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Gräser für sonnige Standorte: Welches Ziergras zu deinem Boden passt

Zuletzt geprüft: Lesezeit: 8 Min.Von der samen.live Redaktion
Kurz & knappDie Antwort in 20 Sekunden
  • Sonne allein entscheidet nicht: Gräser für sonnige Plätze teilen sich in Arten für trockene und Arten für frische Böden.
  • Blau- und Schafschwingel wachsen auf warmen, eher trockenen, durchlässigen Sand- bis Steinböden; Blauschwingel reagiert empfindlich auf Winternässe.
  • Moskitogras und Wimper-Perlgras bevorzugen trockene, durchlässige Kalkböden in voller Sonne.
  • Chinaschilf und das Lampenputzergras Pennisetum alopecuroides brauchen in der Sonne frischen, nährstoffreichen Boden.
  • Die weißrandige Japan-Segge gehört in Halbschatten oder Schatten und verträgt Sonne nur bei ausreichender Bodenfeuchte.
Rindenmulch und Holzhackschnitzel in Nahaufnahme
Foto: Mike Bird · Pexels License · Quelle ↗

Ein sonniger Platz ist schnell gefunden, das passende Gras dafür nicht. Auf dem Etikett steht oft nur „sonnig“, doch an einem sonnigen Platz entscheidet der Boden mit: trocken und durchlässig oder frisch und nährstoffreich. Bevor ich ein Gras für eine sonnige Ecke aussuche, mache ich dort die Fingerprobe. An feuchter, nicht nasser Erde zeigen Körnigkeit, Formbarkeit und Klebrigkeit, welche Bodenart ich vor mir habe.

Für sonnige, trockene Plätze kommen Blau- und Schafschwingel, das Pracht-Federgras, Moskitogras, Wimper-Perlgras, das Mittlere Zittergras und das Orientalische Lampenputzergras infrage. Ist der Boden in der Sonne frisch und nährstoffreich, passen Chinaschilf, das Lampenputzergras Pennisetum alopecuroides, die Rasen-Schmiele und das Blutgras ‘Red Baron’. Die Rutenhirse steht dazwischen und kommt mit mäßig trockenem bis feuchtem Boden zurecht.

Trocken oder frisch: Der Boden teilt die Sonnengräser in zwei Gruppen

Ein Teil der Gräser für sonnige Lagen braucht trockene, durchlässige Böden. Andere wollen zwar Wärme und Licht, aber frischen bis feuchten Boden mit guter Nährstoffversorgung. Chinaschilf bevorzugt zum Beispiel sonnige, warme Plätze mit frischen bis feuchten, nährstoffreichen Böden. Blauschwingel dagegen wächst auf warmen, trockenen, durchlässigen Sand- bis Steinböden und reagiert empfindlich auf zu hohe Bodenfeuchtigkeit. Wer beide ins selbe Beet setzt, gibt also einem von ihnen den falschen Boden, obwohl beide in die Sonne gehören. Ich teile ein sonniges Beet deshalb vor dem Pflanzen in eine trockene und eine frische Zone und sortiere die Gräser danach.

Gras Gruppe Boden und Wasser am sonnigen Platz
Blauschwingel, Festuca-cinerea-Gruppe trocken warm, trocken, durchlässig, Sand- bis Steinboden; empfindlich gegen Winternässe
Schafschwingel trocken warm, eher trocken, durchlässig, Sand- bis Steinboden
Pracht-Federgras, Stipa pulcherrima trocken sonnig, trocken, kalkhaltig
Nassella tenuissima trocken sonnige Steppenpflanzung; kurzlebig, erhält sich oft durch Selbstaussaat
Moskitogras, Wimper-Perlgras trocken trockene, durchlässige Kalkböden in voller Sonne
Mittleres Zittergras, Briza media trocken sonnig, mager, mäßig trocken
Orientalisches Lampenputzergras, Pennisetum orientale trocken gut drainiert, trockener, sandig-humos
Eragrostis curvula trocken warm, wintertrocken, durchlässig
Pampasgras durchlässig Wasser muss im Winter gut abziehen können
Rutenhirse, Panicum virgatum trocken bis feucht warme Sonne, mäßig trocken bis feucht, nährstoffreich; auf Lehm sehr trockenheitsverträglich
Chinaschilf, Miscanthus-Sinensis-Gruppe frisch sonnig, warm, frisch bis feucht, nährstoffreich
Lampenputzergras, Pennisetum alopecuroides frisch eher frisch, nährstoffreich
Rasen-Schmiele, Deschampsia cespitosa frisch sonnig bis halbschattig, nährstoffreich, frisch bis feucht; wächst auch auf nassen Böden
Blutgras, Imperata cylindrica ‘Red Baron’ frisch warm, sonnig, frisch, nährstoffreich; Winterschutz günstig
Bronze-Seggen, Carex comans und Carex buchananii frisch sonnige Lage, aber durchlässig und nicht zu trocken
Marias Erfahrung

