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Wiesenmargeriten: Boden richtig vorbereiten, von der Bodenprobe bis zum Saatbett

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 9 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Wiesenmargeriten mögen mäßig nährstoffreichen, frischen und gut drainierten Boden.
  • Vor der Saat Wurzelunkräuter samt Wurzelstücken entfernen und Verdichtungen lockern.
  • Bodenprobe aus 10 bis 15 Einstichen, die Standarduntersuchung zeigt Phosphat, Kali und Kalkbedarf.
  • Kalk nur, wenn der gemessene pH-Wert für deine Bodenart zu niedrig ist.
  • Lichtkeimer: höchstens etwa 0,5 cm tief säen, Saatbett eben und feinkrümelig.
  • Kein roher Rindenmulch auf junge Pflanzungen, er bindet Stickstoff.
Einpflanzen mit frischer Gartenerde und Terrakotta-Topf
Foto: FotoRieth · Pixabay Content License · Quelle ↗

Wiesenmargeriten säe ich nie in ein Beet, das ich vorher nicht gründlich durchgearbeitet habe. Die Samen liegen fast an der Oberfläche, und was jetzt im Boden steckt, bleibt den jungen Pflanzen: Wurzelunkraut, eine verdichtete Schicht, stehendes Wasser. Die Grundarbeit gehört deshalb vor die Saat.

Bei der Bodenart ist die Wiesenmargerite wenig wählerisch, denn sie wächst auf Kalk-, Ton-, Lehm- und Sandboden. Wichtig sind ihr drei Eigenschaften: Der Boden soll mäßig nährstoffreich, frisch und gut drainiert sein. Ich arbeite deshalb immer in derselben Reihenfolge: prüfen, Unkraut entfernen und lockern, Wasserabzug sichern, Saatbett rechen.

Kurz erklärt

Die Wiesenmargerite (Leucanthemum vulgare) ist eine heimische, mehrjährige und winterharte Staude aus der Artengruppe der Wiesenmargeriten. Die Pflanzen werden 60 bis 80 cm hoch und blühen von Mai bis Oktober. Nicht verwechseln solltest du sie mit der Strauchmargerite (Argyranthemum frutescens), die ein helles Winterquartier um 10 °C braucht.

Was die Wiesenmargerite vom Boden erwartet

Die Wiesenmargerite verträgt saure, neutrale und alkalische Böden. Entscheidend ist weniger, woraus dein Boden besteht, als in welchem Zustand er ist. Mäßig nährstoffreich, frisch bis feucht und gut drainiert: Damit hast du ihre Ansprüche beisammen.

Merkmal Wiesenmargerite
Bodenart Kalk-, Ton-, Lehm- und Sandboden
Boden-pH sauer, neutral oder alkalisch
Nährstoffe mäßig nährstoffreich
Feuchte frisch bis feucht, gut drainiert
Stickstoffzahl nach Ellenberg (1 stickstoffärmst bis 9 übermäßig stickstoffreich) 3
Feuchtezahl nach Ellenberg (1 Trockenheitszeiger bis 9 Nässezeiger) 4

Die beiden Zeigerwerte beschreiben, wo die Art in der Natur wächst. Für dein Beet sind sie eine Orientierung, keine Vorschrift. Weil die Margerite auf Ton genauso wächst wie auf Sand und zugleich gut drainierten Boden braucht, musst du schweren Boden nicht austauschen. Es reicht, wenn das Wasser zuverlässig abläuft.

Standort in Kürze

Wiesenmargeriten wachsen in der Sonne und im Halbschatten. Welcher Platz mit welchem Licht und Windschutz passt, erklärt der Beitrag zum richtigen Standort für Margeriten. Den Überblick für alle Arten gibt der Abschnitt Standort und Boden im Stauden-Ratgeber.

Giftig für Haustiere?
Angaben für die Gattung Leucanthemum
Hund
Giftig
Katze
Giftig
Ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Vergiftung sofort Tierarzt kontaktieren. Quelle: ASPCA Toxic Plants · Stand 2026-07-11

Empfehlungen für den Garten

Standort und Boden

Standort

Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, feuchter, gut durchlässiger Boden. Sonne oder Halbschatten sind geeignet; gegebenenfalls stützen.

Bodenart

Kalkhaltige, tonige, lehmige, sandige Böden sind geeignet.

Bodenreaktion

Saure, alkalische, neutrale Böden sind geeignet.

Substrat

Geeignet ist mäßig nährstoffreicher, feuchter, gut drainierter Boden.

Anbauort

Die Pflanze eignet sich für eine sommerblühende Gartenwiese.

