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Puschkinien kombinieren: Partner und Gestaltungsideen in Pastellblau

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 10 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Puschkinia scilloides blüht himmelblau ab März und wird bis etwa 15 cm hoch.
  • Gleichzeitig blühende Partner wie Balkan-Windröschen oder Kaufmanniana-Tulpen ergeben ein gemeinsames Farbbild.
  • Gestaffelte Partner von Winterling bis Traubenhyazinthe verlängern die Blühfolge auf derselben Fläche.
  • Puschkinie, Sibirischer Blaustern und Armenische Traubenhyazinthe liefern drei Blautöne für eine Ton-in-Ton-Folge.
  • Puschkinien gehören nach vorn, höhere Tulpen dahinter.
  • Im Rasen mähst du erst, wenn das Puschkinienlaub im Sommer eingezogen ist.
Puschkinie
Foto: ZanozaRu · Depositphotos Standard License · Quelle ↗

Eine einzelne Puschkinie fällt im Märzbeet kaum auf. Puschkinia scilloides wird bis etwa 15 cm hoch und blüht in hellem Himmelblau, einem echten Pastellton. Die Wirkung hängt darum an zwei Dingen: an der Gruppe und an den Nachbarn. Gut gewählte Partner verstärken das Blau oder verlängern die Blüte auf derselben Fläche. Ich plane Puschkinien deshalb nie allein, sondern frage für jeden Platz: Was blüht davor, was daneben und was danach?

Puschkinien sind winterharte Zwiebelblumen. Nach der Blüte ziehen sie im Sommer ein und überdauern als Zwiebel im Boden. Neben der Art ist die Unterart Puschkinia scilloides subsp. libanotica beschrieben. Für die Gestaltung zählen vor allem zwei Eigenschaften: das helle Blau und der frühe Blühtermin.

Puschkinia scilloides im Steckbrief

Merkmal Angabe
Botanischer Name Puschkinia scilloides
Blütenfarbe himmelblau
Blütezeit März, nach manchen Angaben bis April
Wuchshöhe bis etwa 15 cm
Wuchsbreite 5 bis 10 cm
Licht Sonne bis Halbschatten
Boden mäßig nährstoffreich, gut durchlässig
Winterhärte winterhart
Im Sommer zieht ein, passt an sommertrockene Plätze am Gehölzrand
Verwendung Beet, Hochbeet, Balkonkasten, Kübel, Topf
Besonderheiten verwilderungsfähig, als nützlingsfreundlich eingestuft

Der wichtigste Wert für jede Kombination ist die Blütezeit. Die Angaben dazu schwanken zwischen „März“ und „März bis April“. Ich plane fest mit dem März und behandle den April als mögliche Verlängerung.

Aussaatkalender Puschkinie
GartenkalenderBlüte: März; Pflanzung: September, Oktober, November, DezemberJFMAMJJASONDBlüteBlüte: MärzPflanzungPflanzung: SeptemberPflanzung: OktoberPflanzung: NovemberPflanzung: DezemberBlütePflanzung

Welche Partner blühen mit Puschkinien, welche davor und danach?

Bevor du Partner auswählst, entscheide, welches Bild du willst. Gemeinsame Blühtermine erzeugen einen gleichzeitigen Farbeindruck. Gestaffelte Blühtermine verlängern dagegen die Blühfolge auf derselben Fläche. Mit Puschkinien geht beides, wenn du die Partner nach ihren Monaten sortierst.

