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Pflanzenjauche

Pflanzenjauche ist ein selbst angesetzter Flüssigdünger aus Pflanzen wie Brennnessel, Beinwell, Löwenzahn oder Giersch, die in Wasser gären. Ihre Nährstoffe stehen den Pflanzen schnell zur Verfügung.

Für die Jauche setzt du grob zerkleinertes Kraut, also Blätter und Stängel, in einem Fass oder Eimer aus Kunststoff, Holz oder Steingut mit Wasser an. Metallgefäße eignen sich nicht. Einen Deckel lässt du weg, weil das Verjauchen Sauerstoff braucht, ein Gitter oder Netz bewahrt aber Tiere vor dem Ertrinken. Einmal täglich kräftig umrühren fördert die Gärung, etwas Gesteinsmehl mildert den Geruch. Bei warmem Wetter ist die Jauche nach etwa 14 Tagen fertig, dann ist sie dunkel und schäumt nicht mehr.

Vor dem Ausbringen verdünnst du sie immer mit Wasser. Ihr Stickstoffgehalt liegt etwas unter dem von Kompost, ihr Vorteil ist die schnelle Wirkung. Damit ergänzt sie Kompost gut, besonders bei Starkzehrern wie Kohl oder Tomaten. Verbrauche sie innerhalb der laufenden Vegetationsperiode, weil mit der Zeit Nährstoffe verloren gehen.

Beispiel aus dem Garten

Setze ich grob zerkleinerten Beinwell und Giersch in einem Kunststofffass mit Wasser an und lasse sie unter einem Netz gären, entsteht Pflanzenjauche. Wenn sie dunkel ist und nicht mehr schäumt, verdünne ich sie mit Wasser und gieße damit meine Tomaten.

Quelle: Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ↗ – „Pflanzenjauche – natürlicher Flüssigdünger für den Garten“ (letzte Aktualisierung 16. April 2026), Abschnitte „In Kürze“, „Die Pflanzenjauche ansetzen“ und „Einfach mit der Gießkanne ausbringen“. Geprüft am .

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