Ich schreibe mir beim Graskauf zu jeder Art zwei Angaben auf: Licht und Bodenfeuchte. Steht auf dem Etikett nur „sonnig“, frage ich in der Gärtnerei nach dem Boden, den die Art braucht.

Gräser für sonnige, trockene Plätze

Blau- und Schafschwingel für warme Sand- und Steinböden

Blau- und Schafschwingel eignen sich für warme, eher trockene, durchlässige Sand- bis Steinböden. Mit Blauschwingel ist hier die Festuca-cinerea-Gruppe gemeint. Blaulaubige Sorten bilden Laubpolster von etwa 10 bis 15 cm Höhe. Ihre Blütenstände ragen 20 bis 30 cm hoch. Setzt du mehrere Horste, plane zwischen ihnen 35 bis 45 cm Abstand ein. Im sonnigen Steingarten passt Blauschwingel zu Blaukissen, Polsterphlox und dem Kleinen Mädchenauge. Regenbogen-Schwingel und Blaugras eignen sich sogar für extensive Dachbegrünung.

Beim Blauschwingel schaue ich vor allem darauf, wohin das Regenwasser läuft. Ich setze ihn an Stellen, an denen nach einem Guss kein Wasser stehen bleibt.

Federgräser für Kalk und Steppe

Das Pracht-Federgras Stipa pulcherrima eignet sich für sonnige, trockene und kalkhaltige Standorte. Nassella tenuissima wird etwa 50 cm hoch und gehört in sonnige Steppenpflanzungen. Sie ist kurzlebig und erhält sich oft durch Selbstaussaat. Für das Kiesbeet bildet Stipa calamagrostis ‘Algäu’ mit Euphorbia seguieriana var. niciciana und Sedum telephium eine Kombination mit langer gestalterischer Wirkung.

Kurz erklärt

Federgras und Federborstengras klingen ähnlich, gemeint sind aber verschiedene Gräser. Stipa pennata ist ein Federgras, das Lampenputzergras Pennisetum alopecuroides gehört zu den Federborstengräsern.

Moskitogras, Wimper-Perlgras und Zittergras für magere Böden

Moskitogras und Wimper-Perlgras bevorzugen trockene, durchlässige Kalkböden in voller Sonne. Das Mittlere Zittergras Briza media eignet sich für sonnige, magere, mäßig trockene Standorte. Es wird etwa 20 bis 60 cm hoch. Zittergras und Wimper-Perlgras stehen auch in der Artenauswahl für kalkhaltige Splitt- und Schotter-Sickermulden, zusammen mit Tauben-Skabiose, Blutrotem Storchschnabel und Wiesen-Salbei.

Orientalisches Lampenputzergras und Eragrostis curvula

Beim Lampenputzergras entscheidet der botanische Name über den Standort. Pennisetum orientale kommt mit trockenen, gut drainierten, sandig-humosen Böden zurecht. Pennisetum alopecuroides braucht dagegen eher frischen, nährstoffreichen Boden, ebenso die Sorten ‘Hameln’ und ‘Little Bunny’. Das Orientalische Lampenputzergras pflanzt du im Frühjahr, denn von der Herbstpflanzung ist es auch in Weinbaugebieten ausgenommen.