Partner Blütezeit Rolle neben Puschkinien
Winterling Januar oder Februar möglich Vorlauf
Schneeglöckchen Januar oder Februar möglich, Kleines Schneeglöckchen Februar und März Vorlauf
Frühe Krokusse (Crocus chrysanthus, Crocus sieberi) Februar und März Vorlauf, Überschneidung im März
Sibirischer Blaustern (Scilla siberica) Februar und März Überschneidung im März
Narzisse ‘February Gold’ ab Februar möglich früher Start in Gelb
Zweiblättriger Blaustern (Scilla bifolia) März und April gleichzeitig
Balkan-Windröschen (Anemone blanda) März und April gleichzeitig
Großblumige Krokusse (Crocus vernus) März und April gleichzeitig
Kaufmanniana-Tulpen März bis April gleichzeitig
Garten-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) März bis Mai gleichzeitig und danach
Muscari azureum Ende März bis Anfang April Übergang
Armenische Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum) April und Mai Anschluss
Einfache frühe Tulpen, etwa ‘Apricot Beauty’ überwiegend April Anschluss
Narzisse ‘Thalia’ April und Mai Anschluss in Weiß

Den Vorlauf übernehmen Winterlinge und Schneeglöckchen, die schon im Januar oder Februar erscheinen können. Frühe Krokusse und der Sibirische Blaustern blühen bis in den März und treffen dort auf die ersten Puschkinien. Gleichzeitig mit ihnen stehen Balkan-Windröschen, Zweiblättriger Blaustern, großblumige Krokusse und Kaufmanniana-Tulpen in Blüte. Im April und Mai schließen Traubenhyazinthen, frühe Tulpen und Narzissen wie ‘Thalia’ an. Wer weiterplanen will, lässt die Folge mit späten Tulpen im Mai und Juni ausklingen.

Traubenhyazinthen bringen im gemischten Trupp noch einen praktischen Vorteil. Ihr Laub ziehen sie im Frühsommer ein, und schon im Herbst treiben sie neue, wintergrüne Blätter. Puschkinien ziehen dagegen im Sommer ein und zeigen im Herbst nichts. An einer gemischten Stelle zeigt dir das Muscari-Laub im Herbst also, wo die Gruppe liegt.

Marias Erfahrung

Ich notiere im März, welche Nachbarn gleichzeitig mit meinen Puschkinien blühen und wo im Beet noch nichts blüht. Im Herbst setze ich genau an diesen Stellen die fehlenden Partner nach.

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Welche Farben passen zum Himmelblau?

Himmelblau ist ein heller, weicher Ton. Daraus ergeben sich drei Wege: Ton in Ton bleiben, mit Weiß aufhellen oder einen Kontrast setzen.

Ton in Ton mit Blaustern und Traubenhyazinthe

Abstufungen derselben Farbe in Helligkeit oder Sättigung ergeben eine Ton-in-Ton-Gestaltung. Im Frühjahr liefern drei Zwiebelblumen dafür passende Blautöne: Puschkinien blühen himmelblau, der Sibirische Blaustern azurblau und die Armenische Traubenhyazinthe kobaltblau. Zwischen dem hellen Himmelblau und dem dunklen Kobaltblau entsteht zugleich ein Hell-Dunkel-Kontrast. Welche Blausterne sonst noch infrage kommen, beschreibt der Ratgeber zu den Blausternchen-Arten und was sie auszeichnet.

Achte dabei auf die Monate. Der Sibirische Blaustern blüht im Februar und März, die Armenische Traubenhyazinthe erst im April und Mai. Mit dem Blaustern überschneiden sich Puschkinien im März, mit der Traubenhyazinthe nur, wenn sie bis in den April blühen. Rechne deshalb eher mit einer blauen Folge als mit drei Blautönen gleichzeitig.

Weiß als heller Begleiter

Weiße Partner setzen helle Punkte zwischen das Blau. In Höhe und Blühzeit liegt der Sibirische Blaustern ‘Alba’ am nächsten an der Puschkinie: Er blüht weiß im März und April. Er wird etwa 15 cm hoch und steht damit auf ihrer Höhe. Später folgen die weiße Traubenhyazinthe Muscari armeniacum ‘Album’ und die Narzisse ‘Thalia’, die im April und Mai weiß blüht. Am Boden ergänzt die weiße Schleifenblume das Bild, denn sie eignet sich als Begleiter von Frühjahrsblühern.

