Gemüse · Keimsprossen & Microgreens · Anbau

Sprossen ziehen mit Keimglas, Keimgerät oder Schale: welche Ausrüstung du brauchst

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Für den Einstieg reicht ein Einmachglas mit 1 bis 1,5 Litern Fassungsvermögen, dazu ein Sieb oder Tuch zum Abgießen.
  • Kresse, Senf und Rucola bilden Schleim und wachsen besser auf einer feuchten Unterlage in der Schale als im Glas.
  • Ein Etagenkeimgerät oder eine Sprossenbox zieht mehrere Keimsaaten gleichzeitig auf getrennten Ebenen.
  • Microgreens brauchen Licht; die Stromkosten einer Pflanzenlampe rechnest du vor dem Kauf selbst aus.
  • Geräte reinigst du mit heißem Wasser und Spülmittel; Sprossen isst du nur vollständig durcherhitzt.
Kressesprossen mit geoeffneten Keimblaettern und feinen weissen Wurzeln keimen auf einem feuchten Wattepad in einem Glasgefaess, das auf einer hellen Steinarbeitsflaeche vor einem Fenster steht.
Foto: Marek Piwnicki · Pexels License · Quelle ↗

Wer Sprossen ziehen will, steht schnell vor einem Regal mit Keimgläsern, Etagenkeimgeräten, Keimschalen und fertigen Sets. Bevor ich etwas kaufe, kläre ich bei jeder neuen Saat, ob sie ins Glas oder auf eine Schale gehört. Zum Anfangen genügt ein Einmachglas aus dem Vorrat. Mehr Ausrüstung brauchst du erst, wenn du mehrere Sorten gleichzeitig ziehen, laufend ernten oder Microgreens schneiden willst.

Welches Gefäß passt, entscheidet vor allem die Saat, danach kommen dein Platz und dein Budget. Stehst du noch ganz am Anfang, lies zuerst, wie du Keimsprossen grundsätzlich selbst anbaust.

Welche Ausrüstung passt zu welcher Methode?

Zu Hause kommen vier Wege infrage. Die Übersicht zeigt, welches Gefäß zu welcher Saat passt und was du zusätzlich brauchst.

Methode Gefäß Geeignet für Dazu brauchst du
Glasmethode Einmachglas mit 1 bis 1,5 l Fassungsvermögen oder fertiges Keimglas Hülsenfrüchte wie Linsen, Mungbohnen und Adzukibohnen, Alfalfa-Keimsaat Sieb, Tuch oder Siebdeckel, Schüssel zum Schrägstellen
Keimgerät und Sprossenbox Gestapelte Schalen mit Wasserabzug Mehrere Saaten gleichzeitig, zum Beispiel Linsen und Erbsen Messlöffel, Platz für die Etagen
Keimschale oder flache Schale Schale mit feuchter Unterlage Schleimbildende Samen wie Kresse, Senf und Rucola Küchenkrepp in 2 Lagen oder Watte
Microgreens Anzuchtschale Microgreens, die grüne Blätter bilden sollen Erde oder Vlies, Licht, saubere Schere

Mit Bohnensprossen sind hier Mungbohne und Adzukibohne gemeint. Keimlinge grüner Gartenbohnen sind nicht zum Verzehr geeignet.

Das Keimglas: der einfachste Einstieg

Für die Einmachglas-Methode nimmst du ein Glas mit 1 bis 1,5 Litern Fassungsvermögen. Einen Spezialdeckel brauchst du nicht, denn das Wasser gießt du durch ein Sieb oder ein Tuch ab. Ein fertiges Keimglas hat den Siebeinsatz schon im Deckel. Ins Glas passen Hülsenfrüchte wie Linsen, Mungbohnen und Adzukibohnen, außerdem Alfalfa-Keimsaat.

Nach dem Spülen muss das Wasser vollständig abtropfen, deshalb stellst du das Glas schräg. Dafür brauchst du einen Ständer oder eine Schüssel, in der das Glas mit der Öffnung nach unten sicher lehnt. Ich lehne mein Glas nach dem Spülen in eine kleine Schüssel und schaue dabei, ob am Boden noch Wasser steht.

