Kräuter anziehen von der Aussaat bis zur ersten Ernte: Keimwerte, Pikieren, Abhärten
- Basilikum, Thymian, Kamille und Kerbel sind Lichtkeimer: oberflächennah säen, nur andrücken oder höchstens dünn bedecken. Petersilie, Koriander und Bärlauch kommen dagegen mit Erde bedeckt in den Boden.
- Keimdauern sind länger als viele erwarten: Petersilie braucht 14–30 Tage, Majoran 7–35 Tage, Bärlauch etwa 30–60 Tage – erst dann lohnt sich die Fehlersuche.
- Pikiert wird, sobald die ersten echten Blätter da sind; Keimlinge nur am Blatt anfassen, nie am Stängel.
- Frostempfindliche Kräuter wie Basilikum kommen erst etwa Mai–Juni ins Freiland; vorher stufenweise abhärten.

Du hast Kräutersamen gesät, die Schale steht am Fenster, und entweder passiert lange nichts – oder die Keimlinge legen sich dünn und lang zum Licht und kippen dann um. Beides ist kein Pech, sondern meist eine Frage von Saattiefe, Wärme und Licht, und beides lässt sich im Griff behalten. Ich säe meine Kräuter in mehreren Schüben, stecke in jede Schale ein Etikett mit Art und Datum und schaue beim Gießen nach, ob die Art noch innerhalb ihrer üblichen Keimdauer liegt oder ob ich etwas ändern muss.
Vorkultur oder Direktsaat – und wann?
Kräuter anziehen heißt: aus Samen eine Jungpflanze machen, die im Beet oder Topf ihren Platz findet. Zwei Wege führen dahin. Bei der Vorkultur säst du drinnen in Schalen oder Töpfe, vereinzelst die Keimlinge und pflanzt sie später aus. Bei der DirektsaatBei der Direktsaat säst du die Samen gleich an Ort und Stelle ins Beet, statt sie vorher im Haus vorzuziehen. Die Pflanzen keimen und wachsen dort, wo du sie später erntest. kommen die Samen dort in den Boden, wo die Pflanze bleibt.
Wärmebedürftige und langsam keimende Arten ziehe ich vor: Basilikum, Majoran, Thymian, Salbei, Lavendel. Robuste Arten mit niedriger Keimtemperatur säe ich direkt: Schnittlauch (FreilandsaatFreilandsaat ist die Aussaat direkt an Ort und Stelle im Gartenbeet unter freiem Himmel. Die Samen keimen dort, wo die Pflanzen anschließend weiterwachsen sollen. März–Juli), Petersilie (April–Juli), Koriander (April–Juni), Dill oder Kerbel (Mai–Juli). Wie sich Vorkultur, Direktsaat und der Umgang mit sehr feinen Samen grundsätzlich unterscheiden, beschreibe ich im Überblick zu den Kräuter-Welten und ihren Grundlagen ausführlicher.
Den passenden Monat für jede Art brauchst du hier nicht auswendig zu lernen: Basilikum kommt Mai–Juni ins Freiland, die Vorkultur von Lavendel beginnt etwa Februar–April, die von Thymian und Majoran März–Mai. Alles Weitere nach Monaten steht im Aussaatkalender für Kräutersamen; als Zettel für die Pinnwand gibt es ihn auch zum Ausdrucken. Einige Kräutersamen keimen erst nach einer Kälteperiode (Stratifikation); ob dein Kraut dazugehört, verrät die Saatguttüte, Vorgehen und Zeitpunkt findest du ebenfalls im Aussaatkalender.
Saatgut, Substrat und Gefäße
Rechne bei der Aussaat mit der Keimrate, nicht mit der Kornzahl. Für Petersilie und Schnittlauch sind 70 % Keimrate hinterlegt, für Basilikum 80 % – also läuft nicht jedes Korn auf, und du säst entsprechend etwas dichter, als du Pflanzen brauchst. Worauf du beim Saatgut selbst achten kannst, steht im Beitrag zu Bio-Kräutersamen und ihrer Anzucht aus Samen.
