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Fransenschwertel im Jahreszyklus: pflanzen, pflegen, überwintern

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 7 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Fransenschwertel (Sparaxis tricolor) sind mehrjährig, aber nicht winterhart.
  • Gepflanzt wird von März bis Mai, die Knollen kommen 5 bis 7 cm tief in nährstoffreichen Boden.
  • In der Gruppe bleiben zwischen den Knollen 10 bis 15 cm Platz.
  • Die Blüte fällt in den Juni und Juli, die Stiele eignen sich für die Vase.
  • Das Laub bleibt nach der Blüte stehen, bis es vollständig abgetrocknet ist.
  • Vor dem ersten Frost kommen die Knollen aus dem Beet oder das Gefäß an einen frostfreien Ort.
Nahaufnahme einer Harlekinblume mit weißen und leuchtend pinken Blütenblättern.
Foto: 哲聖 林 · Pexels License · Quelle ↗

Der Fransenschwertel ist mehrjährig, aber nicht winterhart. Wenn du dieselben Knollen mehrere Jahre blühen sehen willst, musst du sie also jedes Jahr frostfrei durch den Winter bringen. Ich plane deshalb von Anfang an zwei feste Termine ein: die Pflanzung im Frühjahr und das Einräumen vor dem ersten Frost. Dazwischen liegen die Blüte im Juni und Juli, die Sommerpflege und die Zeit, in der das Laub einzieht.

Fransenschwertel kurz vorgestellt

Im Handel findest du den Fransenschwertel als Sparaxis tricolor, angeboten wird er als mehrfarbige Mischung. Er stammt aus Südafrika, wächst aus Knollen und erreicht eine Höhe von 20 bis 30 cm. Welche Sorten und Wuchsformen es gibt, erklärt der Ratgeber über Sorten, Wuchsformen und Standortwünsche des Fransenschwertels.

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Anbauort

Die angebotenen Sorten lassen sich im Hochbeet und im Kübel ziehen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze überdauert mit einer Knolle im Boden.

Verwendung

Die angebotenen Sorten eignen sich als Schnittblume.

Aussaatkalender Sparaxis tricolor
GartenkalenderBlüte: Juni, Juli; Pflanzung: März, April, MaiJFMAMJJASONDBlüteBlüte: JuniBlüte: JuliPflanzungPflanzung: MärzPflanzung: AprilPflanzung: MaiBlütePflanzung

Das Fransenschwertel-Jahr auf einen Blick

Die Tabelle zeigt dir, was wann ansteht. Die Handgriffe dazu erkläre ich in den Abschnitten darunter.

Zeitraum Was ansteht
März bis Mai Knollen prüfen, Beet mit Kompost vorbereiten, Knollen 5 bis 7 cm tief setzen und angießen
Juni und Juli Blüte: Boden feucht halten, Verblühtes entfernen, Stiele für die Vase schneiden
Nach der Blüte Laub stehen lassen, bis es vollständig abgetrocknet ist
Vor dem ersten Frost Knollen ausgraben oder das Gefäß an einen frostfreien Ort stellen
Winter Knollen frostfrei aufbewahren, weiche oder schimmelige aussortieren, neuen Pflanzplatz planen
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Frühjahr: Fransenschwertel pflanzen

Beim Fransenschwertel beginnt das Gartenjahr nicht im Herbst wie bei Tulpen und Narzissen, sondern im Frühling.

Standort und Boden

Fransenschwertel brauchen einen sonnigen bis halbschattigen Platz, ich gebe ihnen eine Stelle mit viel Sonne. Der Boden soll nährstoffreich sein und feucht bleiben, überschüssiges Wasser muss aber abziehen können. Was Zwiebel- und Knollenpflanzen grundsätzlich an Licht und Boden brauchen, steht im Abschnitt Standort und Boden im Überblick zu Blumenzwiebeln und Knollen.

Knollen prüfen und Beet vorbereiten

Bevor die Knollen in die Erde kommen, nehme ich jede in die Hand und drücke sie leicht. Gute Pflanzknollen sind fest, nicht geschrumpft und zeigen weder weiche Stellen noch Schimmel. Was diesen Griff nicht besteht, sortiere ich aus.

Fransenschwertel brauchen einen nährstoffreichen Pflanzplatz, deshalb bereite ich das Beet vor: Ich lockere den Boden und arbeite Kompost oder gut verrotteten Mist ein. Rechne den Kompost dabei als Dünger an, denn er bringt selbst Nährstoffe mit. Als allgemeine Obergrenze für Gartenboden gelten 2 bis 3 l Kompost je m² und Jahr, damit der Boden nicht mit Phosphat überversorgt wird.

Pflanzzeit, Tiefe und Abstand

Gepflanzt wird von März bis Mai. Ich setze die Knollen 5 bis 7 cm tief und pflanze sie als Gruppe, nicht einzeln über das Beet verstreut. Mehrere Knollen derselben Art an einer Stelle ergeben eine stärkere Blütenwirkung als weit verteilte Einzelpflanzen. Innerhalb der Gruppe lasse ich zwischen den Knollen 10 bis 15 cm Platz, gemessen von Knolle zu Knolle in alle Richtungen.