Je nach Saat spülst du 2 bis 4 Mal am Tag mit frischem Wasser. Hülsenfrüchte wie Linsen spülst du eher drei- bis viermal. Wie du spülst und die Feuchte hältst, steht im Abschnitt Spülen, Gießen und Düngen im Keimsprossen-Ratgeber.

Häufiger Fehler

Kresse, Senf oder Rucola im Keimglas ansetzen. Diese Samen bilden Schleim und eignen sich besser für eine feuchte Unterlage in einer Schale als für das Sprossenglas.

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Sprossen ziehen im Keimgerät: Etagen und Sprossenbox

Ein Keimgerät lohnt sich, wenn du mehr als eine Saat gleichzeitig ziehen willst. Im Etagenkeimgerät wachsen verschiedene Keimsaaten gleichzeitig auf mehreren Ebenen. Eine Sprossenbox arbeitet mit gestapelten Schalen und einem Wasserabzug. Es gibt Boxen, in denen bis zu 3 Sprossenarten gleichzeitig auf getrennten Ebenen wachsen.

Linsen- und Erbsensprossen lassen sich in einer solchen Box anziehen. Wie viel Saat in eine Schale gehört, steht in der Anleitung deines Geräts. Ein Hersteller sieht für seine Sprossenbox je Schale 1 bis 2 Esslöffel Saatgut vor, diese Angabe gilt nur für dieses Modell.

Daneben gibt es elektrische Keimgeräte, die das Wässern selbst übernehmen. Beim Kauf stellst du ihnen dieselben Fragen wie jeder Box. Ich arbeite ohne Strom, weil ich jeden Spülgang selbst sehen will.

Darauf achtest du beim Kauf

  • Wasserabzug: Das Spülwasser muss vollständig ablaufen können, sonst steht der Ansatz im Wasser.
  • Zerlegbare Teile: Schalen, Siebe und Deckel lassen sich einzeln mit heißem Wasser und Spülmittel waschen.
  • Zahl der Ebenen: Nimm so viele Etagen, wie du Sorten parallel ziehen willst.
Tipp

Achte bei Kunststoffschalen und Deckeln auf das Glas-Gabel-Symbol. Es kennzeichnet Materialien, die für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet sind.

Schwankst du noch zwischen Glas und Box, vergleicht ein eigener Ratgeber Handhabung, Ertrag, Platz und Kosten, ob Keimglas oder Sprossenbox besser zu dir passt.

Keimschale und flache Schale: für Kresse, Senf und Rucola

Schleimbildende Samen setzt du auf einer feuchten Unterlage in einer Schale an. Manche Keimschalen sind ausdrücklich für jede Keimsaat gedacht, besonders für schleimbildende. Für Kresse reicht auch eine flache Schale mit Küchenkrepp in 2 Lagen. Feuchte Watte eignet sich ebenfalls als Unterlage.

Die Samen verteilst du so, dass gut die Hälfte der Unterlage sichtbar bleibt. Einweichen musst du Kresse vorher nicht. Die Unterlage hältst du fortlaufend feucht und gießt überschüssiges Wasser gleich wieder ab. Bei einem Kresse-Set mit Anzuchtgitter füllst du die untere Schale so weit, dass das Wasser das Gitter berührt.

Dünger musst du dafür nicht kaufen. Bei der kurzen Kresseanzucht auf Watte oder Küchenpapier reichen die Nährstoffe im Samen für das Wachstum aus.

Microgreens: Schale, Substrat und Licht

Microgreens ziehst du in einer Anzuchtschale auf Erde oder Vlies. Nach der Aussaat darf das Substrat nicht austrocknen, deshalb steht bei mir neben jeder Schale eine Sprühflasche. Wie dicht du säst, hängt von der Anbaumethode und deinem Ziel ab.

Fertige Sets bringen Schale, Gitter oder Saatpads mit. Eine wiederverwendbare Box mit 2 Anzuchtgittern nimmt lose Keimsaat oder Keimpads auf, sodass du beide Hälften gleichzeitig oder versetzt ansetzen kannst. Die Abdeckung nimmst du ab, sobald die ersten Pflänzchen den Deckel erreichen. Bei Sets mit Saatpads gießt du nach dem Wässern das Wasser aus der Auffangschale ab.