Eragrostis curvula braucht einen warmen, wintertrockenen und durchlässigen Platz. Auf trockenen bis frischen Freiflächen lässt es sich mit Coreopsis verticillata und Steppensalbei kombinieren.

Pampasgras: Der Wasserabzug im Winter zählt

Pampasgras ist durch winterliche Nässe gefährdet. Es braucht deshalb einen Platz, an dem Wasser gut abziehen kann. Wie beim Orientalischen Lampenputzergras gilt die Herbstpflanzung auch in Weinbaugebieten auf durchlässigem Boden nicht für Pampasgras, du setzt es also im Frühjahr. Für den Winter kannst du die Halme zusammenbinden.

Achtung

Blauschwingel reagiert empfindlich auf Winternässe, Pampasgras ist durch winterliche Nässe gefährdet, und Eragrostis curvula braucht einen wintertrockenen Platz. Länger anhaltende Staunässe verursacht Sauerstoffmangel im Wurzelbereich und begünstigt Wurzel- und Stammgrundfäule. Diese Gräser gehören deshalb nicht in Senken, in denen sich Wasser sammelt.

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Gräser für sonnige Plätze mit frischem Boden

Chinaschilf

Chinaschilf der Miscanthus-Sinensis-Gruppe bevorzugt sonnige, warme Plätze mit frischen bis feuchten, nährstoffreichen Böden. Die Sorte ‘Rotsilber’ erreicht 160 bis 180 cm Wuchshöhe. Im mageren, trockenen Teil des Beetes ist Chinaschilf damit nicht gut aufgehoben.

Rasen-Schmiele

Die Rasen-Schmiele Deschampsia cespitosa eignet sich für sonnige bis halbschattige Plätze mit nährstoffreichen, frischen bis feuchten Böden. Sie wächst sogar auf nassen oder staunassen Gartenböden. Ihre Blatthorste werden etwa 30 bis 50 cm hoch. Die Blütenstände erreichen ungefähr 1 m. Weil Blauschwingel empfindlich auf Nässe reagiert und die Rasen-Schmiele auch staunasse Böden verträgt, passt sie an feuchte Stellen, an denen der Schwingel scheitern würde.

Blutgras und Bronze-Seggen

Das Blutgras Imperata cylindrica ‘Red Baron’ braucht einen warmen, sonnigen Standort mit frischem, nährstoffreichem Boden. Im Winter profitiert es von einem Schutz. Die Seggen Carex comans und Carex buchananii vertragen sonnige Lagen, brauchen dort aber durchlässige, nicht zu trockene Böden.

Zwischen den Gruppen: Rutenhirse und Reitgras

Die Rutenhirse Panicum virgatum bevorzugt warme Sonne und mäßig trockene bis feuchte, nährstoffreiche Böden. Auf lehmigem Boden ist sie sehr trockenheitsverträglich. Mit Blüten erreicht sie je nach Sorte etwa 80 bis 200 cm. In der Mischung ‘Veitshöchheimer Farbenspiel’ steht die Sorte ‘Rehbraun’ mit Rasselblumen, Dost und Salbei auf sonnigen, durchlässigen, nicht dauerhaft trockenen Standorten.

Reitgras ‘Overdam’ steht in der Pflanzung ‘Leicht und duftig’ an mäßig trockenen Plätzen, zusammen mit Prachtscharten und Blauraute. Die Sorte ‘Karl Foerster’ von Calamagrostis × acutiflora ist steril und bildet deshalb keine Sämlinge.

Zahl im Blick

Für Reitgras ‘Karl Foerster’ sind etwa 100 cm Laubhöhe, 180 cm Blütenhöhe und 50 cm Breite angegeben.

Wie viel Licht brauchen Ziergräser?

Auch beim Licht liegen die Gräser für den Garten weit auseinander. Volle Sonne verlangen Moskitogras und Wimper-Perlgras auf ihren trockenen Kalkböden. Sonnige, warme Plätze wollen Chinaschilf, Rutenhirse und das Blutgras ‘Red Baron’. Blau- und Schafschwingel gehören zur Pflanzpalette sonniger Steingärten, das Mittlere Zittergras zu sonnigen, mageren Standorten. Mit sonnigen bis halbschattigen Plätzen kommt die Rasen-Schmiele zurecht, und die trockenheitsverträgliche Berg-Segge Carex montana eignet sich auch für Halbschatten.

