Mädchenauge: Standort, Boden und Pflege für üppige Blüten
- Mädchenauge braucht einen vollsonnigen Platz mit durchlässigem, leicht lehmigem und nährstoffreichem Boden ohne Staunässe.
- Das einjährige Coreopsis tinctoria 'Bicolor' säst du von April bis Juni oder im September direkt ins Beet.
- Die Samen bedeckst du nur dünn mit Erde, etwa 0 bis 0,5 cm tief.
- Trotz Trockenheitsverträglichkeit gießt du in längeren Trockenphasen durchdringend und morgens an die Wurzeln.
- Gedüngt wird nach Bodenuntersuchung, Stickstoff lässt du ab dem Spätsommer weg.
- Abgestorbene Stängel bleiben über Winter stehen, im Kübel schützt Vlies an der Hauswand den Wurzelballen.

Wenn ein Mädchenauge nur zögerlich blüht oder nach dem Winter verschwunden ist, schaue ich zuerst auf seinen Platz. Bekommt es volle Sonne? Läuft das Wasser nach einem kräftigen Regen ab, oder bleibt es im Boden stehen? Mit diesen beiden Fragen fange ich an, denn Gießen, Düngen, Schnitt und Winterschutz bauen auf dem Standort auf.
Mädchenauge ist der Gartenname der Gattung Coreopsis. Im Handel findest du einjährige Formen wie Coreopsis tinctoria ‘Bicolor’ und das zwei- bis mehrjährige Coreopsis grandiflora. Ist eine ‘Bicolor’ nach dem Winter weg, ist das also kein Pflegefehler. Die einjährige säst du jedes Jahr neu, Winterschutz und Rückschnitt über Winter betreffen nur die ausdauernden Arten.
Welcher Standort passt zum Mädchenauge?
Licht: ein vollsonniger Platz
Mädchenaugen bevorzugen einen vollsonnigen Standort. Ich setze sie deshalb an die Stelle im Beet, auf die am längsten Sonne fällt. Hecken und hohe Nachbarn, die Schatten werfen, halte ich von ihnen fern. Halbschattige Ecken plane ich lieber für andere Stauden ein.
Boden: durchlässig, leicht lehmig, nährstoffreich
Beim Boden zählen drei Eigenschaften zusammen: Er soll durchlässig, leicht lehmig und nährstoffreich sein, und Staunässe darf nicht auftreten. Durchlässig heißt, dass Regenwasser versickert, statt im Wurzelraum stehen zu bleiben. Welche Bodenart du im Beet hast, zeigt dir die Fingerprobe.
Nimm feuchte, aber nicht nasse Erde zwischen die Finger und versuche, sie zu formen. Lässt sie sich gar nicht formen, hast du Sand. Körnig formbar spricht für Lehm, schmierig und klebrig für Ton. Die Probe ist für Böden mit höchstens 4 % organischer Substanz gedacht.
Ist dein Boden sandig und humusarm, verbessert organische Substanz wie Kompost die Aufnahme und Speicherung von Wasser. Lehmiger Boden kommt den Wünschen des Mädchenauges entgegen, solange er nicht verdichtet ist. Verdichtung verkleinert nämlich den Porenraum und behindert das Versickern.
Warum Staunässe dem Mädchenauge schadet
Hält Staunässe länger an, fehlt den Wurzeln Sauerstoff, und Wurzel- sowie Stammgrundfäule werden begünstigt. Welkende Triebe können ein Hinweis auf solche Fäulen sein, deren Erreger in dauerfeuchtem, schlecht durchlüftetem Boden gute Bedingungen finden. Nährstoffreich darf der Boden also sein, nass bleiben darf er nicht. Das Mädchenauge will leicht lehmigen Boden, verträgt aber keine Staunässe. Ein schwerer Tonboden passt deshalb erst, wenn du ihn mit Splitt, Quarzsand oder Lava durchlässiger gemacht hast.
So bereitest du das Beet vor
Vor der Pflanzung entfernst du Wurzelunkräuter und lockerst verdichteten Boden. Bei Staunässe reicht die Oberfläche nicht: Dann beseitigst du auch tiefer liegende Verdichtungen, bevor du mineralisches Material für die Durchlässigkeit einarbeitest. Im Frühjahr gehe ich erst mit Grabgabel oder Krail ins Beet, wenn der Boden ausreichend abgetrocknet ist. Tonboden bearbeite ich nur bei mittlerer Feuchte. Kompost lockert schwere Böden zusätzlich und verbessert bei leichten Böden die Wasser- und Nährstoffspeicherung.