Zeigt eine Knolle eine erkennbare Spitze, kommt sie mit der Spitze nach oben ins Loch. Dann füllst du Erde auf, drückst sie leicht an und gießt gründlich an, auch wenn der Boden schon feucht ist. Neben jede Gruppe stecke ich einen Stab, damit ich die Stelle im Herbst wiederfinde.

Zahl im Blick

Pflanzzeit März bis Mai · Pflanztiefe 5 bis 7 cm · Abstand in der Gruppe 10 bis 15 cm · Wuchshöhe 20 bis 30 cm · Blüte im Juni und Juli

Häufiger Fehler

Den Fransenschwertel im Herbst zusammen mit Tulpen und Narzissen pflanzen. Für Frühlingsblüher sind September und Oktober günstige Pflanzmonate, der Fransenschwertel ist aber nicht winterhart. Eine Knolle, die du im Herbst setzt, läge den ganzen Winter ungeschützt im Boden, deshalb bleibt es bei März bis Mai.

Im Kübel oder Hochbeet

Fransenschwertel lassen sich auch im Kübel und im Hochbeet ziehen. Das Gefäß braucht freie Abzugslöcher, damit sich kein Wasser staut. Welche Erde und welche Pflege im Topf passen, erklärt der Ratgeber, wie du Fransenschwertel in Töpfen und Kübeln auf Balkon und Terrasse ziehst.

Sommer: Blüte im Juni und Juli

Im Juni und Juli blüht der Fransenschwertel. Jetzt geht es ums Gießen, ums Ausputzen und um Stiele für die Vase.

Gießen und Düngen

Fransenschwertel wollen feuchten Boden, aus dem überschüssiges Wasser abziehen kann. Ich gieße morgens direkt in den Wurzelbereich und gieße durchdringend, bevor auch der Untergrund austrocknet. Wann Zwiebel- und Knollenpflanzen Dünger brauchen und wie du Staunässe vermeidest, steht im Überblick zu Blumenzwiebeln und Knollen im Abschnitt Gießen und Düngen.

Verblühtes entfernen

Verblühte Köpfe entfernst du, wenn sich der Fransenschwertel nicht über Samen vermehren soll. Ich knipse sie bei meinem Rundgang durchs Beet mit ab. Die Blätter lasse ich dabei stehen.

Fransenschwertel für die Vase

Der Fransenschwertel ist eine Schnittblume, du kannst also im Juni und Juli Stiele ins Haus holen. Ich schneide morgens bei trockenem Wetter und nehme ein scharfes Messer, damit die Stiele schräg und ohne Quetschung angeschnitten werden. Blätter, die ins Vasenwasser reichen würden, entferne ich, und die Vase spüle ich vorher sauber. Das Wasser erneuerst du alle zwei bis drei Tage und schneidest die Stiele dabei frisch an. Den Strauß stellst du so, dass er weder Hitze noch Zugluft abbekommt.

Weil der Fransenschwertel als nützlingsfreundlich gilt, schneide ich nie alle Blüten ab und lasse einen Teil im Beet stehen.

Fransenschwertel im Beet kombinieren

Mit seinen mehrfarbigen Blüten lässt sich der Fransenschwertel gezielt zu Farben und Nachbarn im Beet setzen. Welche Pflanzpartner und Gartenstile zu ihm passen, zeigt der Ratgeber, wie du Fransenschwertel in Beeten und mit Pflanzpartnern farbwirksam einsetzt.

Wenn der Fransenschwertel schwächelt

Weiche oder schimmelige Knollen sortierst du beim Pflanzen und im Winterlager aus. Bei schwachem Blattlausbefall genügt an Zierpflanzen häufig ein Wasserstrahl, vorher schaust du nach Marienkäfern, Florfliegen und Schwebfliegen als natürlichen Gegenspielern. Wie du Zwiebel- und Knollenpflanzen insgesamt gesund hältst, beschreibt der Abschnitt Krankheiten und Schädlinge im Überblick zu Blumenzwiebeln und Knollen.

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Herbst: Laub einziehen lassen und Knollen sichern

Im Herbst sicherst du die Knollen für das nächste Jahr.

Laub stehen lassen

Nach der Blüte bleibt das Laub stehen, bis es vollständig abgetrocknet ist, damit die Pflanze Reserven für die nächste Saison einlagert. Düngen bringt nichts mehr, sobald die Blätter gelb werden und vertrocknen. Die übrigen Pflegegrundlagen für Zwiebel- und Knollenpflanzen findest du im Überblick zu Blumenzwiebeln und Knollen unter Pflege.

Vor dem ersten Frost ins Winterquartier

Nicht winterfeste Sommerknollen kommen je nach Frostempfindlichkeit vor dem ersten Frost oder spätestens direkt danach ins Winterquartier. Der Fransenschwertel stammt aus subtropischem Klima und ist nicht winterhart, deshalb warte ich bei ihm nicht auf den ersten Frost. Zusammen mit der Laubregel ergibt das meine Reihenfolge: Ich lasse die Blätter stehen, solange es geht, und hole die Knollen vor dem ersten Frost aus dem Boden.

