Hornveilchen aussäen: Lichtkeimer kühl keimen lassen und bis ins Beet bringen
- Hornveilchen säst du im Juni und Juli aus.
- Als Lichtkeimer bleiben die Samen auf der Oberfläche und werden nur angedrückt.
- Zum Keimen brauchen sie 15 bis 20 °C; bei der Sorte 'Sorbet Orange Duett' kann mehr Wärme die Keimung hemmen.
- Pikiert wird, sobald nach den Keimblättern die ersten echten Blattpaare da sind.
- Vor dem Auspflanzen gewöhnst du die Jungpflanzen schrittweise ans Freiland.

Hornveilchen säst du mitten im Sommer, im Juni und Juli. Ihre feinen Samen sind Lichtkeimer und keimen bei 15 bis 20 °C. Bei der Sorte ‘Sorbet Orange Duett’ kann Wärme über 20 °C die Keimung sogar hemmen. Bevor ich säe, suche ich deshalb einen hellen Platz und lege ein Thermometer genau dorthin, wo die Schale stehen soll. Von der Aussaat führt der Weg dann über Keimung, PikierenPikieren heißt, dicht aufgelaufene Sämlinge zu vereinzeln: Du setzt die jungen Pflänzchen einzeln in kleine Töpfe, sobald sich in der Triebmitte die ersten Laubblätter zeigen, damit jedes genug Platz zum Wachsen hat. und AbhärtenAbhärten heißt, drinnen vorgezogene Jungpflanzen vor dem Auspflanzen schrittweise an das Wetter im Freien und an die volle Sonne zu gewöhnen. Dafür stehen sie zunächst tagsüber draußen im Schatten. bis zum Auspflanzen.
Hornveilchen-Aussaat auf einen Blick
Die Tabelle fasst die wichtigsten Werte zusammen. Pikier- und Pflanzzeit gelten für die Hornveilchen-Mischung 526202.
| Schritt | Wert |
|---|---|
| Aussaatzeit | Juni bis Juli |
| Weitere Kultur-Startmonate | Februar bis Mai, Juli bis August |
| Saattiefe | 0 bis 1 cm, als Lichtkeimer oberflächlich säen |
| Keimtemperatur | 15 bis 20 °C |
| Wärmegrenze | über 20 °C kann die Keimung hemmen (Sorte ‘Sorbet Orange Duett’) |
| Keimdauer | 7 bis 14 Tage |
| Tausendkorngewicht der Art | 1,18 g (Wild- und GenbankmaterialGenbankmaterial ist Saat- oder Pflanzgut aus dem Bestand einer Genbank, etwa einer Sammlung von Kulturpflanzen und ihren wilden Verwandten. Es wird nur in kleinen Mengen abgegeben und ist keine Ware eines kommerziellen Saatgutlieferanten.) |
| Aussaaterde | Salzgehalt unter 0,5 g je Liter |
| Pikieren | nach etwa 4 Wochen (Mischung 526202) |
| Auspflanzen | August bis September (Mischung 526202) |
| Abstand im Beet | 20 cm in der Reihe, 20 cm Reihenabstand |
| Wuchs | 10 bis 20 cm hoch, 15 bis 25 cm breit |
Empfehlungen für den Garten
Standort und Boden
- Standort
Geeignet ist nährstoffreicher, humusreicher, feuchter, gut durchlässiger Boden. Sonne oder Halbschatten sind geeignet.
- Bodenart
Kalkhaltige, tonige, lehmige und sandige Böden sind geeignet.
- Bodenreaktion
Saure, neutrale und alkalische Böden sind geeignet.
- Substrat
Geeignet ist nährstoffreicher, humusreicher, feuchter, gut durchlässiger Boden.
- Anbauort
Je nach Sorte ist die Kultur im Hochbeet, im Topf oder im Kübel möglich.
Pflege
- Pflege
Rückschnitt nach der Blüte kann eine weitere Blüte im Spätsommer ermöglichen.
- Düngung
Während der Wachstumsperiode gelegentlich düngen.
Lebensform und Verwendung
- Lebensform
Die Pflanze ist mehrjährig.
- Verwendung
Die angebotenen Sorten eignen sich für Beet und Balkon.
Wann säst du Hornveilchen aus?
Die Aussaatzeit für Hornveilchen liegt im Juni und Juli. In Kulturkalendern stehen als Startmonate außerdem Februar bis Mai sowie Juli bis August. Ich säe im Sommer und richte mich bei den weiteren Schritten nach der Hornveilchen-Mischung 526202. Sie wird nach dem Pikieren im August bis September ausgepflanzt.
Wann andere Sommerblumen an der Reihe sind, siehst du im Aussaatkalender für Sommerblumen zum Ausdrucken.
Welches Saatgut keimt am besten?
Frisches Saatgut keimt bei Hornveilchen besser als gelagertes. Gelagerte Samen können einen Temperaturwechsel und Geduld verlangen. Ihr Lagerverhalten gilt zwar als orthodox, die Samen vertragen also eine trockene Aufbewahrung. Eine Schale ohne Keimlinge werfe ich trotzdem nicht früh weg, sondern halte sie weiter hell und feucht.
