbraun’ und Anaphalis triplinervis ‘Sommerschnee’. Gedacht ist die Mischung für sonnige Standorte, die nicht dauerhaft trocken sind. Bei Glockenblumen achtest du auf die Ausbreitung: Campanula portenschlagiana dehnt sich über kurze Ausläufer langsam aus, Campanula poscharskyana kann sich stark ausbreiten. Ich setze die Polster an den Beetrand und in die Lücken zwischen den Witwenblumen.

Bodendecker Wuchs Licht und Boden
Blaukissen ‘Superbissima’ Polster, 10 bis 20 cm hoch sonnig, durchlässig, meist nährstoffarm
Immergrüne Schleifenblume (Iberis sempervirens) wintergrüner Polster-Halbstrauch, etwa 25 cm hoch sonnig bis vollsonnig, durchlässig, trocken bis frisch
Polsterphlox (Subulata-Gruppe) Polster, 5 bis 15 cm hoch sonniger Steingarten, durchlässig
Kriechender Thymian kriechend sonnig, leichter Boden
Zierkatzenminze ‘Superba’ etwa 25 bis 30 cm hoch in ‘Farbenspiel’: sonnig, nicht dauerhaft trocken
Geranium cinereum ‘Giuseppii’ 15 bis 20 cm hoch Sonne bis Halbschatten, trocken bis frisch
Campanula portenschlagiana Polster, 10 bis 20 cm, kurze Ausläufer sonnig bis halbschattig, frisch bis mäßig trocken, durchlässig
Campanula poscharskyana Polster, 15 bis 20 cm, breitet sich stark aus sonnig bis halbschattig, trocken bis frisch, gut durchlässig
Mini-Checkliste

Vor jedem Bodendecker für das Witwenblumen-Beet prüfe ich vier Punkte.

  • Teilt er Licht und Bodenfeuchte mit der Witwenblume an diesem Platz?
  • Bleibt er niedriger als die Witwenblume?
  • Wächst er als Polster, oder breitet er sich über Ausläufer und Rhizome aus?
  • Blüht er zu einer anderen Zeit, etwa im Frühjahr vor der Witwenblume?

Gräser als Bodendecker zwischen Witwenblumen

Gräser bringen feine Halme zwischen die Blütenköpfe. Blau- und Schafschwingel eignen sich für warme, eher trockene, durchlässige Sand- bis Steinböden. Blaulaubige Blauschwingel-Sorten bilden Laubpolster von etwa 10 bis 15 cm Höhe. Auf zu nassen Boden reagiert Blauschwingel empfindlich. Mehrere Horste setzt du mit 35 bis 45 cm Pflanzabstand. Die Berg-Segge ist trockenheitsverträglich und eignet sich auch für halbschattige Plätze. Ziergräser der Freifläche pflanzt du am günstigsten im zeitigen Frühjahr, wenn der Boden schon warm ist, denn Herbstpflanzungen können schlechter anwachsen.

Häufiger Fehler

Die weißrandige Japan-Segge passt nicht in jedes Witwenblumen-Beet. Sie braucht einen frischen, humosen Platz im Halbschatten oder Schatten und verträgt Sonne nur bei ausreichender Bodenfeuchte. Knautia macedonica steht dagegen sonnig auf durchlässigem, trockenem bis frischem Boden. Vom Standort her gehört die Segge deshalb eher zur Wald-Witwenblume.

Halbschatten: Partner für die Wald-Witwenblume

Für die Wald-Witwenblume suchst du Bodendecker, die Halbschatten und frischen Boden vertragen. Die wintergrüne Schnee-Hainsimse wächst halbschattig bis schattig auf humosem, durchlässigem und leicht feuchtem Boden. Auch die weißrandige Japan-Segge mag frischen, humosen Boden im Halbschatten. An Plätzen mit viel Falllaub deckt die Mandschurische Breitblatt-Segge den Boden. Sie breitet sich über flache Rhizome kräftig aus, deshalb gibst du ihr nur eine Fläche, die sie ganz füllen darf.

Witwenblumen und Bodendecker im Kübel

Für Gefäße gibt es kompakte Witwenblumen: Knautia macedonica ‘Midget Mauves’ eignet sich als blühende Topfpflanze und wird mit Blüten etwa 40 cm hoch. Als niedriger Partner kommt Blaukissen ‘Superbissima’ infrage, das sich auch für die Gefäßkultur eignet. Für dauerhaft bepflanzte Kübel sind schwach und niedrig wachsende Arten mit kompaktem Wurzelwerk besonders geeignet. Das Gefäß braucht freie Abzugslöcher, und überwintert es draußen, isolierst du den Topf so, dass du weiter gießen kannst.

