Schmuckkörbchen in der Wildblumenwiese: Partner, Sorten und Selbstaussaat
- Schmuckkörbchen sind einjährig und kommen nur über Samen in die Wiese zurück.
- In einer dauerhaften Blumenwiese können Einjährige zunehmend verdrängt werden, auf offenen Keimstellen keimen sie wieder.
- Im ersten Jahr blühen sie mit Kornblume, Klatschmohn, Leinkraut, Lein und Malven.
- Ungefüllte Blüten versorgen Bienen, Schlupfwespen und Schwebfliegen, die Samenstände füttern Distelfinken.
- Für die Selbstaussaat lässt du Blüten ausreifen und mähst die Saatinseln erst nach der Samenreife.

Eine frisch gesäte Blühfläche mit Schmuckkörbchen leuchtet schon im ersten Sommer. Ob die Farbe bleibt, entscheidet sich aber erst in den Folgejahren. In gemischten Ansaaten wie den Veitshöchheimer Mischungen übernehmen ab dem dritten Jahr die dauerhaften Arten das Bild. Einjährige wie das Schmuckkörbchen können dann zunehmend verdrängt werden. Ich lege deshalb schon bei der Aussaat fest, wo sie in den kommenden Jahren wieder keimen dürfen.
Cosmos bipinnatus macht es dir dabei leicht, denn es sät sich bereitwillig selbst aus. Mit der richtigen Mahd und offenen Keimstellen kann es sich so über Jahre in deiner Wiese halten.
Blumenwiese oder Blühfläche: Wohin gehören Schmuckkörbchen?
Eine Blumenwiese ist eine ausdauernde Pflanzengemeinschaft aus Kräutern und Gräsern, die durch Mahd erhalten wird. Schmuckkörbchen gehören nicht zu diesem Dauerbestand, denn Cosmos bipinnatus wird einjährig kultiviert. Aus demselben Grund sind Mischungen mit einem hohen Anteil einjähriger Kulturpflanzen keine dauerhaften Blumenwiesen.
Trotzdem haben Schmuckkörbchen in der Wiese einen festen Platz. Cosmos bipinnatus eignet sich für Wiesen und verwilderte Bereiche und verträgt magere Böden. In den Veitshöchheimer Mischungen ‘Farbenmix’ und ‘Ganz in Rosa’ zählen Schmuckkörbchen zu den Arten des ersten Jahres. Im Anlagejahr überwiegt dort der Charakter einer einjährigen Sommerblumenansaat. Danach entwickeln sich die Zweijährigen, und ab dem dritten Jahr tragen die dauerhaften Arten das Bild.
Die intensive Farbigkeit einjähriger Ansaaten erreichen mehrjährige Ansaaten dauerhaft nicht. Willst du das Farbspiel der Schmuckkörbchen auch nach dem Anlagejahr sehen, hältst du ihnen also offene Stellen frei, an denen sie wieder keimen können.
Eine einjährige Blühfläche wird jedes Jahr neu eingesät. Nach einer Aussaat ab Mitte April beginnt sie nach etwa 6 bis 8 Wochen zu blühen. Eine Blumenwiese ist dagegen ein ausdauernder Bestand aus Kräutern und Gräsern, den die Mahd erhält. Schmuckkörbchen prägen die Blühfläche und blühen in der Wiese vor allem im ersten Jahr.
Gebäuden zugeordnete Gärten gehören nicht zur freien Natur. Außerhalb davon ist das Ausbringen gebietsfremder Pflanzen genehmigungspflichtig, und Saat- und Pflanzgut darf dort nur innerhalb seiner Vorkommensgebiete ausgebracht werden. Schmuckkörbchen säst du deshalb nur auf Flächen, die zu deinem Garten gehören.
Warum glänzen Schmuckkörbchen in der Wiese?
Schmuckkörbchen bringen Farbe, solange sich die ausdauernden Wiesenarten noch entwickeln. ‘Cosimo’ beginnt im Juni oder Juli zu blühen, die ‘Sensation Mischung’ im Juli. Beide blühen bis in den Oktober.
