Blumen · Stauden & Ziergräser · Anbau

Boden für Ziergräser vorbereiten: Bodenprobe, Lockern, Rindenmulch oder Kies

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Bodenprobe vor der Neuanlage: 10 bis 15 verteilte Einstiche je einheitlich genutzter Fläche mischen, erst danach düngen.
  • Wurzelunkräuter samt Rhizomstücken entfernen und Verdichtungen lockern, bei Staunässe auch in der Tiefe.
  • Kalk nur, wenn der gemessene pH-Wert für deine Bodenart zu niedrig ist.
  • Kompost höchstens 2 bis 3 l/m² im Jahr, damit es nicht zu einer Phosphatüberdüngung kommt.
  • Roher Rindenmulch bindet Stickstoff und gehört nicht in junge Pflanzungen; kompostierten Rindenhumus kannst du einarbeiten.
  • Im Kiesbeet mineralisch mulchen: Kies oder Splitt der Körnung 8 bis 16 mm, 5 bis 7 cm stark.
Einpflanzen mit frischer Gartenerde und Terrakotta-Topf
Foto: FotoRieth · Pixabay Content License · Quelle ↗

Bevor bei mir ein Ziergras in die Erde kommt, habe ich den Boden schon zweimal in der Hand gehabt: einmal für die Bodenprobe, einmal mit der Grabegabel. Das hat einen praktischen Grund. Sind Gräser und Stauden erst eingewachsen, wird nicht mehr gehackt, weil Hacken ihre Entwicklung und den Flächenschluss stört. Wurzelunkräuter und Verdichtungen beseitigst du deshalb gründlich vor der Pflanzung, später kommst du kaum noch an sie heran.

Hier gehst du die Arbeit in der Reihenfolge durch, in der ich sie mache: prüfen, lockern, verbessern, mulchen. Am Ende steht die Frage, die bei Gräsern besonders oft gestellt wird: Verträgt das Beet Rindenmulch?

Erst der Platz, dann der Boden

Welches Gras du pflanzt, hängt zuerst an Licht und Bodenfeuchte des Platzes. Die weißrandige Japan-Segge etwa braucht einen frischen, humosen Standort im Halbschatten oder Schatten und verträgt Sonne nur bei ausreichender Bodenfeuchte. Wie Licht, Feuchte und pH-Wert zusammenspielen, steht im Abschnitt Standort und Boden im Ratgeber zu Stauden und Ziergräsern.

Wann du mit der Vorbereitung anfängst

Ziergräser der Freifläche pflanzt du am günstigsten im zeitigen Frühjahr, wenn der Boden bereits erwärmt ist. Herbstpflanzungen können schlechter anwachsen. Mit Grabegabel oder Krail gehst du im Frühjahr erst ins Beet, wenn der Boden ausreichend abgetrocknet ist. Die Bodenprobe gehört vor die Neuanlage, und zwar bevor du düngst. Wer im Frühjahr pflanzen will, nimmt die Probe deshalb so früh, dass das Ergebnis vor der Grunddüngung vorliegt.

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Bodenuntersuchung: wissen, was im Beet steckt

So nimmst du die Mischprobe

Eine Bodenprobe steht immer für eine einheitlich genutzte Fläche. Für das neue Gräserbeet verteilst du deshalb 10 bis 15 Einstiche gleichmäßig über genau diese Fläche. Im Zierpflanzenbeet entnimmst du die Erde dabei jeweils aus 0 bis 30 cm Tiefe. Die Teilproben mischst du gründlich zu einer Mischprobe. Davon gehen etwa 500 g ins Labor, zum Beispiel an eine LUFA.

Eine Standarduntersuchung erfasst üblicherweise Phosphat, Kali und den Kalkbedarf. Stickstoff musst du gesondert beauftragen. Wo eine Fläche endet und die nächste beginnt, siehst du leichter, wenn du dein Gräserbeet vorher im Beetplaner skizzierst.