Pflege

Pflege

Kleine Teilstücke zunächst im Topf im Frühbeet bewurzeln lassen.

Düngung

Wiesen mit den angebotenen Margeriten nicht düngen, denn Düngung kann Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen.

Lebensform und Verwendung

Lebensform

Die Pflanze ist mehrjährig.

Verwendung

Die angebotenen Sorten bieten Nützlingen und Insekten Nahrung.

Aussaatkalender Margerite
GartenkalenderVorkultur: März, April, Mai; Aussaat: März, April, Mai, Juni, Juli; Blüte: Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober; Ernte: AugustJFMAMJJASONDVorkulturVorkultur: MärzVorkultur: AprilVorkultur: MaiAussaatAussaat: MärzAussaat: AprilAussaat: MaiAussaat: JuniAussaat: JuliBlüteBlüte: MaiBlüte: JuniBlüte: JuliBlüte: AugustBlüte: SeptemberBlüte: OktoberErnteErnte: AugustVorkulturAussaatBlüteErnte

Den Boden unter die Lupe nehmen

Fingerprobe: Welche Bodenart hast du?

Für die Fingerprobe nimmst du feuchte, aber nicht nasse Erde zwischen Daumen und Finger. Du prüfst, wie körnig sie ist, ob sie sich formen lässt und ob sie klebt. Sand ist nicht formbar, Lehm lässt sich körnig formen, Ton fühlt sich schmierig und klebrig an. Der Bestimmungsschlüssel gilt für Böden mit höchstens 4 % organischer Substanz. Sehr humusreiche Erde ordnest du damit also nicht sicher ein.

Ich mache die Probe an mehreren Stellen im Beet und schreibe mir das Ergebnis auf. Die Bodenart brauchst du gleich wieder, wenn du den pH-Wert einordnest.

Bodenprobe: pH-Wert und Nährstoffe messen

Bevor du kalkst oder düngst, schickst du eine Bodenprobe ins Labor. Die Untersuchung zeigt dir die Nährstoffgehalte, damit du eine Düngung bedarfsgerecht bemessen kannst. Eine Standarduntersuchung erfasst üblicherweise Phosphat, Kali und den Kalkbedarf. Stickstoff musst du gesondert beauftragen.

Mini-Checkliste

So nimmst du die Probe im Zierpflanzenbeet.

  • 10 bis 15 Einstiche, gleichmäßig über die einheitlich genutzte Fläche verteilt
  • Erde jeweils aus 0 bis 30 cm Tiefe entnehmen
  • alle Teilproben gründlich mischen
  • etwa 500 g der Mischung einsenden
  • Stickstoff bei Bedarf eigens beauftragen

Den pH-Wert richtig einordnen

Die Wiesenmargerite verträgt saure wie alkalische Böden. Als Richtschnur für dein Beet dienen deshalb die allgemeinen pH-Zielbereiche für Staudenbeete, die eine gute Kalkversorgung beschreiben. Welcher Bereich gilt, hängt von der Bodenart ab.

Bodenart allgemeiner pH-Zielbereich für Staudenbeete
Sand 5,4 bis 5,8
lehmiger Sand, sandiger Schluff 5,8 bis 6,2
stark sandiger Lehm, lehmiger Schluff 6,2 bis 6,6
sandiger Lehm, schluffiger Lehm, Lehm 6,6 bis 7,0
schluffig toniger Lehm, toniger Lehm, Ton 6,8 bis 7,2

Liegt dein Messwert unter dem Bereich deiner Bodenart, ist eine Kalkung sinnvoll. Liegt er darüber, kalkst du nicht und verwendest auch keinen kalkhaltigen Dünger. Regelmäßig ausgebrachter Kompost liefert dem Boden ebenfalls Kalzium. Wer kompostiert, bezieht das in die Entscheidung über eine Kalkgabe mit ein.

Bodenstruktur verbessern, ohne aufzudüngen

Kompost lockert schwere Böden und verbessert auf leichten Böden die Speicherung von Wasser und Nährstoffen. Auf sandigen, humusarmen Böden hilft organische Substanz, Wasser aufzunehmen und zu halten. Kompost und Stallmist bringen aber immer auch Nährstoffe mit, die du bei der Düngung mitrechnen musst. Im Garten soll die jährliche Kompostgabe 2 bis 3 l/m² nicht überschreiten, damit es nicht zu einer Phosphatüberdüngung kommt.

Für meine Margeritenflächen arbeite ich keinen Mist ein. Kompost bekommt bei mir nur ein Beet, das schwer oder sandig und humusarm ist. Geht es dir allein um die Struktur, kannst du auch kompostierten Rindenhumus einarbeiten.

Und der Dünger?