Dazu kommt ihre Genügsamkeit. Für ‘Cosimo’ und die Gazebo-Mischung eignet sich lockerer, nährstoffarmer Boden. Im Gartenbeet brauchen Schmuckkörbchen normalerweise keinen zusätzlichen Dünger. Auf einer ungedüngten Wiese sind sie damit gut aufgehoben.
Trotz ihrer Höhe sind Kosmeen meist standfest und müssen nur bei Bedarf angebunden werden. Gerade zwischen Gräsern, wo du keine Stäbe setzen willst, ist das praktisch.
Auch der Aufwand spricht für die Ansaat. Einjährige Blühmischungen aus Ansaat brauchen nur etwa 5 bis 8 Minuten Pflegezeit je m² und Jahr. Wechselflor wird dagegen in der Regel zweimal im Jahr neu gepflanzt. Er kommt auf etwa 80 bis 100 Minuten je m² und Jahr.
Wie bringst du Schmuckkörbchen in die Wiese?
Ob neue Blühfläche oder bestehende Wiese, Schmuckkörbchen brauchen offenen Boden zum Keimen. In einem dichten Grasbestand können auflaufende Kräuter durch Lichtmangel verkümmern.
Eine neue Blühfläche anlegen
Für eine neue einjährige Sommerblumenfläche auf Rasen entfernst du die GrasnarbeDie Grasnarbe ist die zusammenhängende Pflanzendecke, die Gräser auf Wiesen, Weiden und Rasenflächen bilden. Ist sie dicht, hält die Fläche Tritt gut aus und Unkräuter finden kaum Platz. vollständig. Den Boden lockerst du im Winter oder Frühjahr 5 bis 10 cm tief, ebnest ihn ein und lässt ihn sich setzen. Das Saatbeet soll unkrautfrei, abgesetzt und feinkrümelig sein. Ich lasse das eingeebnete Beet vor der Saat zwei bis drei Wochen liegen und entferne in dieser Zeit jedes auflaufende Unkraut.
Gesät wird bei einjährigen Blühmischungen am besten Ende April bis Anfang Mai. Feines Saatgut mischst du mit trockenem Sand, damit es sich gleichmäßig verteilt. Nach der Aussaat trittst du die Fläche bei ausreichend trockenem Boden fest. Für einen frühen Blühbeginn bewässerst du die Ansaat während der Auflaufphase in Trockenzeiten täglich.
| Arbeitsschritt | Richtwert | Gilt für |
|---|---|---|
| Boden lockern | 5 bis 10 cm tief, im Winter oder Frühjahr | Saatbeet einer einjährigen Ansaat |
| Unkraut vorab entfernen | zwei bis drei Wochen lang | gelockertes, eingeebnetes Saatbeet einer Blumenmischung |
| Saatmenge | 1 bis 3 g/m² | einjährige Sommerblumenmischungen auf dem vorbereiteten Saatbeet |
| Saatmenge | 2 g/m², Aussaat April bis Mai, gegebenenfalls bis Ende Juni | Veitshöchheimer Mischungen aus ein- und mehrjährigen Arten |
| Schnitt gegen Samenunkräuter | einmalig auf etwa 10 bis 15 cm Höhe | Sommerblumenansaat mit aufkommenden Samenunkräutern |
| SchröpfschnittEin Schröpfschnitt ist ein früher Schnitt im ersten Jahr nach dem Aussäen einer Blumenwiese. Er kürzt schnell wachsende Beikräuter zurück, damit die langsameren eingesäten Wildkräuter nicht überwuchert werden und genug Licht bekommen. | auf etwa 5 bis 10 cm Bestandshöhe, meist sechs bis acht Wochen nach der Aussaat | Veitshöchheimer Mischungen, wenn Samenunkräuter schneller auflaufen als die gesäten Arten |
Den Schröpfschnitt setzt du vor Blüte und Samenreife der Unkräuter an.
Schmuckkörbchen in eine bestehende Wiese bringen
In eine geschlossene Grasnarbe streue ich keine Samen. Ich steche stattdessen einzelne Inseln ab, entferne dort die Grasnarbe und bereite ein kleines Saatbeet vor. Wie groß die Inseln werden, richtest du danach, wie viel Fläche die ausdauernden Arten behalten sollen. Die Mischung für die Inseln muss zu Nährstoffgehalt, Boden-pH, Lage und Mahdhäufigkeit deiner Fläche passen.