Pastellrosa, Lachs und Gelb

Für eine Pastellpalette passen Tulpen in hellen Rosatönen. ‘Apricot Beauty’ ist eine einfache frühe Tulpe mit lachsrosa Blüten, und einfache frühe Tulpen blühen überwiegend im April. Die Greigii-Tulpe ‘Toronto’ blüht rosa und trägt mehrere Blüten je Stiel. Beide treffen auf Puschkinien, wenn deren Blüte bis in den April reicht.

Mehr Spannung bringt Gelb. Die Narzisse ‘February Gold’ kann schon ab Februar blühen, und die Krokussorte ‘Goldilocks’ aus der Art Crocus chrysanthus blüht gelb im Februar und März. Gelbe Narzissen lassen sich auch als zusammenhängendes Band entlang eines Zauns pflanzen, mit einem Saum aus Puschkinien davor.

Bei dieser Kombination bestimmt die Narzisse den Platz. Narzissen brauchen für die Gartenkultur mindestens einen halben Tag Sonne und einen nicht zu trockenen Boden, Puschkinien kommen mit Sonne bis Halbschatten zurecht. Wähle für das gemeinsame Bild also einen Platz, der den Narzissen genügt.

Achtung

Alle Teile der Narzisse sind giftig, denn sie enthalten Amaryllidaceenalkaloide wie Lycorin. Verschluckte Pflanzenteile können schwere Magen-Darm-Beschwerden auslösen, und auch Kontakt mit Haut oder Augen kann Reizungen verursachen. Beim Winterling ist die ganze Pflanze giftig, vor allem die Knolle. Iss keine Teile dieser Pflanzen.

Wie staffle ich Höhen und Gruppen?

Bei Kombinationen aus Frühjahrsblühern setzt du niedrigere Pflanzen nach vorn und höhere nach hinten. Puschkinien gehören mit ihrer geringen Höhe in die erste Reihe. Die Übersicht zeigt, welche Partner mit ihnen auf einer Etage stehen und welche dahinter.

Platz im Beet Pflanze Wuchshöhe
vorn Puschkinie bis etwa 15 cm
vorn Balkan-Windröschen knapp 15 cm
vorn Sibirischer Blaustern etwa 15 cm
vorn Kaufmanniana-Tulpen 10 bis 20 cm
vorn bis Mitte Zweiblättriger Blaustern 10 bis 20 cm
vorn bis Mitte viele Wildtulpen etwa 10 bis 30 cm
Mitte Armenische Traubenhyazinthe etwa 20 cm als Richtwert
Mitte Greigii-Tulpen 20 bis 30 cm
dahinter einfache frühe Tulpen etwa 20 bis 40 cm je nach Sorte

Ebenso wichtig wie die Höhe ist die Menge. Für sichtbare Gruppen kleiner Zwiebelblumen gelten mindestens 20 Stück als Richtwert. Für ein natürliches Bild streue ich die Zwiebeln einer Gruppe locker aus und setze jede dort ein, wo sie gelandet ist. Das ergibt eine natürlich wirkende Verteilung ohne Reihen.

Zahl im Blick

Für Puschkinien nennen Gestaltungsrichtwerte etwa 30 Zwiebeln je m² in Staudenpflanzungen, 100 je m² in Grünanlagen und 300 je m² in Ausstellungsbeeten. Für Staudenmischpflanzungen auf Freiflächen werden insgesamt 20 bis 50 Zwiebelpflanzen je m² empfohlen, über alle Arten hinweg.

Die Spanne zeigt, wie stark der Zweck die Menge bestimmt: Im Staudenbeet setzen Puschkinien Akzente, im Ausstellungsbeet bilden sie die Fläche.