Wiesenmargeriten wachsen auf mäßig nährstoffreichem Boden. Für Wiesen weist der BUND darauf hin, dass Düngung Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen kann; eine feste Düngeregel für einzelne Garten- oder Schnittsorten folgt daraus nicht. Wie viel, wann und womit du düngst, steht im Beitrag wie du Wiesenmargeriten düngst, ohne sie zu überdüngen, den Überblick für alle Stauden gibt der Abschnitt Düngen im Stauden-Ratgeber.

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Unkraut raus, Boden lockern: die Grundarbeit vor der Saat

Fang mit den Wurzelunkräutern an. Auf Boden mit Wurzelunkraut lockerst du mit der Grabegabel und liest Rhizom- und Wurzelstücke sorgfältig aus. Danach beseitigst du Bodenverdichtungen, damit ein durchlässiger, bewuchsfreier Pflanzboden entsteht. Steht im Beet Wasser, gehören auch tiefer liegende Verdichtungen dazu.

Im Frühjahr wartest du mit der Arbeit, bis der Boden ausreichend abgetrocknet ist. Erst dann lockerst du ihn mit Grabegabel oder Krail. Vor der Pflanzung werden Wurzelunkräuter und Verdichtungen beseitigt, in der fertigen Staudenmischpflanzung verzichtest du dagegen aufs Hacken, weil es die Entwicklung der Stauden stört. Was du jetzt nicht gründlich erledigst, lässt sich später also nur noch von Hand nachholen.

Marias Erfahrung

Nach dem Lockern gehe ich ein zweites Mal mit der Grabegabel über die Fläche. Jedes helle Wurzelstück, das ich dabei finde, kommt in einen Eimer.

Gute Drainage: So vermeidest du Staunässe

Frisch ja, nass nein: Wiesenmargeriten brauchen einen gut drainierten Boden. Ob deiner das ist, zeigt ein einfacher Test. Grab ein Pflanzloch, füll es mit Wasser und beobachte, ob es versickert oder stehen bleibt. Bleibt es stehen, suchst du mit der Grabegabel nach verdichteten Schichten und lockerst auch die tiefer liegenden.

Lehmigen Boden kannst du mit Sand oder feinem Kies durchlässiger machen. Bei trockenheitsliebenden Steingarten- und Kiesbeetpflanzen wird das genauso gemacht. Bei der Margerite geht es dabei nicht ums Abmagern, denn sie mag frischen, mäßig nährstoffreichen Boden. Ziel ist allein, dass überschüssiges Wasser abläuft.

Gut drainiert heißt nicht, dass die Pflanzung trocken bleiben soll. Auch trockenheitsverträgliche Staudenpflanzungen müssen in der Anwachsphase bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringend gewässert werden.

Zahl im Blick

In den ersten 1 bis 2 Vegetationsperioden gießt du eine neu angelegte Staudenpflanzung bei anhaltender Trockenheit wiederholt durchdringend, mit etwa 25 l/m² je Gießgang.

Ich gieße morgens und direkt an die Wurzeln statt über die Blätter.

Kampf den Unkräutern: Mulch statt Hacke

In der jungen Pflanzung ziehe ich Beikräuter von Hand, solange sie klein sind. Den offenen Boden zwischen den Margeriten decke ich mit Mulch ab. Eine Mulchdecke hemmt die Verdunstung aus dem Boden und vermindert seine Erwärmung. Organischer Mulch erhält die Bodenfeuchte und unterstützt das Bodenleben.

Welcher Mulch passt, hängt von der Pflanzung ab. Für trockene Freiflächen eignen sich mineralische Materialien. Für feuchtere Staudenpflanzungen kommen Rindenhumus oder Rindenkompost infrage; das passt zu einem Margeritenbeet mit frischem Boden. Rasen- und Grasschnitt bringst du angewelkt und dünnschichtig aus. Im naturnahen Staudenbeet nutze ich Herbstlaub als Mulch und lasse es zwischen den Pflanzen etwa 5 cm dick liegen.

Häufiger Fehler

Roher Rindenmulch auf jungen Margeriten. Er bindet Stickstoff und ist für junge Staudenpflanzungen ungeeignet. Kompostierter Rindenhumus ist etwas anderes, den kannst du zur Bodenverbesserung einarbeiten.

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Das Saatbett für Wiesenmargeriten

Ob du direkt ins Beet säst oder vorziehst, entscheidet über den letzten Schritt der Vorbereitung.