Kalk kommt nur ins Beet, wenn der gemessene pH-Wert für deine Bodenart zu niedrig ist. Für die Messung mischst du 10 bis 15 Einstiche, die über die Fläche verteilt sind. Davon gibst du etwa 500 g zur Untersuchung. Welcher pH-Zielbereich zu welcher Bodenart gehört, liest du im Abschnitt Standort und Boden des Stauden-Ratgebers.
Wärme, Trockenheit und Frost
Mädchenaugen sind trockenheitsverträglich, sollen in längeren Trockenphasen aber trotzdem Wasser bekommen. Bei der Wärme kommt es auf die Lebensphase an: Die Samen von Coreopsis tinctoria ‘Bicolor’ keimen bei 15 bis 20 °C. Wie viel Frost eine Pflanze verträgt, hängt an Art und Sorte, und die einjährige ‘Bicolor’ überwintert gar nicht. Im Kübel ist Frost heikler als im Beet, denn dort kann der Wurzelballen durchfrieren.
Aussaat und Pflanzung: wann, wie tief, wie weit?
Die Aussaatwerte in der Tabelle gelten für das einjährige Coreopsis tinctoria ‘Bicolor’. Für mehrjährige Arten wie Coreopsis grandiflora richtest du dich nach der Saatguttüte deiner Sorte.
| Schritt | Coreopsis tinctoria ‘Bicolor’ |
|---|---|
| Direktsaat | April bis Juni sowie September |
| Vorkultur | ab März in Schalen |
| Saattiefe | etwa 0 bis 0,5 cm, Samen nur dünn mit Erde bedecken |
| Keimtemperatur | 15 bis 20 °C |
| Keimdauer | 7 bis 14 Tage |
| Pflanzabstand | etwa 20 cm |
Wann säst du Mädchenauge?
Die Sorte ‘Bicolor’ säst du von April bis Juni direkt ins Beet. Ein zweites Fenster für die Direktsaat liegt im September. Möchtest du früher Jungpflanzen haben, ziehst du ab März in Schalen vor. Damit du die Termine nicht verpasst, hängst du dir den druckbaren Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser in den Schuppen.
Direktsaat im Beet
Für die Direktsaat lockerst du den Boden, entfernst Unkraut und harkst die Oberfläche fein. Die Samen bedeckst du nur dünn mit Erde, sodass sie etwa 0 bis 0,5 cm tief liegen. Bis zur Keimung muss die Saat ständig ausreichend feucht bleiben, denn während QuellungQuellung ist die Wasseraufnahme eines trockenen Samens und der erste Schritt der Keimung. Der Same schwillt dabei an, bis der innere Druck die Samenschale öffnet und die Keimwurzel austreten kann. und Keimung darf sie nicht austrocknen. Ich gieße dafür mit feiner Brause, damit die flach liegenden Samen an ihrem Platz bleiben. Stehen die Sämlinge zu dicht, vereinzelst du sie auf etwa 20 cm.
Vorziehen auf der Fensterbank
Zum Vorziehen füllst du Schalen mit salzarmer Aussaaterde, aus der überschüssiges Gießwasser ablaufen kann. Eine Abdeckung hält die Feuchte, beim ersten Keimling nimmst du sie ab. Danach stehen die Sämlinge hell, aber geschützt vor praller Sonne. Haben sie die ersten Laubblätter gebildet, pikierst du dicht stehende Sämlinge mit dem PikierstabDer Pikierstab ist ein Werkzeug zum Pikieren: Mit ihm bohrst du Pflanzlöcher in die Erde, hebst Sämlinge vorsichtig aus dem Aussaatgefäß und drückst ihre Wurzel ins neue Loch.. Dabei hältst du sie an den KeimblätternKeimblätter sind die ersten Blätter einer keimenden Pflanze und gehören schon zum Embryo im Samen. Sie ernähren den Keimling, bis die ersten Laubblätter seine Versorgung übernehmen., ohne daran zu ziehen. Vor dem Auspflanzen härtest du die Jungpflanzen etwa eine Woche an einem windgeschützten, schattigen, aber hellen Platz ab.
Wie viel Platz braucht Mädchenauge?