Säst du in den Folgejahren nach, wechsle die Inseln. Bringst du mehrere Jahre hintereinander einjährige Ansaatmischungen auf dieselbe Fläche, können Samenunkräuter im Folgejahr zu starkem Unkrautbesatz führen.
Welche Partner passen zu Schmuckkörbchen in der Wiese?
Gute Hinweise auf Partner geben erprobte Mischungen. Der Veitshöchheimer ‘Farbenmix’ umfasst 46 Arten. Im ersten Jahr blühen dort unter anderem Kornblume, Klatsch-Mohn, Marokkanisches Leinkraut, Roter und Saat-Lein, Schmuckkörbchen sowie Becher- und Mauretanische Malve. In ‘Ganz in Rosa’ stehen im ersten Jahr Marokkanisches Leinkraut, Mandelröschen, Schmuckkörbchen, Bechermalve und Inkarnat-Klee zusammen. Beide Mischungen werden zwischen 60 cm und einem Meter hoch.
Kornblumen brauchen als Ackerbegleitpflanzen einen offenen, bearbeiteten Boden und sind keine eigentlichen Wiesenpflanzen. Auch Schmuckkörbchen können in einer dauerhaften Wiese zunehmend verdrängt werden. Beide teilen sich also dieselben offenen Inseln, und dort säe ich sie gemeinsam. Mohn passt dazu, denn Kornblumen lassen sich in einer Ackerblumenmischung mit Getreide, Kamille und Mohn kombinieren.
| Partner | Wann er wirkt | Was du wissen solltest |
|---|---|---|
| Kornblume | erstes Jahr | braucht offenen, bearbeiteten Boden; Honigbienen, Erd- und Steinhummeln sowie SchlupfwespenSchlupfwespen sind nützliche Insekten, die mit ihrem Legestachel Eier in Schädlinge wie Blattläuse legen. Die Larve wächst im Inneren der befallenen Tiere heran und ernährt sich von ihnen. nutzen ihren Nektar |
| Klatschmohn | erstes Jahr | bietet Wildbienen Pollen, aber keinen Nektar |
| Marokkanisches Leinkraut | erstes Jahr | steht in beiden Veitshöchheimer Mischungen |
| Roter Lein und Saat-Lein | erstes Jahr | gehören zum ‘Farbenmix’ |
| Bechermalve | erstes Jahr | einjährig, die Sorte ‘Tanagra’ wird etwa 80 bis 100 cm hoch |
| Mandelröschen | erstes Jahr | einjährig und für Wildblumenwiesen geeignet |
| Inkarnat-Klee | erstes Jahr | gehört zu ‘Ganz in Rosa’ |
| Wiesen-Flockenblume | Folgejahre | in ‘Ganz in Rosa’ richtet sich die Sommermahd ab dem zweiten Jahr nach ihrem Blütenende |
| Wiesenmargerite (Leucanthemum vulgare) | Folgejahre | wächst mehrjährig |
| Moschus-Malve | Folgejahre | lebt zwei bis mehrere Jahre, sät sich selbst aus, bietet Hummeln, Bienen und Schwebfliegen Pollen und Nektar und zählt zu den heimischen Pflanzen für Nachtfalter |
Für ein durchgehendes Blütenangebot kombinierst du Pflanzen mit unterschiedlichen Blühzeiten. Krokus und Lungenkraut im Frühjahr, Schmuckkörbchen und Kornblume im Sommer und ungefüllte Herbstastern ergänzen sich für Bienen über die Saison. Einige spezialisierte Wildbienen sind auf bestimmte heimische Pflanzen angewiesen. Ich ergänze die Schmuckkörbchen deshalb um heimische Arten regionaler Herkunft.
Sollen deine Schmuckkörbchen zwischen Stauden statt im Gras stehen, lies, wie du Schmuckkörbchen ins Staudenbeet einbindest.