Häufiger Fehler

Puschkinien einzeln in jede Lücke zwischen die Partner stecken. Weit verstreute Einzelzwiebeln wirken schwächer als mehrere Zwiebeln derselben Art an einer Stelle. Setze lieber mehrere Trupps nebeneinander.

Etagen und Trupps kannst du vorab als Skizze im Beetplaner anlegen, bevor du im Herbst Zwiebeln kaufst.

Gestaltungsideen: Gehölzrand, Staudenbeet, Rasen und Steingarten

Wo Puschkinien stehen, entscheidet über die passenden Partner. Vier Plätze bieten sich an.

Am Gehölzrand

Puschkinien ziehen im Sommer ein und passen deshalb an sommertrockene Plätze am Gehölzrand. Unter Sträuchern und Bäumen können frühblühende Zwiebelpflanzen schon blühen, bevor die Gehölze ihr Laub austreiben. Als Partner bieten sich Schneeglanz und Krokusse an, die zwischen und vor Gehölzen in durchlässigem, humosem Boden verwildern können. Unter Bäumen lassen sich außerdem Blausternchen mit Schneeglöckchen kombinieren, und Puschkinien ergänzen diese Gruppe um ihr helleres Blau.

Im Staudenbeet

Im Staudenbeet nutzen Puschkinien die Zeit, bevor spät austreibende Stauden den Platz beanspruchen. Blausternchen, Puschkinien und Narzissen können zum Beispiel die Lücke füllen, bevor Herbst-Anemonen austreiben. Später übernehmen Stauden wie Taglilien oder heranwachsende Gräser eine zweite Aufgabe: Sie verdecken das einziehende Laub der Zwiebelblumen.

Im Mischbeet bleiben die Zwiebeln möglichst ungestört. Unerwünschte Pflanzen ziehst du deshalb aus oder stichst sie aus, denn Hacken stört die Entwicklung des Bestands. Den Winterrückschnitt der Stauden erledigst du, bevor die ersten Frühjahrsgeophyten austreiben. Ich markiere die Puschkinien-Trupps im Herbst mit kurzen Stäben, damit ich sie im kahlen Beet wiederfinde.

Im Rasen

Als verwilderungsfähige Zwiebelblume kannst du Puschkinien auch im Rasen ansiedeln. Für eine Gruppe hebst du ein Rasenstück an, setzt die Zwiebeln darunter und legst die Grasnarbe wieder auf. Krokusse lassen sich auf dieselbe Weise dazusetzen. Gemäht wird eine solche Fläche erst, wenn das Laub der Zwiebelblumen eingezogen ist, und Puschkinien ziehen erst im Sommer ein. Wähle für die Rasenpflanzung darum eine Ecke, in der dich ein länger ungemähtes Stück nicht stört.

Im Steingarten

Ein Steingarten braucht gut wasserdurchlässigen Boden ohne Verdichtungen und Staunässe. Das passt zu Puschkinien, die gut durchlässigen Boden brauchen. Im Frühling blühen dort niedrige Narzissen, Wildtulpen, Wildkrokusse, Blausterne und Winterlinge, später folgen Zierlauch und Lilien. Tulipa turkestanica etwa bildet mehrere weiß-gelbe Blüten, ihr Blühfenster reicht je nach Angabe von Februar bis April.

Viele Wildtulpen bevorzugen sonnige Plätze mit durchlässigem, sommertrockenem Boden, Kaufmanniana-Tulpen ebenso. Weil auch Puschkinien an sommertrockene Plätze passen, teilen sie sich mit diesen Tulpen gut eine sonnige Steingartentasche. Zwischen den Zwiebeln ergänzen Polsterpflanzen wie Blaukissen, Polsterphlox, Polsterglockenblumen, Hauswurz und Fetthenne das Bild. Plane zwischen den Steinen ausreichend große Erdtaschen, damit Zwiebeln und Polster Platz finden.

Mini-Checkliste

Diese Fragen kläre ich, bevor ich Partner für Puschkinien kaufe.