Petersilie 70 %, Schnittlauch 70 %, Basilikum 80 % Keimrate. Wer zehn Pflanzen will, säht nicht zehn Korn.
Das Substrat für die Aussaat ist nährstoffarm, locker und feinkrümelig. Es hält Feuchtigkeit, ohne zu vernässen, und es ist sauber – Unkrautsamen oder Pilzsporen aus alter Beeterde machen die Fehlersuche später schwer. Ich nehme gekaufte Aussaaterde und fülle sie ohne festes Andrücken in die Gefäße, ziehe die Oberfläche glatt und feuchte sie an, bevor ein einziges Korn draufkommt. Nach dem PikierenPikieren heißt, dicht aufgelaufene Sämlinge zu vereinzeln: Du setzt die jungen Pflänzchen einzeln in kleine Töpfe, sobald sich in der Triebmitte die ersten Laubblätter zeigen, damit jedes genug Platz zum Wachsen hat. darf die Erde nährstoffreicher sein; mediterrane Arten bekommen weiterhin ein durchlässiges Substrat.
Als Gefäße taugen Anzuchtschalen ebenso wie Töpfe oder ausgespülte Becher mit Abzugslöchern. Entscheidend ist, dass Wasser unten ablaufen kann und dass du den Wasserstand siehst. Was speziell bei der Anzucht in Schalen zu beachten ist, habe ich in einem eigenen Beitrag zur Kräuteraufzucht in Anzuchtschalen beschrieben.
Richtig säen: Lichtkeimer erkennen, Saattiefe einhalten
Die Saattiefe ist der häufigste Grund, warum eine Aussaat ausbleibt. Viele Kräuter sind Lichtkeimer: Sie werden oberflächennah gesät, angedrückt und höchstens dünn mit Erde bedeckt – Kamille sogar gar nicht. Andere gehören unter die Erde: Petersilie 0,5–1 cm, Koriander und Bärlauch 1–2 cm.
Basilikum oder Thymian wie Petersilie einen halben Zentimeter tief eingraben. Beide sind Lichtkeimer; unter einer Erdschicht bleibt die Schale leer. Nur andrücken und höchstens dünn übersieben.
Die folgenden Werte sind Spannen aus geprüften Quellenangaben; Werte mit „etwa” sind Richtwerte.
| Kraut | Saattiefe und Handhabung | Keimtemperatur | Keimdauer |
|---|---|---|---|
| Basilikum | 0–0,5 cm, Lichtkeimer, höchstens leicht bedecken | 15–22 °C | 7–25 Tage |
| Petersilie | 0,5–1 cm, mit Erde bedecken | 14–20 °C | 14–30 Tage |
| Schnittlauch | 0,5–2 cm | 10–20 °C | 7–25 Tage |
| Thymian | etwa 0–0,5 cm, Lichtkeimer, höchstens dünn bedecken | 15–25 °C | 10–21 Tage |
| Majoran | 0–0,5 cm, andrücken, höchstens dünn bedecken | 15–20 °C | 7–35 Tage |
| Bohnenkraut | etwa 0–0,5 cm, Lichtkeimer | 15–20 °C | 7–24 Tage |
| Kerbel | etwa 0–0,5 cm, Lichtkeimer, andrücken | 8–20 °C | 7–20 Tage |
| Koriander | 1–2 cm | 10–22 °C | 12–21 Tage |
| Kamille | 0 cm, nur andrücken, nicht bedecken | 10–20 °C | 7–15 Tage |
| Salbei | etwa 0,5 cm, mit Erde bedecken | etwa 18–22 °C | etwa 7–21 Tage |
| Lavendel | 0–1 cm, Lichtkeimer, höchstens dünn bedecken | etwa 15–25 °C | 10–28 Tage |
| Zitronenmelisse | etwa 0–0,5 cm, Lichtkeimer, höchstens dünn bedecken | etwa 18–25 °C | 7–30 Tage |
| Bärlauch | 1–2 cm, mit lockerer Erde bedecken | – | etwa 30–60 Tage |
Feine Samen wie Thymian, Majoran oder Kamille mische ich vor dem Säen mit etwas trockenem Sand. So sehe ich auf der dunklen Erde, wo schon Saat liegt, und die Körner verteilen sich gleichmäßiger. Nach dem Säen drücke ich mit einem flachen Brettchen an, damit die Samen Bodenkontakt haben, und befeuchte mit der Sprühflasche statt mit der Gießkanne – ein Wasserstrahl schwemmt Oberflächensaat zusammen.
