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Beikraut

Beikraut nennt man jede Pflanze, die zwischen den angebauten Kulturpflanzen mitwächst, egal ob wild oder domestiziert, nützlich oder schädlich. Das Wort ist neutral gemeint, während „Unkraut“ eine persönliche Wertung ausdrückt.

Beikraut beschreibt nur, wo eine Pflanze wächst. Unkraut dagegen ist eine subjektive Wertung: Gemeint sind Pflanzen, die man aus welchen Gründen auch immer nicht mag. Ein Beikraut muss also kein Unkraut sein. Viele Beikräuter sind wertvolle Pflanzen, die sich positiv auf das Ökosystem Garten auswirken, auch auf das Gemüsebeet.

Bevor du jätest, lohnen sich ein paar Fragen: Stört die Pflanze wirklich, und warum? Hat sie auch Vorzüge, lässt sie sich integrieren? Ein gutes Beispiel ist der Persische Ehrenpreis, der überall dort wächst, wo ein bisschen Boden offen ist, in Rasenlücken wie in Beeten. Er wird nur wenige Zentimeter hoch, überwächst keine Kulturpflanze und braucht kaum Wasser und Nährstoffe. Seine kleinen blauen Blüten werden von Fliegen bestäubt, meist von Wollschwebern und Schwebfliegen. Beide Familien enthalten viele Nützlinge.

Beispiel aus dem Garten

Wächst zwischen meinen Gemüsereihen Persischer Ehrenpreis, ist das zunächst einfach ein Beikraut, denn er wächst zwischen den Kulturpflanzen mit. Ob ich ihn als Unkraut jäte, entscheide ich erst, wenn ich sehe, ob er wirklich stört.

Quelle: Natur im Garten (Land Niederösterreich) ↗ – Blog-Beitrag „Unkraut – versus Beikraut“ (26.03.2021), Absätze zur Abgrenzung Beikraut/Unkraut und zum Persischen Ehrenpreis. Geprüft am .

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