Zum Ernten brauchst du eine saubere Schere. Du schneidest Stängel und Blätter knapp über der Unterlage ab. Größere Microgreens auf Erde oder Vlies sind nach etwa 2 bis 3 Wochen erstmals so weit.

Pflanzenlampe: worauf du achtest

Microgreens und Grünsprossen brauchen Licht, um grüne Pflanzenteile zu bilden. Ob dein Platz reicht, zeigt dir die Schale. Beschattung kann verstärktes Streckungswachstum bis zur Vergeilung auslösen, stark gestreckte Stängel können also auf zu wenig Licht hindeuten.

Bei einer Lampe wirken Lichtmenge, Lichtspektrum und Beleuchtungsdauer zusammen. Verschiedene Arten und sogar Sorten reagieren auf dasselbe Spektrum unterschiedlich. Rechne deshalb nicht damit, dass ein Spektrum für alle Microgreens gleich gut passt.

Kurz erklärt

PPFD steht für photosynthetische Photonenflussdichte. Der Wert beschreibt sie auf einer definierten Fläche und wird in µmol/(m²·s) angegeben. Vergleiche Lampen deshalb nur anhand von Werten, die für eine genannte Fläche gelten.

Zahl im Blick

Die Stromkosten einer Pflanzenlampe rechnest du so aus: Leistung in Watt mal Betriebsstunden, geteilt durch 1000, mal dein Strompreis je Kilowattstunde. Die Rechnung gilt, solange die Lampe gleichbleibend Leistung aufnimmt.

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Zubehör: was du neben dem Gefäß brauchst

Mini-Checkliste

Für den Start mit dem Glas brauchst du ein Einmachglas mit 1 bis 1,5 l Fassungsvermögen, ein Sieb oder sauberes Tuch, eine Schüssel zum Schrägstellen und Keimsaat. Für Kresse kommen eine flache Schale und Küchenkrepp dazu.

Zubehör Wofür
Sieb oder sauberes Tuch Spülwasser aus dem Einmachglas abgießen
Ständer oder Schüssel Glas schräg stellen, damit Restwasser abläuft
Schüssel zum Einweichen Linsen 8 bis 12 Stunden, Adzukibohnen 12 Stunden, große hartschalige Saaten wie Erbsen über Nacht
Küchenkrepp oder Watte Unterlage für Kresse in der flachen Schale
Sprühflasche Erde, Vlies oder Krepp feucht halten
Zimmerthermometer Prüfen, ob der Platz für das Glas bei 18 bis 22 °C liegt
Messlöffel Saatmenge nach der Anleitung deines Geräts abmessen
Spülbürste Ecken, Siebe und Deckelrillen reinigen
Saubere Schere Microgreens und Kresse knapp über der Unterlage schneiden
Etiketten Datum und Sorte bei zeitversetzten Ansätzen notieren
Geschlossene Dose Ernte abgedeckt im Kühlschrank lagern, bei höchstens 7 °C, besser unter 5 °C

Gläser, Boxen und Keimschalen stehen hell, aber ohne direkte Sonne. Eine Fensterbank kühlt im Winter oft aus, und trockene Heizungsluft darunter kann die Wasserverluste erhöhen. Mehr zur Platzwahl steht im Abschnitt Standort des Keimsprossen-Ratgebers.

Zur Ausrüstung gehört auch das passende Saatgut. Nimm nur Samen, die ausdrücklich für die Anzucht von Keimlingen vorgesehen sind. Wie gut eine Partie keimt, prüfst du mit einer Probeaussaat aus genau abgezählten Samen, das Ergebnis gibt dir einen Hinweis.