  • Blühtermin: Soll der Partner gleichzeitig blühen oder die Folge verlängern?
  • Höhe: Steht er auf Puschkinien-Höhe oder dahinter?
  • Platz: Passt der Standort beiden, etwa genug Sonne für Narzissen?
  • Menge: Reicht es für Gruppen statt einzelner Zwiebeln?
  • Laub: Wer verdeckt nach der Blüte das einziehende Laub?
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Puschkinien auf dem Balkon kombinieren

Auch im Balkonkasten, Kübel oder Topf lässt sich Puschkinia scilloides mit anderen Frühjahrsblühern zusammenstellen. In herbstlich bepflanzte Balkonkästen passen niedrige Tulpen, Narzissen, Anemonen, Krokusse und Schneeglöckchen. Eine Mischung aus Crocus chrysanthus ist zum Beispiel für Kästen, Kübel und Töpfe beschrieben und blüht im Februar und März. Für Kübel eignet sich die Kaufmanniana-Tulpe ‘Stresa’ mit johannisbeerroten, gelb gerandeten Blüten.

Für mehrere Blühwellen in einem Gefäß pflanzt du in Lagen. Größere und später blühende Zwiebeln kommen nach unten, kleinere und früher blühende nach oben, und zwischen die Lagen kommt etwas Erde. Puschkinien gehören als kleine, früh blühende Zwiebeln damit in die obere Lage, Tulpen darunter; ‘Stresa’ wird für solche Etagenpflanzungen empfohlen. Zeitlich passt Garten-Vergissmeinnicht dazu, denn es blüht von März bis Mai. Bleibt am Gefäßrand ein Ring frei, kannst du ihn im Frühjahr mit Primeln und Hornveilchen ergänzen.

Wie du Puschkinien im Gefäß kultivierst und überwinterst, zeigt der Ratgeber zu Puschkinien in Topf und Kasten. Vorab nur so viel: Jedes Gefäß braucht Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Puschkinien im insektenfreundlichen Frühjahrsgarten

Puschkinien sind als nützlingsfreundlich eingestuft. Schneeglöckchen, Winterling, Krokus, Blaustern und Traubenhyazinthe gehören zu den Frühjahrsblühern, die für bienenfreundliche Gärten empfohlen werden, und alle lassen sich in eine Blühfolge mit Puschkinien einbauen. Frühjahrsblühende Krokusse liefern Bienen und Hummeln Pollen und Nektar. Greife bei allen Partnern zu ungefüllten Blüten, denn vollständig gefüllte Blüten bieten keinen Pollen und nur wenig Nektar. Mit dem Frühling endet der Bedarf allerdings nicht: Ein bienenfreundlicher Garten braucht auch Sommerblüher und Nistplätze.

Standort, Pflege und Vermehrung in Kürze

Puschkinien wachsen in Sonne bis Halbschatten auf mäßig nährstoffreichem, gut durchlässigem Boden. Gepflanzt wird im Herbst, für Puschkinien reichen die Angaben von September bis Dezember, und die Termine der Partner findest du im Kalender für Blumenzwiebeln zum Ausdrucken. Tiefe, Abstand und Technik beschreibt der Ratgeber, wie du Puschkinien pflanzt und durchs Jahr pflegst, die artübergreifenden Grundlagen stehen im Überblick zu Standort und Boden bei Blumenzwiebeln.

Nach der Blüte bleibt das Laub stehen, bis es vollständig eingetrocknet ist, damit die Zwiebel Reserven für die nächste Blüte aufbauen kann. Ansonsten lässt du Puschkinien möglichst ungestört, ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht nötig. Lässt die Blüte nach, ist das der Anlass, den Bestand umzusetzen oder zu verjüngen, wie es der Pflanz-Ratgeber beschreibt.