Direktsaat: eben und feinkrümelig

Für die Direktsaat brauchst du eine ebene, feinkrümelige Fläche ohne problematische Wurzelunkräuter. So wird auch eine Wildblumenwiese angelegt. Ich lese größere Steine und Erdklumpen ab und reche die Oberfläche glatt. Muss ich danach noch einmal ins Beet, lege ich ein Brett aus und trete nur darauf.

Wiesenmargeriten sind Lichtkeimer. Du säst sie deshalb oberflächennah, höchstens etwa 0,5 cm tief, und drückst die Samen nur an. Während Quellung und Keimung muss die Saat ständig ausreichend feucht bleiben.

Vorkultur: salzarme Aussaaterde

Für die Vorkultur in Schalen und kleinen Töpfen nimmst du salzarme Aussaaterde. Überschüssiges Gießwasser muss dabei abfließen können. Die Bayerische Gartenakademie empfiehlt für Aussaaterden einen Salzgehalt unter 0,5 g/Liter. Nach den ersten Blättern pikierst du die Sämlinge und gewöhnst sie danach tagsüber schrittweise an die Außentemperaturen.

Das Beet für die Jungpflanzen bereitest du genauso vor wie für die Direktsaat. Ziehst du Margeriten für die Vase, pflanzt du sie im Herbst, denn in der Schnittstaudenkultur wird für Leucanthemum eine Herbstpflanzung empfohlen.

Zahl im Blick

Wiesenmargeriten pflanzt du mit 20 bis 30 cm Abstand in der Reihe und mit 20 bis 30 cm Reihenabstand. Die Staude wächst frei und wird bei Bedarf gestützt.

Wenn du die Fläche vorher planen willst, hilft dir der Beetplaner für deine Pflanzflächen.

Aussaat und erste Wochen in Kürze

Wiesenmargeriten säst du von März bis Juli. Bis die Keimlinge erscheinen, vergehen 10 bis 21 Tage. Wann welche Staude an der Reihe ist, zeigt dir der Aussaatkalender für Stauden und Ziergräser zum Ausdrucken.

Und im Topf?

Im Gefäß gelten eigene Regeln für Erde und Wasserabzug. Wie das geht, zeigt der Beitrag wie du Wiesenmargeriten mager und naturnah im Topf ziehst.

Bodenpflege für etablierte Wiesenmargeriten

Ist die Pflanzung angewachsen, lässt du den Boden weitgehend in Ruhe. Beikräuter ziehe ich weiter von Hand, und den Mulch ergänze ich dort, wo der Boden wieder offen liegt. Abgestorbene Stängel und Blätter von Stauden bilden einen natürlichen Winterschutz. Ich lasse sie deshalb im Herbst stehen und schneide erst im Spätwinter zurück. Einen Teil der dürren Stängel kannst du ganzjährig stehen lassen, damit Insekten Unterschlupf finden.

Gibst du Kompost, kontrollierst du mit einer Bodenuntersuchung alle 4 bis 5 Jahre, ob sich Phosphor und Kalium anreichern. Bei stark erhöhten Werten schränkst du weitere Kompostgaben ein.

Lässt die Blühleistung nach, kann bei Stauden, die sich dafür eignen, nach 3 bis 5 Jahren Teilen und Neupflanzen nötig werden. Jedes etwa faustgroße Teilstück braucht mindestens 1 austriebsfähiges Auge oder eine vitale Triebspitze. Kleine Teilstücke der Margerite setze ich zuerst in einen Topf und lasse sie im Frühbeet bewurzeln. Den neuen Platz bereite ich genauso vor wie für die Saat: Unkraut raus, lockern, Wasserabzug prüfen.

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Wenn es hakt: pH-Wert und Drainage

Der Boden ist zu sauer

Kalke nicht nach Gefühl, sondern nach Messwert. Eine Kalkung ist nur sinnvoll, wenn der gemessene pH-Wert für deine Bodenart zu niedrig ist. Unter pH 5,5 kann Molybdän für Pflanzen schlecht verfügbar sein. Nach einer Kalkung prüfst du mit der nächsten Bodenuntersuchung, wo der Wert steht.

Der Boden ist kalkhaltig oder alkalisch

Liegt dein pH-Wert über dem Zielbereich deiner Bodenart, lässt du Kalk und kalkhaltigen Dünger weg. Über pH 7,0 kann Eisen schlecht verfügbar sein, sodass Mangelsymptome trotz vorhandener Bodenvorräte möglich sind.

Mythos-Check

„Kalkboden muss man für Margeriten erst ansäuern.“ Die Wiesenmargerite wächst auch auf Kalkboden und verträgt alkalische Böden. Ein Ansäuern gehört deshalb nicht zur Bodenvorbereitung für sie.