Platz, Menge, Budget: welche Ausrüstung zu dir passt

Deine Lage Passende Ausrüstung
Wenig Platz, gelegentlich eine Saat Ein Einmachglas mit Sieb oder Tuch
Laufend frische Sprossen Mehrere Gläser, zeitversetzt angesetzt
Mehrere Sorten gleichzeitig Etagenkeimgerät oder Sprossenbox
Kresse, Senf, Rucola Flache Schale oder Keimschale mit feuchter Unterlage
Microgreens Anzuchtschale mit Erde oder Vlies, heller Platz oder Pflanzenlampe

Zeitversetzt angesetzte Saaten bringen dir aufeinanderfolgende Ernten. Weil schon ein Einmachglas mit Sieb oder Tuch für die Anzucht taugt, brauchst du für laufende Ernten eher mehrere Gläser als ein teureres Gerät.

Marias Erfahrung

Ich setze meine Gläser versetzt an und klebe auf jedes ein Etikett mit Datum und Sorte. Beim Spülen sehe ich so, welcher Ansatz als nächster an der Reihe ist.

Wie lange einzelne Arten brauchen, erklärt der Ratgeber, wie lange verschiedene Keimsprossen bis zur Ernte brauchen. Die Ansätze planst du mit dem Aussaatkalender für Keimsprossen und Microgreens zum Ausdrucken.

Beim Budget trenne ich Anschaffung und laufende Kosten. Liegt ein Einmachglas im Schrank, kaufst du für den Start nur Keimsaat. Keimgerät, Keimschale und Microgreens-Set sind die nächste Stufe, und wiederverwendbare Boxen setzt du immer wieder neu an. Laufend kommen Keimsaat, Küchenkrepp, Vlies oder Erde dazu, mit Lampe auch der Strom.

Wenn es nicht klappt: Ausrüstung anpassen

Schimmel bedeutet, dass du den Ansatz verwirfst, denn eine verschimmelte Anzucht ist nicht mehr zum Verzehr geeignet. Warum Sprossen ungleichmäßig wachsen und wie du Nässe vermeidest, erklären die Anleitung, wie du Keimsprossen vom Einweichen bis zur Ernte ziehst, und der Abschnitt Anbauprobleme im Keimsprossen-Ratgeber.

Manche Ursachen liegen an der Ausrüstung. Die prüfst du so:

Was du siehst Mögliche Ursache Anpassung an der Ausrüstung
Am Glasboden steht Wasser Das Glas steht zu gerade, das Wasser läuft nicht ab Glas schräg in Ständer oder Schüssel lehnen, alternativ eine Box mit Wasserabzug nehmen
Kresse, Senf oder Rucola bilden im Glas Schleim Schleimbildende Samen im Sprossenglas Auf eine feuchte Unterlage in einer flachen Schale oder Keimschale wechseln
Microgreens strecken sich stark Kann auf zu wenig Licht hindeuten Hellerer Platz oder eine Pflanzenlampe
Kressestängel neigen sich zur Seite Die Stängel richten sich zur Lichtseite aus Schale drehen, sobald du die Neigung siehst
Unterlage trocknet schnell aus Trockene Heizungsluft unter der Fensterbank kann Wasserverluste erhöhen Schale an einen anderen Platz stellen und die Feuchte öfter prüfen

Bleibt in einem Glas Wasser stehen, prüfe ich zuerst den Winkel und erst danach die Saat.

Ausrüstung reinigen: heißes Wasser und Spülmittel

Für jeden Ansatz nimmst du saubere Gefäße. Alle Teile mit Kontakt zu rohen Sprossen wäschst du gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel und spülst sie mit klarem Wasser nach. Siebe, Ecken und Deckelrillen gehe ich mit einer Spülbürste aus und lasse danach alles vollständig trocknen, bevor ich es wegräume. Für Geräte im Privathaushalt reichen in der Regel einfache Haushaltsreiniger. Spezielle Desinfektionsmittel brauchst du nur, wenn Arzt oder Gesundheitsamt sie empfehlen. Nach einem verschimmelten Ansatz reinigst du das Gefäß auf dieselbe Weise, bevor du neu ansetzt.