Coreopsis tinctoria ‘Bicolor’ bekommt einen Pflanzabstand von etwa 20 cm. Im Beet setze ich die Pflanzen nicht in Reihen, sondern als Gruppe, und halte diesen Abstand zwischen benachbarten Pflanzen ein. Für mehrjährige Mädchenaugen nimmst du den Abstand, den das Etikett deiner Sorte nennt. Wie viele Pflanzen auf deine Fläche passen, rechnest du im Beetplaner durch.
In einem Kübelversuch wurden jeweils drei Coreopsis-Pflanzen in ein Gefäß mit 40 cm Durchmesser und 24 l Volumen gepflanzt. Daran kannst du dich orientieren, wenn du Mädchenaugen im Topf ziehen möchtest.
Mehrjährige Mädchenaugen pflanzen
Getopfte Pflanzen tauchst du vor dem Setzen in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Wie bei Stauden allgemein bekommt der Ballen danach 1 cm Erde über die oberen Wurzeln. Anschließend gießt du gründlich an. In den ersten VegetationsperiodenDie Vegetationsperiode, auch Vegetationszeit, ist der Teil des Jahres, in dem Pflanzen wachsen, blühen und fruchten. Sie beginnt im Allgemeinen, wenn das Tagesmittel der Lufttemperatur mindestens 5 Grad Celsius erreicht. braucht die Pflanzung bei anhaltender Trockenheit verlässlich Wasser, wie viel, steht im nächsten Abschnitt.
Wie viel Wasser braucht Mädchenauge?
Im Beet
Mädchenaugen sind trockenheitsverträglich, trotzdem gießt du sie während längerer Trockenphasen. Für frisch gesetzte Pflanzen gilt das erst recht. Auch trockenheitsverträgliche Staudenpflanzungen brauchen in der Anwachsphase bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringende Wassergaben.
Während der ersten 1 bis 2 Vegetationsperioden gießt du neu angelegte Staudenpflanzungen bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringend, mit etwa 25 l/m² je Gießgang. Das ist ein Wert für die Fläche, nicht für die einzelne Pflanze.
Gieße lieber seltener und durchdringend, bevor der noch leicht feuchte Untergrund vollständig austrocknet. Eine durchdringende Gabe befeuchtet die tieferen Wurzelschichten besser als viele kleine. Ob es Zeit ist, prüfe ich mit dem Spaten: Ich steche neben der Pflanze eine Scholle ab und erkenne an Farbe und Gefühl, ob der Wurzelraum noch feucht ist. Nach dem Gießen zeigt mir dieselbe Probe, ob das Wasser unten angekommen ist.
Gegossen wird morgens und direkt im Wurzelbereich, ohne die Blätter zu benetzen. Das Laub trocknet so schneller ab, und die Gefahr von Blattkrankheiten sinkt im Vergleich zu abendlicher Blattnässe. Eine Mulchdecke kann zusätzlich die Verdunstung aus dem Boden verringern. Rohen Rindenmulch lasse ich bei jungen Pflanzungen weg, weil er Stickstoff bindet.
Im Kübel
Im Topf braucht das Mädchenauge ein Gefäß mit freien Abzugslöchern, damit überschüssiges Wasser abläuft. Strukturstabile Kübelpflanzenerde wirkt Verdichtung und Vernässung im unteren Gefäßbereich entgegen. Mädchenaugen vertragen keine Staunässe, und bei torffreier Erde kann eine trockene Oberfläche Nässe darunter verdecken. Deshalb prüfst du vor dem Gießen die Feuchte unten im Topf oder hebst das Gefäß an. An heißen Tagen kann bei torffreier Erde auch mehrfaches Gießen nötig sein, abhängig davon, wie feucht das Substrat tatsächlich ist. Ein größeres Gefäß speichert mehr Wasser und verlängert die Abstände zwischen den Wassergaben.
Wie düngst du Mädchenauge richtig?
Mädchenaugen bevorzugen nährstoffreichen Boden. Wie viel Dünger nötig ist, ergibt sich aus dem Bedarf der Pflanze und dem, was der Boden schon bereithält. Diesen Vorrat zeigt dir eine Bodenuntersuchung. Die Standarduntersuchung erfasst üblicherweise Phosphat, Kali und Kalkbedarf, Stickstoff musst du gesondert beauftragen.