Häufiger Fehler

Eine einzige Probe für den ganzen Garten. Rasen, Gemüsebeet und Gräserbeet werden unterschiedlich genutzt. Jede dieser Flächen bekommt deshalb ihre eigene Mischprobe.

Marias Erfahrung

Ich gehe die Fläche beim Stechen im Zickzack ab, damit die Einstiche wirklich verteilt liegen. Die Tüte beschrifte ich sofort mit Beetnamen und Datum.

Bodenart mit der Fingerprobe bestimmen

Die Bodenart bestimmst du selbst mit der Fingerprobe. Nimm dafür feuchte, aber nicht nasse Erde zwischen Daumen und Zeigefinger. Du prüfst Körnigkeit, Formbarkeit und Klebrigkeit. Sand lässt sich nicht formen. Lehm fühlt sich körnig an und lässt sich trotzdem formen. Ton fühlt sich schmierig an und klebt.

Der Bestimmungsschlüssel gilt für Böden mit höchstens 4 % organischer Substanz, bei sehr humusreicher Erde passt er nicht. Die Bodenart brauchst du gleich zweimal: für den passenden pH-Zielbereich und für die Frage, ob du schweren Boden durchlässiger machst oder leichten Boden mit Humus anreicherst.

pH-Wert einordnen und nur bei Bedarf kalken

Den Messwert aus dem Labor vergleichst du mit dem Zielbereich deiner Bodenart. Für Staudenbeete gelten diese allgemeinen pH-Zielbereiche für eine gute Kalkversorgung, und an ihnen orientierst du dich auch beim Gräserbeet:

Bodenart pH-Zielbereich
Sand 5,4 bis 5,8
lehmiger Sand, sandiger Schluff 5,8 bis 6,2
stark sandiger Lehm, lehmiger Schluff 6,2 bis 6,6
sandiger Lehm, schluffiger Lehm, Lehm 6,6 bis 7,0
schluffig toniger Lehm, toniger Lehm, Ton 6,8 bis 7,2

Kalk ist nur sinnvoll, wenn der gemessene Wert für deine Bodenart zu niedrig ist. Liegt er über dem Zielbereich, kalkst du nicht und greifst auch nicht zu kalkhaltigem Dünger. Bei der Entscheidung zählt der Kompost mit, denn regelmäßig ausgebracht liefert er dem Boden auch Kalzium.

Über pH 7,0 kann die Verfügbarkeit von Eisen stark eingeschränkt sein. Mangelsymptome sind dann trotz vorhandener Bodenvorräte möglich. Unter pH 5,5 kann Molybdän für die Pflanzen schlecht verfügbar sein.

Mythos-Check

„Ein bisschen Kalk kann nie schaden.“ Kalk ohne Messwert ist geraten. Liegt der pH-Wert schon im Zielbereich oder darüber, bleibt der Kalk im Sack.

Wurzelunkräuter und Verdichtungen beseitigen

Vor der Pflanzung beseitigst du Wurzelunkräuter und Bodenverdichtungen, damit ein durchlässiger und bewuchsfreier Pflanzboden entsteht. Bei Boden mit Wurzelunkräutern lockerst du mit der Grabegabel. Rhizom- und Wurzelstücke liest du dabei sorgfältig aus. Ich ziehe die Erde mit der Gabel Stich für Stich auseinander und sammle jedes Rhizomstück in einem eigenen Eimer.

Planst du ein bepflanztes Kiesbeet auf steinigem oder sandigem Boden, lockerst du die unkrautfreie Fläche 30 bis 40 cm tief.

Drainage: wenn Wasser im Beet stehen bleibt

Ob dein Boden zu Staunässe neigt, zeigt sich nach einem kräftigen Regen. Bleibt Wasser an einer Stelle stehen, während der Rest des Beets abtrocknet, grab dort nach. Bei Staunässe reicht es nicht, nur die Oberfläche zu lockern. Auch tiefer liegende Verdichtungen müssen dann weg.