Unter passenden Bedingungen keimen Hornveilchen nach 7 bis 14 Tagen. Bei 20 °C ausgesät, kann sich die Keimung aber über bis zu 3 Monate ziehen. Gerade bei älterem Saatgut lohnt es sich, die Schale länger stehen zu lassen.
Samen selbst ernten
Für die eigene Nachzucht lässt du einzelne Blüten bis zur SamenreifeSamenreife ist der Zustand, in dem Samen voll ausgereift sind und sich zur Ernte eignen. Du erkennst sie daran, dass sich die Samen leicht oder sogar von selbst aus ihrer Samenhülle lösen. stehen und erntest bei trockenem Wetter. Die Samen trocknen danach auf Papier nach. Anschließend trennst du sie von Pflanzenresten und bewahrst sie beschriftet kühl, dunkel und trocken auf. Stammen sie von einer Hybridsorte, können die Nachkommen anders aussehen als die Mutterpflanze.
Wie bereitest du Schale und Erde vor?
Ich säe Hornveilchen in flache Schalen oder kleine Töpfe. Schale und Topf brauchen einen Wasserabzug, damit keine Staunässe entsteht. Als Substrat nimmst du Aussaaterde, deren Salzgehalt unter 0,5 g je Liter liegt. Bei torffreier Erde prüfst du vor dem Gießen auch unter der Oberfläche, wie feucht sie ist, denn oben trocknet sie schnell ab. Die Erde streiche ich glatt und drücke sie leicht an, damit die Samen auf einer ebenen Fläche liegen.
Wie säst du Hornveilchen richtig aus?
Für Hornveilchen ist eine Saattiefe von 0 bis 1 cm angegeben. Weil sie Lichtkeimer sind, halte ich mich an die Untergrenze und lasse die Samen auf der Oberfläche liegen. So gehst du Schritt für Schritt vor:
- Feuchte die Aussaaterde an, bevor die Samen daraufkommen.
- Verteile die Samen einzeln auf der Fläche, etwa mit der Spitze eines gefalteten Papiers.
- Drück sie mit einem Brettchen an, ohne sie mit Erde zu bedecken.
- Befeuchte die Oberfläche mit einem feinen Sprüher, damit nichts verschwemmt wird.
- Beschrifte die Schale mit Sorte und Aussaatdatum.
Lichtkeimer brauchen zum Keimen Licht. Ihre Samen werden deshalb nicht mit Erde bedeckt, sondern nur angedrückt. Hornveilchen gehören dazu.
Auf jedes Etikett schreibe ich Sorte und Aussaatdatum. Beim Pikieren sehe ich so auf einen Blick, welche Schale schon so weit sein könnte.
Direkt ins Beet säen
Säst du direkt ins Beet, bereitest du ein fein geharktes, unkrautfreies und gut durchlüftetes SaatbettDas Saatbett ist die vorbereitete obere Bodenschicht eines Beetes, in die du säst. Es soll eben, frei von Steinen und groben Schollen und feinkrümelig sein, und zwar umso feiner, je feiner die Samen sind. vor. Die Samen drückst du auch dort nur an. Draußen kannst du Temperatur und Feuchte aber kaum steuern. Ich ziehe Hornveilchen darum in Schalen vor, wo ich das Thermometer im Blick habe.
Was brauchen die Samen zum Keimen?
Hornveilchen keimen bei 15 bis 20 °C. Bei der Sorte ‘Sorbet Orange Duett’ kann Wärme über 20 °C die Keimung hemmen. Miss die Temperatur deshalb genau dort, wo die Schale steht, und nicht irgendwo im Raum. Als Lichtkeimer braucht die Saat außerdem einen hellen Platz. Ich stelle die Schalen hell, aber nicht in die pralle Sonne.
Halte die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Die Samen liegen ganz oben, und genau diese Schicht trocknet bei torffreiem Substrat schnell ab. Für Lichtkeimer zählt die Feuchte der Oberfläche daher mehr als für Samen, die in der Erde stecken.
Zum Gießen nehme ich einen feinen Sprüher oder stelle die Schale in eine Wanne mit Wasser. Sobald die Oberfläche dunkel und feucht aussieht, hebe ich sie wieder heraus. Eine durchsichtige Haube hält die Feuchte zusätzlich. Dann lege ich das Thermometer mit darunter und lüfte, sobald sich Schwitzwasser sammelt.
Die Samen wie bei anderen Arten mit Erde zudecken. Hornveilchen bleiben als Lichtkeimer auf der Oberfläche, und ein feiner Sprüher hält sie feucht, ohne sie zu verschwemmen.
Was brauchen die Sämlinge bis zum Pikieren?
Sobald die Keimlinge da sind, brauchen sie ausreichend Licht. Lichtmangel begünstigt lange, instabile Triebe. Ich rücke die Schale deshalb an den hellsten Platz, der trotzdem kühl bleibt. Die Erde hältst du weiter gleichmäßig feucht.
Wann und wie pikierst du Hornveilchen?
