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Saattiefe

Die Saattiefe gibt an, wie dick die Erdschicht über einem Samenkorn nach der Aussaat ist. Als Faustregel bedeckst du einen Samen höchstens dreimal so dick mit Erde, wie das Korn selbst ist.

Die Saattiefe beschreibt, wie viel Erde nach dem Schließen der Saatrille über dem Samenkorn liegt. Weil Samen sehr unterschiedlich groß sind, braucht jede Art ihre eigene Tiefe: Feine Samen kommen nur knapp unter die Oberfläche, dicke Samen tiefer. Die Faustregel mit der dreifachen Samendicke ist dabei eine Obergrenze, kein Zielwert.

Geht die Saat nicht auf, liegt das oft nicht am Saatgut, sondern an Fehlern bei der Aussaat, etwa an zu flachem oder zu tiefem Säen. Zu tief gesäte Samen können unter Kälte, Feuchtigkeit und Luftmangel leiden. Eine bewusste Ausnahme sind Erbsen: Sie werden besonders tief gesät, weil sie nach der Keimung noch in der Erde Bitterstoffe bilden, die Vögel vom Fressen der Keimlinge abhalten. Von der Saattiefe zu unterscheiden ist der Bodenschluss: Er beschreibt, dass die angedrückte Erde eng am Samen anliegt, damit Feuchtigkeit zum Keimling aufsteigen kann.

Beispiel aus dem Garten

Beim Ziehen der Saatrille richte ich die Saattiefe nach dem Korn: Die Erdschicht darüber soll höchstens dreimal so dick sein wie der Samen selbst. Nur Erbsen lege ich bewusst tiefer.

Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen (Niedersächsische Gartenakademie) ↗ – Tipps für die Frühjahrsaussaat, Einleitung sowie Tipps 7 und 10. Geprüft am .

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