Passt dazu
Anzeigen

So wird das Beet dicht: Anordnung, Abstand, Flächenschluss

In einem Beet, das du von einer Seite betrachtest, stehen höhere Leitstauden hinten und niedrige Bodendecker vorn. Zwischen den Witwenblumen füllen die Bodendecker die Lücken. Achte darauf, dass der Bodendecker niedriger bleibt als die Witwenblume, damit ihre Blüten frei stehen. Für standortgerecht zusammengestellte Staudenmischpflanzungen liegt die Orientierung bei 7 bis 10 Pflanzen je m². Die genaue Dichte hängt vom Standort und von der gewünschten Wirkung ab.

Pflanze Abstand oder Dichte Bezug
Staudenmischpflanzung 7 bis 10 Pflanzen je m² Orientierung, je nach Standort und Wirkung
Knautia macedonica 40 cm oder 50 cm je nach Saatgutangebot
Blaukissen ‘Superbissima’ etwa 20 cm zwischen benachbarten Polstern
Immergrüne Schleifenblume ‘Whiteout F1’ 36 cm Empfehlung für diese Sorte
Blauschwingel 35 bis 45 cm zwischen mehreren Horsten

In einer Mischpflanzung ohne Reihen hältst du diese Abstände zu den Nachbarpflanzen in der Fläche ein.

Zahl im Blick

In der Staudenmischung ‘Farbenspiel’ sind vier Knautia macedonica je 10 m² Gesamtfläche vorgesehen. Für Staudenmischpflanzungen gilt eine Orientierung von 7 bis 10 Pflanzen je m². Die Witwenblumen stehen also vereinzelt in der Fläche, den größten Teil füllen die Partner.

Wann die Fläche geschlossen ist, hängt an der Pflanzdichte. Als allgemeiner Rahmen wachsen Bodendecker nach etwa zwei bis vier Jahren zu einer Fläche zusammen, eine feste Frist für eine bestimmte Art ist das nicht. Ich lege die Witwenblumen zuerst aus und verteile die Bodendecker danach in die Zwischenräume. Den Plan kannst du vorher im Beetplaner auf deine Beetfläche übertragen.

Bis die Fläche geschlossen ist: jäten und mulchen

Vor dem Pflanzen beseitigst du Wurzelunkräuter und Bodenverdichtungen, damit ein durchlässiger, bewuchsfreier Pflanzboden entsteht. In den Anfangsjahren entfernst du Beikräuter zwischen den jungen Polstern rechtzeitig. Bei ausgewachsenen Polsterstauden wie Blaukissen spielen sie kaum noch eine Rolle. Zur Hacke greifst du dabei nicht: Hacken stört die Entwicklung der Stauden und den Flächenschluss, deshalb ziehst du unerwünschte Pflanzen oder stichst sie aus.

Marias Erfahrung

In den ersten Jahren ziehe ich Beikraut zwischen den jungen Polstern von Hand und steche Wurzelunkräuter aus. Die Hacke nehme ich in dieser Fläche nicht in die Hand.

Bis die Bodendecker zusammengewachsen sind, deckt Mulch den offenen Boden ab. Eine Mulchdecke hemmt die Verdunstung und vermindert die Erwärmung des Bodens. Für sonnige, trockene Witwenblumen-Beete nimmst du mineralischen Mulch aus Kies oder Splitt. Für trockenheitsliebende Pflanzen im Kiesbeet eignet sich Rindenmulch nicht, weil er ein feucht-saures Milieu schafft. Roher Rindenmulch bindet außerdem Stickstoff und ist für junge Staudenpflanzungen ungeeignet. Unter der Wald-Witwenblume auf frischem Boden kommen dagegen Rindenkompost oder Rindenhumus infrage.

Tipp

Für Staudenpflanzungen trockener Freiflächen hat sich eine Kies- oder Splittschicht von mindestens 5 cm bewährt, besser sind 7 cm. Die Körnung liegt bei 8 bis 16 mm.

Anzeigen

Was die Bodendecker über das Jahr zeigen

Pflanze Höhe Blüte
Blaukissen ‘Superbissima’ 10 bis 20 cm April und Mai
Immergrüne Schleifenblume etwa 25 cm April und Mai
Polsterphlox (Subulata-Gruppe) 5 bis 15 cm späteres Frühjahr
Geranium cinereum ‘Giuseppii’ 15 bis 20 cm Juni bis August
Campanula poscharskyana 15 bis 20 cm Juni und Juli, Nachblüte im September
Campanula portenschlagiana 10 bis 20 cm Früh- und Hochsommer
Knautia macedonica ‘Mars Midget’ etwa 40 cm Juni bis Oktober
Knautia macedonica ‘Red Knight’ 60 bis 80 cm Juli bis September
Knautia macedonica, Saatgutsortiment etwa 80 cm Juli bis August

