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Hornspäne

Hornspäne sind ein organischer Stickstoffdünger und die gröbste Form der Horndünger. Mikroorganismen müssen sie im Boden erst abbauen; wegen der groben Körnung geben sie ihren Stickstoff langsamer frei als das feiner vermahlene Hornmehl.

Hornspäne, Horngrieß und Hornmehl unterscheiden sich im Vermahlungsgrad: Je feiner das Material, desto schneller wird der Stickstoff freigesetzt. Hornmehl wirkt daher relativ schnell und kurz, Hornspäne wesentlich langsamer und dafür länger. Laut Nährstofftabelle der Bayerischen Gartenakademie enthalten Horndünger 10 bis 14 Prozent Stickstoff, aber praktisch kein Phosphat oder Kalium.

Die langsame Wirkung hat einen Haken: Bei den meisten Gartenkulturen ist die Umsetzungszeit im Vergleich zur Kulturdauer zu lang, vor allem im Frühjahr, wenn der Boden noch kalt ist. Für schnelle Kulturen wie Spinat oder Kopfsalat im zeitigen Frühjahr hat sich der Einsatz nicht bewährt, und für eine Düngung im Herbst sind Hornspäne ebenfalls ungeeignet. Sinnvoll sind sie dort, wo Stickstoff langsam nachgeliefert werden soll, etwa unter Rindenmulch: Bei dessen Abbau wird Stickstoff festgelegt, und ein langsam wirkender Dünger wie Hornspäne gleicht das aus.

Beispiel aus dem Garten

Unter Rindenmulch streue ich Hornspäne, die grobe, langsam wirkende Form der Horndünger. Für Spinat und Kopfsalat im zeitigen Frühjahr nehme ich sie nicht.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Bayerische Gartenakademie ↗ – Bericht 2 „Düngung im Garten – In fünf Schritten zur erfolgreichen Düngung“, S. 35 „Einteilung in organische und mineralische Dünger“, S. 37 Tabelle 19, S. 38 „Welcher Handelsdünger ist der richtige?“ und S. 28 (Rosen, Ziersträucher, Laub- und Nadelbäume). Geprüft am .

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