Pikieren kannst du, sobald nach den KeimblätternKeimblätter sind die ersten Blätter einer keimenden Pflanze und gehören schon zum Embryo im Samen. Sie ernähren den Keimling, bis die ersten Laubblätter seine Versorgung übernehmen. die ersten echten Blattpaare entwickelt sind. Für die Hornveilchen-Mischung 526202 gibt es dazu eine Zeitangabe. Sie wird nach etwa 4 Wochen pikiert und danach hell und kühl weitergezogen. So halte ich es auch bei meinen anderen Hornveilchen.
Für jeden Sämling bereite ich einen kleinen Topf mit Aussaaterde und Wasserabzug vor. Mit dem PikierstabDer Pikierstab ist ein Werkzeug zum Pikieren: Mit ihm bohrst du Pflanzlöcher in die Erde, hebst Sämlinge vorsichtig aus dem Aussaatgefäß und drückst ihre Wurzel ins neue Loch. lockere ich die Erde und hebe den Sämling samt Wurzeln heraus. Angefasst wird er nur an einem Keimblatt, nie am Stängel. Im neuen Topf setze ich ihn so tief, dass die Keimblätter frei über der Erde stehen, drücke an und gieße mit feiner Brause.
Keimen mehr Samen, als du Platz hast, pikierst du die kräftigsten Sämlinge und verschenkst den Rest.
Echte Blattpaare sichtbar · Töpfe mit Aussaaterde und Wasserabzug bereit · Sämling nur am Keimblatt fassen · danach hell und kühl stellen
Wie bringst du die Jungpflanzen ins Freie?
Vorgezogene Hornveilchen gewöhnst du bei mildem Wetter schrittweise ans Freiland. Zuerst stehen sie geschützt im Schatten, erst nach und nach auch in der Sonne. Lassen sie die Blätter hängen, bekommen sie wieder mehr Schatten.
Die Mischung 526202 kommt im August bis September ins Beet. In der Reihe bekommen die Pflanzen 20 cm Abstand. Zwischen den Reihen lässt du ebenfalls 20 cm. Wie viele Pflanzen das für deine Fläche ergibt, rechnest du mit dem Beetplaner für deine Reihen durch.
Hornveilchen sind winterhart, und die Mischung 526202 wird im August bis September gepflanzt. Deine Jungpflanzen verbringen ihren ersten Winter also schon im Beet.
Platz und Pflanzung
Hornveilchen wachsen in voller Sonne oder im Halbschatten und mögen nährstoff- und humusreichen, feuchten, gut durchlässigen Boden. Wie du den Platz auswählst und vorbereitest, liest du im Ratgeber, welcher Standort Hornveilchen üppig blühen lässt.
In Kasten und Kübel
Hornveilchen eignen sich für Topf, Kübel und Hochbeet und gelten als Beet- und Balkonpflanze. Im Kübel bleiben die Abzugslöcher frei, das Substrat ist strukturstabil, und das Wasser kann unter dem Gefäß abfließen. Trocken stehende Gefäße, die du im Herbst bepflanzt hast, kontrollierst du auch im Winter bei milder Witterung und Sonne auf ihren Wasserbedarf.
Was kommt nach dem Pflanzen?
Gedüngt werden Hornveilchen während der Wachstumsperiode gelegentlich. Ein RückschnittBeim Rückschnitt kürzt du Triebe oder Stängel einer Pflanze ein, bei Stauden oft bis knapp über den Boden. Je nach Zeitpunkt räumt er alte Stängel ab, regt eine Nachblüte an oder bremst das Aussamen. nach der Blüte kann eine weitere Blüte im Spätsommer ermöglichen. Was im Lauf des Jahres sonst ansteht, liest du im Ratgeber, wie du Hornveilchen durchs Jahr pflegst und düngst.
Bei Jungpflanzen können Wasserabzug, genug Licht und das Entfernen erkrankter Pflanzenteile das Krankheitsrisiko senken. Bei schwachem Blattlausbefall an Zierpflanzen reicht meist ein Wasserstrahl zum Abspülen. Wie du Krankheiten und Schädlingen bei Sommerblumen vorbeugst und von Hand eingreifst, zeigt der Überblick zu den Sommerblumen.
Warum keimen deine Hornveilchen nicht?
Bleibt die Schale leer, gehe ich die Bedingungen der Reihe nach durch. Zuerst die Wärme: Bei der Sorte ‘Sorbet Orange Duett’ kann eine Temperatur über 20 °C die Keimung hemmen. Dann das Licht: Wurden die Samen mit Erde bedeckt, fehlt dem Lichtkeimer womöglich das Licht zum Keimen. Danach die Feuchte: Ist die Oberfläche ausgetrocknet oder steht Wasser in der Schale, prüfst du den Wasserabzug und gießt gleichmäßiger. Zuletzt das Saatgut: Gelagerte Samen können länger brauchen, also gibst du ihnen Zeit, bevor du neu säst.
Lange, dünne Sämlinge können auf Lichtmangel hindeuten. Dann brauchen sie einen helleren Platz, der kühl bleibt.
Ziehst du nach den Hornveilchen noch eine Art aus Samen vor, lies, wann und mit welcher Methode du Nachtviolen aussäst.