Die Keimphase: Wärme, Licht, Feuchte im Gleichgewicht
Drei Dinge entscheiden in den ersten Wochen: die Temperatur im Substrat, das Licht nach dem Aufgehen und eine Feuchtigkeit, die weder abreißt noch in Nässe umschlägt.
Wärme. Die Spannen in der Tabelle gelten für die Erde, nicht für die Raumluft; ein Thermometer neben oder in der Schale zeigt dir den Unterschied. Eine Fensterbank über der Heizung kann für Basilikum passen und Kamille zu warm sein – Kamille keimt schon ab 10 °C, Salbei möchte etwa 18–22 °C. Sortiere deshalb nach Wärmebedarf: warme Keimer zusammen, kühle Keimer zusammen.
Licht. Bis zum Aufgehen brauchen die meisten Schalen vor allem gleichmäßige Feuchte; sobald die ersten KeimblätterKeimblätter sind die ersten Blätter einer keimenden Pflanze und gehören schon zum Embryo im Samen. Sie ernähren den Keimling, bis die ersten Laubblätter seine Versorgung übernehmen. stehen, brauchen sie Helligkeit. Zu wenig Licht erkennst du sofort: Die Keimlinge werden lang, blass und dünn und neigen sich zum Fenster. Dann näher ans Licht, kühler stellen oder eine Pflanzenlampe ergänzen. Direkte Mittagssonne hinter Glas dagegen kann junge Keimlinge verbrennen – die Blätter bekommen helle, trockene Flecken.
Feuchte. Ein Deckel oder eine Folie über der Schale hält die Oberfläche feucht, staut aber auch die Luft. Ich lüfte deshalb bei jeder Kontrolle, wische Kondenswasser vom Deckel und gieße erst, wenn sich die Oberfläche hell verfärbt und trocken anfühlt – dann von unten über den Untersetzer oder mit der Sprühflasche. Sobald die Keimlinge durch sind, kommt der Deckel ganz ab.
Ich drehe meine Anzuchtschalen bei jeder Kontrolle um eine Vierteldrehung, damit die Keimlinge nicht alle in eine Richtung wachsen, und stelle sie nachts vom kalten Fensterbrett weg auf den Tisch. Beim Lüften fahre ich mit dem Finger über die Erdoberfläche: Fühlt sie sich schmierig an oder zeigt sich ein weißer Flaum, lasse ich den Deckel weg und stelle die Schale luftiger.
Keimlinge, die am Stängelgrund dunkel werden und umkippen, können auf einen Pilzbefall hindeuten, wie er in zu feuchter, stehender Luft auftritt. Nimm die betroffenen Pflänzchen heraus, stelle die Schale luftiger und gieße erst wieder, wenn die Oberfläche abgetrocknet ist. Ein Gegenmittel für die übrigen Keimlinge ist das nicht, aber es kann die Ausbreitung bremsen.
Wenn nichts keimt
- Saattiefe geprüft? Lichtkeimer liegen oben, Petersilie und Koriander unten.
- Temperatur im Substrat gemessen und mit der Tabelle verglichen?
- Oberfläche zwischendurch ausgetrocknet? Einmal trocken gefallene Saat keimt oft nicht mehr.
- Keimdauer abgewartet? Petersilie darf 14–30 Tage brauchen, Majoran bis 35, Bärlauch etwa 30–60.
- Saatgut noch keimfähig? Auch frische Ware läuft nie vollständig auf.
