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Schwefel

Schwefel ist einer der wichtigsten Pflanzennährstoffe. Pflanzen brauchen ihn vor allem für den Eiweißaufbau und nehmen ihn überwiegend als Sulfat aus dem Boden auf, zum Teil auch aus der Luft.

Ein großer Teil des Schwefels im Boden steckt in organischer Substanz. Beim Abbau dieser Substanz wird er frei, und Schwefelbakterien wandeln ihn in Sulfat um, das die Wurzeln aufnehmen. In der Pflanze ist Schwefel Baustein von Eiweiß und Zellmembranen; Kohl, Senf und Zwiebeln bilden zudem schwefelhaltige Verbindungen, die gegen Insektenfraß schützen. Eine eigene Schwefeldüngung ist in der Regel nicht nötig. Bei bedürftigen Kulturen wie Kohl solltest du aber darauf achten, dass dein Dünger Schwefel enthält.

Schwefelmangel tritt vor allem bei Kohlgewächsen und Senf auf. Er ähnelt einem Stickstoffmangel: Die Pflanzen wachsen gehemmt, Blätter hellen auf oder vergilben. Anders als bei Stickstoffmangel zeigen sich die Anzeichen aber zuerst an den jüngeren Blättern, weil Schwefel in der Pflanze nur schlecht beweglich ist.

Beispiel aus dem Garten

Bei Kohlgewächsen achte ich beim Düngen darauf, dass der Dünger Schwefel enthält. Werden an meinem Kohl zuerst die jungen Blätter hell, denke ich nicht nur an Stickstoff-, sondern auch an Schwefelmangel.

Quelle: Hortipendium – Das grüne Lexikon ↗ – Schwefel, Abschnitte „Funktion der Pflanze“, „Schwefel Mangel“ und „Schwefeldüngung“ (Quellenangabe der Seite: Gartenakademie Rheinland-Pfalz, Ulrich Harm). Geprüft am .

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