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Blütenstand

Ein Blütenstand (botanisch: Infloreszenz) ist der Teil einer Pflanze, an dem sich der Spross verzweigt und mehrere Blüten trägt. Je nach Bauweise unterscheidet man zum Beispiel Traube, Ähre, Dolde, Köpfchen und Rispe.

Welche Form ein Blütenstand hat, erkennst du daran, wie die Blüten an der Hauptachse sitzen. Bei der Traube sind sie deutlich gestielt, etwa bei der Roten Johannisbeere. Bei der Ähre sitzen sie ohne Stiel an der Achse. Bei der Dolde ist die Achse so gestaucht, dass alle Stiele fast von einem Punkt auszugehen scheinen, wie bei der Schlüsselblume. Bei der Rispe sind die Seitenäste selbst verzweigt; stehen die Blüten in einer flach gewölbten Ebene wie beim Schwarzen Holunder, heißt sie Schirmrispe.

Leicht verwechselt wird ein Blütenstand mit einer Einzelblüte: Das Köpfchen von Sonnenblume und Löwenzahn sieht aus wie eine einzige Blüte, ist aber ein ganzer Blütenstand. Der genaue Blick hilft beim Bestimmen, denn manche Merkmale können für ganze Pflanzenfamilien typisch sein. Bei Kreuzblütlern endet die Hauptachse ohne Endblüte, bei Nachtschattengewächsen schließt sie mit einer Blüte ab.

Beispiel aus dem Garten

Will ich eine Pflanze bestimmen, schaue ich mir zuerst den Blütenstand an. Sitzen die Blüten gestielt an einer Achse wie bei der Roten Johannisbeere, notiere ich Traube; scheinen alle Stiele von einem Punkt auszugehen, notiere ich Dolde. Das Köpfchen der Sonnenblume zähle ich als Blütenstand, nicht als Einzelblüte.

Quelle: Universität Ulm ↗ – Allgemeine Botanik, Teil II (J. R. Hoppe), 10 Morphologie der Blütenstände, Abschnitte 10.1 Einfache Infloreszenzen, 10.2 Komplexe Infloreszenzen und 10.3 Pseudanthien. Geprüft am .

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