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Blattbild

Das Blattbild ist das sichtbare Erscheinungsbild der Blätter: Farbe, Flecken und das Muster von Verfärbungen. Es hilft dir einzuschätzen, ob einer Pflanze Nährstoffe fehlen oder ob eher eine Krankheit dahintersteckt.

Beim Blattbild achtest du darauf, welche Farbe eine Verfärbung hat, wo sie auf dem Blatt sitzt und ob eher junge oder ältere Blätter betroffen sind. Ein gelbes Blatt, bei dem nur noch die Blattadern grün sind, vor allem an jungen Blättern, passt zu Eisenmangel. Gelbe, später braune Flächen zwischen den Adern älterer Blätter deuten eher auf Magnesiummangel hin.

Wichtig ist das Blattbild, weil vermeintliche Krankheiten oft Mangelerscheinungen sind. Dahinter kann ein fehlender Nährstoff stecken oder eine Aufnahmeblockade durch einen ungünstigen pH-Wert, häufig im Zusammenspiel mit einem kühlen Frühjahr oder Trockenheit. Manche Bilder ähneln sich: Braune, eingerollte Ränder an älteren Blättern können auf Kalimangel hinweisen, sehen aber aus wie Wassermangel. Das Blattbild ist deshalb ein Hinweis, keine sichere Diagnose. Der Begriff ist enger als „Schadbild“: Das meint alle sichtbaren Schäden einer Pflanze, auch an Früchten.

Beispiel aus dem Garten

Wenn an meinen Tomaten gelbe Blätter auftauchen, schaue ich mir zuerst das Blattbild genau an: Sind eher die jungen oder die älteren Blätter betroffen, und bleiben die Adern grün? Bevor ich etwas unternehme, prüfe ich außerdem, ob die Erde einfach zu trocken ist.

Quelle: Gartenakademie Rheinland-Pfalz (DLR Rheinpfalz) ↗ – Vermeintliche Krankheiten sind oft Mangelerscheinungen!, Tabelle „Nährstoffmangel – typische Symptome“. Geprüft am .

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