Weil Blaukissen und Schleifenblume im April und Mai blühen, Knautia macedonica je nach Sorte aber erst ab Juni oder Juli, tragen im Frühjahr die Bodendecker die Farbe im Beet. Frühjahrsblühende Zwiebelpflanzen überbrücken in Staudenmischpflanzungen zusätzlich die Zeit zwischen Winterrückschnitt und neuem Austrieb. Im Sommer stehen die Witwenblumen über den Polstern, während Storchschnabel ‘Giuseppii’ und die Glockenblumen mitblühen. Im Winter bleiben die Immergrüne Schleifenblume und im Halbschatten die Schnee-Hainsimse grün. Für Farben, Höhen und Blütenfolge im ganzen Beet lies nach, wie du mit Witwenblumen Farbspiele, Höhenstaffelung und Blütenfolge im Staudenbeet gestaltest.

Offene Stellen für Wildbienen einplanen

Witwenblumen versorgen eine Spezialistin: Die Knautien-Sandbiene Andrena hattorfiana sammelt den Pollen für ihre Nachkommen an Witwenblumen und an der Tauben-Skabiose. Für ihre Nester braucht sie offenen Boden. Ein Beet, in dem die Bodendecker jede Lücke schließen, bietet ihr also Pollen, aber keinen Nistplatz. Ich lasse deshalb am Beetrand eine Stelle unbepflanzt und ziehe dort nur Wurzelunkräuter heraus. Auch andere Wildbienen nisten je nach Art in offenen oder spärlich bewachsenen Bodenstellen, in Hohlräumen oder in Pflanzenstängeln. Ein Teil der dürren Staudenstängel kann ganzjährig stehen bleiben und Insekten Unterschlupf bieten.

Die Wiesen-Witwenblume versorgt außerdem Vögel: Stieglitze fressen ihre noch grünen Samen. Ameisen verbreiten ihre Früchte, weil sie das nahrhafte Anhängsel nutzen. Eine artenreiche Staudenpflanzung mit unterschiedlichen Blütezeiten verlängert das Blütenangebot für Insekten.

Pflege und Vermehrung in Kürze

In den ersten ein bis zwei Vegetationsperioden gießt du eine neue Pflanzung bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringend. Das gilt auch für trockenheitsverträgliche Sorten wie ‘Red Knight’, solange sie anwachsen. Je Gießgang rechnest du bei neu angelegten Staudenpflanzungen mit etwa 25 l/m².

Polsterstauden wie Blaukissen brauchen kargen Boden, eine Kompostgabe zur Anreicherung ist bei ihnen nicht sinnvoll. Stauden aus nährstoffarmen Lebensräumen können bei übermäßiger Düngung untypisch stark wachsen und an Winterhärte verlieren.

Bei Knautia macedonica ‘Red Knight’ kann ein leichter Rückschnitt nach der ersten Blüte einen zweiten Blütenflor fördern, im Herbst wird die Sorte zurückgeschnitten. Wintergrüne Bodendecker wie die Immergrüne Schleifenblume nimmst du vom flächigen Rückschnitt aus, oft genügt es, braune oder kranke Blätter zu entfernen. Ausführlich steht im Stauden-Ratgeber, wie du Stauden gießt, düngst und im Jahreslauf zurückschneidest, und der Pflegekalender zeigt, welche Arbeiten bei Witwenblumen in welcher Jahreszeit anfallen.

Knautia macedonica ‘Red Knight’ ziehst du von März bis Mai vor und pflanzt die Sämlinge ab dem Sommer aus. Ältere Blaukissen-Polster lassen sich im Frühjahr durch Teilung verjüngen. Wie Teilen, Stecklinge und Selbstaussaat bei Stauden funktionieren, beschreibt der Stauden-Ratgeber, die Termine zum Vorziehen findest du im Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser.

Beliebt im Shopaus dem samen.live Shop
Kiepenkerl Nature niedrigwachsender Kräuterrasen
Kiepenkerl Nature niedrigwachsender Kräuterrasen
Zum Shop
ReNatura Blumenwiese
ReNatura Blumenwiese
Zum Shop
Kiepenkerl Blumenmischung Schattenblumen
Kiepenkerl Blumenmischung Schattenblumen
Zum Shop
Kiepenkerl Ziergräser Ikebana Mischung
Kiepenkerl Ziergräser Ikebana Mischung
Zum Shop