Pikieren: Platz für echte Blätter
Nach den beiden Keimblättern erscheinen die ersten echten Blätter, die schon wie ein kleines Kräuterblatt aussehen. Das ist der Zeitpunkt zum Pikieren, also zum VereinzelnVereinzeln heißt, zu dicht aufgegangene Sämlinge in der Saatreihe auszudünnen, damit die übrigen Pflanzen genug Platz, Wasser und Nährstoffe haben. Manchmal ist auch das Pikieren gemeint, also das Umsetzen junger Sämlinge in einzelne Töpfe. in eigene Töpfe mit nährstoffreicherer Erde.
So gehe ich vor: Ich gieße die Schale zuerst an, damit sich die Wurzeln lösen lassen. Mit einem PikierstabDer Pikierstab ist ein Werkzeug zum Pikieren: Mit ihm bohrst du Pflanzlöcher in die Erde, hebst Sämlinge vorsichtig aus dem Aussaatgefäß und drückst ihre Wurzel ins neue Loch. hebe ich den Keimling samt Wurzeln von unten heraus und halte ihn dabei ausschließlich an einem Keimblatt – der Stängel bleibt unberührt, denn eine Quetschung dort übersteht kein Keimling. Im neuen Topf bohre ich ein Loch, senke die Wurzeln ein, bis der Keimling so tief sitzt wie zuvor, schließe die Erde und gieße vorsichtig an. Zu schwache oder verkrümmte Keimlinge sortiere ich dabei aus.
Basilikum säen viele in Tuffs und lassen mehrere Keimlinge beisammen; dann werden ganze Büschel umgesetzt statt einzelner Pflanzen. Beides geht, es ändert später nur den Pflanzabstand: 10–25 cm werden für Basilikum genannt – je nach Pflanzweise (Büschel enger, Einzelpflanzen weiter) und Sorte.
Nach dem Pikieren kommen die Töpfe für ein paar Tage etwas kühler und ohne direkte Sonne, bis die Blätter wieder straff stehen. Dann zurück ans helle Fenster.
Abhärten und auspflanzen
Was am Fenster gewachsen ist, kennt weder Wind noch volle Sonne noch kühle Nächte. Ich stelle die Töpfe zunächst bei mildem Wetter an einen windgeschützten, schattigen Platz im Freien und hole sie abends wieder hinein. Verträgt das Laub das ohne Schlappen oder helle Flecken, bleiben die Pflanzen länger draußen und rücken Schritt für Schritt in die Sonne. Erst wenn kein Frost mehr droht und die Pflanzen auch Nächte im Freien gut überstehen, pflanze ich aus.
Für frostempfindliche Arten heißt das: Basilikum etwa Mai–Juni, Majoran und Bohnenkraut ebenfalls etwa Mai–Juni. Schnittlauch kannst du etwa April–September pflanzen, Petersilie April–August, Thymian etwa März–Mai. Bei Petersilie lohnt Geduld aus einem weiteren Grund: Temperaturen zwischen 0 und 10 °C können ihre Blütenbildung auslösen, und blühende Pflanzen sind für die Küche nicht mehr nutzbar – das Risiko ist beim sehr frühen Anbau am größten.
Abstände plane ich als System aus Abstand in der Reihe, Reihenabstand und Pflanzweise, nicht als einzelne Zahl:
| Kraut | In der Reihe | Reihenabstand | Pflanzweise |
|---|---|---|---|
| Basilikum | 10 cm | 20 cm | Einzelpflanzen oder Tuffs (10–25 cm je nach Pflanzweise und Sorte) |
| Petersilie | 15 cm | 25 cm | ReihensaatReihensaat ist eine Saatweise, bei der die Samen in flache, gerade Rillen gesät werden, sodass die Pflanzen später in Reihen stehen. Gegenüber der Breitsaat, bei der die Samen flächig ausgestreut werden, erleichtert sie die Pflege. oder Jungpflanzen |
| Schnittlauch | 20 cm | 30 cm | Horste, alle 2–3 Jahre teilen |
| Dill | 15 cm | 25 cm | Reihensaat |
| Thymian | 20 cm | 25 cm | Einzelpflanzen, HalbstrauchEin Halbstrauch ist eine ausdauernde Pflanze, die unten verholzt, während die Triebe des laufenden Jahres krautig und grün bleiben. Er steht zwischen Staude und Gehölz; Beispiele sind Lavendel, Salbei und Thymian. |
| Salbei | 35 cm | 40 cm | Einzelpflanzen, Halbstrauch |
| Rosmarin | 30 cm | 40 cm | Einzelpflanzen, Halbstrauch |
Wer mehr Arten kombiniert, kann die Abstände und Nachbarschaften im Beetplaner durchspielen; welche Kräuter nebeneinander schwierig sind – etwa Thymian, Salbei, Rosmarin und Lavendel untereinander oder Dill, Kerbel, Koriander und Petersilie –, zeigt die Mischkultur-Übersicht. Mischkultur unterstützt die Pflanzen, garantiert aber nichts.