Reicht der Vorrat nicht, kann das Mädchenauge einen LangzeitdüngerEin Langzeitdünger, auch Depotdünger genannt, gibt seine Nährstoffe nicht sofort, sondern verzögert über einen längeren Zeitraum an die Pflanzen ab. Das gilt für entsprechend gekennzeichnete Mineraldünger und ebenso für organische Dünger. erhalten. Kompost rechnest du dabei mit, denn er liefert neben organischer Substanz auch Nährstoffe. Ausgebracht wird er im Spätwinter oder Frühjahr statt im Herbst, damit weniger Nitrat ausgewaschen wird. Dünger gibst du auf feuchten Boden und nicht auf feuchte Pflanzenteile.
Stickstoff braucht die Pflanze für das Wachstum von Blättern und Trieben. Du gibst ihn nur in der Vegetationsperiode und ab dem Spätsommer nicht mehr, damit die Pflanzen ausreichend aushärten. Zu späte oder zu reichliche Düngung erhöht bei Stauden die Gefährdung im Winter. Beim zwei- bis mehrjährigen Coreopsis grandiflora trifft eine späte Stickstoffgabe also genau die Pflanzen, die du durch den Winter bringen willst.
„Ein phosphorbetonter Dünger bringt mehr Blüten.“ Phosphor dient dem Energiehaushalt, der Erbsubstanz und den Zellmembranen, ein pauschaler Blühverstärker ist er nicht. Ob dein Boden Phosphor braucht, zeigt die Bodenuntersuchung. Liegen die Werte hoch oder sehr hoch, setzt du die Düngung mit diesem Nährstoff aus.
Im Kübel sind auch torffreie Erden meist vorgedüngt, ihre Torfersatzstoffe können aber die Stickstoffverfügbarkeit einschränken. Die Nachdüngung passt du deshalb an die tatsächlich verfügbare Stickstoffversorgung an und beobachtest dabei Wuchs und Blätter. Im Winter bekommen überwinternde Kübelpflanzen grundsätzlich keinen Dünger.
Wie schneidest und stützt du Mädchenauge?
Entspitzen für mehr Verzweigung
Ein Schnitt in die Triebspitzen soll junge Pflanzen zum Verzweigen bringen, kostet aber Zeit. Von Landnelken im Topf ist bekannt, dass Stutzen einen gedrungenen, dicht verzweigten Wuchs fördert und die Kulturzeit verlängert. Beim Mädchenauge kneife ich deshalb nur Jungpflanzen aus, die früh lang und weich in die Höhe gehen. Den Fingernagel setze ich dabei knapp über einem BlattansatzDer Blattansatz ist die Stelle am Trieb oder Stängel, an der ein Blatt entspringt. Dort ist der Trieb oft zu einem Knoten verdickt; direkt darüber, im Winkel zwischen Blatt und Trieb, liegt die Blattachsel. an. Kompakt wachsende Pflanzen lasse ich in Ruhe.
Hohe Triebe stützen
Hohe Mädchenaugen, die zum Umknicken neigen, stützt du mit einem Bambusstab oder stabilisierst sie, indem du die Triebe zusammenbindest. Was beim Stützen von Stauden sonst zu beachten ist, beschreibt der Stauden-Ratgeber im Abschnitt Pflege im Jahreslauf.
Was tun mit verblühten Blüten?
Bei vielen Sommerblumen und Stauden kann die Samenbildung weitere Blüten vermindern, deshalb kann das Entfernen welker Blüten die weitere Blüte fördern. Wie du das beim Mädchenauge angehst, erklärt der Ratgeber dazu, wie du die Blütezeit des Mädchenauges verlängerst.
Wie überwintert Mädchenauge?
Welche Mädchenaugen überwintern überhaupt?
Coreopsis tinctoria ‘Bicolor’ ist einjährig. Die Sorte überwintert nicht, und du säst im nächsten Jahr neu. Das als mehrjährig angebotene Coreopsis grandiflora ist zwei- bis mehrjährig: Manche Pflanzen leben also nur zwei Jahre, andere länger. Ob eine Sorte als winterhart gilt, steht auf dem Etikett oder der Saatguttüte, und danach richtest du den Schutz aus.
Im Herbst stecke ich neben jedes mehrjährige Mädchenauge einen Stab. So finde ich die Pflanzen nach dem Rückschnitt im Spätwinter wieder, wenn ich im Frühjahr Kompost gebe.
Rückschnitt im Herbst: ja oder nein?
Ich schneide Mädchenaugen im Herbst nicht zurück. Abgestorbene Stängel und Blätter bilden einen natürlichen Winterschutz, deshalb bleiben sie stehen. Eine Ausnahme machst du bei Blättern mit Pilzbefall: Die entfernst du schon im Herbst. Den Rückschnitt der abgestorbenen Triebe erledigst du dann im Spätwinter.
