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Nützling

Nützling ist kein biologischer Fachbegriff, sondern eine Sammelbezeichnung für wildlebende Tiere, die dem Menschen nützen: Sie fressen Schädlinge wie Blattläuse, bestäuben Pflanzen oder tragen zur Bodenfruchtbarkeit bei.

Gemeint sind meist Wirbellose wie Insekten, Spinnen und Würmer, manchmal auch Meisen, Igel oder Kröten. Ob ein Tier nützt oder schadet, siehst du nicht immer auf den ersten Blick: Spinnen, Schlupfwespen, Bienen und Schwebfliegen gehören fast immer zu den Nützlingen, bei Käfern und Wanzen kommt es auf die Art an. Bestimme ein Tier deshalb genau, etwa mit einer Bestimmungs-App, bevor du eingreifst. Bekannte Beispiele sind Marienkäfer und Florfliegen, deren Larven Blattläuse fressen, und Regenwürmer, die den Boden durchlüften und Humus liefern.

Im naturnahen Garten siedeln sich viele Nützlinge von selbst an. Du hilfst ihnen, wenn du vielfältig pflanzt, nicht zu gründlich aufräumst und Laub-, Reisig- oder Steinhaufen als Versteck anbietest. Künstlich vermehrte Nützlinge auszusetzen ist im Hobbygarten meist nicht nötig. Auch Schädlinge darfst du dulden, solange sie sich nicht massenhaft vermehren und größere Schäden anrichten.

Beispiel aus dem Garten

Die Marienkäfer und Florfliegen, deren Larven an meinen Pflanzen Blattläuse fressen, sind Nützlinge. Für sie lasse ich einen Laub- oder Reisighaufen als Versteck liegen und räume nicht zu gründlich auf.

Quelle: Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ↗ – „Acht Nützlinge im Garten“, Abschnitte „Was sind Nützlinge?“, „Nützlinge erkennen“, „Nützlinge im Garten fördern“ und „Acht Nützlinge im Porträt“. Geprüft am .

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