Wie gestaltest du eine Wiese mit Schmuckkörbchen?
Für die Höhenstaffelung nutzt du die Unterschiede zwischen den Sorten.
| Sorte | Höhe | Blüte | Platz in der Wiese |
|---|---|---|---|
| ‘Cosimo’ (Cosmos bipinnatus) | etwa 40 bis 60 cm | Beginn Juni bis Juli, Blüte bis Oktober | Rand und Wegsaum |
| ‘Gazebo’ | 50 bis 60 cm | Juni bis Oktober | Mitte, auch am halbschattigen Rand |
| ‘Xanthos’ | 50 bis 60 cm | Juni bis Oktober | Mitte |
| ‘Sensation Mischung’ | etwa 100 bis 150 cm | Beginn Juli, Blüte bis Oktober | hinterer Rand |
‘Cosimo’ blüht in Violett, Rosa und Weiß, ‘Gazebo’ in Weiß, Rosa und Pink und ‘Xanthos’ in zartem Gelb.
Die ‘Sensation Mischung’ wird etwa 100 bis 150 cm hoch. Die einjährigen Veitshöchheimer Mischungen Sommertöne, Gelbtöne und Pastelltöne bleiben dagegen unter 1 m. Ich setze die hohe Sorte deshalb an den hinteren Rand, wo sie die niedrigeren Partner nicht verdeckt.
‘Cosimo’ eignet sich für den Rabattenrand. Ich säe sie entlang des Mähwegs, der durch die Wiese führt. Für den Wiesenrand vor Gehölzen nehme ich ‘Gazebo’, denn diese Mischung eignet sich für sonnige bis halbschattige Plätze.
Gelb und Violett sind komplementäre Farbpaare für kontrastreiche Pflanzungen. Das zarte Gelb von ‘Xanthos’ neben den violetten Blüten aus ‘Cosimo’ ergibt so einen Kontrast. Ruhiger wirkt Ton in Ton mit helleren und dunkleren Nuancen derselben Farbe, etwa rosa Schmuckkörbchen neben dem rosafarbenen Mandelröschen.
Statt gleichmäßig über die ganze Fläche säe ich Schmuckkörbchen in lockeren Gruppen. Das wirkt natürlicher, und die Inseln für die SelbstaussaatSelbstaussaat heißt, dass sich eine Pflanze ohne Zutun des Gärtners über ihre Samen verbreitet. Die Sämlinge tauchen dann auch an Stellen auf, an denen niemand sie gepflanzt hat. liegen damit schon fest.
Inseln, Höhen und den Mähweg zeichnest du vorab im Beetplaner ein.
Ein Festmahl für Insekten und Vögel
Cosmos bipinnatus gehört zu den für Bienen geeigneten Sommerblumen. Wie stark Insekten eine Pflanze besuchen, kann allerdings von der Sorte abhängen, denn ihre Anziehungskraft ist sehr selektiv. Unter den einjährigen Sommerblumen aus Samen gelten Schmuckkörbchen zusammen mit Tagetes und Goldmohn als gute Bienennährpflanzen.
Auch Nützlinge profitieren. Ungefüllte Kosmeen bieten erwachsenen Schlupfwespen und Schwebfliegen gut zugängliche Blütennahrung. Diese beiden Gruppen zählen zu den wichtigsten Blattlausfeinden. Schlupfwespen legen bis zu 50 Eier in Blattläuse.
Greif für die Wiese zu ungefüllten Sorten. Stark gefüllte Blüten meidest du in bienenfreundlichen Pflanzungen besser, auch wenn die Füllung allein den Bienenwert nicht sicher bestimmt.
Vielerorts fehlt es vor allem im Spätsommer an ausreichendem Blütenangebot. Schmuckkörbchen blühen bis in den Oktober und können diese Lücke in deiner Wiese deshalb verkleinern. Eine gestaffelte Aussaat von Ende April bis Anfang Juni kann ein Nahrungsangebot bis in den nahrungsarmen Herbst sichern.
Auch nach der Blüte haben Schmuckkörbchen etwas zu bieten. Stehen gelassene Samenstände geben körnerfressenden Vögeln wie dem Distelfink Nahrung. Auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtest du in einer insektenfreundlichen Wiese ganz.