Für den Schatten sind andere Gräser gedacht: die weißrandige Japan-Segge, Carex morrowii und die Schnee-Hainsimse Luzula nivea. Die Japan-Segge braucht einen frischen, humosen Standort im Halbschatten oder Schatten und verträgt Sonne nur bei ausreichender Bodenfeuchte. Genau diese Feuchte fehlt im trockenen Kiesbeet, deshalb gehört sie dort nicht hin. Welche Arten mit wenig Licht auskommen, zeigt der Ratgeber dazu, welche Ziergräser im Schatten gedeihen.

Ich schaue mir einen neuen Platz morgens, mittags und abends an, bevor ich ein Gras dafür kaufe. Dabei notiere ich, wann Haus oder Hecke ihren Schatten darüberwerfen.

Pflanzen und anwachsen lassen

Ziergräser der Freifläche pflanzt du am günstigsten im zeitigen Frühjahr, wenn sich der Boden bereits erwärmt hat, denn Herbstpflanzungen können schlechter anwachsen. Auch trockenheitsverträgliche Gräser brauchen danach eine verlässliche Wasserversorgung, bis sie fest im Boden verwurzelt sind. Worauf es beim Etablieren ankommt, steht im Ratgeber zu Ziergräsern, die mit Trockenheit zurechtkommen.

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Boden vorbereiten in Kürze

Für die trockenen Sonnengräser muss der Boden vor allem durchlässig sein. Lehmigen Boden machst du mit Sand oder feinem Kies durchlässiger, und als Mulch nimmst du im sonnig-trockenen Beet mineralisches Material statt Rindenmulch. Wie du Licht, Feuchte und pH-Wert für Stauden und Gräser einordnest, steht im Abschnitt Standort und Boden.

Pflege, Teilen und Aussaat in Kürze

Sommergrüne Ziergräser schneidest du im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb bodennah zurück, bei immergrünen entfernst du nur braun gewordene Halme und Blätter. Bis zum Schnitt können die Halme stehen bleiben, denn ihre Zwischenräume dienen Nützlingen als Winterquartier. Wie du Ziergräser vom Einwachsen bis zum Winterschutz pflegst, steht in einem eigenen Ratgeber.

Innen verkahlende Horste gräbst du im Frühjahr aus und teilst sie. Aus Samen ziehst du etwa Blauschwingel: Du drückst die Samen auf feuchtes Anzuchtsubstrat und stellst sie im Haus bei 20 bis 25 °C auf. Wie du Ziergräser aussäst und die Sämlinge zum Etablieren bringst, erklärt die Anleitung dazu.

Kombinieren und Sichtschutz in Kürze

Pflanzgemeinschaften aus Gräsern und Stauden bleiben stabiler, wenn alle Arten ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchtigkeit und Licht haben, zu Echinacea purpurea passen etwa Rutenhirse und Indianernesseln. Als Sichtschutz werden Hecken aus Rutenhirse ‘Nordwind’ oder Chinaschilf ‘Rotsilber’ erst ab August blickdicht und bleiben von März bis Mai niedrig. Welche Gräserart zu welchem Gartenplatz passt, zeigt der Überblick über die Ziergräser-Arten und ihre Plätze im Garten.

Ausbreitung im Blick behalten

Das Afrikanische Lampenputzergras Pennisetum setaceum kann Dominanzbestände bilden und andere Vegetation verdrängen. Soll sich Chinaschilf nicht selbst aussäen, wählst du spät blühende oder sterile Sorten. Wie du Ziergräser naturnah auswählst und ihre Ausbreitung begrenzt, zeigt ein eigener Ratgeber.

Passt dazu

Für dauerhaft bepflanzte Kübel eignen sich besonders schwach und niedrig wachsende Arten mit kompaktem Wurzelwerk. Wie du Ziergräser auf Balkon und Terrasse im Kübel ziehst, steht im Ratgeber dazu.