Zum Ausgraben setze ich die Grabegabel ein Stück neben dem Markierstab an, damit ich keine Knolle ansteche. Ich hebe die Gruppe an, schüttle die lockere Erde ab und sammle die Knollen in einer Kiste.

Jetzt dran

Steht dein Fransenschwertel noch im Beet und ist der erste Frost angekündigt, hol die Knollen jetzt heraus. Steht er im Topf, stell das Gefäß an einen frostfreien Platz.

Mehr Fransenschwertel aus dem eigenen Bestand

Neue Pflanzen bekommst du auch aus deinen eigenen Knollen. Wie das geht, erklärt der Ratgeber, wie du Fransenschwertel durch Teilung, Aussaat oder Brutknollen vermehrst.

Winter: Knollen frostfrei überwintern

Im Winter ruhen die Knollen, entweder in einer Kiste oder im Topf.

Ausgegrabene Knollen aufbewahren

Die Kiste mit den Knollen stelle ich an einen frostfreien Platz im Haus. Lagertemperaturen anderer Knollen wie Dahlien oder Canna übertrage ich nicht auf den Fransenschwertel, denn sie gelten nur für diese Arten. Im Lauf des Winters schaue ich in die Kiste und nehme Knollen heraus, die weich werden oder schimmeln. Im Frühjahr gehen nur feste Knollen ohne weiche Stellen zurück ins Beet.

Mythos-Check

„Unter einer dicken Laubschicht übersteht der Fransenschwertel den Winter im Beet.“ Darauf verlasse ich mich nicht, denn eine Mulchdecke ändert nichts daran, dass er nicht winterhart ist. Ich hole die Knollen deshalb auch in milden Wintern vor dem ersten Frost ins Haus.

Im Topf überwintern

Steht dein Fransenschwertel im Topf, kann er dort bleiben. Nicht winterharte Knollenpflanzen dürfen im vorhandenen Gefäß an einem frostfreien Ort überwintern. Spätestens nach zwei Jahren setzt du die Knollen in frische Erde um.

Achtung

Ein Kübel auf der Terrasse ist kein Winterquartier. Selbst winterharte Pflanzen sind im Gefäß frostempfindlicher als im Beet, weil das Substrat schneller durchfriert. Für den nicht winterharten Fransenschwertel heißt das: Der Topf gehört an einen frostfreien Platz.

Den nächsten Frühling planen

Im Winter überlege ich, wo die Gruppen im nächsten Jahr stehen sollen. Den neuen Platz skizziere ich im Beetplaner, und für die übrigen Zwiebel- und Knollenpflanzen im Beet nutze ich den Aussaatkalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken. Ab März kommen die gelagerten Knollen wieder in die Erde, und das Jahr beginnt von vorn.

Marias Erfahrung

Auf die Kiste schreibe ich beim Einlagern, aus welchem Beet die Knollen stammen und wo der Markierstab stand. Im März lege ich die Kiste neben die Skizze aus dem Winter und pflanze danach.

SORTENEMPFEHLUNG
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Häufige Fragen

Ist der Fransenschwertel winterhart?
Nein, der Fransenschwertel ist nicht winterhart. Sparaxis tricolor stammt aus Südafrika und ist eine Pflanze subtropischer Klimate. Hol die Knollen deshalb vor dem ersten Frost aus dem Beet oder stell das Gefäß an einen frostfreien Ort.
Wann blüht der Fransenschwertel?
Der Fransenschwertel blüht im Juni und Juli. Gepflanzt werden die Knollen vorher von März bis Mai. Die Pflanzen erreichen 20 bis 30 cm Höhe und eignen sich als Schnittblume für die Vase.
Wie tief und mit welchem Abstand pflanze ich Fransenschwertel?
Setze die Knollen 5 bis 7 cm tief in einen nährstoffreichen Boden, aus dem überschüssiges Wasser abziehen kann. Pflanze sie als Gruppe und lass zwischen den Knollen 10 bis 15 cm Platz. Danach gießt du gründlich an, auch wenn der Boden schon feucht ist.
Kann ich Fransenschwertel im Topf überwintern?
Ja, nicht winterharte Knollenpflanzen können in ihrem Gefäß an einem frostfreien Ort überwintern. Der Topf braucht freie Abzugslöcher, damit sich kein Wasser staut. Spätestens nach zwei Jahren setzt du die Knollen in frische Erde um.
Wann schneide ich das Laub vom Fransenschwertel ab?
Lass das Laub nach der Blüte stehen, bis es vollständig abgetrocknet ist, damit die Pflanze Reserven für die nächste Saison einlagern kann. Weil der Fransenschwertel nicht winterhart ist, gehören die Knollen trotzdem vor dem ersten Frost ins frostfreie Winterquartier. Düngen bringt nichts mehr, sobald die Blätter gelb werden und vertrocknen.
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