Für trockenheitsliebende Pflanzungen im Kiesbeet lockerst du verdichtete Unterböden und machst lehmigen Boden mit Sand oder feinem Kies durchlässiger. Für trockenheitsliebende Steingartenpflanzen lässt sich lehmiger Boden mit Sand, Kies und Splitt abmagern. Welche Gräser auf solchem mineralischen Boden stehen können, zeigt eine Artenauswahl für kalkhaltige Splitt- und Schotter-Sickermulden. Dort sind Zittergras und Wimper-Perlgras gemeinsam mit Tauben-Skabiose, Blutrotem Storchschnabel und Wiesen-Salbei aufgeführt.

Für trockenheitsverträgliche Stauden gibt es außerdem das Sandbeet. Dabei bringst du etwa 15 cm Sand auf den vorhandenen Gartenboden auf. Die eingesetzten Wurzelballen behalten Kontakt zum Boden darunter.

Bei Gräsern für frische, humose Plätze wie der Japan-Segge gehst du den umgekehrten Weg. Kompost lockert schwere Böden, und Humus erhöht die Fähigkeit des Bodens, Wasser zu speichern. Für eine Segge auf schwerem Boden ist Kompost deshalb das passende Mittel zum Lockern, Kies und Splitt würden den Boden dagegen abmagern. Welche heimischen Arten sich für naturnahe Pflanzungen eignen, liest du unter heimische Gräser für den naturnahen Garten auswählen.

Boden verbessern: Kompost, Rindenhumus oder Sand

Humus verbessert die Bodenstruktur und lässt den Boden mehr Wasser speichern. Auf sandigen, humusarmen Böden hilft organische Substanz, Wasser aufzunehmen und zu halten. Kompost lockert schwere Böden und verbessert bei leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Auch kompostierten Rindenhumus kannst du zur Bodenverbesserung einarbeiten.

Die jährliche Kompostgabe im Garten bleibt bei höchstens 2 bis 3 l/m², damit es nicht zu einer Phosphatüberdüngung kommt. Kompost und Stallmist bringen Nährstoffe mit, die du bei der Düngung mitrechnest. Zeigt die Bodenuntersuchung stark erhöhte Phosphor- oder Kaliumwerte, schränkst du weitere Kompostgaben ein.

Ein Sonderfall ist das karge Beet. Für Polster- und Wildstauden sowie trockenheitsliebende mediterrane Stauden ist Kompost zur Anreicherung des Bodens nicht sinnvoll. Teilen sich deine Gräser das Kiesbeet mit solchen Partnern, lässt du den Kompost dort weg.

Langfristig können Gründüngung, Kompost, Mulch und eine bodenschonende Bearbeitung das Bodenleben fördern und zum Humusaufbau beitragen.

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Grunddüngung vor der Pflanzung

Gedüngt wird erst, wenn das Ergebnis der Bodenprobe vorliegt, denn nur so bemisst du die Gabe nach Bedarf. Kompost oder Mist, den du zur Bodenverbesserung eingearbeitet hast, zählt dabei als Nährstoffgabe mit. Wie du jede Grasart danach versorgst, erfährst du unter wann, womit und wie viel du Ziergräser düngst; die Grundregeln stehen im Abschnitt Düngen des Ratgebers zu Stauden und Ziergräsern.

Vertragen Gräser Rindenmulch?

Rohen Rindenmulch legst du nicht auf ein frisch gepflanztes Beet aus Gräsern und Stauden. Er bindet Stickstoff und ist für junge Staudenpflanzungen ungeeignet. Kompostierter Rindenhumus ist etwas anderes: Ihn kannst du zur Bodenverbesserung einarbeiten. Im bepflanzten Kiesbeet mit trockenheitsliebenden Pflanzen ist Rindenmulch fehl am Platz, weil er dort ein feucht-saures Milieu schafft. Für feuchtere und gehölznahe Pflanzungen kommen dagegen Rindenhumus oder Rindenkompost als Mulch infrage.