Zur Vermehrung trennst du Tochterzwiebeln ab, wenn die Blätter einziehen. Wie Teilung und Aussaat Schritt für Schritt gehen, steht im Ratgeber, wie du Puschkinien durch Teilung oder Aussaat vermehrst.

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Häufige Fragen

Was sind Puschkinien und wann blühen sie?
Puschkinien, botanisch Puschkinia scilloides, sind winterharte Zwiebelblumen mit himmelblauen Blüten. Die Pflanzen werden bis etwa 15 cm hoch und blühen ab März, nach manchen Angaben bis in den April. Im Sommer ziehen sie ein und überdauern als Zwiebel im Boden. In Gruppen wirken sie stärker als einzeln, und mit anderen Frühjahrsblühern lassen sie sich gut kombinieren.
Worin unterscheiden sich Puschkinien von Traubenhyazinthen und Blausternchen?
Im Garten unterscheiden sich die drei vor allem in Farbton und Blühzeit. Puschkinien blühen himmelblau ab März, der Sibirische Blaustern azurblau im Februar und März und die Armenische Traubenhyazinthe kobaltblau im April und Mai. Auch der Laubrhythmus ist verschieden: Traubenhyazinthen treiben schon im Herbst neue, wintergrüne Blätter, während Puschkinien im Sommer einziehen. Nebeneinander gepflanzt ergeben die drei eine Ton-in-Ton-Folge in Blau.
Welche Kombinationen mit Krokussen und Schneeglöckchen sind möglich?
Schneeglöckchen können schon im Januar oder Februar blühen und eröffnen die Saison vor den Puschkinien. Frühe Krokusse wie Crocus chrysanthus blühen im Februar und März und treffen im März auf die ersten Puschkinien. Großblumige Krokusse der Crocus-vernus-Gruppe blühen im März und April und begleiten sie weiter. So entsteht auf derselben Fläche eine Blühfolge statt eines einzelnen Blühmoments.
Wie lassen sich Puschkinien im Steingarten einsetzen?
Ein Steingarten braucht gut durchlässigen Boden ohne Verdichtung und Staunässe, und zwischen den Steinen müssen ausreichend große Erdtaschen bleiben. Puschkinien passen dort zu vielen Wildtulpen und zu Kaufmanniana-Tulpen, die sonnige, im Sommer trockene Plätze mögen, denn auch Puschkinien eignen sich für sommertrockene Standorte. Weitere Frühlingsblüher im Steingarten sind niedrige Narzissen, Wildkrokusse, Blausterne und Winterlinge. Polsterpflanzen wie Blaukissen, Polsterphlox, Hauswurz und Fetthenne ergänzen die Zwiebeln.
Welche Pflegetipps gibt es für die Verwilderung in Rasenflächen?
Puschkinien gelten als verwilderungsfähig und lassen sich gruppenweise in den Rasen setzen: Rasenstück anheben, Zwiebeln einsetzen, Grasnarbe wieder auflegen. Danach bleiben die Zwiebeln möglichst ungestört. Gemäht wird erst, wenn das Laub der Zwiebelblumen eingezogen ist, und das geschieht bei Puschkinien im Sommer. Wähle deshalb eine Rasenecke, in der dich ein länger ungemähtes Stück nicht stört.
Welche Rolle spielen Zwiebelblumen wie Puschkinien als Nahrungsquelle für Bienen?
Puschkinien sind als nützlingsfreundlich eingestuft. Schneeglöckchen, Winterling, Krokus, Blaustern und Traubenhyazinthe gehören zu den Frühjahrsblühern, die für bienenfreundliche Gärten empfohlen werden, und frühjahrsblühende Krokusse liefern Bienen und Hummeln Pollen und Nektar. Ungefüllte Blüten sind die bessere Wahl, weil vollständig gefüllte Blüten keinen Pollen und nur wenig Nektar bieten. Damit die Versorgung nicht mit dem Frühling endet, braucht der Garten auch Sommerblüher und Nistplätze.
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