Für den Spätwinterrückschnitt abgestorbener Staudentriebe reicht die Spanne von 3 bis 10 cm über dem Boden. Im Hausgarten sind 3 bis 5 cm empfohlen, beim flächigen Rückschnitt 5 bis 10 cm. Winter- und immergrüne Arten sowie Halbsträucher sind davon ausgenommen.
Beim Schnitt spare ich einen Teil der dürren Stängel aus, damit Insekten darin weiter Unterschlupf finden. Diese Stängel dürfen auch das ganze Jahr über stehen bleiben.
Mädchenauge im Kübel überwintern
Im Kübel ist das Risiko größer als im Beet: Auch Pflanzen, die im Garten winterhart sind, können im Gefäß erfrieren, wenn ihr Wurzelballen durchfriert. Überwinterungsfähige Mädchenaugen im Kübel umwickelst du deshalb mit Vlies und stellst das Gefäß an eine schützende Hauswand. Die Umhüllung isoliert den Ballen, Gießen und Wasserabfluss müssen aber möglich bleiben. An frostfreien Tagen gießt du mäßig, damit die Erde nicht vollständig austrocknet. Dünger bekommt die Pflanze über Winter nicht.
Halte die Abzugslöcher auch im Winter frei. Stehendes Wasser im Topf kann Wurzelfäulnis begünstigen, und Staunässe verträgt das Mädchenauge ohnehin nicht.
Sorten, Nachbarn, Gesundheit: was sonst noch dazugehört
Herkunft und Botanik. Mädchenauge ist der Gartenname der Gattung Coreopsis, unter dem einjährige und ausdauernde Arten zusammenkommen. Wie sich einjährige, zweijährigeZweijährige sind Pflanzen, die im Jahr der Aussaat nur wachsen, oft zu einer Blattrosette, und erst im nächsten Jahr blühen. Dazu gehören etwa Stiefmütterchen, Goldlack, Bartnelken und Fingerhut. und mehrjährige Pflanzen in ihren Lebensläufen unterscheiden, erklärt das Kurzporträt im Stauden-Ratgeber.
Sorten und Vermehrung. Bei der Sortenwahl gilt für jedes Mädchenauge derselbe Rahmen: ein vollsonniger Platz mit durchlässigem Boden ohne Staunässe. Aus selbst geernteten Samen von HybridsortenHybriden sind Pflanzen der ersten Tochtergeneration (F1) aus der gezielten Kreuzung zweier möglichst reinerbiger Elternlinien. Sie wachsen einheitlich und kräftig, lassen sich aber nicht zuverlässig mit ihren Eigenschaften über eigenes Saatgut weitervermehren. können Nachkommen entstehen, die deutlich von der Mutterpflanze abweichen. Welche Arten und Sorten es nach Farbe, Blütenform und Wuchshöhe gibt und wie du sie sortengerecht vermehrst, steht im Ratgeber zu den Arten und Sorten des Mädchenauges.
Nachbarn, Bauerngarten und Vase. Bei den Nachbarn achte ich darauf, dass sie denselben vollsonnigen, durchlässigen Platz mögen. Wie du das Mädchenauge im Bauerngarten gestaltest, mit welchen Bauerngartenpflanzen du es kombinierst und wie du es für die Vase nutzt, zeigt der Beitrag über das Mädchenauge im Bauerngarten. Grundsätze zu Pflanzdichte und Gruppen stehen im Stauden-Ratgeber unter Gestalten und kombinieren.
Gesundheit. Gegen Echten Mehltau können bei anfälligen Stauden ausreichende Pflanzabstände, gute Belichtung und eine ausgewogene Nährstoffversorgung vorbeugen. Trockenes Wetter ist dabei keine Entwarnung, denn für die Keimung der Pilze kann schon eine relative Luftfeuchte von 70 % ausreichen. Wie du im Staudenbeet vorbeugst, kontrollierst und absammelst, steht im Stauden-Ratgeber im Abschnitt Krankheiten und Schädlinge.
Insekten. Die dürren Stängel, die du über Winter stehen lässt, bieten Insekten Unterschlupf. Welche Rolle das Mädchenauge für Bienen und die Vielfalt im Garten spielt, erklärt der Beitrag über das Mädchenauge als Bienenweide.