Welcher Mulch passt, hängt also an der Pflanzung:

Pflanzung Passender Mulch Worauf du achtest
Bepflanztes Kiesbeet mit trockenheitsliebenden Pflanzen Kies oder Splitt, kein Rindenmulch Schicht 5 bis 7 cm, Körnung 8 bis 16 mm
Trockene Freifläche, Felssteppe, Steppenheide mineralischer Mulch aus Kies oder Splitt Schicht mindestens 5 cm, besser 7 cm, Körnung 8 bis 16 mm
Feuchtere, gehölznahe Pflanzung Rindenhumus oder Rindenkompost roher Rindenmulch gehört nicht in junge Pflanzungen

Eine Mulchdecke hemmt die Verdunstung aus dem Boden und vermindert seine Erwärmung. Organischer Mulch hält zusätzlich die Bodenfeuchte und unterstützt das Bodenleben. Nimmst du Gras- oder Rasenschnitt, lass ihn erst anwelken und bring ihn dünnschichtig aus.

Marias Erfahrung

Ich lese beim Rindenkauf zuerst das Etikett: roh oder kompostiert. Für das Gräserbeet am Gehölzrand nehme ich nur kompostierte Ware, ins Kiesbeet kommt bei mir keine Rinde.

Gräser säen: Saatbeet und Aussaaterde

Nicht jedes Gras kommt als Topfpflanze ins Beet. Die einjährige Ziergräsermischung ‚Ikebana‘ säst du von März bis Mai direkt an den vorgesehenen Platz. Die Samen kommen etwa 0,5 bis 1 cm tief in die vorbereitete Erde. Die Mischung keimt bei 10 bis 18 °C. Bis zur Keimung vergehen etwa 14 bis 21 Tage, und so lange hältst du das Saatbeet gleichmäßig feucht.

Blauschwingel ziehst du dagegen im Haus vor. Die Samen drückst du auf feuchtes Anzuchtsubstrat und stellst sie bei 20 bis 25 °C auf. Für Schalen und kleine Töpfe nimmst du salzarme Aussaaterde, aus der überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Während Quellung und Keimung bleibt das Substrat ständig ausreichend feucht. Wann welche Art an der Reihe ist, zeigt dir der Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken.

Gräser im Kübel: Erde mit stabiler Struktur

Für Gräser, die dauerhaft im Kübel stehen, eignet sich strukturstabile Kübelpflanzenerde. Sie wirkt Verdichtung und Vernässung im unteren Gefäßbereich entgegen. Die Struktur kannst du mit 10 bis 40 % porösen mineralischen Zuschlagstoffen stabilisieren, etwa Lava, Bims, Ziegelsplitt oder gebrochenem Blähton. Prüfe vor dem Befüllen, ob die Abzugslöcher im Gefäßboden frei sind. Ein größeres Erdvolumen kann mehr Wasser bevorraten und verlängert die Zeit zwischen den Wassergaben.

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Nach der Pflanzung: was der Boden noch braucht

Auch trockenheitsverträgliche Pflanzungen gießt du während der Anwachsphase bei anhaltender Trockenheit wiederholt und durchdringend. Das gilt für die ersten 1 bis 2 Vegetationsperioden. Je Gießgang rechnest du mit etwa 25 l/m². Wie es nach dem Einsetzen weitergeht, liest du unter Ziergräser einpflanzen, gießen und über den Winter bringen.

Gibst du regelmäßig Kompost, lässt du den Boden alle 4 bis 5 Jahre untersuchen. So siehst du, ob sich Phosphor oder Kalium anreichern. Ich trage das Datum der letzten Probe in meinen Beetplan ein.

Passt dazu

Soll aus deinen Gräsern eine dichte Wand werden, lies, wie du eine Gräserwand als Sichtschutz planst und pflanzt.

