Blattansatz
Der Blattansatz ist die Stelle am Trieb oder Stängel, an der ein Blatt entspringt. Dort ist der Trieb oft zu einem Knoten verdickt; direkt darüber, im Winkel zwischen Blatt und Trieb, liegt die Blattachsel.
Am Trieb wechseln sich Blattansätze und blattlose Abschnitte ab. Fachleute nennen die oft verdickten Ansatzstellen Knoten oder Nodien, die Abschnitte dazwischen Stängelglieder oder Internodien. Besonders deutlich siehst du diese Gliederung zum Beispiel am Glücksbambus.
Im Garten ist der Blattansatz eine wichtige Orientierung, zum Beispiel bei Stecklingen: Schneide sie knapp unter einem Knoten ab, denn dort hat die Pflanze viel Zellteilungsgewebe und Wuchsstoffe, und dort bilden sich die neuen Wurzeln. Verwechsle den Blattansatz nicht mit der Blattachsel. Das ist der Winkel zwischen Blatt und Trieb direkt darüber; dort bilden sich die Seitentriebe, die du etwa bei Tomaten ausgeizt.
Beispiel aus dem Garten
Wenn ich Stecklinge schneide, suche ich am Trieb einen Blattansatz mit gut sichtbarem Knoten und setze das Messer knapp darunter an. Bei den Tomaten schaue ich mir jeden Blattansatz genau an: Was direkt darüber aus der Blattachsel wächst, ist ein Seitentrieb, den ich beim Ausgeizen entferne.
Quelle: Gartenfreund (gartenfreunde.de) – Gartenwissen: Nodien und Internodien, Gartenpraxis – Gut zu wissen (Stand 28.07.2023). Geprüft am .
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