Saubere Geräte können das Risiko senken, machen Sprossen aber nicht keimfrei, denn Feuchte und Wärme begünstigen auch Mikroorganismen. Auch selbst gezogene Sprossen isst du nur vollständig durcherhitzt, und Kleinkinder, Schwangere, ältere und immungeschwächte Menschen verzichten auf rohe Sprossen. Die Regeln dazu stehen im Abschnitt Hygiene und Sicherheit des Keimsprossen-Ratgebers.

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Häufige Fragen

Welche Keimsprossen-Ausrüstung braucht man für den Einstieg?
Für den Einstieg reicht ein Einmachglas mit 1 bis 1,5 Litern Fassungsvermögen. Das Spülwasser gießt du durch ein Sieb oder ein sauberes Tuch ab, danach lehnt das Glas schräg in einer Schüssel, damit Restwasser abläuft. Dazu kommt Saatgut, das ausdrücklich für Keimlinge vorgesehen ist. Für Kresse nimmst du statt des Glases eine flache Schale mit Küchenkrepp in doppelter Lage.
Wie funktioniert ein Keimglas?
Im Keimglas spülst du die Samen mit frischem Wasser und gießt es durch den Siebdeckel, ein Sieb oder ein Tuch wieder ab. Danach stellst du das Glas schräg, damit das Wasser vollständig abtropfen kann. Je nach Saat wiederholst du das 2 bis 4 Mal am Tag, Hülsenfrüchte wie Linsen eher häufiger. Schleimbildende Samen wie Kresse, Senf und Rucola eignen sich besser für eine feuchte Unterlage als für das Glas.
Was unterscheidet ein Keimgerät von der Glasmethode?
Für die Glasmethode genügt ein Einmachglas mit Sieb oder Tuch zum Abgießen. In einem Etagenkeimgerät oder einer Sprossenbox wachsen dagegen verschiedene Keimsaaten gleichzeitig auf mehreren Ebenen, und ein Wasserabzug führt das Spülwasser ab. Ein Gerät passt also, wenn du mehrere Sorten parallel ziehen willst. Bei beiden muss das Wasser nach dem Spülen vollständig ablaufen, und jedes Teil muss sauber sein.
Welche Ausrüstung passt zu welcher Sprossensorte?
Adzukibohnen ziehst du im Einmachglas oder im Keimgerät, Linsen und Erbsen auch in einer Sprossenbox. Schleimbildende Samen wie Kresse, Senf und Rucola kommen auf eine feuchte Unterlage in einer Schale, für Kresse zum Beispiel Küchenkrepp oder Watte. Microgreens brauchen eine Anzuchtschale mit Erde oder Vlies und Licht für ihre grünen Blätter.
Welche Temperatur brauchen Keimsprossen im Glas?
Für die Einmachglas-Methode wird eine Raumtemperatur von 18 bis 22 °C empfohlen. Linse, Mungbohne und Adzukibohne keimen ebenfalls in diesem Bereich. Weil eine Fensterbank im Winter oft auskühlt, passt ein Platz in Küche oder Wohnraum dann oft besser. Ein Zimmerthermometer neben dem Glas zeigt dir, ob der Platz stimmt.
Welche Schritte sind bei der Reinigung von Keimgeräten zu beachten?
Alle Teile mit Kontakt zu rohen Sprossen wäschst du gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel und spülst sie mit klarem Wasser nach. Für Geräte im Haushalt reichen in der Regel einfache Haushaltsreiniger. Spezielle Desinfektionsmittel brauchst du nur auf Empfehlung von Arzt oder Gesundheitsamt. Saubere Geräte machen Sprossen nicht keimfrei, deshalb isst du sie nur vollständig durcherhitzt.
Stimmt es, dass teure Keimgeräte automatisch bessere Sprossen produzieren?
Nein, ein höherer Preis garantiert keine besseren Sprossen. Schon ein Einmachglas mit Sieb oder Tuch eignet sich für die Sprossenanzucht. Wichtig ist bei jedem Gefäß, dass das Wasser vollständig abläuft, alle Teile gründlich zu reinigen sind und das Material für Lebensmittel geeignet ist. Ein Etagenkeimgerät bringt dir vor allem die Möglichkeit, mehrere Saaten gleichzeitig zu ziehen.
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