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Häufige Fragen

Wie bereitet man den Boden optimal für Ziergräser vor?
Nimm vor der Neuanlage eine Bodenprobe aus 10 bis 15 verteilten Einstichen, bevor du düngst. Entferne Wurzelunkräuter samt Rhizomstücken und lockere verdichteten Boden, bei Staunässe auch tiefer liegende Schichten. Je nach Pflanzung reicherst du den Boden mit Kompost oder kompostiertem Rindenhumus an oder machst lehmigen Boden mit Sand oder feinem Kies durchlässiger. Kompost gibst du höchstens mit 2 bis 3 l/m² im Jahr, sonst droht eine Phosphatüberdüngung.
Welcher pH-Wert ist für Ziergräser ideal und wie kann man ihn messen?
Für Ziergräser im Beet orientierst du dich an den allgemeinen pH-Zielbereichen für Staudenbeete, und die hängen von der Bodenart ab. Auf Lehm liegt der Zielbereich bei 6,6 bis 7,0. Auf Sand ist er mit 5,4 bis 5,8 niedriger. Den Wert ermittelst du über eine Bodenuntersuchung, und Kalk gibst du nur, wenn er für deine Bodenart zu niedrig ist.
Wie verbessert man die Drainage im Boden für Ziergräser?
Neigt der Boden zu Staunässe, beseitigst du vor der Pflanzung auch tiefer liegende Verdichtungen und nicht nur die an der Oberfläche. Für trockenheitsliebende Pflanzungen im Kiesbeet machst du lehmigen Boden zusätzlich mit Sand oder feinem Kies durchlässiger. Liegt das Kiesbeet auf steinigem oder sandigem Boden, lockerst du die unkrautfreie Fläche 30 bis 40 cm tief. Für Gräser frischer, humoser Plätze lockerst du schweren Boden mit Kompost.
Welche praktischen Schritte sind beim Mulchen und der Unkrautbekämpfung zu beachten?
Wurzelunkräuter entfernst du vor der Pflanzung mit der Grabegabel und liest dabei Rhizom- und Wurzelstücke sorgfältig aus. Rohen Rindenmulch legst du nicht auf junge Pflanzungen, weil er Stickstoff bindet, und im Kiesbeet mit trockenheitsliebenden Pflanzen ist Rindenmulch ganz ungeeignet. Dort mulchst du mit Kies oder Splitt der Körnung 8 bis 16 mm. Die mineralische Schicht trägst du 5 bis 7 cm stark auf.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Bodenbearbeitung bei Gräsern?
Ziergräser der Freifläche pflanzt du am günstigsten im zeitigen Frühjahr, wenn der Boden bereits erwärmt ist, denn Herbstpflanzungen können schlechter anwachsen. Den Boden lockerst du im Frühjahr erst, wenn er ausreichend abgetrocknet ist. Die Bodenprobe nimmst du vor der Neuanlage und bevor du düngst, damit das Ergebnis vor der Grunddüngung vorliegt.
Wie führt man eine korrekte Bodenlockerung durch, ohne die Pflanzen zu schädigen?
Am gründlichsten lockerst du, bevor die Gräser im Boden sind: Wurzelunkräuter raus, Verdichtungen auf, bei Staunässe auch in der Tiefe. Bei Wurzelunkräutern eignet sich die Grabegabel, mit der du Rhizom- und Wurzelstücke sorgfältig ausliest. In einer angelegten Staudenmischpflanzung verzichtest du dagegen aufs Hacken, weil es die Entwicklung der Pflanzen und den Flächenschluss stört. Im Frühjahr arbeitest du erst, wenn der Boden ausreichend abgetrocknet ist.
Was ist der Unterschied zwischen Erdvorbereitung und dauerhafter Bodenpflege?
Die Erdvorbereitung findet einmal vor der Pflanzung statt: Bodenprobe nehmen, Wurzelunkräuter und Verdichtungen beseitigen, den Boden verbessern. Die dauerhafte Bodenpflege folgt danach und fällt zurückhaltender aus, denn in einer angelegten Staudenmischpflanzung wird nicht mehr gehackt. Kompost gibst du dann höchstens mit 2 bis 3 l/m² im Jahr. Wer regelmäßig Kompost gibt, lässt den Boden alle 4 bis 5 Jahre auf Phosphor und Kalium untersuchen.
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