Selbstaussaat: Wie halten sich Schmuckkörbchen dauerhaft?
Einjährige Pflanzen keimen, blühen, bilden Samen und sterben innerhalb einer VegetationsperiodeDie Vegetationsperiode, auch Vegetationszeit, ist der Teil des Jahres, in dem Pflanzen wachsen, blühen und fruchten. Sie beginnt im Allgemeinen, wenn das Tagesmittel der Lufttemperatur mindestens 5 Grad Celsius erreicht. ab. Ungünstige Zeiten wie den Winter überdauern sie als Samen. Cosmos bipinnatus sät sich bereitwillig selbst aus und kann so im Folgejahr erneut erscheinen. Dafür brauchst du zwei Dinge: reife Samen und offenen Boden.
Samen ausreifen lassen
Das Entfernen verblühter Schmuckkörbchen regt die Bildung neuer Blütenknospen an. Zugleich kann AusputzenAusputzen heißt, verblühte Blüten regelmäßig von der Pflanze zu entfernen. So steckt sie keine Kraft in die Fruchtbildung. bei Sommerblumen die Samenbildung begrenzen. Wer alles ausputzt, verlängert also die Blüte und nimmt der Wiese den Nachwuchs. Ich putze deshalb nur am Weg aus und lasse die Pflanzen in der Fläche ausreifen. Ausputzen, Rückschnitt und Staffelsaat im Beet beschreibt der Ratgeber, wie du die Blütezeit von Schmuckkörbchen verlängerst.
Erst nach der Samenreife mähen
Bei einer aus Rasen entwickelten Blumenwiese erfolgt der zweite Schnitt im Herbst nach der Samenreife. Reife Blumensamen erkennst du häufig an dunklen, trockenen Körnern.
In den mehrjährigen Veitshöchheimer Mischungen wird ab dem zweiten Jahr im Sommer gemäht. Schmuckkörbchen stehen zu dieser Zeit noch in Blüte und blühen bis in den Oktober weiter. Ihre Inseln spare ich bei der Sommermahd deshalb aus und mähe sie erst, wenn die Samen reif sind.
Die ganze Fläche wird im Spätsommer gemäht, solange die Schmuckkörbchen noch blühen. Dann fehlen im Frühjahr die Samen für neue Pflanzen, und auch der Distelfink findet keine Samenstände mehr.
Keimstellen offen halten
Reife Samen allein reichen nicht. In einem dichten Grasbestand können auflaufende Kräuter durch Lichtmangel verkümmern. Ich raue deshalb jedes Frühjahr die Inseln, auf denen Schmuckkörbchen ausgesamt haben, mit dem Rechen auf.
Mehr als die Hälfte der Wildbienenarten nistet im Boden und profitiert von langfristig ungestörten offenen Bodenstellen. Offener Boden heißt in der Wiese also zweierlei: Die Saatinseln rechst du jedes Frühjahr auf, eine besonnte Nistfläche daneben lässt du dauerhaft in Ruhe.
Ich markiere im Herbst die Stellen, an denen Schmuckkörbchen ausgesamt haben, mit Bambusstäben. Im Frühjahr weiß ich so, wo ich den Boden aufraue und wo ich beim Jäten genauer hinschaue.
Sämlinge erkennen und Samen sammeln
Beim Jäten frisch aufgelaufener Sommerblumen musst du unerwünschte Keimlinge sicher von den Blumen unterscheiden. Im Zweifel lasse ich einen Keimling stehen, bis ich ihn sicher erkenne. Wo zu viele Sämlinge dicht beieinander stehen, ziehst du die überzähligen heraus. Stammen deine Pflanzen aus Hybridsaatgut, können die Nachkommen anders aussehen als die Mutterpflanze.
Um die Selbstaussaat zu lenken, sammle ich zusätzlich Samen. Dafür lasse ich einzelne Blüten bis zur Samenreife stehen und ernte bei trockenem, sonnigem Wetter. Die Samen trocknen auf Papier nach, kommen beschriftet in ein Tütchen und lagern kühl, dunkel und trocken. Im Frühjahr streue ich sie gezielt in Lücken und frisch aufgeraute Inseln.
