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Hornmehl

Hornmehl ist fein gemahlenes Horn, das als organischer Stickstoffdünger verwendet wird. Es gibt den Stickstoff im Boden nach und nach frei, aber schneller als die gröberen Hornspäne.

Hornmehl ist ein organischer Stickstoffdünger: Je nach Hersteller enthält es 10 bis 14 Prozent Stickstoff, meist knapp 13 Prozent. Die Pflanzen können diesen Stickstoff nicht sofort nutzen, er wird im Boden erst nach und nach freigesetzt. Je feiner das Horn gemahlen ist, desto schneller geht das: Bei Hornmehl rechnet man mit etwa 6 Wochen bis zur vollständigen Umsetzung, die gröberen Hornspäne brauchen mehrere Monate. Achte beim Kauf darauf, dass ein großer Teil etwa so fein ist wie Haushaltszucker.

Im Garten passt Hornmehl vor allem dann, wenn der Boden schon reichlich mit Phosphat und Kali versorgt ist und deshalb ein reiner Stickstoffdünger gefragt ist. Für kurze Frühjahrskulturen wie Radieschen oder Kopfsalat eignet sich von den Horndüngern nur Hornmehl, denn in ihrer Entwicklungszeit von 4 bis 8 Wochen wird nur ein Teil des Stickstoffs frei.

Beispiel aus dem Garten

Für die ersten Radieschen und den Kopfsalat im Frühjahr nehme ich Hornmehl statt Hornspänen und arbeite es zur Saat oder Pflanzung leicht in die Erde ein. Nach Ende August streue ich keinen Horndünger mehr, auch nicht zu Herbstkulturen.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) – Bayerische Gartenakademie ↗ – Infoschrift „Hinweise zur praktischen Handhabung der Düngung im Gemüsegarten“, Abschnitt Horndünger. Geprüft am .

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