SORTENEMPFEHLUNG
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Häufige Fragen

Welche Ziergräser eignen sich für vollsonnige Standorte?
Auf trockenen, durchlässigen Kalkböden in voller Sonne passen Moskitogras und Wimper-Perlgras. Blau- und Schafschwingel wollen warme, eher trockene, durchlässige Sand- bis Steinböden, das Pracht-Federgras Stipa pulcherrima sonnige, trockene und kalkhaltige Plätze. Ist der Boden in der Sonne frisch und nährstoffreich, sind Chinaschilf und das Lampenputzergras Pennisetum alopecuroides die bessere Wahl.
Welche Bodenbeschaffenheit benötigen Ziergräser an sonnigen Standorten?
Das hängt von der Art ab. Schwingel, Pracht-Federgras und das Orientalische Lampenputzergras Pennisetum orientale brauchen trockene, gut durchlässige Böden, und Blauschwingel reagiert zudem empfindlich auf Winternässe. Chinaschilf, Pennisetum alopecuroides und das Blutgras 'Red Baron' brauchen dagegen frischen, nährstoffreichen Boden. Pampasgras ist durch winterliche Nässe gefährdet und braucht einen Platz, an dem Wasser gut abzieht.
Stimmt es, dass alle Ziergräser viel Wasser benötigen?
Nein, der Wasserbedarf hängt stark von der Art ab. Blau- und Schafschwingel, Pracht-Federgras und Moskitogras gehören auf trockene Plätze, und die Rutenhirse ist auf lehmigem Boden sehr trockenheitsverträglich. Chinaschilf und die Rasen-Schmiele brauchen dagegen frischen bis feuchten Boden. Nach der Pflanzung brauchen aber auch trockenheitsverträgliche Gräser eine verlässliche Wasserversorgung, bis sie fest verwurzelt sind.
Warum schneidet man Ziergräser erst im Frühjahr zurück?
Über den Winter können die Halme stehen bleiben, weil ihre Zwischenräume Nützlingen als Winterquartier dienen. Sommergrüne Ziergräser schneidest du dann im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb bodennah zurück. Bei immergrünen Ziergräsern entfernst du nur braun gewordene Halme und Blätter.
Wie vermehrt und teilt man Ziergräser?
Horste, die innen verkahlen, gräbst du im Frühjahr aus und teilst sie. Blauschwingel lässt sich auch aus Samen ziehen: Du drückst die Samen auf feuchtes Anzuchtsubstrat und ziehst sie im Haus bei 20 bis 25 °C an. Die einjährige Ziergräsermischung 'Ikebana' säst du von März bis Mai direkt an den vorgesehenen Standort und hältst das Saatbeet bis zur Keimung gleichmäßig feucht.
Welche Kombinationen mit anderen Pflanzen funktionieren bei Ziergräsern gut?
Pflanzgemeinschaften bleiben stabiler und pflegeleichter, wenn alle Partner ähnliche Ansprüche an Boden, Feuchtigkeit und Licht haben. Zum Roten Sonnenhut Echinacea purpurea passen etwa Rutenhirse und Indianernesseln. Für ein Kiesbeet bilden Stipa calamagrostis 'Algäu', Euphorbia seguieriana var. niciciana und Sedum telephium eine Kombination mit langer Wirkung. Federgras lässt sich mit Tauben-Skabiose, Echtem Lavendel, Steppen-Salbei und Katzenminze kombinieren.
Eignen sich Ziergräser auch für kleinere Gärten und Balkone?
Für wenig Platz kommen niedrige Arten wie blaulaubige Blauschwingel infrage, deren Laubpolster etwa 10 bis 15 cm hoch werden. Für dauerhaft bepflanzte Kübel sind schwach und niedrig wachsende Arten mit kompaktem Wurzelwerk besonders geeignet. Im Winter schützt du den Wurzelballen winterharter Gräser im Freilandgefäß mit einer isolierenden Topfumhüllung, wobei Gießen und Wasserabfluss möglich bleiben müssen.
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