Beim Einpflanzen setze ich die Jungpflanze so tief, wie sie im Topf stand, drücke die Erde rundum an und gieße durchdringend ein, damit keine Hohlräume um die Wurzeln bleiben. Einjährige wie Sommer-Bohnenkraut, Dill oder Kerbel brauchen nur einen Platz für diese Saison; mehrjährige wie Schnittlauch, Estragon, Zitronenmelisse, Thymian oder Salbei bleiben jahrelang stehen und bekommen deshalb gleich ihren endgültigen Platz.
Standort, Boden, Gießen: die Grundlagen in Kürze
Mediterrane Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Salbei oder Lavendel verlangen volle Sonne und einen durchlässigen Boden; die meisten anderen Kräuter nehmen einen sonnigen bis halbschattigen Platz, Kerbel steht im Halbschatten. Zum Start genügt vielen Arten ein lebendiger Boden mit Kompost – als Faustzahl reichen 3 bis 5 l Kompost je Quadratmeter und Jahr, um Gartenpflanzen bedarfsgerecht zu ernähren. Wie du diesen Boden ohne Kunstdünger aufbaust, beschreibt der Beitrag zum biologischen Kräuteranbau.
Gegossen wird nach Kräuter-Welt: mediterrane Arten selten und erst, wenn die Erde spürbar abgetrocknet ist, frisch-feuchte Blattkräuter gleichmäßig, bevor sie schlappen – morgens und an den Fuß der Pflanze. Die große Mehrheit der Kräuter ist schwachzehrend; Basilikum, Borretsch und Liebstöckel sind die starkzehrenden Ausnahmen. Reichliche Stickstoff- und Wassergaben lassen das Kraut zwar schneller wachsen, es schmeckt dann aber flacher und wird weicher. Tiefer gehe ich hier nicht – Standort, Boden und Gießen habe ich im Überblick zu den Kräuter-Welten ausführlich beschrieben.
Die erste Ernte
Ernten ist Pflege: Wer regelmäßig schneidet, hält die Pflanzen buschig und hält die Blüte hinaus. Ich ernte am Vormittag, wenn der Tau abgetrocknet ist; das intensivste Aroma haben die meisten Kräuter kurz vor der Blüte. Krautige Arten wie Minze, Petersilie, Melisse oder Schnittlauch schneide ich bis auf wenige Zentimeter über der Erde – bei Schnittlauch etwa 2 cm über dem Boden –, verholzende wie Rosmarin, Thymian und Salbei dagegen nur bis auf ein Drittel der Pflanzenhöhe und immer im belaubten Bereich, nie ins alte kahle Holz. Ganze Triebe von Basilikum können etwa handbreit über dem Boden abgeschnitten werden, ein paar Blätter bleiben an der Pflanze.
Wie Schnitt und Ernte bei den einzelnen Arten im Detail aussehen, steht im Beitrag zum richtigen Schneiden von Kräutern. Und wenn in der ersten Saison trotzdem etwas hakt, hilft der Blick auf die typischen Anfängerfehler beim Kräuteranbau.
Etiketten schreiben, Thermometer in die Schale stecken, Lichtkeimer von Dunkelkeimern trennen – und die Keimdauer der Tabelle abwarten, bevor du neu säst.