Das Wasser bleibt stehen

Hält sich in einer bestehenden Pflanzung das Wasser, kommst du mit Arbeit an der Oberfläche nicht an die Ursache. Ich nehme die Margeriten dann heraus und bereite die Fläche neu vor. Dabei lockere ich auch tiefer liegende Verdichtungen und arbeite in lehmigen Boden Sand oder feinen Kies ein. Ältere Horste teile ich bei der Gelegenheit gleich mit.

Der Boden ist zu nährstoffreich

Hast du früher viel gedüngt oder kompostiert, zeigt eine Bodenuntersuchung, ob Phosphor und Kalium stark erhöht sind. Dann schränkst du weitere Kompostgaben ein. Wie du Wiesenmargeriten auf solchen Flächen versorgst, erklärt der Düngebeitrag für Wiesenmargeriten.

Passt dazu

Blühen deine Margeriten, kannst du sie auch für die Vase schneiden. Wie das geht, liest du im Beitrag wie du Wiesenmargeriten als Schnittblume nutzt.

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Häufige Fragen

Welche Bodenvorbereitung brauchen Wiesenmargeriten für eine gute Blüte?
Entferne vor der Saat alle Wurzelunkräuter samt Rhizom- und Wurzelstücken und lockere verdichteten Boden, bei Staunässe auch tiefer liegende Schichten. Wiesenmargeriten mögen einen mäßig nährstoffreichen, frischen und gut drainierten Boden, deshalb arbeitest du keinen Mist und keine großen Kompostmengen ein. Zum Schluss rechst du die Fläche eben und feinkrümelig, damit du die Lichtkeimer oberflächennah säen kannst.
Welcher pH-Wert ist für Wiesenmargeriten im Garten ideal?
Die Wiesenmargerite verträgt saure, neutrale und alkalische Böden, auch Kalkboden. Als Richtschnur dient der allgemeine pH-Zielbereich für Staudenbeete auf deiner Bodenart, auf Lehm zum Beispiel 6,6 bis 7,0. Kalke nur, wenn eine Bodenuntersuchung einen zu niedrigen Wert zeigt; liegt der Wert darüber, verzichtest du auf Kalk und kalkhaltigen Dünger.
Wie bereitet man ein Saatbett für Wiesenmargeriten richtig vor?
Lockere den abgetrockneten Boden mit Grabegabel oder Krail und lies Wurzelunkräuter mit allen Rhizom- und Wurzelstücken aus. Danach rechst du eine ebene, feinkrümelige Fläche und entfernst größere Steine und Erdklumpen. Wiesenmargeriten sind Lichtkeimer, deshalb säst du höchstens etwa 0,5 cm tief, drückst die Samen an und hältst die Saat bis zur Keimung ständig feucht.
Stimmt es, dass Wiesenmargeriten viel Dünger brauchen?
Nein, Wiesenmargeriten wachsen auf mäßig nährstoffreichem Boden, und ihr Stickstoff-Zeigerwert nach Ellenberg liegt im unteren Bereich der Skala. Für Wiesen weist der BUND darauf hin, dass Düngung Wiesen-Margeriten aus dem Bestand verdrängen kann. Bevor du düngst, zeigt dir eine Bodenuntersuchung die Nährstoffgehalte, damit du eine Gabe bedarfsgerecht bemessen kannst.
Welche Rolle spielt Mulch bei der Margeriten-Pflege?
Eine Mulchdecke hemmt die Verdunstung aus dem Boden und vermindert seine Erwärmung, organischer Mulch unterstützt außerdem das Bodenleben. Rasenschnitt bringst du angewelkt und dünnschichtig aus, im naturnahen Staudenbeet kann Herbstlaub zwischen den Pflanzen etwa 5 cm dick liegen bleiben. Rohen Rindenmulch nimmst du für junge Pflanzungen nicht, weil er Stickstoff bindet.
Sind Wiesenmargeriten Dunkelkeimer?
Nein, Wiesenmargeriten sind Lichtkeimer. Du säst sie oberflächennah, höchstens etwa 0,5 cm tief, und drückst die Samen nur an. Die Keimung dauert 10 bis 21 Tage, in dieser Zeit muss die Saat ständig ausreichend feucht bleiben.
Wann ist die beste Aussaatzeit für Wiesenmargeriten?
Wiesenmargeriten säst du von März bis Juli, entweder direkt ins vorbereitete Beet oder in Schalen mit salzarmer Aussaaterde. Vorgezogene Sämlinge pikierst du nach den ersten Blättern und gewöhnst sie tagsüber schrittweise an die Außentemperaturen. Für die Schnittstaudenkultur wird bei Leucanthemum eine Herbstpflanzung empfohlen.
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