Häufige Fragen

Was sind Witwenblumen und welche besonderen Eigenschaften haben sie?
Witwenblumen sind Pflanzen der Gattung Knautia und botanisch von den Skabiosen der Gattung Scabiosa getrennt. Die Wiesen-Witwenblume Knautia arvensis ist ausdauernd, wird 30 bis 80 cm hoch und trägt blauviolette Blüten, während Knautia macedonica rot bis dunkelrot blüht und sich als Schnittblume eignet. Die spezialisierte Knautien-Sandbiene sammelt den Pollen von Witwenblumen für ihre Nachkommen. Die Sorte 'Butterfly Blue' gehört zur Tauben-Skabiose und ist keine Witwenblume.
Welche Bodendecker eignen sich für die Kombination mit Witwenblumen?
Das hängt vom Platz der Witwenblume ab, denn Pflanzgemeinschaften werden stabiler und pflegeleichter, wenn ihre Arten ähnliche Ansprüche an Licht, Boden und Feuchte haben. Zur sonnigen Knautia macedonica auf durchlässigem Boden passen niedrige Polster wie Blaukissen, Immergrüne Schleifenblume und Polsterphlox sowie Blauschwingel. Die Wald-Witwenblume im Halbschatten kombinierst du mit Partnern für frischen, humosen Boden, etwa der Schnee-Hainsimse oder der weißrandigen Japan-Segge. Bei Campanula poscharskyana bedenkst du, dass sie sich stark ausbreiten kann.
Wie gestaltet man ein pflegeleichtes Beet mit Witwenblumen und Bodendeckern?
Vor der Pflanzung entfernst du Wurzelunkräuter und beseitigst Bodenverdichtungen. Dann setzt du Witwenblumen und Bodendecker mit ähnlichen Standortansprüchen zusammen und pflanzt die niedrigen Bodendecker vorn und in die Lücken. In den Anfangsjahren ziehst du Beikraut oder stichst es aus, statt zu hacken, und im sonnigen, trockenen Beet deckt Mulch aus Kies oder Splitt den offenen Boden ab. Je nach Pflanzdichte wachsen Bodendecker nach etwa zwei bis vier Jahren zu einer geschlossenen Fläche zusammen.
Was bringt die Kombination aus Witwenblumen und Bodendeckern für Insekten?
Die Knautien-Sandbiene sammelt den Pollen für ihre Nachkommen an Witwenblumen und an der Tauben-Skabiose. Für ihre Nester braucht sie offenen Boden, deshalb lässt du zwischen den Bodendeckern eine Stelle unbepflanzt. Polster wie Blaukissen und Immergrüne Schleifenblume blühen im April und Mai, Knautia macedonica je nach Sorte ab Juni oder Juli. Unterschiedliche Blütezeiten in einer artenreichen Staudenpflanzung verlängern das Blütenangebot für Insekten.
Wie und wann schneidet man Witwenblumen zurück?
Bei Knautia macedonica 'Red Knight' kann ein leichter Rückschnitt nach der ersten Blüte einen zweiten Blütenflor fördern. Im Herbst wird die Sorte zurückgeschnitten. Wintergrüne Bodendecker wie die Immergrüne Schleifenblume schneidest du dabei nicht flächig mit, oft genügt es, braune oder kranke Blätter zu entfernen. Einen Teil der dürren Staudenstängel kannst du ganzjährig stehen lassen, damit Insekten Unterschlupf finden.
Wie unterscheiden sich Polsterstauden von klassischen Bodendeckern in der Anwendung?
Polsterstauden wie Blaukissen, Immergrüne Schleifenblume und Polsterphlox bilden niedrige Polster für sonnige Steingärten, Blaukissen und Schleifenblume eignen sich auch für Trockenmauern und Beeteinfassungen. Andere Bodendecker breiten sich über Ausläufer oder Rhizome aus, die Mandschurische Breitblatt-Segge zum Beispiel kräftig über flache Rhizome. Im Witwenblumen-Beet setzt du Polster an den Rand und vor die Witwenblumen, stark ausbreitende Arten nur dort, wo sie eine ganze Fläche füllen dürfen. Für beide Typen gilt, dass sie Licht und Boden mit der Witwenblume teilen müssen.
Wie beeinflusst die Bodenstruktur das Wachstum von Witwenblumen und Bodendeckern?
Knautia macedonica braucht gut durchlässigen Boden, der trocken bis frisch sein darf. Länger anhaltende Staunässe verursacht Sauerstoffmangel im Wurzelbereich und begünstigt Wurzel- und Stammgrundfäule. Lehmige Böden für trockenheitsliebende Kiesbeetstauden machst du mit Sand oder feinem Kies durchlässiger. Bei den Bodendeckern gehen die Ansprüche auseinander: Kriechender Thymian will sonnige, leichte Böden, Bodendeckerrosen brauchen nährstoffreiche Verhältnisse.
Zuletzt geprüft:
↑