„Einmal gesät, blüht die Wiese jedes Jahr von selbst.“ Einjährige Sommerblumenflächen müssen jährlich neu eingesät werden. Selbstaussaat kann Schmuckkörbchen zurückbringen, einen geschlossenen Bestand verspricht sie nicht.
Was sonst zu Schmuckkörbchen gehört
Herkunft, Lebensdauer, Standort und Pflege aller Sommerblumen beschreiben die Grundlagen zu Sommerblumen von Standort bis Überwintern. Für die Wiese reicht hier das Wichtigste in Kürze.
Arten: Für die Wiese nehme ich Cosmos bipinnatus, weil es sich bereitwillig selbst aussät und magere Böden verträgt. Die orangefarbene Schwefelkosmee und die kirschrote Schokoladen-Kosmee ‘Cherry Chocolate’ setze ich ins Beet, Letztere überwinterst du sicherer frostfrei. Welche Arten und Sorten es außerdem gibt, zeigt der Ratgeber zu Schmuckkörbchen-Arten und -Sorten im naturnahen Garten.
Standort: Schmuckkörbchen brauchen für eine reiche Blüte einen sonnigen Platz mit lockerem Boden ohne Staunässe. Nährstoffarmer Boden genügt ihnen. Licht, Boden und pH-Wert schätzt du mit dem Abschnitt Standort und Boden der Sommerblumen-Grundlagen ein.
Aussaat und Vorkultur: Für einen frühen Flor ziehe ich ‘Cosimo’ im März oder April auf der Fensterbank vor. Bei dieser Sorte begünstigt eine möglichst frühe frostfreie Aussaat über Kurztagsreize eine frühsommerliche Blütenbildung. Termine für Vorkultur und Direktsaat stehen im druckbaren Aussaatkalender für Sommerblumen.
Pflege, Gießen und Düngen: Gegossen wird, wenn die Bodenoberfläche abgetrocknet ist, und zwar im Wurzelbereich. Dünger brauchen Schmuckkörbchen im Gartenbeet normalerweise nicht. Worauf du bei Schnecken an Jungpflanzen und bei Mehltau und Blattläusen in langen Trockenphasen achtest, zeigt der Ratgeber, wie du Schmuckkörbchen im Beet pflegst.
Vase: Für die Vase schneidest du Schmuckkörbchen vorzugsweise frühmorgens, solange die inneren gelben RöhrenblütenRöhrenblüten sind die röhrenförmigen Einzelblüten im Blütenstand der Korbblütler. Sie bilden ihn allein, etwa bei Disteln, oder zusammen mit den Zungenblüten am Rand, etwa bei Astern. noch geschlossen sind. Jede geschnittene Blüte fehlt später als Samenstand, deshalb schneide ich nur am Rand der Fläche. Mehr dazu zeigt der Ratgeber, wie du Schmuckkörbchen für die Vase erntest und frisch hältst.
Topf und Winter: Im Kübel kann ein zusätzlicher Nährstoffbedarf entstehen, und der Gießbedarf hängt von Wetter, Topfgröße und Gefäßmaterial ab. Über den Winter kommen Schmuckkörbchen nur als Samen, weil du sie einjährig ziehst; bei der Schokoladen-Kosmee ist frostfreie Überwinterung die sicherere Wahl. Beides beschreibt der Abschnitt Topf, Überwintern und StecklingeEin Steckling ist ein junger, von der Mutterpflanze abgeschnittener Trieb, der in Erde oder Wasser eigene Wurzeln bildet. So entsteht eine neue Pflanze mit denselben Eigenschaften wie die Mutterpflanze. der Sommerblumen-Grundlagen.
Essbare Blüten: Als Küchenblume empfehle ich Schmuckkörbchen nicht. Essbar ist nur, was für genau diese Art als sicher gilt, und das überträgt man nie von anderen Blumen. Welche Sommerblumen auf den Teller dürfen, steht im Abschnitt Essbare Blüten und giftige Arten.





